Stromtanken: Möglichkeiten der Bezahlung

Re: Stromtanken: Möglichkeiten der Bezahlung

Beitragvon axlk69 » Mo 12. Nov 2012, 19:10

Guy hat geschrieben:
Ich finde den Preis gar nicht mal so hoch. 10 Euro für eine komplette Ladung ist doch ok.

Selbst bei dem Betrag dürfte das sich das für den Betreiber noch nicht lohnen.

Wenn man diese Säule natürlich jeden Tag nutzen muss und nicht zu Hause laden kann, dann ist das schon happig. Wenn es aber nur um gelegentliche Ausflüge geht, geht das für mich in Ordnung.


Als Notfalllösung vielleicht!
Mit 20 KW mache ich gerade mal etwas über 100km. Bei uns kostet der Diesel 1,4 € insoweit wäre das im Vergleich wie 7 Liter Diesel plus Akkumiete!
Also wirklich bestenfalls knapp vor dem Abschleppen!
Weiß irgendjemand, was in den Better Place Ländern ein Wechsel kostet?

Es ist mir schon bewußt, dass wir in Österreich in Bezug auf E Mob fast eine Insel der Seeligen sind, da unser Strom wesentlich billiger als in DE ist, mir wird auch immer mehr klar, warum Du immer wieder erwähnst, dass der Kostenfaktor noch nicht rentabel ist!
Ich bin eigentlich nicht so wirklich "Öko" denkend, bei mir ist der E Wagen wirklich eher eine Kostenfrage, sprich er rentiert sich für mich finanziell im Vergleich zum Verbrenner.
Hätte ich ihn Cash berappen können, wäre sogar eine hübsche Ersparnis im Monat drinnen. Da ich ihn lease sind meine Kosten im Vergleich zu meinem alten Verbrenner ca. gleich!
Unsere E Tankstellen in Österreich sind übrigens großteils bis Ende 2013 gratis! :mrgreen:
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Re: Stromtanken: Möglichkeiten der Bezahlung

Beitragvon entenvadder » Mo 12. Nov 2012, 20:06

Hallo Stromtanker,

ich habe mir heute den Trick herausgefunden wie ich eine RWE-Kombisäule (Chademo und Typ2) zum schnelladen bewegen kann.
Die Hotline war wenig hilfreich weil beide Mitarbeiter nur den Typ 2 kennen ,die Chademo Schnelladefunktion ist da nicht bekannt !?!!?
Ich bin dann nach einer Weile von dem Entwickler(!!) der Säulen zurückgerufen worden und der hat mit den Trick verraten:
EINEN LAPPEN BENUTZEN !!!

Durch den etwas schräggestellten Bildschirn setzen sich Verschmutzungen im Bereich zwischen Displayglas und Gehäuse ab.
Dann reagiert der Touch-Screen auf nichts mehr.
Ohne Bildschirm kann die Säule nicht bedient und die Ladung nicht gestartet werden.
Also den Bereich zwischen Bildschirm und Gehäuse kurz überputzen und schon macht die Säule was sie soll.
Im Moment ist das Bezahlsystem zwar vorhanden aber nicht aktiv ,die Säule schreibt "die Bezahlung ist erfolgt"und los gehts.
Ob ich das dann später ,wenn das Bezahlsystem "scharfgeschaltet"ist,dann auch per SMS starten kann konnte ich leider nicht herausfinden, aber derzeit sollen alle(!!) Chademo-Säulen von RWE offen sein.
Schnellgeladene Grüße
der entenvadder
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Re: Stromtanken: Möglichkeiten der Bezahlung

Beitragvon Guy » Di 13. Nov 2012, 22:11

Je kräftiger man reibt, desto schneller geht dann das Laden ;)

Da muss man erstmal drauf kommen, dass der Bildschirm zu dreckig ist.

Weiß irgendjemand, was in den Better Place Ländern ein Wechsel kostet?

Das wird zum Großteil pauschal abgerechnet.
Je nach Dauer und Laufleistung bezahlt man 4.000 - 8.000 Euro im Voraus. Da ist dann die Ladebox, Strom für die Box und alle Wechsel drin. Alternativ soll man auch pro Kilometer bezahlen können, meine irgendwas um die 13 Cent.

Es ist mir schon bewußt, dass wir in Österreich in Bezug auf E Mob fast eine Insel der Seeligen sind, da unser Strom wesentlich billiger als in DE ist, mir wird auch immer mehr klar, warum Du immer wieder erwähnst, dass der Kostenfaktor noch nicht rentabel ist!

