Preisangabenverordnung

Re: Preisangabenverordnung

Beitragvon AndiH » Mo 20. Nov 2017, 10:10

Natürlich muss sowohl der Preis als auch die Berechnungsgrundlage (Menge) angegeben werden. Grundsätzlich muss das der tun, der das Geld von dir haben will, also im Roamingfall der Roaming Anbieter. Ob das so wie es zur Zeit in den Apps von TNM oder PlugSurfing korrekt ist ist eine ganz andere Frage. Grundsätzlich sollte es dem Kunden ohne Hilfsmittel (Taschenrechner, Stoppuhr etc.) klar sein was bezahlt wird und warum.

Gruß

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Re: Preisangabenverordnung

Beitragvon joschka » Di 21. Nov 2017, 06:48

also soviel kann ich (aus der alten Welt :lol: ) versichern .... auch wenn nicht eigene sondern z.B. Kommissionsware feilgeboten wird ... (viele Autohändler, manche Second Hand Läden z.B.) ... verantwortlich für das Angebot und damit auch die Preisangabe (so denn eine Verpflichtung besteht) ist klar der Betreiber, Verkäufer, Beauftragte - wieauchimmer.

Und nach meinem Rechtsempfinden in diesem Falle des Stromladens an der Ladesäule eben genau der Betreiber des physikalischen "Ladengeschäfts" (analog zum Geschäftsinhaber)... hier also der Ladesäulenbetreiber

... denn alles was danach kommt sind nachgeschaltete "Unter"verträge - die den Verbraucher ganugenommen nicht interessieren, und letztlich auch nicht zu interessieren haben ...

Der Verbraucher möchte üblicherweise Strom (möglicherweise "grünen" Strom) gegen einen Betrag xy .... (so wie an der Tankstelle eben auch
.... und üblicherweise werden genau diese Informationen (welche Ware - möglicherweise von welchem Hersteller - gegen welchen Preis) im Vorfeld eines rechtsgültigen Geschäfts durch den Anbieter zur Verfügung gestellt.... in jedem Supermarkt, an jeder Tankstelle, und meiner Meinung nach sollte/müsste das an der Ladesäule identisch sein....................
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Re: Preisangabenverordnung

Beitragvon Tigger » Di 21. Nov 2017, 07:50

Ich würde die Ladesäule eher mit einem Funkmast für Mobilfunk vergleichen...
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Re: Preisangabenverordnung

Beitragvon Gigafarad » Di 21. Nov 2017, 08:49

Also wie es rechtlich sein muss weiß ich auch nicht, aber wie es sein soll habe ich in Titisee-Neustadt an der Säule von ED-Netze gesehen. Kein Webterminal, sondern eine kleine, günstige LCD-Anzeige, die mir den Einmalpreis, Preis/kWh und den Stundenpreis anpreist. Dann kann ich entscheiden ob ich das will oder nicht. Also wie an der Tanke.
Ein anderer Fall war eine Säule mit WLAN. Da kann ich kostenlos alle Preise ergugeln, ich brauche nur ein Schlaufon, Tablett oder Schoßrechner, aber keine Sim mit Vertrag oder Guthaben. Nicht so bequem, aber dafür kann ich mir die Ladeweile gut und günstig vertreiben.
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Re: Preisangabenverordnung

Beitragvon Tho » Di 21. Nov 2017, 08:56

Ist dort Roaming möglich? Was passiert dann mit der Anzeige?
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Re: Preisangabenverordnung

Beitragvon AndiH » Di 21. Nov 2017, 10:23

joschka hat geschrieben:
also soviel kann ich (aus der alten Welt :lol: ) versichern .... auch wenn nicht eigene sondern z.B. Kommissionsware feilgeboten wird ... (viele Autohändler, manche Second Hand Läden z.B.) ... verantwortlich für das Angebot und damit auch die Preisangabe (so denn eine Verpflichtung besteht) ist klar der Betreiber, Verkäufer, Beauftragte - wieauchimmer.


