Bremsen nach 17000km Schrott

Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon Dentec » Sa 12. Jan 2019, 09:34

@konello
Ich bin dir für deine Ausführungen und Tipps dankbar. Vieles davon war mir so noch nicht bewusst.
:danke:
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon Helfried » Sa 12. Jan 2019, 10:33

konello hat geschrieben:
bewusst Produkte in den Dreck ziehen und mit ihnen so viele Leute verunsichern.


Man kann solche Bremsen dem Kunden einfach nicht zumuten. Ich bin auch Techniker, aber auf solche Probleme wäre ich gedanklich nicht gekommen.
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon konello » Sa 12. Jan 2019, 10:49

Bei Betrieb einer Bemse, die als solches konzipiert ist, muss diese halt auch ab und zu in Betrieb gehalten werden. Eine Pumpe, die nie läuft, wird auch irgendwann fest - ein Akku, der nie benützt wird, verliert auch extrem an Leistung. Ein Schiebedach, das nie bewegt wird, wird fest und schädigt sich. Ein Reifen, der nie läuft, bekommt Standplatten. Ein Verbrennungsmotor, der nie Gestartet wird, wird fest. Ein Verbrennungsmotor, der nie warm wird, verschlammt im Ölbereich, ein Rußfilter, der nie eine Regenerierungsfahrt abekommt, weil das FZ nur maximal 10 km gefahren wird, setzt zu. Eine Standheizung,die ich auch im Sommer nicht mal ab und zu laufen lasse, geht viel schneller kaputt.... Die Liste kann ich endlos weiterführen.

Ein Auto ist eben zum fahren da, und eine Bremse zum bremsen.

Alles weitere wurde ja schon oft genug in anderen Foren besprochen.
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon ntruchsess » Sa 12. Jan 2019, 11:30

wir haben unseren i3 gerade gebraucht gekauft. EZ April 2017 nicht ganz 16t km und die Bremsscheiben haben deutlich Rost mit einem gewissen Ansatz von Riefenbildung. Unser 118d hat vor 2 Jahren neue Bremsscheiben bekommen - die sehen immer noch deutlich besser aus.
Naja - die Funktion ist trotzdem gefühlt erst mal einwandfrei. Wenn das Wetter wieder besser ist werde ich die Bremsbeläge mal näher in Augenschein nehmen, nicht dass die so aussehen, wie im verlinkten Video. Ggf. kommen halt einfach neue rein. Den Spaß am neuen Auto werde ich mir davon jedenfalls nicht verderben lassen.
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon bm3 » Sa 12. Jan 2019, 12:24

konello hat geschrieben:
Bei Betrieb einer Bemse, die als solches konzipiert ist, muss diese halt auch ab und zu in Betrieb gehalten werden. Eine Pumpe, die nie läuft, wird auch irgendwann fest - ein Akku, der nie benützt wird, verliert auch extrem an Leistung. Ein Schiebedach, das nie bewegt wird, wird fest und schädigt sich. Ein Reifen, der nie läuft, bekommt Standplatten. Ein Verbrennungsmotor, der nie Gestartet wird, wird fest. Ein Verbrennungsmotor, der nie warm wird, verschlammt im Ölbereich, ein Rußfilter, der nie eine Regenerierungsfahrt abekommt, weil das FZ nur maximal 10 km gefahren wird, setzt zu. Eine Standheizung,die ich auch im Sommer nicht mal ab und zu laufen lasse, geht viel schneller kaputt.... Die Liste kann ich endlos weiterführen.

Ein Auto ist eben zum fahren da, und eine Bremse zum bremsen.

Alles weitere wurde ja schon oft genug in anderen Foren besprochen.


Eine wilde Ansammlung unzulässiger Verallgemeinerungen die in der Praxis schon vielfach widerlegt wurden.
Alleine bei mir im Umfeld könnte ich dir das schon widerlegen mit einer Pumpe die schon 20 Jahre lang steht und noch einwandfrei läuft, mit einem (Ersatz)-Auto welches sich schon zehn Jahre hier die Reifen "platt" steht, die aber keineswegs "platte Stellen" bisher haben und einem Li-Akku der hier schon Jahre lang als Notstromreserve steht und dem das garnichts bisher ausgemacht hat, ganz im Gegenteil, er ist durch die wenigen Lade-/Entladezyklen bisher noch besser als welche die schon viele Zyklen hinter sich haben,...
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon Isomeer » Sa 12. Jan 2019, 13:25

konello hat geschrieben:
Ein Auto ist eben zum fahren da, und eine Bremse zum bremsen.