Als Selbständiger sehe ich das vielleicht auch aus einer etwas anderen Sicht.
Wenn das Geschäftsmodell nicht funktioniert, dann werden die Ladesäulen irgendwann wieder dicht gemacht. Entweder man übergibt sie der Allgemeinheit (Gemeinden) oder es muss sich für die Firmen rechnen. Da ist es mir lieber, die nehmen ein paar Cent mehr und dafür rechnet sich das, als dass alle paar Monate ein Ladesäulen-Netz den Betreiber wechselt.

Für den Moment ist das sicher noch egal. Irgendwann muss das jedoch mal rentabel werden. RWE und Co werden das Netz nicht über Jahre subventionieren.
Guy
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Re: Stromtanken: Möglichkeiten der Bezahlung

Beitragvon bernd schlueter » Do 21. Mai 2015, 14:24

Meine Meinung ist die, dass alle Fahrzeuge irgendwann einen elektrischen Antrieb haben müssen. Dazu für alle Langstreckenfahrer einen Verbrennermotor von nur 20kW, der als Generator den E-Motor oder direkt die Räder antreibt.
E-Motoren kann man billiger herstellen als Schaltgetriebe.
Zusätzlich natürlich eine Batterie.
Dass man immer eine freie Ladestation findet, darauf kann man sich schließlich nicht verlassen. Fahren europaweit erst einmal 200 Millionen Elektrofahrzeuge, gibt es ein heilloses Durcheinander von Ladestationen.
Hinzu kommt unser steinzeitliches Abrechnungssystem, das nicht über das universelle Zahlungsmittel Geld, sondern über eine Unzahl von Ladekarten funktioniert.
Das ist so vorsintflutlich, dass hier im Forum schon die Wiedereinführung eines Tauschsystems für Ladekarten vorgeschlagen wurde.

In manchen Gegenden Afrikas kommt man da sicher mit bunten Glasperlen als Tauschobjekte weiter.

Kurz, so geht es nicht weiter. Auf jeder Säule müsste die Anzeige des gültigen Preises und die Aufnahme einer universellen Bezahlkarte vorhanden sein.
Oder aber, drahtlos, sowohl Strombezug, wie auch die Geldeintreibung. Sprich, induktionsladung, falls gesundheitliche Bedenken ausgeräumt werden können.

Meine Idee sind ja Ladeparkhäuser, im Boden vergrabene Induktionskabel und für die Fernstraßen separate Ladespuren, über die man schienenartig autoamatisch mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 40km/h geführt wird.
Ich denke, bei Mercedes arbeitet man schon an solchen Lösungen. Der Datenaustausch erfolgt dann rein per Funk, über das Ladesystem.
Wer dann Datenklau wittert, der setzt halt eine Tarnkappe auf.

Anderenfalls, da bin ich mir sicher, läuft die Elektromobilität in eine Sackgasse.

Im Übrigen denke ich, dass wir ein einheitliches alternatives Stromnetz benötigen, um alternative Energie gleichberechtigt beziehen und einspeisen zu können. Dieses würde nur einen Bruchteil unserer zentralen Stromnetze kosten.

15 Cent pro kWh Strom-Bezugskosten und Einspeisevergütung dürften im dann smarten Netz nicht utopisch sein.
Zur Zeit beträgt die Einspeisevergütung etwa 3,2 Cent, Tendenz fallend und die Bezugsgebühr über 18 Cent, im Schitt wohl schon über 35 Cent. Tendenz steigend. Einige Stadtwerke machen glücklicherweise dieses Spiel nicht mit. So zur Zeit noch die Düsseldorfer Stadtwerke.
Dass die Düsseldorfer Naturstrom sich nicht nicht an Ladenetz.de angeschlossen hat, hängt möglicherweise mit Unstimmigkeiten mit der Aachener Stawag zusammen. Dabei hatten die Düsseldorfer Stadtwerke noch vor den Aachenern das niederländische Ladesystem eingeführt.
In den Niederlanden und anderen europäischen Ländern ist Strom umlagenfrei und damit billiger. So kann Europa nicht zusammenwachsen.
Grünes Denken ist oft unausgegoren. So tankten niederländische E-Fahrer vor Kurzem in Düsseldorf noch für 16 Cent, während die Düsseldorfer bei den gleichen RWE an der gleichen Ladesäule 35 Cent bezahlten. RWEs Tochter in den Niederlanden heißt Essent.
Den neuesten Stand der Verhandlungen (oder sagt man besser, Streitereien?) kann man nur selten im Internet erfahren.

Geld ist in der EU überall gleich, ich finde, Elektronen sollten ebenso gleich behandelt werden.
bernd schlueter
 
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