BMW i3 – Freude am Fahren?

Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon Efan » So 29. Sep 2013, 13:17

JuergenII hat geschrieben:
...
Aber kommen wir nochmal zur angeblich so wichtigen Schnellladung. Mal davon abgesehen, dass sie nicht unbedingt förderlich für die Batterielebensdauer ist, stellt sich doch folgende Frage: Gibt das heute eigentlich bei irgendeinem E-Mobil - außer Tesla - wirklich Sinn?
...


Klar macht sie Sinn, eine Chademo-Säule ist in der Nähe eines Rewe-Geschäftes, da kann ich einkaufen und währenddessen lädt mein Leaf auf, die Reise zu meiner Mutter wäre ohne die Chademo an der Raststätte Tecklenburger Land nicht möglich gewesen.

Insgesamt habe ich 17 Schnelladungen und nur 10 3,7kW Ladungen hinter mir an 7 verschiedenen Chademos in meinem Einzugsbereich. Ich gebe zu, wer nicht im Ruhrgebiet wohnt, wird weniger Chademos finden, aber sicher mehr als es ingesamt CCS-Säulen weltweit gibt.

Als in Wuppertal die Chademo nicht mehr zugänglich war, mußte ich zwangsläufig auf Typ2 umsteigen, und ich kann dir sagen, wer einmal Blut von einem Schnelllader geleckt hat, wird Typ2 nur noch im extremen Notfall benutzen wollen.
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Beitragvon dkt » So 29. Sep 2013, 13:44

JuergenII hat geschrieben:
Aber warten wir doch erst mal ab, bis der i3 wirklich auf der Straße ist und die ersten praxistauglichen Werte vorliegen. Da das ja alles erst im November der Fall sein dürfte, würden ja dann die ersten Worst-Case Szenarien vorliegen. Denn nach dem Winter dürften die Reichweiten ja deutlich zulegen.


Vor dem Winter ist es ein ungünstiger Verkaufsstartzeitraum. Ansonsten bin ich Deiner Meinung, warten wir einmal die Praxiserfahrung ab.

Meine Prognose ist. Sobald BMW die Vorbestellungen abgearbeitet hat, ist das darauf folgende halbe Jahr bestimmend. Ich glaube, dass - zumindest in Deutschland - keine großen Anfangserfolge möglich sind. Ich glaube aber auch, dass BMW sehr schnell ggf. nachbessern wird. Beim i3 werden die nichts anbrennen lassen.
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon JuergenII » So 29. Sep 2013, 15:01

Efan hat geschrieben:
Klar macht sie Sinn, eine Chademo-Säule ist in der Nähe eines Rewe-Geschäftes, da kann ich einkaufen und währenddessen lädt mein Leaf auf, die Reise zu meiner Mutter wäre ohne die Chademo an der Raststätte Tecklenburger Land nicht möglich gewesen.

Insgesamt habe ich 17 Schnelladungen und nur 10 3,7kW Ladungen hinter mir an 7 verschiedenen Chademos in meinem Einzugsbereich. Ich gebe zu, wer nicht im Ruhrgebiet wohnt, wird weniger Chademos finden, aber sicher mehr als es ingesamt CCS-Säulen weltweit gibt.

Freu Dich, im Münchner Raum gibt es genau eine Chademo Ladesäule und die steht am Irschenberg. Dagegen ist die CCS Säule bei BMW in München super zentral..... :roll:

Die nächsten Chademo Ladestionen gibt es in Österreich erst wieder in der Nähe von Wörgl oder in St. Pölten, der Rest steht in Wien. Kann sein, das mittlerweile der eine oder andere Nissanhändler eine unterhält, das laden wird aber meist nur während der Öffnungszeiten möglich sein. Es gibt hier auch kaum 22 kW Ladestationen geschweige denn 43 kW.

