Dienstreise mit (kleinen) Hindernissen

Dienstreise mit (kleinen) Hindernissen

Beitragvon RegEnFan » Do 1. Mai 2014, 13:06

als ich die Nachricht bekam ich sollte dienstlich nach Regensburg fahren dachte ich gleich, das ist die perfekte Gelegenheit meinen neuen i3 auch mal außerhalb dem normalen Pendelbetrieb zu testen.
Also gleich einmal für mein neues Auto einen Antrag auf Nutzung eines privat Pkw für Dienstreisen gestellt.
Da wir mit 4 Personen reisen wollten und ich die Geduld meine Kollegen nicht übermäßig strapazieren kann musste ich zunächst mal die Lademöglichkeiten klären.
Nachdem mir das private Laden an den Firmeneigenen Ladestationen ja schon verboten wurde, habe ich gleich mal nachgefragt ob das auch für eine betriebliche Nutzung gilt.
Nach wenigen Tagen kam die Antwort. Da ich die Reise ja über eine Kilometerpauschale abrechen kann (was ich nicht tuen werde) bekäme ich dann den Treibstoff praktisch zweimal bezahlt wenn ich in der Firma laden würde. Kommt mir zwar etwas kleinlich vor aber wird wohl nach Recht und Gesetz so stimmen.
Wie auch immer von mir Zuhause in die Firma fahren, die Kollegen einladen und dann weiter nach Rgb und dort von einer fremden Ladestation in die Firma, war mit drei zusätzlichen Personen nicht machbar.
Also mussten sich die Kollegen ein eigenes Auto ausleihen und ich plante das ganze als „privaten Abenteuerausflug“.
Nach der Meldung von green_phil das die CSS-Ladestation in Schweitenkirchen Probleme hat musste ich erst mal so planen dass ich die Strecke (172km) in einem Rutsch schaffen musste.
Also ausnahmsweise mal das Fahrzeug vorkonditioniert, frühzeitig gestartet und ab in den LKW-Windschatten.
So habe ich dann mit Decke und Jacke aber trotzdem kalten Füßen (bei uns hatte es gestern 2°C in der Früh) die Strecke bis Schweitenkirchen mit einem Durchschnittsverbrauch von knapp unter 10kWh/100km zurückgelegt.
Bei McDonald war man dann auch recht nett und hat mir gleich die Ladekarte zur Verfügung gestellt. Davon, daß die Station mal nicht funktioniert hat wußte dort keiner was.
Wie auch immer die Ladung hat Wunderbar geklappt und ich hatte in der Hoffnung das die Ladestation funktioniert am Morgen auf das Frühstück verzichtet, um das jetzt bei McDonalds nachzuholen. Als ich dann wieder beim Auto ankam war ich auch schon über 80% SOC.
Die Ladekarte hatte ich gleich nach dem Ladestart wieder zurückgegeben weil ich es eigentlich von den bisherigen Stationen an denen ich geladen hatte gewohnt war, dass ich die Ladung ohne die RF-ID-Karte beenden konnte. Das ging an der CSS-Ladestation nicht. Als ich das Auto aufsperrte wurde der Stecker nicht wie gewohnt entriegelt. Also zurück zu McD und die Karte wieder geholt.
Die freundliche Dame hat mich dann gleich begleitet, damit ich nicht zweimal laufen muss.
Jetzt hatte ich genug Saft (90%), um mit „normaler Reisegeschwindigkeit (>120km/h)“ gemütlich und warm nach Regensburg zu düsen. Mit Tempomat und Abstandsassistent ein Genuss.
Da ich bei meiner Firma ja nicht laden darf hatte ich mit dem iAgenten in Rgb ausgemacht bei Ihm zu laden. Normalerweise benutze ich einen Oxelo City Roller, um die Strecke von der Ladestation bis zum Ziel zu überbrücken. Den hatte ich leider bei meiner letzten „Fremdladung“ stehen gelassen und Ihn bis heute noch nicht „wiedergefunden“. Also musste mein altes Mountainbike herhalten. Alleine deswegen konnte ich die Kollegen schon nicht mitnehmen.
Jetzt die böse Überraschung meine ChargNow Karte funktionierte an der „öffentlichen“ ChargeNow Station beim iAgenten in Rgb nicht. Warum ist noch immer unklar. Der BMW-Mitarbeiter sagte mir das sie mit Ihrer eigenen Karte auch schon mal Probleme hatten und sie dann am nächsten Tag wieder ging. Sehr vertrauenserweckend.
Ich hatte dann noch etwas Probleme den Weg in Rgb zu finden, aber kam dann doch noch ausreichend vor dem eigentlichen Termin, etwas verschwitzt, an.
Als ich Nachmittags mein Fahrzeug abholen wollte war dann die „öffentliche“ Ladstation zugeparkt und meine Geduld wurde dann schon etwas strapaziert bis der Vorführ-i3 entfernt und meine Kabel wieder freigeschaltet wurde, meine Karte funktionierte wieder nicht.
Jetzt noch schnell mit dem Kollegen eine Probefahrt gemacht und dann noch eine geraume Zeit mit einem anderen Kollegen diskutiert der sich für die Zoe interessiert hatte, Ihm das aber vom Renault Händler davon abgeraten wurde.
Dann ging es auch schon wieder auf die Rückreise. Da ich jetzt 12 Stunden unterwegs war wollte ich jetzt doch schleunigst nach Hause. Normalerweise wäre das bis zur BMW-Welt auch kein Problem gewesen, aber die Probefahrt hatte mich fast 20% SOC gekostet und so musste ich dann doch ca. 15km mit dem Rex zurücklegen.
Und dann der „Schock“ auf der Abfahrt vom mittleren Ring sah ich schon das ein i3 an der Ladestation stand. Muss ich jetzt mit dem Rex nach hause fahren?
Gott sei Dank war der i3 schon zu 100% geladen und offensichtlich wird dann der Stecker freigegeben, so dass ich den Fremden i3 abstecken konnte und meinen Laden.
Bis ich in der BMW-Welt die Toilette gefunden hatte war ich auch schon wieder bei 75% SOC.
Ich habe dann das Auto noch schön warm „gemacht“ und bis 85% gewartet und ab ging es mit
„(fast) Vollgas“ nach hause.

