Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Kaefer69 » Mo 12. Mär 2018, 11:31

Liebe Forenmitglieder,

als Betriebsrat konnten wir unsere Firma von der Beschaffung zweier Ladepunkte (KEBA P30, 22kW) für die Mitarbeiter überzeugen. :hurra:

Diese sind nun auf dem Mitarbeiterparkplatz installiert (zwei Ladepunkte für 4 Plätze, in der Mittagspause das Kabel wechseln) und wir warten auf die ersten Nutzer. Nach dem Henne/Ei Prinzip gab es bisher keine E-Fahrzeuge in Mitarbeiterhand, diese Ladepunkte sollen/können das aber fördern.

Die Firma will mit einer Abrechnung nichts zu tun haben und den Strom verschenken (das wird sich sicher irgendwann ändern) :!:

Der Betriebsrat will das nicht, weil es eine Bevorteilung von E-Fahrzeughaltern wäre. Wir denken an eine verbrauchsabhängige Erfassung und einen Tarif von € 0,20 pro kWh. Verwaltung des Ganzen durch den Betriebsrat.

Natürlich wollen/dürfen wir das Geld nicht behalten, sondern es wird an eine soziale Einrichtung gespendet!

Ist das ein fairer Tarif? Sonstige Kommentare?
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon mweisEl » Mo 12. Mär 2018, 11:35

Kaefer69 hat geschrieben:
Der Betriebsrat will das nicht, weil es eine Bevorteilung von E-Fahrzeughaltern wäre!

Typische Neider-SPDler. Habtsache, deren Diesel ist steuersubventioniert und stinkt.
Smart ED3 seit '13, 3 Fahrräder, zuvor CityEL (1.8 kWh-Akku) und verbrennerfrei seit 1992.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Kaefer69 » Mo 12. Mär 2018, 11:43

mweisEl hat geschrieben:
Kaefer69 hat geschrieben:
Der Betriebsrat will das nicht, weil es eine Bevorteilung von E-Fahrzeughaltern wäre!

Typische Neider-SPDler. Habtsache, deren Diesel ist steuersubventioniert und stinkt.


Mit Verlaub: wo ist da der Neid? Hier geht es um eine gerechte Behandlung aller Mitarbeiter! Die anderen Autofahrer haben ja nicht gleichzeitig eine Tankkarte für Diesel/Benzin bekommen!

Leider scheinen unter den E-Fahrzeugfahren nicht wenige zu sein, die nur "alles abzocken, egal wie andere wegkommen" :evil:
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon eDEVIL » Mo 12. Mär 2018, 11:49

@Kaefer69 die anderen Mitarbeiter dürfen die Atemluft der Anderen verschmutzen ohne dafür extra zu zahlen - das ist doch Privileg genug.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
"Online" heißt nicht, das ich gerade hier im Forum aktiv bin.

.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Prignitzer » Mo 12. Mär 2018, 12:54

Hallo @Kaefer69,

1. ich finde es super, dass ihr euch dafür eingesetzt habt.

2. finde ich die Reaktionen von mweisEl und eDEVIL unmöglich.

Ich würde einen Tarif von 0,20€ / kWh absolut für fair halten.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Priusfahrer » Mo 12. Mär 2018, 13:08

Ich finde die Betriebsräte nehmen sich in vielen Firmen zu viel Mitspracherecht heraus.

So lange grundsätzlich alle Mitarbeiter daran laden könnten, so sie denn ein entsprechendes Fahrzeug hätten, ist doch die Gleichbehandlung gewahrt.

20 Cent sehe ich aber auch als sehr Fair an. Nur ist dann Eichrecht und Steuerrecht zu beachten. Könnte sein, dass Ihr dann mehr Probleme habt als den Missmut des Betriebsrates.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Tho » Mo 12. Mär 2018, 13:14

Kaefer69 hat geschrieben:
Der Betriebsrat will das nicht, weil es eine Bevorteilung von E-Fahrzeughaltern wäre.

Es steht doch jedem frei sich ebenfalls ein Elektroauto zu kaufen, ich sehe da keine Benachteiligung.
Wenn im Sommer bei Hitze Eis ausgegeben wird, dann würden Leute die kein Eis mögen doch ach nicht fordern, dass das Eis etwas kosten muss.

20cent/kWh sind sicher ok, aber nicht als Zwangsspende. Wenn es die Belegschaft wirklich mehrheitlich fordert, dann sollte man sie z.B. zum aufstellen weiterer Ladesäulen nutzen. Dann wäre es Zweckgebunden und besser vertretbar.
Zuletzt geändert von Tho am Mo 12. Mär 2018, 13:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Helfried » Mo 12. Mär 2018, 13:17

Statt dass sie froh wären, dass es kolo und unbürokratisch abläuft, machen sie sich wichtig *kopfschüttel* und fahren wohl Diesel.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Fluencemobil » Mo 12. Mär 2018, 13:23

New motion scheint immer noch problemlos nach kWh abzurechnen.
So lange wie noch keiner laden will, kann man auf die Abrechnung verzichten und spart die 5,-€ pro Monat ein, die die Abrechnung kostet. Der der lädt, zahlt bei New motion 0,35€ pro Ladevorgang + den Preis den der Betreiber festgelegt hat.

Heißt die ersten 25 kWh ( bei 20cent pro kWh) gehen für die abrechnungsgebühr drauf.

Super Idee, die Einnahmen zu spenden. Da kann man mit dem Ladevorgang noch etwas Gutes tun. :)
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Ich empfehle einen Batteriemietvertrag bei Renault mit einer Rechtsschutzversicherung zu kombinieren.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon paxxi » Mo 12. Mär 2018, 13:37

Die Neider und Gleichbehandler vergessen leider konsequent, dass eAutos immer noch deutlich teurer in der Anschaffung sind.
Schon traurig, wenn ein Unternehmen etwas zur Förderung der Elektromobilität macht und dann die Arbeitnehmervertreter querschiessen. :(

Könnte mir vorstellen, dass Eich- und Steuerrecht gar nicht greifen, wenn der AG den Strom verschenkt und der BR anschließend "freiwillige" Spenden abrechnet.

Das gleiche "Problem" hat unser Betriebsrat auch. Ich habe jedoch das seltene Glück, dass mein Arbeitgeber auch Stromanbieter ist bei dem Kunden kostenlos laden können. Also bin ich nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Stromkunde dort. Falls mal jemand maulen sollte, dass mein SAM in der Halle an SchuKo steckt, halte ich ihm meine Ladekarte unter die Nase. :lol:
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