Zeitbasiert vs. kWh-basiert (Umfrage)

Was ist das optimale Abrechnungsmodell für eine Ladesäule (bis 22kW)

Zeitbasierter Tarif während der Ladung (x Euro/h Ladevorgang)
4
3%
Zeitbasierter Tarif solange das Fahrzeug angeschlossen ist (x Euro/h Standzeit)
10
7%
kWh-basierter Tarif (x Euro/kWh)
59
43%
kWh-basierter Tarif mit maximaler Standdauer (Parkscheibe)
30
22%
Zeitbasierter Tarif gestaffelt nach Ladeleistung (x Euro/h bei 3,7 kW und y Euro/h bei 22 kW)
5
4%
Kombitarif 1: kWh und zeitbasiert (x Euro/h und zusätzlich y Euro/h nach Ladeende)
14
10%
Kombitarif 2: kWh und zeitbasiert (x Euro/h und zusätzlich y Euro/h nach z Stunden Standzeit unabhängig vom Ladeende)
6
4%
Kombitarif 3: kWh und zeitbasiert (x Euro/h und zusätzlich y Euro/h nach z Stunden Standzeit nach Ladeende)
10
7%
 
Abstimmungen insgesamt : 138

Re: Zeitbasiert vs. kWh-basiert (Umfrage)

Beitragvon Jogi » Fr 20. Feb 2015, 00:28

eDEVIL hat geschrieben:
Meinst du, das die dtl. Leidanbieter für den Leidmarkt juckt?

Nein, denn im Nebenberuf bin ich ja auch noch Realist... :(
Ich würde mir deshalb (nur für die AC-Laderei) eine echte Entkopplung der Ladeinfrastruktur von den Fahrzeugherstellern wünschen.
Wer dann Fahrzeuge mit 22-kW-Lader anbietet, hat einen Marktvorteil; wer nicht, nicht.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Zeitbasiert vs. kWh-basiert (Umfrage)

Beitragvon eDEVIL » Fr 20. Feb 2015, 00:36

Jogi hat geschrieben:
Ich würde mir deshalb (nur für die AC-Laderei) eine echte Entkopplung der Ladeinfrastruktur von den Fahrzeugherstellern wünschen.

Das war ja bisher so, deswegen gibt es ja viele tolle 22KW AC-Säulen, aber kaum fahrzuege, die es voll nutzen können...
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Re: Zeitbasiert vs. kWh-basiert (Umfrage)

Beitragvon Jogi » Fr 20. Feb 2015, 00:45

Es müßte halt mal ein echter Markt entstehen, der Verweigerungsschulterschluss durchbrochen werden.

Renault-Nissan z. B. würde erheblichen Druck erzeugen, wenn sie in Europa für jedes Fahrzeug 22-kW Lader anbieten würden.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Zeitbasiert vs. kWh-basiert (Umfrage)

Beitragvon Spürmeise » Fr 20. Feb 2015, 09:56

ZoePionierin hat geschrieben:
Kombitarif 1: kWh und zeitbasiert (x Euro/h und zusätzlich y Euro/h nach Ladeende)

Meintest Du bei den Kombitarifen "x Euro/kWh und zusätzlich ..."?
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Re: Zeitbasiert vs. kWh-basiert (Umfrage)

Beitragvon green_Phil » Fr 20. Feb 2015, 10:55

Hab auch mal meine Stimme abgegeben. Ist alles aber viel zu kompliziert, wer soll das denn wie überwachen? :o

Mir fehlt meine Lieblingsmöglichkeit (die ebenfalls praktisch ausscheidet): €/kWh solange das Auto lädt, danach ein Zeittarif für die bloße Standzeit.
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Re: Zeitbasiert vs. kWh-basiert (Umfrage)

Beitragvon Snuups » Fr 20. Feb 2015, 11:06

Meines Erachtens haben die 22 kW Ladestationen ebenfalls überhaupt keine Zukunft. Ich bin der Meinung, dass die Elektromobilität erst praxistaugliche wird, wenn man in 20 Minuten für 200 km Strom tanken kann. Alles andere wird relativ schnell wieder in der Versenkung verschwinden.

