VLOTTE: heimliche Preiserhöhung!

VLOTTE: heimliche Preiserhöhung!

Beitragvon Cyberjack » Di 10. Jun 2014, 09:40

Nachdem ich wieder mal auf der VLOTTE Homepage unterwegs war, ist mir folgendes aufgefallen:

http://www.vlotte.at/inhalt/at/oeffentl ... ruktur.htm

11,90€ im Monat?

Bisher zahlte ich für die gleiche Leistung 6,66€ / Monat! (80€/Jahr)

Das ist eine Preiserhöhung um den Faktor 1,78!

Die Schnellader nutzen mir nichts, und bisher war das Preismodell auch nach Fahrzeugkategorie gestaffelt.

Bisher gab es keine Infos an die Bestandskunden, aber auch keinen Newsletter auf der HP dazu.
Da nimmt man wohl das Argument "Schnellader" dazu als Anlaß um durch die Hintertür eine saftige Preiserhöhung einzuführen, natürlich wird mit der tollen ( geförderten!!!! ) Infrastruktur geworben.

Kein Wort darüber das zwar BMW Charge Now Kunden auch bei VLOTTE laden dürfen, aber dies in der umgekehrten Richtung bei den angeschlossenen Hubject Roamingpartnern (immer noch) nicht funktioniert.

Da kann man ja nur hoffen, daß andere Anbieter Vorarlberg noch als Ausbaugebiet entdecken.

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Re: VLOTTE: heimliche Preiserhöhung!

Beitragvon Itzi » Fr 13. Jun 2014, 21:10

Hab letztens bei einer Veranstaltung aufgeschnappt, dass die pro Nutzer Kosten von ~400€/Jahr haben. Die Umrüstung auf Typ2 macht ihnen kostenmäßig zusätzlich zu schaffen, und Fördergeld gibts anscheinend keines mehr (Modellregion-Projekt ist ja schon ausgelaufen).
So gesehen ist der Preis eh noch recht human, auch wenns für den Selten-Nutzer (wie bei Smatrics) doof ist.

Was ich interessant finde: Wenn man die genannten Kosten so betrachtet, dann entspricht das exakt dem, was Smatrics als Ziel anpeilt mit dem statt-Preis von 39,-
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ZOE, Zero SR, Elektroroller & Automower. Model 3 vorsorglich reserviert.
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Re: VLOTTE: heimliche Preiserhöhung!

Beitragvon Cyberjack » Di 27. Jan 2015, 09:18

Jetzt ist es offiziell:

Bestandskunden werden die Tage noch per Post informiert ...

80€/Jahr für P&C ist gestorben, stattdessen heißt es 11.90/Monat.

Nachdem ich ohnehin fast nur zu Hause lade, investiere ich das Geld lieber in meine (Öko-)Stromrechnung.
Für 142.80 im Jahr kann ich im NT ca. 1100 kWh Strom beziehen, das macht für mich mehr Sinn.

Ansonsten habe ich ja noch eine TNM, eine Plugsurfing und eine A1 Karte.
Vielleicht hole ich mir auch bei P&C Deutschland für 60€/Jahr einen Schlüssel, da hier ja immer noch viele Ladestationen nach dem Muster laufen.

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Re: VLOTTE: heimliche Preiserhöhung!

Beitragvon rollo.martins » Di 27. Jan 2015, 12:27

Naja, vielleicht ist es halt wirklich so, dass sich die Sache sonst nicht so lohnt. Der Vergleich hinkt zudem durchaus: Rechnest du bei Dir zu Hause die Infrastrukturkosten auch in die Preise ein?
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Re: VLOTTE: heimliche Preiserhöhung!

Beitragvon Cyberjack » Di 27. Jan 2015, 18:00

Der Vergleich hinkt ebenfalls:

Ein Großteil der Ladesäuleninfrastruktur von Vlotte wurde mit Steuermitteln gefördert.

Über die Sinnhaftigkeit vieler Standorte breiten wir auch besser den Mantel des Schweigens ...
Die Gemeinden sind zwar toll im "Ladesäulen-haben-wollen", aber die gewünschten und realisierten Standorte haben dann außer dem gemeindeeigenen Fahrzeug kaum oder wenig Frequenz. Diese Kosten dann dem zahlenden Kunden umhängen zu wollen finde ich etwas frech. Deswegen: Pay per use und keine Flat die ich mangels sinnvoller Standorte ohnehin nicht vernünftig nutzen kann.

Nur als Beispiel:

Weder in der größten noch in der drittgrößten Stadt des Bundeslandes gibt es eine Ladestation am Bahnhof bzw. im oder am Zentrum. Die meisten sind an Supermärkten (nachts und am WE unzugänglich) oder bei anderen Institutionen (Wirtschaftskammer, Banken, Gemeinden). Die an den Supermärkten sind zusätzlich noch oft verparkt und samt und sonders alte Technik also CEE+ mit 16A.