Ach ja, um bei meinem Gardasee Beispiel zu bleiben. Auf Tiroler Seite gibt es in Wörgl zwei Ladestationen. Eine mit 16 A über die Steckdose und eine Chademo bei Nissan in Kirchbichl. Noch schlimmer in Innsbruck, alles nur 16A Schukosteckdosen, dazu meist nur mit entsprechendem Ausweis zu benutzen. Danach braucht das E-Fahrzeug einen langen Atem. Erst in Bozen gibt es eine Stromtankstelle . Ladeleistung 7,3 kW!! Die letzte dann in Trento. Am gesamten Gardasee keine Einzige. Da wir dann die Steckdosenladung am Hotelparkplatz interessant. Hier mal eine Seite der Ladestationen in Italien. Also liebe Zoe und Leaf Gemeinde, rechnet schon mal mit deutlich über 20 Stunden für die Fahrt ein.

Die einzigen zwei Fahrzeuge, mit einigermaßen E-Reichweite die das in normaler Reisezeit schaffen ist der Volt und der i3. Wobei ich glaube, dass die Strecke Richtung Verona / Mailand sehr bald mit CCS Säulen ausgestattet wird. Schließlich ist das ein beliebtes Reiseziel der BMW Kundschaft.

Im Raum München lautet also die E-Botschaft: Entweder reines Fahrzeug für die Stadt und den Starnberger See oder aber eines mit REX.

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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon fbitc » So 29. Sep 2013, 16:06

nur ein kurzer Einwurf von mir: in Deggendorf gibt es derzeit auch eine Chademo (e-Wald) und nach Trento an der Autobahn gibts auch Ladestationen (das von Dir genannte Verzeichnis ist nicht vollständig; ich glaub da gibts noch ein anderes).
Ich habe auch vor, dass ich mal mit dem ZOE nach Bardolino fahre - aber das ist ein anderes Thema (btw. mit dem Twizy hat das aus München schon mal einer gemacht ;-) )
Grüße Frank
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon Spürmeise » So 29. Sep 2013, 17:56

dkt hat geschrieben:
JuergenII hat geschrieben:
Vor dem Winter ist es ein ungünstiger Verkaufsstartzeitraum.

Richtig. Wenn BMW nicht ordentlich schmiert, werden die "Autojournalisten" (die von Physik keine Ahnung haben) das Fahrzeug wegen der Winterreichweite zur Sau machen. Die nun mal prinzipbedingt (höherer Luftwiderstand bei geringerer Außentemperatur) gerade bei einem Schnellfahrauto (Luftwiderstand entscheidenes Verbrauchskriterium) wie BWM nicht so günstig aussehen wird.
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon Yardonn » So 29. Sep 2013, 21:25

Efan hat geschrieben:
Als in Wuppertal die Chademo nicht mehr zugänglich war, mußte ich zwangsläufig auf Typ2 umsteigen, und ich kann dir sagen, wer einmal Blut von einem Schnelllader geleckt hat, wird Typ2 nur noch im extremen Notfall benutzen wollen.


wie, du bist auf Typ 2 umgestiegern.. mit nem Leaf...
ERrzähl mehr, wie man einen Leaf an Typ2 anständig läd...

oder hast du nur kurz vergessen zu sagen, das du an Typ2 halt nur mit 3.7 kW laden kannst...

Das ist aber weniger ein Problem von Typ 2 (hey, wie oft muss man das manchen Leuten eigentlich sagen, Typ 2 gibts auch mit 43 kW... aber manche werden es wohl nie lernen...), sondern von Fahrzeugen, die keine vernünftigen Ladegeräte an Bord haben, und deshalb verzweifelt nach festinstallierten Ladegeräten (Chademostationen...) Ausschau halten müssen.

Ich denke, wer einem den Zoelader mit mobiler Wallbox gefahren hat, der wird einen Leaf nur noch im extremen Notfall benutzen wollen.... :lol:
CityEl von 1993
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Für ein "echtes" E-Auto bin ich nicht reich genug.
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon mlie » So 29. Sep 2013, 22:59

JuergenII hat geschrieben:
Aber kommen wir nochmal zur angeblich so wichtigen Schnellladung. Mal davon abgesehen, dass sie nicht unbedingt förderlich für die Batterielebensdauer ist, stellt sich doch folgende Frage: Gibt das heute eigentlich bei irgendeinem E-Mobil - außer Tesla - wirklich Sinn?

