Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon HeinHH » Do 13. Jul 2017, 14:58

Um den Wintersportler auf den aktuellen Stand der Entwicklung zu bringen:

https://youtu.be/GxiGpdoGH_w

Bye Thomas
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon Hambi » Do 13. Jul 2017, 15:31

TomZ hat geschrieben:
Habe ich was vergessen?


  • Mitsubishi hatte mit dem Miev schon vor langer Zeit eines der ersten brauchbaren vollelektrischen Fahrzeuge mit langer Akkulebensdauer am Start. So gut, dass zweimal die Franzosen das Ding in Lizenz bauen. Daran wird wurde nichts weiterentwickelt, dafür aber ein PluginSUV ins Sortiment geholt, der dem Miev die Akkus wegfrisst. Der Miev wird zugunsten des Nagellackpanzers nicht mehr hergestellt. ->Kanibalismus bei der Polarexpedition, das Mutterschiff ist längst woanders :twisted:
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon TOMbola » Do 13. Jul 2017, 16:29

Völliger Bullshit von wegen "Die Allgemeinheit" fordert 500km in 2-3 Minuten zu laden.

DIE ALLGEMEINHEIT fährt zu 90% nicht mehr als 50km pro Tag und deshalb bedarf es auch nicht 100KW Kapazitäten in grundsätzlich jedem Fahrzeug.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon Vanellus » Do 13. Jul 2017, 17:05

Nichtsahnende schreiben in diversen Foren immer wieder, dass ein E-Auto für sie erst dann interessant wird, wenn es genauso gut ist, wie ein aktueller Verbrenner.
Dabei übersehen sie zweierlei:
1. Der E-Motor hat längst den Verbrenner hinter sich gelassen.
Er ist kleiner, leichter, vibrationsfrei, wartungsärmer, energieeffizienter, muss weder manuell noch automatisch geschaltet werden und braucht daher weder Schaltung noch Kupplung, ist im Betrieb emissionsfrei und leiser, kann mit erneuerbaren Energien betrieben werden usw.

2. Ein Defizit liegt beim Akku. Und hier glaubt man ihn zu haben. "Bevor der nicht in 5 Minuten 500-1000 km nachtanken kann, kommt der nicht in Frage".
Ich fahre so gut wie nie zum Laden und bleibe beim Auto stehen. Im Gegensatz zum Verbrenner kann das E-Auto überall laden ( wenn dort eine Ladesäule steht) wo es sowieso herumsteht, ohne dass jemand dabei bleiben muss.
Laden ist eben nicht gleich Tanken.
Das ist aber "Normalmenschen", die keine Erfahrung mit E-Autos haben, nicht klar.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon TurboK » Do 13. Jul 2017, 17:31

TOMbola hat geschrieben:
Völliger Bullshit von wegen "Die Allgemeinheit" fordert 500km in 2-3 Minuten zu laden.

DIE ALLGEMEINHEIT fährt zu 90% nicht mehr als 50km pro Tag und deshalb bedarf es auch nicht 100KW Kapazitäten in grundsätzlich jedem Fahrzeug.


:thumb:!

Die wenigsten Menschen machen sich Gedanken, was sie selbst an Reichweite/Ladezeit wirklich benötigen. Der oft anzutreffende Vergleich mit Verbrennern bzgl. Reichweite und Tankzeit ist ein alter Zopf, von dem sich zu trennen offensichtlich schwer fällt. Wer nur 50 km am Tag fährt (bei mir ist es noch weniger), der tut gut daran, keinen 100 kW Akku haben zu wollen. Das erhebliche Zusatzgewicht wird völlig vergebens mitgeschleppt. Und: weil Schnarchladung daheim billig und für den Akku gesund ist, wird der große ohnehin nie leer gefahren. Warum daher nicht gleich ein gewichtsoptimierter kleiner Akku, der den eigenen Bedarf abdeckt. Ich habe ganz bewusst den 60 Ah ohne Rex gesucht und gefunden. Und bislang keine Sekunde bereut, weil es für mein Fahrprofil die Ideallösung ist. Das war etwas OT, lag mir aber am Herzen.

