Profitabilität von Fastned

Re: Profitabilität von Fastned

Beitragvon mlie » Do 27. Aug 2015, 16:05

Tja, da bleibt ja eigentlich nur eine sinnvolle variante: bei Renault die patente lizensieren, um die bev mit 43kW zu laden. DC dann gerne mit 200kW entlang der Autobahnen und in jedem Dorf eine 43 kW Station. Mit den Autobahn DC Stationen kann man dann Geld verdienen, die AC Stationen kosten praktisch nix.

DC ist und bleibt gemessen am Nutzen einfach zu teuer. 2030 könnte das anders sein.
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Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Profitabilität von Fastned

Beitragvon eDEVIL » Do 27. Aug 2015, 16:17

Tho hat geschrieben:
Idee: Verbreitung der E-Autos mittels schnellem AC 43kW steigern (Lader an Board), Ladestellenbetreiber können Gewinne schöpfen. In diesem Zuge geht man bei zunehmender E-Auto Verbreitung fließend auf DC, die Betreiber investieren Ihre Gewinne aus AC in teurere und schnellere DC Technik.
Warum Röno das nicht gemacht hat,. bleibt mir bis heute ein Rätsel. Die investitionskosten wären lächerleich gewesen, wenn man jedem Röno-Autohaus einen 43KW AC LAder hingestellt hätte.

Fastned halte ich auch für zu wackelig. Würde da keinen EUR investieren. Begeisterung ist das eine, aber Geldverbrennen das andere. Das hat dann fast schon etwas von einem Shcneeballsystem. Soltle sich der Geldzufluß merklich verringern ists zappendunster.

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Re: Profitabilität von Fastned

Beitragvon TeeKay » Do 27. Aug 2015, 16:23

eDEVIL hat geschrieben:
63 Neukunden sind ein Witz. :roll:

Nicht Neukunden, sondern 63, die das Standardabo für 12 Euro im Monat nahmen. Da das aber monatlich kündbar ist, kann man darauf nicht bauen.
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Re: Profitabilität von Fastned

Beitragvon graefe » Do 27. Aug 2015, 17:15

mlie hat geschrieben:
Mit den Autobahn DC Stationen kann man dann Geld verdienen, die AC Stationen kosten praktisch nix.
DC ist und bleibt gemessen am Nutzen einfach zu teuer. 2030 könnte das anders sein.


Könnte mir mal jemand in zwei Sätzen erklären, warum sich AC-Schnellladen nicht durchgesetzt hat, sondern (fast) alle Hersteller auf DC setzen? Wollen die Hersteller unbedingt die Gleichrichtung vermeiden? Warum?

Danke
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Re: Profitabilität von Fastned

Beitragvon Tho » Do 27. Aug 2015, 17:23

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Re: Profitabilität von Fastned

Beitragvon TeeKay » Do 27. Aug 2015, 17:49

graefe hat geschrieben:
Könnte mir mal jemand in zwei Sätzen erklären, warum sich AC-Schnellladen nicht durchgesetzt hat, sondern (fast) alle Hersteller auf DC setzen?

Das Ladesystem des Zoe hat konzeptbedingt einige Nachteile wie die geringe Effizienz bei kleinen Strömen. Zudem hat Renault wohl Patente auf das System bekommen. 43kW Ladung über separate Ladegeräte wäre nicht zwingend schwer (2 Brusa NLG6 bringen 43kW und wiegen nur 24kg), aber teuer. Die Ladegeräte selbst kosten wohl mindestens 6.000 Euro. Das würden einige Enthusiasten gern zahlen, die Mehrheit der Kunden wollte aber nichtmal 3.000 Euro für ein 22kW-Ladegerät im Smart zahlen.

Für die aktuelle Fahrzeuggeneration wäre 43kW AC vollkommen ausreichende Schnellladung gewesen. Und selbst bei verdoppelten Batteriegrößen gäbe es gegenüber 50kW DC kaum Geschwindigkeitsvorteile.
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Re: Profitabilität von Fastned

Beitragvon eDEVIL » Do 27. Aug 2015, 17:58

TeeKay hat geschrieben:
eDEVIL hat geschrieben:
63 Neukunden sind ein Witz. :roll:

Nicht Neukunden, sondern 63, die das Standardabo für 12 Euro im Monat nahmen. Da das aber monatlich kündbar ist, kann man darauf nicht bauen.

63 = gesamtkundenzahl mit 12 eur gg????
Oh je. Davon kann man ja selbst ohne angestellte, wartungskosten o.ae, nicht mal das noetigste decken.
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Re: Profitabilität von Fastned

Beitragvon Karlsson » Fr 28. Aug 2015, 00:06

Bei der Schilderung habe ich den Eindruck, dass Ladeinfrastruktur in der Breite vorerst ausschließlich über billig realisierte AC Säulen funktionieren kann.

Es sei denn die Akkus werden in Kürze deutlich größer und die Fahrzeugzahlen nehmen dramatisch zu. Dann könnte man über 50kW (100 wären besser) Lader nennenswert Strom verkaufen und Umsätze generieren.

Oder die Säulen werden erheblich billiger. Aber dann wäre es auch schon wieder naheliegend, 43kW AC Lader in die Fahrzeuge zu stecken, um auf billige Infrastruktur zurückgreifen zu können.
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Re: Profitabilität von Fastned

Beitragvon eMarkus » So 13. Sep 2015, 18:54

Ein Hauptproblem ist doch auch dass Kunden bei Kleinstbeträgen wie einer Ladung extrem preissensitiv sind. Ich versteh' das nicht mal bei den Stinkern. 100k Euro Sportwagen aber 5km weiterfahren weil da der Sprit 10 Cent billiger ist ?

Wenn eine Ladung wie eine Tankfüllung kosten dürfte, wären DC Ladesäulen im Zeithorizont von 5 Jahren auf jeden Fall profitabel.
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Re: Profitabilität von Fastned

Beitragvon TeeKay » So 13. Sep 2015, 19:26

Das ist eine psychologische Sache. Niemand zahlt für identische Güter gern mehr als nötig, niemand lässt sich gern abzocken. Wenn also Anbieter A Strom für 85 Cent pro kWh verkauft und Anbieter B für 50, dann fahr ich auch lieber zu Anbieter B. Und da spielt der Preis des Autos gar keine Rolle.

Eine Ladung kann pro Kilometer gern soviel kosten wie beim Verbrenner, wenn das Fahrzeug nicht wie bisher doppelt so teuer ist.
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