:thumb:
Die Beispiele aus Deiner Aufzählung kann ich alle durch eigene Erfahrungen bestätigen. Und um eine Schraubererfahrung ergänzen: Sprit, der nicht genutzt wird, vergammelt über die Winterpause des Motorrads und man sucht sich im Frühjahr ´nen Wolf, warum die Kiste nicht anspringt ;)
Wobei die zerbröselten I3-Bremsbeläge ja nicht zwangsläufig durch mangelnde Nutzung so aussehen müssen.
Und btw: Der Threadtitel ist etwas irreführend. Die Beläge sind Schrott, nicht die "Bremsen". Aber das passt auch zum Video: Hauptsache clickbait.
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon Elektrivirus » Sa 12. Jan 2019, 13:37

Hi, kenn dieses Problem schon seit dem Prius II.

konello hat geschrieben:
...Nun - was will der Hersteller anderes machen? Trommelbremsen verbauen? Das wäre ein technisch extremer Rückschritt.

Warum siehst du das so? Ich denke, dass eine standfeste Trommelbremse durchaus ein besserer Lösungsansatz ist, als eine offensichtlich überdimensionierte Scheibenbemse. Wie du ja auch schreibst, wenig Gewicht auf der HA und dadurch ohnehin nur wenig nutzbare Bremsleistung... vielleicht ist dort Scheibe einfach technischer Overkill, einfach, weil sie ihren eigentlichen Vorteil, eine höhere Bremsleistung im Vergleich zur Trommel sowieso nicht ausspielen kann.

Bremsen lassen sich halt mal aufgrund der Reibflächen nicht korrosionsbestätig bauen u....

Jep, aber es gibt doch deutliche Unterschiede beim Material... die originalen Scheiben von Toyota für den Prius rosteten schneller, als man sie einbauen konnte, hatte vom Zubehör welche verbaut, die zeigten sich im Vergleich deutlich beständiger.
Das Phänomen haben übrigens viele Elektrofahrzeuge mit Scheibenbremsen (der E-Smart hat glaub ich hinten Trommeln verbaut - was in Gefahrensituationen wiederum total beschissen ist...)

Ich steh nicht so in der Materie... was ist an einer Trommel hinten in Gefahrensituationen kritisch? Bei Gefahr geht man doch voll in die Eisen... da geht jeder Wagen vorn in die Knie und hinten hoch, sprich, hat noch weniger Gewicht auf der HA. Ob diese dann mittels Scheibenbremse, oder mittels Trommelbremse bis über die Blockiergrenze verzögert wird.. ich versteh den Unterschied nicht.
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon mweisEl » Sa 12. Jan 2019, 13:59

konello hat geschrieben:
(der E-Smart hat glaub ich hinten Trommeln verbaut - was in Gefahrensituationen wiederum total beschissen ist...)

Was für ein Quatsch. Gut, man kann mit den Trommelbremsen hinten nicht zehn mal von 0 auf 250 km/h beschleunigen und jeweils wieder auf 0 abbremsen.

Das Hauptproblem mit den überdimensionierten und dann beim E-Auto zu rosten anfangenden Scheibenbremsen ist die Auslegung auf 250 km/h für German Autobahn Raser.
Seit 27 Jahren elektromobil unterwegs (CityEL mit 1.8 kWh-Akku, seit '13 Smart ED3).
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon MaXx.Grr » Sa 12. Jan 2019, 14:43

mweisEl hat geschrieben:
Das Hauptproblem mit den überdimensionierten und dann beim E-Auto zu rosten anfangenden Scheibenbremsen ist die Auslegung auf 250 km/h für German Autobahn Raser.




Aber gerade da, wo früher die Trommelbremsen in die Knie gingen sind aufgrund der Rekuperation keine Probleme zu erwarten.
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon BMWFan » Sa 12. Jan 2019, 15:08

Ich habe meine Bremsscheiben und -beläge zum ersten Mal nach 175'000 km ersetzt.
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