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Re: VLOTTE: heimliche Preiserhöhung!

Beitragvon rollo.martins » Di 27. Jan 2015, 20:17

Das mit der veralteten Technik hat was, liegt aber daran, dass das Projekt schon einige Jahre alt ist. Hatte mich in Höchst mal gewundert über eine angebliche Station gleich bei dem Cafe an der Grenze zur Schweiz. Da war nix. Offenbar ein Fehleintrag im LEMnet. Aber am Samstag das Telefon abgehoben hat jemand. Und zwar wer, der von der Sache was verstanden hat (er fand, da gäbe es wirklich keine...) . Dafür immerhin 300m weiter eine beim Gemeindehaus. Zu Fuss schaffte ich es da gemütlich nach St. Margrethen an die geplante Party. Dort gibt es weit und breit keinen Lader. Vlotte sei dank klappte es doch. CEE+ ist ein Ärgernis, lässt sich aber einfach beheben, indem man den normalen CEE-Stecker am Adapter durch CEE plus ersetzt. Die sind rückwärtskompatibel, also kein zusätzlicher Adapter im Auto.
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Re: VLOTTE: heimliche Preiserhöhung!

Beitragvon Cyberjack » Di 27. Jan 2015, 21:22

Naja, das ganze hat auch ein politisches Moment.

Die VKW als Muttergesellschaft möchte in erster Linie mal Geld verdienen.
Allerdings stammt das meiste an Infrastruktur und Fahrzeugen noch aus dem Modellregionsprojekt, d.h. wurde mit Zuschüssen gefördert. Jetzt mit der Umstellung auf Typ2 Infrastruktur versucht man diese durch eine Tariferhöhung zu finanzieren.
Auch hat die Verbreitung von schnelladefähigen Fahrzeugen (Zoe z.B.) sicher dazu beigetragen, daß man sich Gedanken macht, wie die höhere Stromabgabe finanziert werden soll.
Die Typ2 Stationen sind ohnehin per RFID freizuschalten, da ist es doch ein leichtes den Verbrauch pro Kunden zu erfassen und entsprechend abzurechnen. Im Hubject Roaming mit TNM geht es ja auch mit 3c/Minute.
Das Vlotte Team ist sehr bemüht, hat aber wohl von "oben" Vorgaben bekommen, die jetzt einzuhalten sind.
Mit der geringen Masse an Fahrzeugen und der jetzt unattraktiveren Preisgestaltung wird da aber nix zu holen sein.
Und das mit einer schwarz/grünen Landesregierung, die ja Elektromobilität fördern will.

So wird das allerdings nix.

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Re: VLOTTE: heimliche Preiserhöhung!

Beitragvon herbhaem » Di 27. Jan 2015, 22:51

Die CEE+ -Säulen funktionieren wenigstens immer, was man von den holländischen Typ2-Säulen, die mittlerweile durch Mennekes ersetzt wurden, nicht sagen konnte.
Als CHAdeMO-Fahrer würde ich mir noch je eine 3in1-Säule im vorderen und hinteren Bregenzerwald wünschen und eine vor dem Arlberg.

Für die CCS-Fraktion schaut es noch dünn aus, eine einzige Säule steht in Bürs. Im Rheintal kann man sich in der Schweiz bedienen, in Berneck gleich über der Grenze bei Lustenau.

Warum kann man in der Schweiz so ein Projekt wie Evite auf die Beine stellen und in Österreich geht kaum etwas vorwärts?
Gruß aus dem Vorarlberger Rheintal,
Herbert
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Re: VLOTTE: heimliche Preiserhöhung!

Beitragvon Cyberjack » Di 27. Jan 2015, 23:24

Weil Österreich Österreich ist :roll:

Wenn Vlotte damals nicht den millonenschweren Fördertopf gewonnen hätte, würde es bei uns im Ländle noch ganz dunkel aussehen bezüglich Ladesäulen. Ich glaube kaum, daß die VKW sowas aus eigenem Antrieb aufgezogen hätte.

Insoferne noch schlimmer, als das man die gute P&C Idee bei uns ad absurdum geführt hat, indem man eben _nicht_ mehr nach Fahrzeugkategorie unterscheidet und die Schnarchlader die Schnellader subventionieren sollen. Aber die CEE+ Säulen werden über kurz oder lang verschwinden, damit kann Vlotte kein Geld verdienen. Leider scheint das die einzige Motivation zu sein, und so bringt man der breiten Masse keine Elektromobilität näher.

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Re: VLOTTE: heimliche Preiserhöhung!

Beitragvon rollo.martins » Mi 28. Jan 2015, 07:36

Das wäre sehr bedauerlich. Das Vlotte-Projekt ist eines der wenigen, die tatsächlich zu einer weiten Verbreitung von Ladeinfrastruktur geführt hat. Vorarlberg ist wirklich gut ausgestattet. Auf der anderen Seite des Rheins ist da nur zappenduster...
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