Laden an Säulen kostet plötzlich Geld !

Re: Laden an Säulen kostet plötzlich Geld !

Beitragvon TeeKay » Di 13. Sep 2016, 08:52

BED hat geschrieben:
Die nächsten Langstrecken fahre ich wieder mit Verbrenner, weil 1. billiger ,

Falsche Entscheidung. Die Kirchheimer haben gelernt und die Preise drastisch gesenkt. Kostet jetzt 25 Cent pro kWh und 2 Euro pro Ladestart. Deine 3 Ladungen würden jetzt also nur noch 14,50 + 3x 35 Cent für TNM kosten. Also entweder ein Drittel soviel, wie du zahlen musstest.
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Re: Laden an Säulen kostet plötzlich Geld !

Beitragvon TeeKay » Di 13. Sep 2016, 08:54

R240Pe hat geschrieben:
[list=2]2. Ohne entsprechende Gegenleistung wird es auch keine flächendeckende und schon gar keine adäquate Lade-Infrastruktur geben - wer soll die "Hardware" und den dazu erforderlichen Strom denn bezahlen?

Norwegen ist von Nord nach Süd gepflastert mit tausenden kostenlosen Destination Chargern.

R240Pe hat geschrieben:
Für eine angemessene Bezahlung könnten EV-Fahrer in aufrechter Haltung statt Almosen auch eine ordnungsgemäße Leistung verlangen.

Verlangen kannst du viel, bekommen aber nicht. Komm mal nach Berlin und schau dir an, was du für eine ordnungsgemäße Leistung bei Be Emobil bekommst. Ich überlege, ob ich Guy vorschlage, exklusiv für Be Emobil die Störungsmeldung im Verzeichnis durch eine Funktionsmeldung zu ersetzen. Dann können die Säulen standardmäßig als gestört eingetragen werden. Die Funktionsmeldung würde allerdings nach 24h gelöscht werden müssen. Beispiel: Samstag Mittag geladen, Montag morgen hat die Säule ihre Mobilfunkverbindung zur Zentrale verloren. Die genutzte Karte von Samstag wurde natürlich nicht gespeichert wie bei anderen Säulen, so dass eine Freischaltung ohne Serververbindung nicht erfolgen kann. Und das für 1,12 Euro pro Ladestart und 5 Cent pro Minute.

R240Pe hat geschrieben:
5. Hat tatsächlich schon mal jemand - von einzelnen Ausnahmen abgesehen - die vielen kostenlosen ALDI-Lader beim ADLI einkaufen gesehen? Es wird wohl nicht lange dauern, bis man dort auch nur mit Wertmarke in Höhe des letzten Einkaufs laden kann.

Bei Lidl Berlin hab ich für summiert vielleicht 40kWh am DC-Lader schon für mehr als 175 Euro eingekauft, davon auch wahrscheinlich besonders margenstarke Badmöbel fürs Büro. Und bei T&R erzeuge ich auch stets deutlich mehr Umsatz im Restaurant oder Shop, als ich an Strom weglade. Passt also.

R240Pe hat geschrieben:
Die ach so ehrenhaften EV-Mobilisten belegen "ihre" kostenlosen Ladesäulen praktisch rund um die Uhr, ob ladend oder nicht. Vor Ort geben sie sich den Ladestecker in die Hand und Durchreisende haben praktisch keine Möglichkeit mehr, überhaupt an eine Lademöglichkeit heranzukommen.

Klar, würde ich auch nicht anders machen. Ein Bezahlmodell wie von dir vorgeschlagen würde aber nicht die Elektromobilität dank zahlloser ungenutzter Säulen voranbringen, sondern sterben lassen. In Norwegen käme auch keiner auf die Idee, eine der zahllosen Schukos nachts freizumachen, nur weil das Auto geladen hat. AC Normallader sind Parkplätze und keine Tankstellen. Sobald man das in Deutschland kapiert hat, gehts auch mit der Elektromobilität voran. Derzeit zeigt der Weg in die entgegengesetzte Richtung und Deutschland versucht sich mal wieder an einem Sonderweg. Der Sonderweg Schaufensterprojekte zeigte ja, wie gut deutsche Sonderwege funktionieren.
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Re: Laden an Säulen kostet plötzlich Geld !

Beitragvon TeeKay » Di 13. Sep 2016, 09:07

Priusfahrer hat geschrieben:
Als Großkunde bezahl man bestenfalls 20 Cent.

Dann ist selbst EWS Schönau noch kein Großkunde. Die gaben auf der alten Website die Kosten pro kWh Strom mit 24,12381 Cent an. Die Differenz zu den 25,95 Cent Verkaufspreis waren EWS' Marge.

Priusfahrer hat geschrieben:
Eine Typ 2 Wallbox kostet keine 1000€ Tendenz fallend. Zuzüglich 100-300€ Installationskosten. Dazu für sagen wir 2000€ ein Bezahlterminal, welches mehrere Boxen freischalten kann.

