Bremsen nach 17000km Schrott

Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon Helfried » Fr 11. Jan 2019, 19:00

Rosten denn die Bremsen von den großen BMW bei schlechtem Wetter auch so stark? Also mit anderen Worten, verwendet BMW beim i3 besonders sensibles Material?
Wir wollen die i3-Bremsen ja nicht mit Polo und Ente vergleichen.
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon Dentec » Fr 11. Jan 2019, 19:02

Helfried hat geschrieben:
Rost darf es nach 17000 km nicht geben, hatte ich auch noch bei keinem Auto.

Man darf auch Rost an den Bremsen nicht mit Rost an der Karosserie vergleichen.

Ich finde die Erklärung von konello nachvollziehbar. Keine Ahnung, ob es so war, aber ich könnte es mir gut vorstellen.
Die Kombination aus wenig Fahrleistung pro Jahr und sehr geringer Bremsnutzung könnte in der Tat für die Bremsen tödlich sein. Natürlich bleiben Bremsbeläge, die nach der Fahrt eine gewisse Betriebswärme haben trocken. Die Bremsen des I3 im schlechtesten Fall sind Wetter und Salz im Winter ausgesetzt und Oxidationsprozesse können sich "hineinfressen" in die Beläge, wenn dort Eisen enthalten ist. Und so sahen die Beläge auch auf dem Video aus.

Vielleicht wirklich ein guter Tipp für I3-Fahrer, ab und zu bewusst die Bremse gegen Ende der Fahrt einzusetzen...
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon konello » Fr 11. Jan 2019, 19:03

Helfried hat geschrieben:
konello hat geschrieben:
Typisch: Ahnungslose Youtube-Blogger …

Beim starken rekopurieren (sic)


Ich sag nix... ;)
Aber kopulieren ist was anderes.

Rost darf es nach 17000 km nicht geben, hatte ich auch noch bei keinem Auto.
Da muss fast etwas anderes vorgefallen sein, womöglich gar ein Fake, wie es Kanecaine beschreibt. Obwohl ich mir fast nicht vorstellen kann, dass sich jemand die Arbeit antut für einen kleinen Betrug (alte Bremsbacken einbauen für den Käufer).

Trockenbremsen vor dem Stehenbleiben (nicht aber mitten während einer längeren Fahrt) halte ich aber schon für sinnvoll, Nässe ist der Tod der Bremsen.



Ich habe Kunden, die haben weniger KM gelaufen und die Bremsen sahen schlimmer aus. Gerade die geringe Laufleistung trägt dazu bei, daß die Bremse keine Chance hat, sich mal frei zu bremsen... Eine Bremse kann nach 5000km und 3 Jahren genauso ausschauen.
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon konello » Fr 11. Jan 2019, 19:08

Helfried hat geschrieben:
Rosten denn die Bremsen von den großen BMW bei schlechtem Wetter auch so stark? Also mit anderen Worten, verwendet BMW beim i3 besonders sensibles Material?
Wir wollen die i3-Bremsen ja nicht mit Polo und Ente vergleichen.


Die Bremse ist vom Material nix anderes - als bei alle anderen kleinen BMW`s oder anderen Marken.
Das Phänoment ist bei einem 520d Langstreckenfahrezug, das mit unter 5 Liter bewegt wird - nix anderes. Sehr vorausschauende Fahrweise, viel Motorbremswirkung - kaum Bremsleistung. Beim Verbrenner können wir sowas nicht so häufig sehen - weil die Bremse tatsächlich noch mehr leisten muss - als beim I3.

Aus eigener Werkstatterfahrung kann ich sagen. Jeder fünftet I3 bekommt beim TÜV Probleme mit den Bremsen - wenn der I3 sehr sparsam und damit Bremsenschonend bewegt wird. Und das wird künftig bei vielen E-Fahrzeugen so sein - wenn der Gesetzgeber nicht irgendwann mal andere Bremssysteme zulässt.

Also jeder kann mit seinem I3 machen, was er will - ich gebe nur Tips

PS: ich glaube sogar, daß der Polo und die Ente Trommebremsen haben ;)
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon Helfried » Fr 11. Jan 2019, 19:13

Wie heiß soll man denn die Bremsscheiben machen vor dem Stehenbleiben?
Richtig heiß oder genügt etwas mehr als lauwarm?
Und nur bei feuchtem Wetter oder immer?
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon Starmanager » Fr 11. Jan 2019, 19:19

Alle Bremsen rosten... besonders im Winter und speziell mit Streusalz. 20 Minuten ueber die Bremsen labern, irgendwie voellig sinnfrei. Jeder lernt das in der Fahrschule und der Tuev und die Werkstatt machen den Rest.

Mit 17000Km in 3 Jahren hat das Auto einen Standschaden und muss dann natuerlich jedes Mal beim Inbetrieb nehmen kontrolliert werden. :roll: Vermutlich hat das Auto auch kein Software Update bekommen. Es wurden Ende 2015 Aenderungen in der Software vorgenommen damit die Scheiben rostfrei bleiben (Scheibenwischerfunktion).
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon Helfried » Fr 11. Jan 2019, 19:24

Starmanager hat geschrieben:
20 Minuten ueber die Bremsen labern, irgendwie voellig sinnfrei. Jeder lernt das in der Fahrschule
...
Es wurden Ende 2015 Aenderungen in der Software vorgenommen


So trivial kann das Problem nicht sein, wenn selbst BMW den Fehler in der Software erst 2015 bemerkt hat.
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon bm3 » Fr 11. Jan 2019, 19:25

konello hat geschrieben:
bm3 hat geschrieben:
Ist doch ein Einzelfall oder nicht ? Wer weiß schon wie das zustande kam ?
Und dass das Metall in Bremsbeläge weniger oxidiert wenn es oft warm gebremst wird halte ich auch für ein Märchen.