Wie gesagt, der der dein Geld in welcher Form auch immer entgegen nimmt bzw. haben will muss korrekt auszeichnen. Auch bei Kommissionsware ist das der Verkäufer vor Ort der dein Geld entgegen nimmt, bei Roaming an der Säule aber eben nicht der Säulenbetreiber, da dieser die Preise die dein Roaminganbieter an dich berechnet gar nicht kennt und auch kein Geld von dir erhält, sondern von deinem Roaminganbieter.

Gruß

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Re: Preisangabenverordnung

Beitragvon marxx » Di 21. Nov 2017, 22:09

Und genau an dieser Stelle stellt sich dann für mich die Frage,ob der Roamingpartner laut Ladesäulenverordnung ein "gängiges Zahlungssystem" darstellt.

Falls der Gesetzgeber mit dem gängigen Zahlungssytem EC oder Kreditkarte meint und nicht RFID Roamingkarte, dann ist aus meiner Sicht der Ladepunktbetreiber zum Einhalten der Möglichkeit des barrierefreien Ladens verpflichtet den Preis auszuzeichnen.

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Re: Preisangabenverordnung

Beitragvon drilling » Mi 22. Nov 2017, 00:12

marxx hat geschrieben:
Und genau an dieser Stelle stellt sich dann für mich die Frage,ob der Roamingpartner laut Ladesäulenverordnung ein "gängiges Zahlungssystem" darstellt.

Natürlich nicht, es geht ja gerade darum punktuelles Laden zu ermöglichen, d.h. jeder soll an der Säule laden können ohne einen Vertrag mit dem Säulenbetreiber (abgesehen vom Vertrag für die jeweilige einzelne Transaktion) oder einem Roamingpartner.

Falls der Gesetzgeber mit dem gängigen Zahlungssytem EC oder Kreditkarte meint und nicht RFID Roamingkarte, dann ist aus meiner Sicht der Ladepunktbetreiber zum Einhalten der Möglichkeit des barrierefreien Ladens verpflichtet den Preis auszuzeichnen.

Genau so ist es, beim punktuellen Laden, was ab 14. Dez. für neue Säulen vorgeschrieben ist, ist der Säulenbetreiber der Vertragspartner für die Einzeltransaktion und somit muß der Preis (nur für das punktuelle Laden) an der Säule angegeben werden.

Natürlich dürfen Roamingkarten immer noch zusätzlich akzeptiert werden, und für die muß der Säulenbetreiber keine Preise angeben.
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Re: Preisangabenverordnung

Beitragvon marxx » Mi 22. Nov 2017, 07:35

Juhey, das ist eine klare Ansage :D Vielen Dank.

Dann bin ich gespannt, wie die neuen Säulen ab dem 14.12 so aussehen werden.

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Re: Preisangabenverordnung

Beitragvon Major Tom » Mi 22. Nov 2017, 07:49

Meine Ladesäulen werden über NewMotion abgerechnet. Den Preis anzugeben, den ich verlange ist kein Problem.

Das Anbieten verschiedener Zahlungsmöglichkeiten ist allerdings fast unmöglich, da es finanziell überhaupt nicht darstellbar ist. Ein normales Kartenterminal (nicht für den Outdooreinsatz) kostet zwischen 10-20 € monatlich. Dazu kommen Servicegebühren und Transaktionskosten. Das ist weder für den Betreiber noch für den Kunden (wenn die Kosten umgelegt werden) machbar.

Außerdem kann ich mich erinnern als der Energiedienst im Süden von Baden-Württemberg Ladesäulen mit NFC Lesegeräten aufgestellt hat, dass es hier im Forum massive Beschwerden gab, da doch niemand eine solche Karte hat.

EC bzw. Girocard ist übrigens auch nicht unbedingt die beste Lösung, da dies eine deutsche Karte ist und Ausländer (z.B. hier im Grenzgebiet zu Frankreich) sie nicht besitzen.
ciao
Tom
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