Vattenfall und EnBW meiden

Re: Vattenfall und EnBW meiden

Beitragvon Spürmeise » Mo 26. Okt 2015, 10:32

TeeKay hat geschrieben:
Spürmeise hat geschrieben:
50 Cent/kWh für 90% der 43.679 E-Autos wäre schon schlecht genug, aber wie sollen die AC-Preise in Berlin denn genau sein (Quelle)?

5 Cent pro Minute + 77 Cent pro Ladestart bei 11kW Säulen. Quelle: TNM App.

Alles klar, für die Mehrzahl der Elektrofahrzeuge mit ihren einphasigen AC-Ladern sind das in Berlin dann nicht 50 Cent/kWh, sondern 102 Cent/kWh (bei genau 1-stündiger Ladung).
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Re: Vattenfall und EnBW meiden

Beitragvon Michael70 » Mo 26. Okt 2015, 11:13

Vorab: Grundsätzlich bin ich ein Freund zeitbasierter Tarife in Abhängigkeit von der Ladeleistung. Das hilft, dass die Schnellladesäulen nicht als Dauerparkplätze missbraucht werden. Insofern finde ich auch das erneuerte EnBW-Preismodell der Elektronauten-Ladekarte gut, was für 7,90€/Monat Grundgebühr bei der Ladeleistung zwischen:
- Schuko für 0,60 €/h
- Typ 2 bis 5kW für 1,20 €/h
- Typ 2 bis 22kW für 3,00 €/h
unterscheidet. Beim Prepaid-Tarif ist die EnBW leider noch nicht so weit und kennt nur Schuko oder Typ2 - eine entsprechende Anpassung würde ich sehr begrüßen.

In der Diskussion um Vattenfall in Berlin hier ist Einiges durcheinander geraten, also die Vermengung von AC mit DC und dann noch mit Roamingpreisen. Aber Hauptsache erst mal wieder alles schlecht reden - man, man, man! Bei Twitter gibt es jedenfalls diesen Vattenfall-Tweet zu den neuen Preisen. Die Frage nach der fehlenden Bepreisung von 22kW AC beantwortet Vattenfall mit gleichem Preis wie für 11kW AC. Für Berlin und Hamburg gelten künftig also folgende einheitliche Preise mit der Vattenfall-Karte für 0,00€/Monat Grundgebühr (in Berlin bisher 2,95€/Monat!):

AC bis 22kW: 0,30€/kWh Arbeitspreis (gilt auch für Roaming-Partner außerhalb von Berlin und Hamburg)
DC mit 20 kW: 0,12 €/Min = 7,20 €/h Zeittarif
DC mit 50 kW: 0,20 €/Min = 12,- €/h Zeittarif

Die Vattenfall-Tarife in Berlin und Hamburg finde ich alles andere als unfair, sondern als marktüblich! Einzig der DC 20 kW Preis ist etwas überhöht. Wem das zu teuer ist, soll halt woanders laden - es gibt ja in beiden Metropolen mittlerweile genug Alternativen.

Wenn nun bei TheNewMotion deutlich höhere Preise stehen, hat Vattenfall eben kein Interesse daran, dass der Strom über Roaming verkauft wird. TNM gibt diese schlechten Konditionen ja nur weiter. Mal abwarten, welche Konditionen PlugSurfing und Charge&Pay erhalten.
ZOE Intens in arktis-weiß, EZ 19.03.2015
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Re: Vattenfall und EnBW meiden

Beitragvon Spürmeise » Mo 26. Okt 2015, 11:40

Michael70 hat geschrieben:
Für Berlin und Hamburg gelten künftig also folgende einheitliche Preise mit der Vattenfall-Karte für 0,00€/Monat Grundgebühr: AC bis 22kW: 0,30€/kWh Arbeitspreis (gilt auch für Roaming-Partner außerhalb von Berlin und Hamburg)

Danke für die Klarstellung. Aber widerspricht das nicht (leider) den "amtlichen" Tarif-Vorgaben in Berlin?
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Re: Vattenfall und EnBW meiden

Beitragvon Großstadtfahrer » Mo 26. Okt 2015, 12:59

Spürmeise hat geschrieben:
Alles klar, für die Mehrzahl der Elektrofahrzeuge mit ihren einphasigen AC-Ladern sind das in Berlin dann nicht 50 Cent/kWh, sondern 102 Cent/kWh (bei genau 1-stündiger Ladung).


