Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon bm3 » Do 13. Jul 2017, 10:02

Haben die eigentlich den E-Mini wiedermal zeitlich ein gutes Stück nach hinten verschoben ? Ich meine mich noch erinnern zu können dass eine ganze Zeit lang vom Produktionsstart in 2017/2018 geredet wurde ?
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon Skifahrer » Do 13. Jul 2017, 11:31

Irgendwie dachte ich immer, das Leute, die eine Affinität zur Elektromobilität haben, sich wenigstens nicht durch Stammtischparolen auf Bildzeitungsniveau verständigen, sondern Dinge die sie lesen, kritisch betrachten, versuchen zu verstehen und nicht direkt im Affekt ohne nachzudenken darauflosbrüllen.

Mir geht dieses Ständige Markenbashing und sinnlose Diskutiere über "ob, könnte, vielleicht, müsste, alle doof, aber XY ist besser" extrem auf den Nerv. :roll: Die von euch zitierten Artikel sind sowas von Niveaulos und beinhalten nichts als einfachste "Randalepropaganda" um den Leser zu beeinflussen.

Bemerkung am Rande: Das rote Fahrzeug auf dem Foto ist ne Designmischung aus BMW 3er E90 (von 2008) und Skoda Ocatvia. Wer sich sowas ausdenken kann? :roll: :lol:

Und? Dann verlässt eben der Herr Kranz die BMW Group. Wen juckts? Wenn ich im BMW Konzern mit meiner Vision bei Kollegen oder Vorgesetzten auf Widerstand stoße und mir ein anderer Arbeitgeber genau die Realisierung meiner Versionen bietet, dann gehe ich doch auch??? :? Warum ärgern wenn es wo anderes vielleicht bei besserer Bezahlung und breiterem Einflussbereich besser ist?

Digitalisierung und Elektomobilität ist schön. Aber das wirft im Moment keinen Profit im Volumengeschäft ab! Ob ihr es so haben wollt oder nicht, es ist einfach so! Erstens, die paar E-Fahrzeuge sind lediglich ein Technologieträger aber damit verdient BMW kein Geld (im Moment und in naher Zukunft). Zweitens Fahrzeugvernetzung usw. intessiert nur den kleinsten Teil der Kunden. Sicher, die Internetforen mögen voll damit sein, aber auch nur weil genau die Leute, die es eben intessiert sich dort aufhalten. Aber der Großteil, dem ist des eigentlich vollkommen egal. Und bitte kommt mir jetzt nicht mit Kodak oder Nokia. Wir reden hier von Automobilen (im Premiumsegment) und nicht von CE-Geräten mit Produktlebenszyklen von einem Jahr. ;)

Natürlich sind für einen Konzern wie die BMW Group: Google, Tesla und Co einer der am kritischsten betrachteten Wettbewerber. Und man arbeitet akribisch daran, denen keinen Vorsprung zu lassen. Allerdings momentan verkauft man eben noch am besten die warmen Semmeln und nicht die veganen Vollkornstulle aus nachhaltigem Anbau.

Sicher mag in einem großen Konzern in dem Menschen arbeiten, wie auch bei BMW nicht immer alles (im Auge des Betrachters) Richtig laufen und allzeit die korrekten Entscheidungen getroffen werden. (Deshalb gehen auch manche Mitarbeiter, wie ein Herr Kranz) aber was mich in diesem Form schon sehr stört ist die absolut beschränkte Sichtweise auf die Mobilität. Das verhalten mancher (auch im LCI Topic) erinnert mich mehr oder weniger an die Naivität manches Vorschulkindes.

Die Elektomobiltät ist cool, keine Frage. Sie mag für einen kleinen Bruchtteil der weltweiten Kunden sehr interessant sein, aber sie ist definitiv (zum heutigen Stand) nicht DAS Antriebskonzept der Zukunft. Warum? Ganz einfach, die Ladeinfrastruktur! Nein, da kann man nichts machen!!! Das ist Physik! Wer ein wenig Ahnung hat, was Strom, Spannung und Widerstand ist, der sollte wissen, dass man nicht einfach 200kW DC Schnellladen kann, ohne den Stecker zu kühlen. 200kW das sind 200.000 Watt und bei 360 Volt Spannung sind das über 550 Ampere :shock: wenn jetzt nur ein paar Staubkörner im Stecker sind, fällt dort genug Spannung ab, um die Staubkörner so zu erhitzen, dass womöglich (im kritischen Fall) der Stecker zum brennen anfängt! Physikalisch (im Moment) liegt die Grenze irgendwo bei 140-150kW (Supercharger läd kurzfristig auch nur bis 135kW) Es wird in der Richtung geforscht und ich würde mich persönlich freuen wenn man es schafft die Ladeleistung zu erhöhen. (Ein Akku mit höhere Kapa benötigt auch längere Zeit, bis er voll ist) Bis dahin vergehen aber noch einige Jahre...