Wenn Ingenieure abgeworben werden, halte ich das für einen alltäglichen Vorgang, gegen den sich ein Hersteller kaum wirksam wehren kann. Allerdings glaube ich nicht, dass ein maßgeblicher Hersteller wie BMW Ingenieure, auch Top-Leute, nicht adäquat ersetzen kann. Der Weggang eines wichtigen Mitarbeiters mag schmerzen, aber nur kurz. Hierwegen auf ein sinkendes Schiff zu schließen, halte ich für ziemlich pessimistisch. Um es vorsichtig zu sagen :)

Klaus
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Re: AW: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schif

Beitragvon Helfried » Do 13. Jul 2017, 17:42

TurboK hat geschrieben:
Der Weggang eines wichtigen Mitarbeiters mag schmerzen, aber nur kurz. Hierwegen auf ein sinkendes Schiff zu schließen, halte ich für ziemlich pessimistisch. Um es vorsichtig zu sagen :)

Klaus


Ein Schiff sinkt nicht, weil es die Ratten verlassen, sondern umgekehrt.

Gehen gute Mitarbeiter, ist das stets ein schlechtes Zeichen, wenn es sogar in der Zeitung steht.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon Skifahrer » Do 13. Jul 2017, 17:43

Ich muss schon sagen, dass es sehr interessant ist, was ich hier für Reaktionen erhalte ;)

Aber genau, dass ist ja auch das was ich erwartet habe! :D Es sind genau die Erwartungen der Statistik, die hier belegt werden. Die E-Auto über alles Verfechter und die absoluten Gegner....

Also beruhigen wir uns alle mal wieder! :!:

So nunmal Tatsachen auf den Tisch: WIR hier wissen, dass im Alltag im Schnitt für Person X in der Regel sogar die paar 2-30km ausreichend sind! ABER: Die Allgemeinheit (zu der wir uns nicht zählen dürfen) weiß das zwar auch, hat aber extrem Angst davor. Und genau dass ist ja das Problem! Der Ottonormalkunde WILL und ERWARET das er eben ohne zu tanken/aufladen oder was auch immer 500km zur Großmutter nach Timbuktu fahren KANN! Auch wenn er es in 99% der Fälle gar nicht tut! ;)

Nur genau das ist ja meine These: Da der KUNDE (der Großteil, uns mal ausgeschlossen) davor ANGST hat bzw. es fordert, eben genau 500+km fahren zu KÖNNEN kaufen die KUNDEN (wieder Allgemeinheit) eben mehr Verbrenner. Und solange es hierfür keine gesetzlichen Vorschriften gibt, bleibt das auch so. Und die Automobilkonzerne verkaufen eben das, was die Kunden kaufen und nicht das was am Sinnvollsten für Umwelt usw. ist.

Und lieber Frank:
BMW EV hat geschrieben:

Energie (in welcher Form auch immer) ist nunmal kein nachwachsender Rohstoff, sie muss produziert werden.


Früher haben wir in der Schule in Physik noch Fakten gelernt: Energie kann nicht verschwinden oder produziert werden! Sie kann nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden.

Da tut dieser Satz richtig weh. Aber das war auch noch zu Zeiten , wo wir unseren Nahmen nicht tanzen mussten ;)

Der Rest , der geschrieben wurde klingt nicht so verkehrt aber dies und z.B. was Poolcrack anführt , lassen alles nicht gerade fundiert klingen.

Grüße , Frank.


Nein tut er nicht! Weil: Natürlich kann sie mathematisch berechnet nicht Verschwinden. ABER die Energie wird wie du selbst sagst umgewandelt und eben in Formen die nicht gesund sind, schädlich sind in Form von Abgas etc. Mein Satz war eher daruaf bezogen, dass die in einem Akku gespeicherte Energie eben sagen wir es formell so, wertgeschöpft bzw. aus anderen Rohstoffen gewonnen werden muss und genau hierin liegt ja das Problem. :mrgreen:
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon roxxo_by » Do 13. Jul 2017, 18:10

so schaut aus und solang der e-mini das gleiche kostet wie ein cooper s oder jcw, kauft der kunde das mit brumm und leistung.
wie schon geschrieben: solange sich die umstände nicht ändern, wird sich bmw nicht ändern und rest siehe threadtitel ^^

bei diversen anderen herstellern gibt es zumindest ein e-auto für <30k und das inkl ausstattung. da seh ich zumindest irgendwie als massenmarkttauglich
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon Poolcrack » Do 13. Jul 2017, 18:15