Ich bleibe dabei, die einzig vernünftige Lösung um nur einigermaßen praktikabel diese Strecken zu meistern wäre der i3 mit Rex. Damit komme ich ohne Probleme in die Skigebiete, und der Gardasee ist nur einen kurzen Tankstopp entfernt. Für die normalen Fahrten unter der Woche reicht die E-Kapazität vollkommen aus. Gleiches gilt für die 2-phasen Ladung. Zu Hause spielt die Ladedauer eh keine so große Rolle und eine volle Batterie innerhalb von 3 Stunden dürfte wohl ausreichen. Wobei die ja selten leer gefahren ist und man nur sehr selten immer gleich die komplette Akkureichweite benötigt.
Juergen


Ich für meinen Teil wohne echt ländlich, habe den Kangoo als Erst- und Einzigfahrzeug und komme sehr gut mit der Reichweite zurecht.
Wer natürlich jeden Tag in den Urlaub fährt oder so einen beschissenen Job, dass er jeden Tag 200km pendelt oder so extrem Reisefreudig ist, für den sind die Reichweiten der heutigen praxistauglichen Autos (ZOE, Leaf, Kangoo) eben nichts. Diesel oder Toyota Prius sind dann die - bezahlbaren - Alternativen.
Natürlich wünscht man sich mehr Reichweite, aber wenn ich quer durch die Republik tingeln muss, dann nehme ich entweder einen Mietwagen oder eben den ZOE und ein paar Entspannungspausen.

Schnelladung ist bei einem Neukauf DAS Ausschusskriterium, ein Auto ohne Typ2-AC-Schnelladung interessiert mich momentan einfach nicht. Zumindest fürs Erstfahrzeug ist die Schnelladung das A und O. Der typische BMW-Fahrer wird vielleicht noch 2-4 andere Autos auf dem Hof haben, dann braucht man vielleicht keine Schnelladung. Das scheint ja das Konzept von BMW zu sein, aber für Bewohner unterer Preisklassen mit nur einem Auto muss eben 'ne vollwertige Schnelladung rein.

Und mein zweites zu Hause ist übrigens der Baumarkt, dafür ist der Kangoo nämlich unter anderem gemacht.
Fazit: Sobald Schnelladung 22kW verfügbar, wird der Kangoo nachgerüstet oder verkauft und gegen einen 2-Sitzer getauscht, dann gleich mit 2 Sortimoregalen, meine momentane Lösung im 5-Sitzer ist sehr kompromissbehaftet. Den Renault Trafic oder vergleichbare Modelle anderer Hersteller wird es wohl leider nicht als ZE geben, wobei da in den Unterboden doch gute 80kWh reinpassen würden.
Ich rechne nicht damit, dass es dem Kangoo vergleichbare Elektroautos geben wird, wenn der Kangoo V2,0 rauskommt. Ein Passat in Elektro und mit Anhängerkupplung wäre doch was...

Also: Zumindest beim Kangoo ergibt die Schnelladung Sinn. Dann ist er zu 100% praxistauglich. Und bei 22kW reicht auch schon eine etwas längere Zigarettenpause "in der Mitte" für eine der einfachen Reichweite zu langen Strecke, um problemlos anzukommen.
Die momentane Reichweite ist nun einmal - absolut nicht wegzudiskutieren - ein Ergebnis des Preises. Natürlich kann man fast beliebige Reichweiten einbauen, siehe Tesla, aber der Preis macht das dann nur noch für vielleicht 3% der Leute interessant.

