Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon ToyToyToy » Mo 12. Mär 2018, 18:16

In unserem Kleinbetrieb (10 Leute) wurde extra eine Dusche für die Fahrradfahrer eingebaut sowie eine Garage als sicherer Fahrradparkplatz angemietet. Sowohl der Stellplatz als auch die Duschenbenutzung ist natürlich kostenlos. Hier würde niemand auf die Idee kommen, dafür Geld zu verlangen, um einen Gerechtigkeitsausgleich für die Nicht-Fahrradfahrer zu schaffen.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Kaefer69 » Di 13. Mär 2018, 09:50

Gestern hat sich der erste Kollege wegen der Verfügbarkeit am Arbeitsplatz einen 2015er Tesla S gekauft. Für ihn war es wichtig, daß er bei seinem Anfahrweg zumindest die Möglichkeit für die Ladung am Arbeitsplatz hat. In unserer Gegend gibt es nur eine einzige Stelle mit 8 Superchargern (Erftstadt-Lechenich) und die ist auch schon 20km weg.....

Von einem Bürokratiemonster kann wohl kaum die Rede sein. Unser Betriebsrat ist gut akzeptiert und die meisten Kollegen schauen sowieso gelegentlich herein (wir sind ca. 350 Entwicklungsingenieure am Standort). Der Ladepunkt zeigt die geladene Energie an und speichert das pro Karte ab. Als Karten verwenden wir die vorhandenen Werksausweise und wollen den Speicher einmal im Monat auslesen und daraus die fällige Spende berechnen. Leider habe ich noch keine Ahnung wie gut sich die Verarbeitung der Daten automatisieren läßt (hat hier jemand Erfahrung mit dem Au4slesen einer Keba P30c?), aber das ist ja nur vorübergehend. Spätestens wenn die beiden Ladepunkte ausgelastet sind, werden wir mit dem Arbeitgeber über eine Erweiterung nachdenken und die Abwicklung in die Hände eines Providers geben (der sich das bezahlen läßt :roll: ).

Wir wollten den Anschub leisten und das scheint mit dem Tesla Kauf gerechtfertigt gewesen zu sein! Der nächste liebäugelt jetzt mit einem E-Golf.....
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Tho » Di 13. Mär 2018, 10:10

Kaefer69 hat geschrieben:
(hat hier jemand Erfahrung mit dem Au4slesen einer Keba P30c?)

Habt ihr ein internes IT? Dann können die einfach eine DB anlegen und per UDP die Daten von der Keba holen, zb. mit dem "report" Kommando.
Ausgabe: (Quelle: Anleitung siehe Link unten)
{
"ID": "100",
// answer ID; is equal to calling report number
"Session ID": 0,
// running session counter; not resettable
"Curr HW ": 0,
// maximum charging current of the cable and the charging station setting
(equal to report 2)
"E Start ": 0,
// total energy value at the beginning of the session
"E Pres ": 0,
// delivered energy until now (equal to E pres in report 3)

"started[s]": 0,
// system time when the session was started (seconds from reboot;
NTP implementation is still under progress)
"ended[s] ": 0,
// system time when the session has ended
"reason ": 0,
// reason for stopping the session (1 = vehicle unplug; 10 = Rfid token)
"RFID tag": "0000000000000000",
// RFID Token ID if session started with rfid;
hexadecimal; first character is the lowest nibble

"RFID class": "00000000000000000000",
// RFID classifier shows the defined
color code if the used card is a BMW card
(for example “010104” means the white card)
"Serial": "16914905",
// serial number of the charging station
"Sec": 111
// current time when the report was generated
}
Dann last ihr einmal im Monat eine Auswertung über die DB laufen und könnt die Kosten je MA auswerten.
Die Infos findet man alle hier:
https://www.keba.com/web/downloads/e-mo ... ide_en.pdf

Grüße
Thomas
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Priusfahrer » Di 13. Mär 2018, 10:17

Kaefer69 hat geschrieben:
Der nächste liebäugelt jetzt mit einem E-Golf.....


Ich würde sagen: Ziel erreicht.

Ich würde sagen die Wirkung wird kaum geschmälert ob der Strom was kostet oder nicht, so lange die Preise fair sind. Und 20 Cent sind mehr als fair.

Mich ärgert nur prinzipiell mit was sich die Betriebsräte in ihren stundenlangen Sitzungen alles beschäftigen. Insbesondere dann, wenn sich AG und AN bereits einig sind und dann erst noch der BR irgendwas absegnen will. Ich glaube die Arbeitszeit der BR Mitglieder für die Zeit die über die Ladesäulen gesprochen wurde, können mehrere neue Säulen gebaut werden.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon sensai » Di 13. Mär 2018, 10:48

ich bin eigentlich ein ruhiger Mensch, aber manche Kommentare hier in diesem Thread ärgern mich.

Wir alle wissen, Elektromobilität funktioniert nur, wenn es genügend brauchbare Säulen an den Plätzen mit
den üblichen längeren Standzeiten gibt. Und das ist nun mal Haus/Wohnung/Arbeitsplatz.
Und Strom soll gar nicht gratis sein. Warum denn auch.

Da will eine Firma Säulen für ihre Mitarbeiter auf den Parkplätzen aufstellen und im Sinne der Gleichbehandlung
und auch im Sinne der Gesetzlichen Regelung (Sachbezug !!!!) eine praxisbezogene Verrechnung einführen und
machen Forumskollegen kommen hier mit patzigen Antworten.