Tesla hat's vorgemacht, jetzt müssen die anderen Autohersteller nachziehen. Ein herkömmliches Auto auf Strom umzubauen geht sowieso eher in den Bereich Murks.
Liebe Grüsse
Snuups

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Re: Zeitbasiert vs. kWh-basiert (Umfrage)

Beitragvon PowerTower » Fr 20. Feb 2015, 11:18

Nein Snuups, 22 kW Lademöglichkeiten haben sehr wohl eine Berechtigung an Standorten, an denen man sich ohnehin länger aufhält. Zu Hause (im öffentlichen Bereich), auf Arbeit, im Wandergebiet, Einkaufszentrum, Kino, Schwimmbad, Konzertgelände, Bowlingcenter, Freizeitpark, Restaurant - die Liste ist beliebig erweiterbar. All diese Parkplätze können mit günstigen AC Wallboxen / Ladesäulen ausgestattet werden und würden auch genutzt werden.

Richtig schnell braucht man an Orten, wo man permanent dem Sekundenzeiger bei der Arbeit zuschaut.

Ich habe für die Abrechnung nach kWh gestimmt. Denn das beste Zeitmodell nützt nichts, wenn die Akkus gerade nicht schnell wollen. Beispiel ZOE, jemand aktiviert die Ladesäule per Zeittarif mit 22 kW und dann lädt die fröstelnde Lady nur mit 3,7 oder 11 kW. Das kann man aber vorher nicht wissen, weil das Auto diese Werte vor Beginndes Ladevorgangs nicht an den Fahrer übermittelt. "Hallo Fahrer, mir ist kalt und ich möchte nur mit 11 kW laden, bitte beachte das bei der Tarifauswahl".

Um Ladesäulendauerparker zu bekämpfen reicht ein Halteverbotsschild mit der Ausnahme Elektrofahrzeuge während des Ladevorgangs, oder so ähnlich.

Bei uns gibt es an den StromTicket Ladesäulen ebenfalls Zeittarif. Durch die Trennung von ei - und dreiphasig ist das noch einigermaßen fair. Allerdings muss ich mich direkt für eine Stundenzahl festlegen. Buche ich nur eine Stunde und komme erst nach zwei Stunden zum Auto, muss ich mich zurecht als Ladesäulenblockierer beschimpfen lassen. Buche ich hingegen zwei Stunden und bin nach einer Stunde zurück, verfällt mein Guthaben.
Zuletzt geändert von PowerTower am Fr 20. Feb 2015, 11:35, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Zeitbasiert vs. kWh-basiert (Umfrage)

Beitragvon kbrandes » Fr 20. Feb 2015, 11:24

Jogi hat geschrieben:
Es müßte halt mal ein echter Markt entstehen, der Verweigerungsschulterschluss durchbrochen werden.

Renault-Nissan z. B. würde erheblichen Druck erzeugen, wenn sie in Europa für jedes Fahrzeug 22-kW Lader anbieten würden.


Der Druck mind. 22 kw Lader einzubauen entsteht nur durch die Käufer der Autos, und da am ehesten wenn es zeitbasierte Verträge gibt! Wer langsam lädt hat beim Kauf geld für einen gespart, das muss er beim öffentlichen laden dann eben bezahlen 8-)
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Re: Zeitbasiert vs. kWh-basiert (Umfrage)

Beitragvon Jogi » Fr 20. Feb 2015, 11:43

kbrandes hat geschrieben:

Der Druck mind. 22 kw Lader einzubauen entsteht nur durch die Käufer der Autos, und da am ehesten wenn es zeitbasierte Verträge gibt!

Meine Rede.
Allerdings wäre es illusorisch und auch unnötig, Langzeitparkplätze (>4h) mit 22kW ausgestattet haben zu wollen.
Hier müssen einfach die geringen Kosten (für einphasige Anschlüsse) für eine flächendeckende Verbreitung sorgen.
Das bißchen Strom ist da dann ebenfalls eher ein untergeordneter Kostenfaktor.
Wenn früher alles besser war,
hätte man's ja auch so lassen können.
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Re: Zeitbasiert vs. kWh-basiert (Umfrage)

Beitragvon Berndte » Fr 20. Feb 2015, 12:05

Wenn ich das immer höre... geringere Kosten der Ladesäule, wenn einphasig.
So ein Quatsch, was ist denn da so viel geringer? Die zusätzlichen 2 Adern im Anschlusskabel?
Vergleicht doch nicht immer die Preise mit den ohnehin überteuerten Wallboxen aus diversen Shops!

In einem Parkhaus gehört die ganze Wand mit 22kW Anschlüssen zugepflastert.
Netzanschluss dann nach Bedarf mit min. 100A Anschluss.
Und per Lastmanagement einfach ein wenig Strom verteilen... ist nicht schwer.
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