Induktiv Laden ist schön und gut, aber hier benötigen wir wieder Wechselspannung und diese muss per Gleichrichter umgewandelt werden um in den Akku zu kommen. Zudem können wir uns ja berechnen, wie groß das elektromagnetische Feld hierbei wäre, um nur annähernd so schnell zu laden, wie per Kabel.

Außerdem, WO kommt denn der Strom her? Für uns glückliche, die eine PV Anlage auf dem Dach eines Einfamilienhauses haben und evtl. im Büro laden können ist das durchaus interessant, aber unser Stromnetz ist nicht dafür ausgelegt, dass mehrere Leute in ihren Tiefgaragen im Mehrfamilienhaus ihre Elektrofahrzeuge laden. Der Strom muss auch erstmal produziert werden. Atomkraftwerke werden abgeschaltet, weil sie (in Europa) teilweise uralt sind und die Technologie immer weniger Zustimmung in der Bevölkerung findet. Kohlekraftwerke zur Stromproduktion um die Grundlast zu sichern sind in meinem Augen absoluter Humbug. Zudem ist die Energiedichte in einer Batterie im Gegensatz zu flüssigem Krafstoff wie Benzin oder Diesel sehr schlecht. Von der Bereitschaft der Regierungen und Konzerne ein weltweites, einheitliches Ladenetz zu bauen mal ganz abgesehen. (Hier müsste man eigentlich ansetzen! Benzin wurde am Anfang auch nur in Apotheken verkauft...)

Energie (in welcher Form auch immer) ist nunmal kein nachwachsender Rohstoff, sie muss produziert werden. Auch ein Windrad, Automobil oder ein Solarpanel muss mit Energie hergestellt werden. Und hier kommt es auf die Energiebilanz an!

So und nun zum Thema iNEXT, i5, iX oder was auch immer: Einfachste Regel der Marktwirtschaft, Konkurrenz schafft Wettbewerb! Solange es keinen Gibt, wird man auch selbst nicht in unbekannte Märkte ohne Zukunftssicherheit einsteigen....
Und BMW hat noch nie in seiner Marketingstrategie groß damit geklotzt dies oder jenes zu bringen. Es wurde dann einfach gemacht. Das kann man als gut oder schlecht ansehen, aber im Gegensatz zu den Mitbewerbern können Auto gekauft werden und man spricht nicht von "könnte", "würde" oder "möglich"....
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon bm3 » Do 13. Jul 2017, 11:54

Skifahrer hat geschrieben:
...Energie (in welcher Form auch immer) ist nunmal kein nachwachsender Rohstoff, sie muss produziert werden. Auch ein Windrad, Automobil oder ein Solarpanel muss mit Energie hergestellt werden. Und hier kommt es auf die Energiebilanz an!


Ja den Satz nur mal herausgenommen und den bekommt man eben zwischendurch mal von dir "untergejubelt", meiner Meinung nach, entweder du informierst dich bitte vorher besser oder du bleibst bei deinen Autos. Eventuell möchtes du ja auch an solche Sätze glauben und die uns hier "predigen" ? :(
Bei WEA im Binnenland geht man von einer energetischen Amortisationszeit von 6 Monaten, im ungünstigsten Fall (Schlechte Windhöffigkeit und Typ der WEA) von 12 Monaten aus. Bei der durchschnittlichen Eigenheim-PV-Anlage von 2-4 Jahren. Im Gegensatz dazu amortisiert sich jedes mit fossilem Brennstoff betriebene Kraftwerk energetisch nie. Da wird immer nur Brennstoff angekarrt und hineingefahren. Bei den Verbrenner-Karren ist es übrigens auch nicht besser, die reine Energieverschwendung und Luft-Verpestung.
Wenn wir irgendwann mal (Dank den deutschen Herstellern verlangsamt) bei einem hohen EV-Anteil zusammen mit einem hohen EE-Stromerzeugungsanteil angelangt sind, was das Ziel in greifbarer Nähe sein muss, wird das zu einer deutlichen Reduktion der Emissionen des Straßenverkehrs führen.