Sorry, hatte vergessen zu erwähnen, dass ein 1-Phasen Ladetarif von 2€ die Stunde im Gespräch war.
Aber alles noch nicht so wirklich spruchreif.
Gruß
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Re: Vattenfall und EnBW meiden

Beitragvon Großstadtfahrer » Mo 26. Okt 2015, 13:32

Michael70 hat geschrieben:
- Schuko für 0,60 €/h

Wird es in Berlin nicht geben da Sicherheitsrisiko.
https://hilfe.be-emobil.de/hc/de/articl ... en-werden-

- Typ 2 bis 5kW für 1,20 €/h


Enstspräche dann wohl dem 1-Phasenlader mit 4,6kW (20A)
Hier in Berlin vielleicht 2€/h.

Aber aufgrund der Anschlusswerte der Säulen wohl nur 3,7kW(16A)


- Typ 2 bis 22kW für 3,00 €/h

In der Anfangsphase wurde wohl noch angestrebt 22kW Ladesäulen dort zu planen wo es die Anschlussleistung erlauben würde.
(So war es wohl nach Aussage der Webseite zu verstehen.)

Mittlerweile ist es wohl sicher das es nur 11kW Ladesäulen geben wird.
(Ausgenommen sind die vielleicht 20 x AC 22kW an den "Schnellladern")

Also auch hier nur 11kW für dann 4€/h

Zwar kostet der Tarif wohl in Berlin keine 7,90€ im Monat, aber mit 77 cent Servicegebühr pro Ladevorgang hat man den Beitrag seehr schnell raus.
(Bei mir in 5-7 Tagen)

In der Diskussion um Vattenfall in Berlin hier ist Einiges durcheinander geraten, also die Vermengung von AC mit DC und dann noch mit Roamingpreisen. Aber Hauptsache erst mal wieder alles schlecht reden - man, man, man!


An den neuen Preise für AC an den Säulen von Vattenfall, hat, glaube ich, Niemand was auszusetzen.
30 cent ohne Grundgebühr ist vollkommen OK.
Bei RWE zahle ich seit 2 Jahren 35 cent über BEW.

Aber die Preise an den Schnellladen in Berlin für DC sind einfach unangemessen für ein Schaufensterprojekt.
Was möchte man denn hier beweisen? Das sich Elektrmobilität nicht rentiert weil man die Ladeinfrastruktur nicht zu aktzeptabelen Preisen an den Kunden bringen kann?
Wie kann es sein das es in Berlin mit steuerfinanzierten Säulen teurer ist, als an privat geführten Schnellladeren?

Wem das zu teuer ist, soll halt woanders laden - es gibt ja in beiden Metropolen mittlerweile genug Alternativen.


Leider nicht ;-)
Schau mal ins Verzeichnis!

Jeder Mitbewerber hat sich ausserdem an die Vorgaben des Berliner Models des Senats zu halten.
Konkurenz wird somit schon einmal ausgebremst.
Gruß
Großstadtfahrer

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Re: Vattenfall und EnBW meiden

Beitragvon MarkusD » Mo 26. Okt 2015, 13:48

Michael70 hat geschrieben:
Vorab: Grundsätzlich bin ich ein Freund zeitbasierter Tarife in Abhängigkeit von der Ladeleistung.
Wenn der Tarif in Abhängigkeit von der Ladeleistung auch dynamisch angepaßt wird, könnte das ja beinahe was werden.
Oder wie erklärst du einem Kunden, der zwar XX Euro pro Minute am 50kW-Schnelllader bezahlt, die das Auto auch ziehen würde, die Säule aber wegen "zu kalt" oder "zu warm" nicht mehr als 25kW hergibt? Das bedeutet nämlich eine Verdopplung des Tarifs nur aus dem Grund, weil die Infrastrukturseite ungenügend in der Technik ist, wofür der ladewillige Autofahrer aber nichts kann. Trotzdem soll er den doppelten Preis zahlen.