Daher: Lieber 120km Reichweite, welche für mindestens 80% der Leute ausreicht und bezahlbar ist und für die Fahrzeughersteller einen realistischen Absatz bietet, als 700km Reichweite für vielleicht 3% der Leute...
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: AW: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon molab » Mo 30. Sep 2013, 05:06

mlie hat geschrieben:
Den Renault Trafic oder vergleichbare Modelle anderer Hersteller wird es wohl leider nicht als ZE geben

Nicht ganz, aber evtl fast... den Mercedes Viano gibt's elektrisch und als Kasten und meiner Erinnerung nach auch mit Schnellladung.
BildSmart ED3 Cabrio, Rekupaddel, SHZ, TFL, etc.; Lader: RTP Bettermann + HausBus
Eigenstromladung: PV: SMA/Solarwatt 3,2kWp; KWK: EcoPower 1.0; Puffer: SMA SI 6.0, Pb 30(15)kWh nur für KWK
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon Super-E » Mo 30. Sep 2013, 10:29

Hallo,

ich denke der i3 ist ein sehr clever plaziertes Fahrzeug. Es ist definitiv keine graue Elektromaus und viele Leute, die es sich leisten können 40k für einen Neuwagen hinzulegen, tun dies eher für einen schicken BMW als für die vorhanden Fahrzeuge. Ich unterstelle das BMW gezielt die weibliche (die meisten Frauen finden das design schick) gehobene Vorstadtkunschaft mit Ökogewissen ansprechen will, die den Cayenne dann eben mal zu hause lässt. Der Trip aus Starnberg zum shoppen in die Stadt und zurück ist locker drin - auch mit 150. Zum Skifahren nimmt man dann eh den Cayenne. Die Zielgruppe ist weltweit ziemlich groß und Konkurrenz gib es in dem Segment eigentlich nicht - außer Tesla, aber der ist für die Stadt zu groß und unpraktisch.

Was mich nurt verwundert ist die CSS - Geschichte. Alle jetzigen Elektroautofahrer sind Betatester der Technik (und der Infrastruktur), sowie Werbeträger. Das hätte man denen also durchaus kostenlos geben können. Wenn BMW den Preis für das Einstiegsmodell unbedingt drücken will (verständlich, da die Presse in dieser hinsicht einfach dämlich ist) hätten sie viel lieber unterschiedliche Akkupakete anbieten sollen (6 Module - Einstieg; 8 Module - normal; 10 Module - extended). Da hätte man eine billige Variante und eine mit viel Reichweite. Der Kunde wählt nach seinen Bedürfnissen...

Allerdings es ist ja erst der Anfang. Bisher hat auf dem Minimarkt noch kein Hersteller etwas verpasst. Anders als VW kann sich BMW auch nicht so leicht zurückziehen. Die werden sicher auf den Markt reagieren (wie Renault beim Zoe mit der Notladung). Dass die nächste i3 Generation eine deutlich höhere Reichweite hat, wurde ja schon in Interviews angedeutet. (Dann macht auch die Schnelladung mehr und mehr Sinn)

-> 3-phasen-Ladung + CSS Standard + Akkuoptionen und das Fahrzeug wäre für mich perfekt aufgestellt.
Es ist aber auch so schon gut!

Gruß,
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon agentsmith1612 » Mo 30. Sep 2013, 17:45

mlie hat geschrieben:
Die momentane Reichweite ist nun einmal - absolut nicht wegzudiskutieren - ein Ergebnis des Preises. Natürlich kann man fast beliebige Reichweiten einbauen, siehe Tesla, aber der Preis macht das dann nur noch für vielleicht 3% der Leute interessant.

Daher: Lieber 120km Reichweite, welche für mindestens 80% der Leute ausreicht und bezahlbar ist und für die Fahrzeughersteller einen realistischen Absatz bietet, als 700km Reichweite für vielleicht 3% der Leute...


Zum einen ist es doch so, dass die Leute aber vom Verbrenner diese Reichweiten gewöhnt sind und eben EVs wollen die das genauso können zum selben Preis. EVs werden sich nur durchsetzen wenn der Preis ebenso stimmt. Ob nun Reichweite oder nicht ist dann die zweite Frage.

Zum anderen, hängt die Sichtweise auch davon ab, ob man zu den 3% oder den anderen 97% zählt.

Und sonst sehe ich es wie JuergenII.
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