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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon Poolcrack » Do 13. Jul 2017, 12:06

Skifahrer hat geschrieben:
Die Elektomobiltät ist cool, keine Frage. Sie mag für einen kleinen Bruchtteil der weltweiten Kunden sehr interessant sein, aber sie ist definitiv (zum heutigen Stand) nicht DAS Antriebskonzept der Zukunft. Warum? Ganz einfach, die Ladeinfrastruktur! Nein, da kann man nichts machen!!! Das ist Physik! Wer ein wenig Ahnung hat, was Strom, Spannung und Widerstand ist, der sollte wissen, dass man nicht einfach 200kW DC Schnellladen kann, ohne den Stecker zu kühlen. 200kW das sind 200.000 Watt und bei 360 Volt Spannung sind das über 550 Ampere :shock: wenn jetzt nur ein paar Staubkörner im Stecker sind, fällt dort genug Spannung ab, um die Staubkörner so zu erhitzen, dass womöglich (im kritischen Fall) der Stecker zum brennen anfängt! Physikalisch (im Moment) liegt die Grenze irgendwo bei 140-150kW (Supercharger läd kurzfristig auch nur bis 135kW) Es wird in der Richtung geforscht und ich würde mich persönlich freuen wenn man es schafft die Ladeleistung zu erhöhen. (Ein Akku mit höhere Kapa benötigt auch längere Zeit, bis er voll ist) Bis dahin vergehen aber noch einige Jahre...

Du magst Dich zwar ein wenig mit Physik auskennen, aber definitiv nicht mit der genormten Ladetechnik.
1.) CCS2 erlaubt bis zu 350 kW ohne 550 A, sondern mit bis zu 350A. Es wird eine höhere Spannung verwendet, bis zu 1000V. Die ersten Säulen, die beim Porsche Zentrum in Berlin stehen (hier im Forum suchen), haben zwar luftgekühlte Kabel, aber keine gekühlten Stecker.
2.) Die Überwachung von Temperatursensoren am Stecker und am Kabel können einen Brand effektiv verhindern.
3.) Der Porsche Mission E wird daran mit bis zu 275 kW laden, da es ein 800V Auto ist. Von 0-80% in 17 Minuten.
4.) Die Kabel sind nicht dicker als die eines Tesla Superchargers.
5.) Ladeleistungen > 200 kW werden für PKW iń > 95% des Alltags gar nicht benötigt.
6.) Da die ersten Fahrzeuge, die mit > 200 kW laden können bereits in 2,5 Jahren auf dem Markt sind, ist das definitiv das Antriebskonzept der nahen Zukunft, zumindest im PKW-, Linienbusse und Lieferverkehr.
i3 BEV (SW: I001-17-07-500), BJ 04/2014, LL >85.000 km, Gesamtdurchschnitt 12,8 kWh/100 km im BC (=netto)
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Re: AW: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schif

Beitragvon Helfried » Do 13. Jul 2017, 13:18

Skifahrer hat geschrieben:
Naivität manches Vorschulkindes.

Die Elektomobiltät ist cool, keine Frage. Sie mag für einen kleinen Bruchtteil der weltweiten Kunden sehr interessant sein, aber sie ist definitiv (zum heutigen Stand) nicht DAS Antriebskonzept der Zukunft. Warum? Ganz einfach, die Ladeinfrastruktur! Nein, da kann man nichts machen!!! Das ist Physik!


Da habe ich aufgehört zu lesen. Das ist nicht durchdacht.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon roxxo_by » Do 13. Jul 2017, 13:25

bin gespannt wie die innoviation im innovativen e-mini aussieht und wie innovativ der preis sein wird... davon wird abgesehen vom elektro-3er viel abhängen. ich tip mal dass ein e-mini genauso viel kosten wird wie ein cooper s oder sogar ein jcw. solange sich am drumrum nichts ändert würde ich das dann durchaus als sinkendes schiff bezeichnen. aber vielleicht irre ich auch und bmw/mini sind allein anhand der marke über alles erhaben. wundern würde es mich nur ein kleines bisschen.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon Skifahrer » Do 13. Jul 2017, 13:37