@Skifahrer:
Ich glaube Du brauchst ein Update. Ich habe mich in den letzten 3 Jahren mit hunderten Menschen bei Messen, Energietagen, Autoschauen, an Ladesäulen, etc. über das Thema unterhalten. In diesem Zeitraum hat sich das Bild sehr stark geändert. Die Leute fragen nicht mehr so oft nach der Reichweite, sondern eher spezifische Frage, wie sie z.B. ein Elektroauto bei sich zu Hause laden können (also ob z.B. die CEE16-Steckdose im Keller ausreicht, ob ich einen Elektriker kenne an Ihrem Wohnort, etc.), welche Extras sinnvoll sind, etc. Dies ist in unserem Verein Konsens bei allen, mit denen ich darüber gesprochen habe.

Das kann man auch an den Umfragen erkennen:
Oktober 2014: http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/umf ... 40950.html
Juli 2017: https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 68644.html

Wenn immer noch viele Leute zu faul sind den Stromanbieter zu wechseln und immer noch den teuren Grundtarif bezahlen, kann man nicht erwarten, dass sie sich über dasThema Elektromobilität informieren. Aber den Stromtarif des Nachbarn kann man weder sehen noch erleben. Von 46% die dagegen sind, werden viele auch noch ihre Meinung ändern wenn erst mal Freunde, Verwandte, Bekannte und Nachbarn Elektroautos fahren und sie es selbst mal erleben.

Leider ist aber die Kenntnis, dass die meisten Elektroautos zumindest optional in 25-40 Min auf 80% geladen werden können, nicht so gut verbreitet.
i3 BEV (SW: I001-17-07-500), BJ 04/2014, LL >85.000 km, Gesamtdurchschnitt 12,8 kWh/100 km im BC (=netto)
Model ≡ r≡s≡rvi≡rt
Mitglied bei Electrify-BW e.V., einem unabhängigen Verein von eFahrer für eFahrer und Interessierte.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon roxxo_by » Do 13. Jul 2017, 18:30

Poolcrack hat geschrieben:
@Skifahrer:
Ich glaube Du brauchst ein Update. Ich habe mich in den letzten 3 Jahren mit hunderten Menschen bei Messen, Energietagen, Autoschauen, an Ladesäulen, etc. über das Thema unterhalten. In diesem Zeitraum hat sich das Bild sehr stark geändert. Die Leute fragen nicht mehr so oft nach der Reichweite, sondern eher spezifische Frage, wie sie z.B. ein Elektroauto bei sich zu Hause laden können (also ob z.B. die CEE16-Steckdose im Keller ausreicht, ob ich einen Elektriker kenne an Ihrem Wohnort, etc.), welche Extras sinnvoll sind, etc. Dies ist in unserem Verein Konsens bei allen, mit denen ich darüber gesprochen habe.

Das kann man auch an den Umfragen erkennen:
Oktober 2014: http://www.wiwo.de/unternehmen/auto/umf ... 40950.html
Juli 2017: https://www.heise.de/newsticker/meldung ... 68644.html

Wenn immer noch viele Leute zu faul sind den Stromanbieter zu wechseln und immer noch den teuren Grundtarif bezahlen, kann man nicht erwarten, dass sie sich über dasThema Elektromobilität informieren. Aber den Stromtarif des Nachbarn kann man weder sehen noch erleben. Von 46% die dagegen sind, werden viele auch noch ihre Meinung ändern wenn erst mal Freunde, Verwandte, Bekannte und Nachbarn Elektroautos fahren und sie es selbst mal erleben.

Leider ist aber die Kenntnis, dass die meisten Elektroautos zumindest optional in 25-40 Min auf 80% geladen werden können, nicht so gut verbreitet.


ich stimme dir bei nahezu allem zu, aber du vergisst eins und das ist die (noch) aktuelle bmw-käuferschicht:
- hat kein 6 zylinder, ist kein bmw
- hat unter 200ps, ist kein bmw
- hat nicht mind 215er drauf, ist kein bmw
- kein heckantrieb, ist kein bmw

und solange sich daran nichts ändert, spreche ich von sinkendem schiff. um das zu ändern müsste auch bmw mal etwas aktiver werden. vorallem um neue käuferschichte aufzumachen. gefühlt sind da alle anderen aktiver.
roxxo_by
 
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