Mit einem Verbrenner wäre ich sicher schneller gewesen. Aber kommunikativer und spannender war es mit dem i3.
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Re: Dienstreise mit (kleinen) Hindernissen

Beitragvon Alex1 » Do 1. Mai 2014, 17:06

Dein AG lässt Dich nicht laden? Nun ja, sind ja auch gute 5 Euro pro Ladung. Das führt auf Dauer zu Mullen und Knullen bei den Kollegen.

Kannst Du das nicht über einen Einzahlungsbeleg regeln? Das mache ich zB so mit meinem Diensthandy. Da drauf kommen ja jetzt auch meie RWE-SMS-Ladungen. So ist das seriös und führt zu keinem Neid von den Verbrennern.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Dienstreise mit (kleinen) Hindernissen

Beitragvon RegEnFan » Do 1. Mai 2014, 17:56

Das Hauptproblem ist wohl das die Firma den Strom wesentlich günstiger kauft als wir Privatleute (weniger als die Hälfte).
Aus steuerlichen Gründen müssten sie aber wohl einen Preis berechnen den eine Privatperson bezahlen würde.
Damit "verkaufen" sie den Strom teuerer als sie in Einkaufen und werden damit zum Stromhändler. Da liegt wohl das rechtliche Problem.
Wurde mir auch von einem Facilitymanager eines anderen Großunternehmen bestätigt. Der sagte mir "Kunden können wir den Strom problemlos schenken, den eigenen Mitarbeitern dürfen wir ihn nicht geben".
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Re: Dienstreise mit (kleinen) Hindernissen

Beitragvon Alex1 » Do 1. Mai 2014, 21:19

:facepalm:

Und wenn die das zum Selbstkostenpreis abgeben? Machen die bei uns auch mit dem Telefon.

Gibts da nicht irgendeine Kaffeekasse oder so... :)
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Re: Dienstreise mit (kleinen) Hindernissen

Beitragvon stromer » Do 1. Mai 2014, 21:50

The New Motion bietet zu diesem Problem eine Lösung:

http://www.thenewmotion.de/laden-am-unt ... sstandort/
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Re: Dienstreise mit (kleinen) Hindernissen

Beitragvon RegEnFan » Do 1. Mai 2014, 22:14

Meine interne Antwort zu dem ganzen Thema war nur: "Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!"
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Re: Dienstreise mit (kleinen) Hindernissen

Beitragvon Alex1 » Do 1. Mai 2014, 22:38

@stromer: Wenn da die Brüh nicht teurer wird als die Brocken...

Für 5 oder 6 Euro pro Ladung lohnt sich das nicht für einen einzelnen Mitarbeiter. Der ja auch nicht täglich lädt. Aber das wäre ein Anreiz für eine umweltbewusstere Anfahrt zum Unternehmen.

Da würde ich allerdings eine Firmen-ÖPNV-Fahrkarte oder eine Förderung des Radfahrens deutlich vorziehen. Gesamt-Umwelt-mäßIg gesehen. Und eine deutliche Bevorzugung der Bahn für Dienstreisen. Inclusive E-Autos und -Fahrräder am Zielort. Förderung von E-Autos (was ja so eine Zapfe auch ohne geldwerten Vorteil ist) würde ja dazu führen, dass noch mehr Leute Auto statt Öffis fahren. Ich kenne kein Unternehmen, das wirklich genug Firmenparkplätze hat.

Ich sehe Andere in der Pflicht, die private E-Mobilität zu fördern.
Herzliche Grüße
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Re: Dienstreise mit (kleinen) Hindernissen

Beitragvon green_Phil » Fr 2. Mai 2014, 09:58

Zu MC Donalds: Die arbeiten ja im Schichtbetrieb. Du hattest bestimmt einfach andere Mitarbeiter hinter der Theke, die dann wiedermal von gar nichts wissen.
Eine Antwort habe ich von E-ON immer noch nicht bekommen! Aber ich habe das Schaufesterprojekt diesbezüglich scharf gemacht. Dort erwartet man jetzt Antwort von seinen Geschäftspartnern bei E.ON. Ich bleibe gespannt.
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Re: Dienstreise mit (kleinen) Hindernissen

Beitragvon eMarkus » Fr 2. Mai 2014, 10:05

§ 8 Abs. 2 Satz 9 EStG:

"Sachbezüge, die nach Satz 1 zu bewerten sind, bleiben außer Ansatz, wenn die sich nach Anrechnung der vom Steuerpflichtigen gezahlten Entgelte ergebenden Vorteile insgesamt 44 Euro im Kalendermonat nicht übersteigen."

Wenn eine Ladung 4 Euro kosten würde, könntest Du bis zu 11 Mal im Monat völlig legal laden.

Also wo liegt jetzt das Problem ?
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Re: Dienstreise mit (kleinen) Hindernissen

Beitragvon RegEnFan » Mo 5. Mai 2014, 16:23

Mir wurde vorgerechnet, dass ich ja jeden Tag mit leerem Akku kommen könnte und dann wäre das mehr als 44€!!! :evil:
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