bm3 hat geschrieben:
Ja den Satz nur mal herausgenommen und den bekommt man eben zwischendurch mal von dir "untergejubelt", meiner Meinung nach, entweder du informierst dich bitte vorher besser oder du bleibst bei deinen Autos. Eventuell möchtes du ja auch an solche Sätze glauben und die uns hier "predigen" ? :(
Bei WEA im Binnenland geht man von einer energetischen Amortisationszeit von 6 Monaten, im ungünstigsten Fall (Schlechte Windhöffigkeit und Typ der WEA) von 12 Monaten aus. Bei der durchschnittlichen Eigenheim-PV-Anlage von 2-4 Jahren. Im Gegensatz dazu amortisiert sich jedes mit fossilem Brennstoff betriebene Kraftwerk energetisch nie. Da wird immer nur Brennstoff angekarrt und hineingefahren. Bei den Verbrenner-Karren ist es übrigens auch nicht besser, die reine Energieverschwendung und Luft-Verpestung.
Wenn wir irgendwann mal (Dank den deutschen Herstellern verlangsamt) bei einem hohen EV-Anteil zusammen mit einem hohen EE-Stromerzeugungsanteil angelangt sind, was das Ziel in greifbarer Nähe sein muss, wird das zu einer deutlichen Reduktion der Emissionen des Straßenverkehrs führen.

VG:

Klaus


Bitte mit Quelle! Schau mal hier: http://www.volker-quaschning.de/datserv/kev/index.php
Hier wird auf entsprechende Fachliteratur verwiesen! ;)

Zudem habe im Gegensatz zu dir nicht nur EINE Meinung sondern die Zukunftsaussichten erörtert! :roll:

Poolcrack hat geschrieben:
Du magst Dich zwar ein wenig mit Physik auskennen, aber definitiv nicht mit der genormten Ladetechnik.
1.) CCS2 erlaubt bis zu 350 kW ohne 550 A, sondern mit bis zu 350A. Es wird eine höhere Spannung verwendet, bis zu 1000V. Die ersten Säulen, die beim Porsche Zentrum in Berlin stehen (hier im Forum suchen), haben zwar luftgekühlte Kabel, aber keine gekühlten Stecker.
2.) Die Überwachung von Temperatursensoren am Stecker und am Kabel können einen Brand effektiv verhindern.
3.) Der Porsche Mission E wird daran mit bis zu 275 kW laden, da es ein 800V Auto ist. Von 0-80% in 17 Minuten.
4.) Die Kabel sind nicht dicker als die eines Tesla Superchargers.
5.) Ladeleistungen > 200 kW werden für PKW iń > 95% des Alltags gar nicht benötigt.
6.) Da die ersten Fahrzeuge, die mit > 200 kW laden können bereits in 2,5 Jahren auf dem Markt sind, ist das definitiv das Antriebskonzept der nahen Zukunft, zumindest im PKW-, Linienbusse und Lieferverkehr.


1.) Richtig, aber was benötigt man im Fahrzeug um eine Spannung zu transformieren? Wenn die Batteriespannung sagen wir 400V beträgt?
2.) Da hast du recht, aber bei zunehmender Temp wird wieder der Ladestrom reduziert! Im Peak könnte ich auch mit 1000A laden (kurzzeitig) aber interessant ist ja die Gesamtdauer.
3.) Ja, im Konzept und in der Theorie ohne Infrastruktur für jedermann.
4.) Was hat jetzt die Kabeldicke damit zu tun? Das führt komplett am Thema vorbei.
5.) Danke! Aber genau das ist ja eigentlich was "die Allgemeinheit" fordert! Innerhalb von 2-3min das Fahrzeug wieder um 500+km "aufladen" zu können und das geht eben nicht so easy. Mag aber leider keiner Begreifen :x
6.) Außer "sein", "könnten", "werden" ist da noch nicht viel in Serie (seitens der Infrastruktur) erprobt. Du brauchst auch erstmal den entsprechenden Anschluss! Für z.B. "lächerliche" 22KW im Privathaushalt über 3 phasen muss ja schon mit 3x 35A abgesichert werden! Das sind Kabel 5x6mm^2 mindestens! Und klar im öffentlichen Bereich sicher machbarer und im Neubau durchaus realisierbar, aber versuche das doch mal in deutschen Innenstädten durchzusetzen, da wo du es benötigst. Im Outback wo jeder über Nacht daheim an der Dose laden kann ist das eher uninteressant.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon Poolcrack » Do 13. Jul 2017, 14:49

