BMW i3 – Freude am Fahren?

Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon Gerald » Fr 6. Sep 2013, 10:22

Die Aufpreispolitik von BMW und Co. (Mercedes, Audi usw.) ist "irre", nicht nur beim i3 vom BMW.

Soweit ich mich erinnere: Wenn mit RE, dann keine Option Wärmepumpe. Da wird dann wohl der RE im Winter anspringen, wenn man es warm haben möchte bzw. um Reichweite zu sparen. Dann hoffentlich mit eigener Entscheidungsfreiheit.

Freude am Fahren? Ich bin mir sicher, er würde mir große Freude beim Fahren bereiten, nur halt nicht beim Bezahlen. :twisted:

Ich finde einfach, bei der Basis muss Schnellladung mit dabei sein, zumindest AC mit Typ 2, aber bitte mit 3 Ladern. 2 Lader ist doch mehr oder weniger ein schlechter Kompromiss.

Viele Grüße
Gerald
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon dkt » Fr 6. Sep 2013, 11:23

Gerald hat geschrieben:
Ich finde einfach, bei der Basis muss Schnellladung mit dabei sein, zumindest AC mit Typ 2, aber bitte mit 3 Ladern. 2 Lader ist doch mehr oder weniger ein schlechter Kompromiss.


Jetzt habe ich mal, als Nichtfachmann, eine dumme Frage:

Also, wenn ich es richtig verstehe, dann benutzt der i3 zwei Ladestationen intern um damit zwei der drei Phasen von Drehstrom zu verwenden?

Zusatzfragen – warum nur zwei von drei, bzw. warum zwei Lader und nicht ein Lader für alle drei?

Gibt es da ein technisches Problem, oder ist es schlichtweg nicht machbar?
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon green_Phil » Fr 6. Sep 2013, 11:29

dkt hat geschrieben:
warum nur zwei von drei, bzw. warum zwei Lader und nicht ein Lader für alle drei?Gibt es da ein technisches Problem, oder ist es schlichtweg nicht machbar?

Dumm ist die Frage nicht, und eine Antwort können wohl nur die Ingenieure von BMW geben.
Vielleicht hat der Platz für einen dritten Lader nicht gereicht, oder man empfand - zu Unrecht - den 3. Lader als unnötig. Vielleicht geht es auch einfach um den Preis, oder oder oder.
Ein Lader für drei Phasen dürfte auch nur die gleiche Technik von 3 Ladern sein, nur in einem Gehäuse ^^
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon dkt » Fr 6. Sep 2013, 13:31

Hallo green_Phil,

danke für Deine Antwort. Mir gehen nun weiter, folgende Frage im Kopf herum:
Ausgehend von meinem - schon längst verblichenen – Schulwissen habe ich noch im Kopf, dass die höhere Spannung von 400 Volt bei Drehstrom, von den Phasenverschiebungen der Sinuskurven herrührt.

Also, eine Leitung gegen Null ist 240 Volt, jede Leitung gegen die Andere, nutzt den absteigenden Ast zum Teil zusätzlich, dabei steigt die Spannung auf 400 Volt. Wenn jetzt BMW nur zwei von drei Leitungen belegt, nutzt dann BMW die 400 Volt Differenz dazwischen oder nicht?

Möglicherweise mache ich jetzt einen gedanklichen Fehler, wenn ich frage, kann BMW mit zwei von drei Leitungen überhaupt 400 Volt nutzen, oder bleibt es bei 240 Volt? Der Grund für diese Frage ist, natürlich kommt die gleiche Leistung bei 400 Volt mit weniger Ampere aus, deshalb müssten für das Schnelladen eigentlich die 400 Volt interessanter sein, denn der Leitungsquerschnitt bei Wechselstrom ist insofern begrenzter, als im Gegensatz zu Gleichstrom nur die Oberfläche zum Transport genutzt wird. Oder anders – wenn ich es richtig verstehe – kann bei gleicher Amperezahl der Querschnitt von Leitungen für DC kleiner ausfallen als für AC?

Sorry für die lange Fragestellung, aber das geht mir bei allen Beiträgen zu den Ladevorgängen hier immer wieder im Kopf herum.

Viele Grüße

Dieter
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon green_Phil » Fr 6. Sep 2013, 14:03

dkt hat geschrieben:
Also, eine Leitung gegen Null ist 240 Volt, jede Leitung gegen die Andere, nutzt den absteigenden Ast zum Teil zusätzlich, dabei steigt die Spannung auf 400 Volt. Wenn jetzt BMW nur zwei von drei Leitungen belegt, nutzt dann BMW die 400 Volt Differenz dazwischen oder nicht?