Du zahlst auch nicht für die Zeit, du in einem Laden bist, sondern für die Produkte.
Am Ende schiebt einer die Palette mit dem Zucker jedes Mal, wenn du gearde ankommst, davon, nur damit du länger im Laden unterwegs bist ...

Zeitbasierte Tarife sind doof.
MarkusD
 

Re: Vattenfall und EnBW meiden

Beitragvon Großstadtfahrer » Mo 26. Okt 2015, 13:50

Spürmeise hat geschrieben:
Danke für die Klarstellung. Aber widerspricht das nicht (leider) den "amtlichen" Tarif-Vorgaben in Berlin?


Bis Mitte 2016 ist das noch OK. Danach werden die Standortverträge neu verhandelt und man muss seine Ladeinfrastruktur sowie Preismodelle anpassen.

https://hilfe.be-emobil.de/hc/de/articl ... n-Pflicht-

Vattenfall hat zwar noch ca 30 Säulen auf Privatgrund, aber wird sicher keinen Extratarif dafür einführen.
Eher ist anzunehmen das sie sich von ihren 40 Saulen in Berlin trennen werden.
Gruß
Großstadtfahrer

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Re: Vattenfall und EnBW meiden

Beitragvon Maverick78 » Mo 26. Okt 2015, 13:54

Ich halte zeitbasierte Tarife auch für unfair.
Gerade bei Typ-2 und den DC Ladesystemen sind die Fahrzeugladezustände der Säule bekannt. Ergo wäre es nur logisch:
Ladevorgang (Typ 2 Status C+D) -> ct/kWh
Ladevorgang beendet ( Status B) -> ct/Minute orientiert an den örtlichen Parktarifen x Faktor 2
Maverick78
 

Re: Vattenfall und EnBW meiden

Beitragvon Großstadtfahrer » Mo 26. Okt 2015, 13:55

MarkusD hat geschrieben:
Wenn der Tarif in Abhängigkeit von der Ladeleistung auch dynamisch angepaßt wird, könnte das ja beinahe was werden.
Oder wie erklärst du einem Kunden, der zwar XX Euro pro Minute am 50kW-Schnelllader bezahlt, die das Auto auch ziehen würde, die Säule aber wegen "zu kalt" oder "zu warm" nicht mehr als 25kW hergibt?


Ein Mitarbeiter der ABB hatte bei dem Usermeeting mit Zuständigen für die 5(6) Schnelllader genau so etwas erwähnt.

Bei Installationen eines Anbieters in Dänemark gab es genau diese Probelmatik.
Nachdem ein Temperatur-/Leistungsangepasster Tarif eingeführt wurde ,waren alle zufrieden.

Soweitich mich erinnere war dies laut RWE/VF in DE so aber nicht umsetzbar.
Gruß
Großstadtfahrer

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Re: Vattenfall und EnBW meiden

Beitragvon MarkusD » Mo 26. Okt 2015, 14:23

Großstadtfahrer hat geschrieben:
Soweitich mich erinnere war dies laut RWE/VF in DE so aber nicht umsetzbar.
Offenbar geht es RWE und Vattenfall wirtschaftlich wirklich schlecht, wenn sie nicht mehr genug Geld haben, um intelligente Programmierer einzustellen.
Das Gegenteil ist ja derzeit eher der Fall.
MarkusD
 

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