Hitze = kein stehendes Wasser = keine Feuchtigkeit. Bremse trocken = nahezu kein Rost
Kälte = Wasser dunstet nicht so schnell ab Bremse nass = hohe Korrosionsgefahr.

Ich seh täglich beruflich bedingt sehr viele Bremsen - das Märchen darfst du ruhig glauben
Wenn du´s nicht glaubst starte doch den Selbstversuch und schütte jeden Tag einen Schluck Wasser auf die Bremse und schau - was nach 3 jahren passiert :lol: Da brauchst nicht mal 1km gefahren sein.
Dann kannst auch ein Video machen und verdienst mit den Werbepausen richtig viel Geld.

PS: Wer Rechtschreibfehler findet - darf sie gerne behalten :lol:


Schonmal etwas von Luftfeuchtigkeit gehört ? Ja, sowas gibts ! Von Kondensationsvorgängen die eigentlich bei jeder Abkühlung draußen, also bei jedem Tag/Nachtwechsel auftreten ? Schützt die kurzzeitige Erwärmung von Bremsscheiben davor ? Und diese Kondensationsfeuchtigkeit schlägt sich auch gerne ausgerechnet auf kaltem Metall nieder. Zudem ist nicht jeder Tag hier bei uns ein Regentag, im letzten Sommer/Herbst hat man das ja besonders gesehen. Für mich erzählst du weiterhin hier Märchen.
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon Isomeer » Fr 11. Jan 2019, 19:29

OK, Bremse im Blick haben - verstanden.

Was ich auch verstanden habe: Der Konkurrenzkampf unter den BEV-Youtubern scheint immer härter zu werden.
Die Art und Weise, wie auch auf diesem Kanal inzwischen berichtet wird, geht tendentiell Richtung Bild-Niveau.
Das gilt inzwischen auch sogar für Beitragstitel und Inhalte von Teslamarcus. Clickbait ist erste Prio, Inhalte treten in den Hintergrund. Schade drum.
Das Bremsen-Thema ist einen Bericht wert, aber das hätte man auch deutlich sachlicher und ohne BMW-bashing machen können.

btw: Carsten Breitfeld, CEO von Byton und ModelX-Besitzer, hat frisch in einem Interview gesagt, dass Tesla qualitativ eine Katastrophe sei und sein MX wöchentlich in der Werkstatt stünde.
Ich hätte zwar trotzdem gern einen Tesla; aber niemand sollte so tun, als wenn es einen Hersteller ohne solche Probleme gäbe.
Zuletzt geändert von Isomeer am Fr 11. Jan 2019, 19:41, insgesamt 1-mal geändert.
42ED seit 11/2017 - Vorklimatisierung zur Startzeit nicht möglich. Service ist seit über einem Jahr ratlos.
I3S ab 01/2018
Ab 2021 Tesla oder Byton?
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Re: Bremsen nach 17000km Schrott

Beitragvon konello » Fr 11. Jan 2019, 19:39

Starmanager hat geschrieben:
Alle Bremsen rosten... besonders im Winter und speziell mit Streusalz. 20 Minuten ueber die Bremsen labern, irgendwie voellig sinnfrei. Jeder lernt das in der Fahrschule und der Tuev und die Werkstatt machen den Rest.

Mit 17000Km in 3 Jahren hat das Auto einen Standschaden und muss dann natuerlich jedes Mal beim Inbetrieb nehmen kontrolliert werden. :roll: Vermutlich hat das Auto auch kein Software Update bekommen. Es wurden Ende 2015 Aenderungen in der Software vorgenommen damit die Scheiben rostfrei bleiben (Scheibenwischerfunktion).



Genau das ist das erwähnte Trockenbremsen und ist leider nicht nachrüstbar, da es leider auch andere DSC-Aggregate braucht. Bei Aktivierten Wischern werden die Bremsbeläge alle paarhundert Metern leicht angelegt - damit überschüssiges Wasser von der Bremse gestreift wird. Diese Funktion ist aber bei den ersten Trockenbremssystemen NICHT bei Regensensorfahrten Aktiv und ist nicht zwinged ausreichend, um Bremsscheibenkorrosion gänzlich zu vermeiden. Hier geht es Primär um die Vermeidung von verzögerndem Bremsenansprechen bei langen Fahrten, ohne die Bremse zu betätigen (klassisch Autobahn Konstantfahrten mit starker Gischtbildung und plötzlich auftretende Gefahrensituation.. Wasser zwischen Bremsbelag und Scheib würde sofort Kochen und mindert in den ersten zehntel Sekunden die Bremsleistung extrem. Man kennt das Phänomen evtl oft von früher.

Das ist übrigens kein Softwarefehler - sondern eine Verbesserung, die in allen BMW ´s einzug erhalten hat. X-Drive Fahrer waren davon extrem Betroffen und können ein Lied davon singen, daß nach langen Konstantfahrten und plötzlichem Bremsen bei Nässe, die Fahrzeug in eine Richtung gezogen haben.
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