Hioer meine Antworten:
1.) Die Batterispannung wird dann aber 800V betragen, siehe Porsche Mission E.
3.) Bis 2020 werden an 400 Ladestandorte jeweils 6-12 350 kW Ladepunkte an europäischen Schnellstraßen für jedermann errichtet, Beginn 2017, siehe http://www.goingelectric.de/forum/oeffe ... 20292.html
4.) Das zeigt, dass bei höherer Spannung trotz Mehrleistung keine dickeren Kabel verwendet werden müssen, also beherrschbare Technik
5.) Mir egal, was "die Allgemeinheit fordert", im Alltag werden durchschnittlich ca. 39 km pro Tag gefahren. Punkt. Ultra-Schnellladungen werden benötigt, aber eher selten.
6.) Du willst dem E-Antrieb die Zukunft absprechen, aber das sind Dinge die 2020 bereits da sein werden. Und für sehr viele reichen die Fahrzeuge von heute schon aus. Nun sprichst Du die Kabeldicken doch an, die Du unter 4.) am Thema vorbei siehst? Zu Hause reicht ein 11 kW Anschluss vollkommen aus, 16 A sind überall verfügbar, notfalls mit Lastabwurfrelais oder dynamischen Lastmanagement. Auch für Mehrfamilienhäuser, denk an die durchschnittlichen 39 km. Im Schnitt reicht eine Vollladung pro Woche bei Autos mit 300 km+ Reichweite, eventuell eine zweite für Wochenendaktivitäten.

Für die Ultra-Schnelladesäulen braucht man einen Mittelspannungsanschluss und 2-4 Trafos. Das ist aber keine Zauberei. Schau doch mal wie viele Trafos so in einem mittelgroßen Industriegebiet rumstehen. Und bei diesen Investitionskosten wird man natürlich ein höheren Preis bezahlen müssen als daheim. Macht aber nichts, braucht man ja selten.
Zuletzt geändert von Poolcrack am Do 13. Jul 2017, 15:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon BMW EV » Do 13. Jul 2017, 14:52


Energie (in welcher Form auch immer) ist nunmal kein nachwachsender Rohstoff, sie muss produziert werden.


Früher haben wir in der Schule in Physik noch Fakten gelernt: Energie kann nicht verschwinden oder produziert werden! Sie kann nur von einer Form in eine andere umgewandelt werden.

Da tut dieser Satz richtig weh. Aber das war auch noch zu Zeiten , wo wir unseren Nahmen nicht tanzen mussten ;)

Der Rest , der geschrieben wurde klingt nicht so verkehrt aber dies und z.B. was Poolcrack anführt , lassen alles nicht gerade fundiert klingen.

Grüße , Frank.
Zuletzt geändert von BMW EV am Do 13. Jul 2017, 14:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Der nächste BMW i Kopf verlässt das "sinkende" Schiff

Beitragvon TomZ » Do 13. Jul 2017, 14:53

roxxo_by hat geschrieben:
... solange sich am drumrum nichts ändert würde ich das dann durchaus als sinkendes schiff bezeichnen...


Nach deiner Definiton sinkt jedes Schiff zur Zeit.

Opel/GM bzw. Citroen... Ampera keine Verfügbarkeit für die nächsten Monate/Jahre -> sinkt
Hyundai/Kia - bringen neue E-Autos mit mittelrpächtigen Eckdaten als Neuheit 2017 heraus, zusätzlich zum Teil Leiferschwierigkeiten -> sinkt
MB EQ erst frühestens 2019/2020 -> sinkt
Audi hat sowieso nix, außer Ankündigungen -> sinkt
Porsche bleibt leider unleistbar -> sinkt
Renault kann nur im Kleinwagensegment punkten ansonsten ist da auch Ebbe -> sinkt
Nissan mal sehen ob die ihr Design in den Griff kriegen, Rest ist natürlich auch noch fraglich, 40 kwh für ein 2018er Auto wird halt auch nicht die hier ersehnte Lösung und Heiland -> sinkt
Tesla nie schwarze Zahlen mit ihrem Geschäftsmodell und ein viel zu ambitionierter Ramp up fürs Model 3, was die noch auf Jahre hin zerreissen wird - solange die immer frisches Geld in die Kassen bekommen, mit ihrer Hype-Story solange funktioniert das ganze System - das Kartenhaus ist aber nicht gerade das stabilste -> die Gefahr zu sinken ist eminent.
die ganzen Chinakracher müssen erstmal ein funktionierendes Auto mit westlichen Standard auf die Beine stellen -> sinkt

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