Also auch wenn Du alle 3 Phasen nutzt, so bekommst Du da folgende Leistung: Amperezahl pro Phase X 3 Phasen X 230V.
Wenn Du also mit 16 A auf 3 Phasen lädst macht das: 16 A x 3 x 230 V = 11 kW.
Nutzt Du nur 2 Phasen, ändert sich die Rechnung wie folgt: 16 A x 2 x 230 V = 7,4 kW.

Die 400V von denen Du sprichst, liegen zwar im Maximum zwischen den Phasen an, aber die Lader nutzen die Phasen nicht gegeneinander, sondern gegen Null.
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon bm3 » Fr 6. Sep 2013, 14:08

Hallo Dieter,
beim zweiphasigen laden kann man sich (je nach Ladegerät) aussuchen ob nun Phase gegen Phase, das wären dann überschläglich nach deutscher Norm bis zu 8kVA und der Neutralleiter bleibt außen vor, oder 2 x Phase gegen Neutralleiter, da wären dann maximal etwa 9kVA möglich. Also immer mit maximal zulässigen unsymetrischen Belastung von 20A beziehungsweise den 4,6 KVA gerechnet.
Möglich sind hier nicht 16A sondern 20A !

Viele Grüße:

Klaus
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon green_Phil » Fr 6. Sep 2013, 14:15

Klaus, das verstehe ich ja nicht mal wirklich, ich glaube Dieter hat da jetzt auch Schwierigkeiten.^^
Kannst Du das etwas "langsamer" erklären.
Ja stimmt, möglich sind 20 A Schieflast. Habe ja nur 16 A als Beispiel genommen...
Und der i3 wird nicht Phase gegen Phase laden. (Oder hast Du da andere Infos?)
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon dkt » Fr 6. Sep 2013, 14:22

Hallo green_Phil und Klaus,

vielen Dank für Eure Erklärungen, das habe ich nun endlich verstanden. Eigentlich ist die Ladetechnik - für mich - nun auch eine Schlüsseltechnik geworden. Wenn man bedenkt was alles möglich ist

Nur mit der "Schieflast" habe ich vom Begriff her Probleme. Ist das die Nutzung der gegeneinander verschobenen Phasen bis zu 400 Volt?

Was mich auch dabei immer noch wundert, das nur Renault die Leistungselektronik zwischen Motor und Batterie auch als Ladeelektronik nutzt. Wäre doch erheblich kostengünstiger und sehr effektiv. Gut soweit ich Euch jetzt folge, wäre bei einer Drehstromnutzung sicherlich noch eine weitere Leistungselektronik nötig.

Viele Grüße

Dieter
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon bm3 » Fr 6. Sep 2013, 15:50

green_Phil hat geschrieben:
Klaus, das verstehe ich ja nicht mal wirklich, ich glaube Dieter hat da jetzt auch Schwierigkeiten.^^
Kannst Du das etwas "langsamer" erklären.
Ja stimmt, möglich sind 20 A Schieflast. Habe ja nur 16 A als Beispiel genommen...
Und der i3 wird nicht Phase gegen Phase laden. (Oder hast Du da andere Infos?)


Ist doch ganz einfach, der "echte Drehstrom" nutzt die 400V Phase gegen Phase.
Der Autohersteller(Entwickler des Ladegerätes) kann es sich im Prinzip aussuchen, er muss nicht die 230V Phase > Neutrallader sondern kann auch die 400V Phase x > Phase y nutzen. Was in den Ladegeräten passiert ist vom Prinzip her immer zuerst eine Gleichrichtung. ich denke nicht dass BMW die 400V nutzt sondern lediglich dann 2 Phasen gegen den Neutralleiter.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: BMW i3 – Freude am Fahren?

Beitragvon Efan » Fr 6. Sep 2013, 21:57

green_Phil hat geschrieben:
Ach Efan, das kommt doch erst noch. BMW macht wohl schon ordentlich Druck für die CCS Infrastruktur. Wenn da VW endlich mit einsteigt, wird das schon, sicher überholt CCS dann auch Chademo recht fix.


Es fällt mir sichtlich schwer, nichts gegen diesen BMW-Hype zu sagen, denn auch BMW bietet ja ein E-Auto an, was ich zunächst gut finde.

ABER, es fehlt die Innovation, es fehlt das Herz, und wenn ich die Lademöglichkeiten ansehe, 2 Phasen anstatt 3, CCS anstatt Chademo, dann wird mir nicht warm ums Herz ;-)

Der i3 scheint eine Pflichtveranstaltung für BMW zu sein, wie der Smart ED für Daimler, der eUp für VW, der Ampera für Opel. Einzig Tesla und Renault setzen WIRKLICH auf EMobility, Nissan macht dies mit Gewinn in Japan, aber mit hohen Kosten im Rest der Welt.

E-Autos sind noch nicht im Bewußtsein der herkömmlichen Autobauer angekommen. Da ist BMW keine Ausnahme.
Seine Exzellenz Efan, Botschafter vom Leaf ;-) 12.09.2013

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