Meine Firma hat mir vor über 2 Jahren die Lademöglichkeit angeboten und ich habe sie gerne/dankbar angenommen.
Und ja, ich zahle auch für den Strom, auch wenns nur ein kleiner Betrag ist.
Warum denn auch nicht? Den Treibstoff für die restlichen Kollegen stellt die Firma ja auch nicht kostenlos zur Verfügung.

Und wenn das Geld noch einem sozialen Zweck zugeführt wird, dann umso besser.

@Kaefer69,
bitte weitermachen und die ersten Säulen in Betrieb nehmen.
Wir hier sind über 8 t MA und haben "nur" 4 Säulen. Nach vielen Gesprächen kommen bald weitere 10 Stück dazu.
(die werden über einen Stromanbieter verrechnet) Und auch das wird in wenigen Jahren noch Zuwenig sein.
Niedrigstenergiehaus (17 kWh/m²) mit Wärmepumpe und Tiefenbohrung

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und damit: ein 100% Auspuff freier Haushalt 8-)
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Helfried » Di 13. Mär 2018, 11:17

sensai hat geschrieben:

Da will eine Firma Säulen für ihre Mitarbeiter auf den Parkplätzen aufstellen und im Sinne der Gleichbehandlung
und auch im Sinne der Gesetzlichen Regelung (Sachbezug !!!!) eine praxisbezogene Verrechnung einführen


Diese Regelung gibt es doch gar nicht mehr, oder?
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon acurus » Di 13. Mär 2018, 11:50

sensai hat geschrieben:
@Kaefer69,
bitte weitermachen und die ersten Säulen in Betrieb nehmen.
Wir hier sind über 8 t MA und haben "nur" 4 Säulen. Nach vielen Gesprächen kommen bald weitere 10 Stück dazu.
(die werden über einen Stromanbieter verrechnet) Und auch das wird in wenigen Jahren noch Zuwenig sein.


Hier sind es genau 0, ich würde mir wünschen unser Betriebsrat würde sich ähnlich einsetzen. Strom wäre jedenfalls genug da...

Von daher: @Kaefer69 - macht weiter so!
Unser Blog zur Elektromobilität, e-Golf und Ioniq: https://1.21-gigawatt.net

Immer einen Besuch wert: der Elektrostammtisch OWL, jeden 1. Samstag im Monat: https://www.goingelectric.de/forum/vereine-stammtische/elektro-stammtisch-owl-t30935.html
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon ToyToyToy » Di 13. Mär 2018, 11:57

sensai hat geschrieben:
ich bin eigentlich ein ruhiger Mensch, aber manche Kommentare hier in diesem Thread ärgern mich.
...
Da will eine Firma Säulen für ihre Mitarbeiter auf den Parkplätzen aufstellen und im Sinne der Gleichbehandlung und auch im Sinne der Gesetzlichen Regelung (Sachbezug !!!!) eine praxisbezogene Verrechnung einführen....


Kein Grund zum Ärgern, du hast die Sache anscheinend missverstanden. Die Firma will den Strom an die Arbeitnehmer verschenken, aber die Arbeitnehmervertretung möchte das Geschenk nicht, weil ja nicht jeder beschenkt wird. DAS ist der Punkt, warum hier viele ungläubig den Kopf schütteln. Wenn die Firma selbst Geld für Strom gewollt hätte, würden wir hier nicht diskutieren.

Es gibt auch kein Problem mit dem Sachbezug, da der Gesetzgeber zur Förderung der E-Mobilität den Strombezug beim Arbeitgeber ausdrücklich steuerfrei gestellt hat: https://www.haufe.de/personal/entgelt/l ... 83068.html
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon Prignitzer » Di 13. Mär 2018, 13:36

ToyToyToy hat geschrieben:
Es gibt auch kein Problem mit dem Sachbezug, da der Gesetzgeber zur Förderung der E-Mobilität den Strombezug beim Arbeitgeber ausdrücklich steuerfrei gestellt hat: https://www.haufe.de/personal/entgelt/l ... 83068.html


Noch. Auf Dauer wird das sicher nicht so bleiben.
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Re: Welchen Tarif für halböffentlichen Betrieb?

Beitragvon sensai » Di 13. Mär 2018, 13:53

@ToyToyToy

doch, ich habe es verstanden.
Wir alle leben (leider) in einer Neid und "Geiz ist Geil" Gesellschaft.

In der Testphase waren die Säulen für uns gratis. Dieses Gerücht hält sich nach über 2 Jahren immer noch und ich werde
regelmäßig von Leuten angesprochen, warum ich als E-Fahrer den Strom von der Firma geschenkt bekomme.
Wie unfair das eigentlich ist und sie wollen auch den Gratis Strom in Batterien laden und heimtragen.

Dank der monatlichen Zahlung aber ist sogar der letzte Unwissenden beruhigt und stellt danach die üblichen Fragen (wie weit/wie lange/wie viel......)

Kaefer69 hat es erkannt und will diese Diskussion erst gar nicht aufkommen lassen.

Seit kurzen haben wir sogar ein Carport für die Ladesplätze bekommen und wir parken Unterdach und "erste Reihe fußfrei".
Und die Neidgesellschaft meldet sich schon wieder.....
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