Lass mich raten, du bist Angestellter? Für 300 Euro kommt der Elektriker mal vorbeigefahren und erstellt dir einen unverbindlichen Kostenvoranschlag. Es wird aber weder Tiefbau erfolgen, noch ein Netzanschluss gelegt, wie ihn die meisten Ladepunkte im öffentlichen Raum haben (erst recht, wenn du gleich einen kleinen Ladepark aufbauen willst, wie du es sagst). Du kriegst auch keine abrechenbare vandalismusgeschützte Box für 1000 Euro mit fallender Tendenz. 300 Euro sind 2-3h Arbeit. Allein die CF Box Lutherstadt Wittenberg kostete 6 Personen einen Tag Arbeit, 2 Personen einen weiteren Tag und dann war noch kein einziges Kabel oder Wallbox gekauft und einen neuen Netzanschluss brauchten wir auch nicht.

Wenn das alles so einfach und billig ist, schlag ich vor, du gehst voran und bewirbst dich bei Allego. Die sind sicherlich brennend daran interessiert, wie sie die 700 Ladesäulen in Berlin für 300 Euro pro Stück aufbauen können. Vielleicht wirst du im Konzern aber auch als Witzbewerbung des Jahres herumgereicht.
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Re: Laden an Säulen kostet plötzlich Geld !

Beitragvon Priusfahrer » Di 13. Sep 2016, 09:32

@TeeKay: Genau das ist es was ich meine. Angebot->Vor Ort gucken->über zig Schreibtische Genehmigungen einholen u.s.w.

Wenn man das großangelegt an hunderten Standorten durchführt, fällt das alles nur wenige Male an. Wenn die Arbeiter das schon zig mal gemacht haben, brauchen die auch keinen ganzen Tag.

Ich gebe Dir Recht, wenn ein zusätzlicher Hausanschluss nötig ist, kommen nochmal um die 5000€ je Standort dazu.
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Re: Laden an Säulen kostet plötzlich Geld !

Beitragvon Tho » Di 13. Sep 2016, 09:38

Die Frage lässt sich viel kürzer formulieren: Hast du schon mal versucht eine Ladesäule (im öffentlichen Raum) aufzustellen? :D
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Re: Laden an Säulen kostet plötzlich Geld !

Beitragvon baeckerbursch » Di 13. Sep 2016, 09:42

Irgendwann wird der Staat auch was als Ersatz für die Mineralölsteuer haben wollen...
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Re: Laden an Säulen kostet plötzlich Geld !

Beitragvon Solarmobil Verein » Di 13. Sep 2016, 10:00

Holt er sich schon.
Von Solaranlagenbetreibern.

Wenn du privat eine Solaranlage betreibst und es nicht schaffst, das Ding beim Finanzamt als "Liebhaberei" anerkannt zu bekommen, dann zahlst du 19% Mehrwertsteuer auf einen fiktiv angenommen Strompreis von 25ct pro kWh für den Eigenverbrauch (Ministerialerlaß von 2014, glaube ich).

Bei der heutigen Einspeisevergütung und in Verbindung mit dem Fehler, die Solaranlage als Kleinunternehmer zu betreiben (mit der MwSt-Rückerstattung vom Kaufpreis und der Abschreibung über 20 Jahre) wird das bei hohem Eigenverbrauch ein Draufzahlgeschäft.
Mit etwas Geschick kann man noch 0.5% Rendite rausholen.
Als Liebhaberei (nur wenig bis keine Einspeisung) kommt man im gleichen Zeitraum auf 2-3% Rendite wegen des Stroms, den man NICHT von extern beziehen muß.
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Re: Laden an Säulen kostet plötzlich Geld !

Beitragvon Alex1 » Di 13. Sep 2016, 10:22

Die Entwicklung war vorauszusehen und ist auch nur logisch.

Wer die Säule nicht zur Werbung und Kundenbindung nutzt, MUSS einen deutlichen Aufschlag berechnen. Schön wäre es nur, wenn die Preise transparenter wären. Die Verpestersäulen haben ja auch irrsinnig große Preistafeln, und im WWW sind alle möglichen Sparfuxtabellen.

Gut, wir haben hier die beste aller Listen, aber wirklich barrierefreie Preisinfos kann Guy trotz seiner tollen Arbeit leider (noch?) nicht bereitstellen.
Herzliche Grüße
Alex
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Re: Laden an Säulen kostet plötzlich Geld !

Beitragvon Alex1 » Di 13. Sep 2016, 10:23

baeckerbursch hat geschrieben:
Irgendwann wird der Staat auch was als Ersatz für die Mineralölsteuer haben wollen...
Außerdem ist Strom schon jetzt pro kWh doppelt so hoch besteuert wie der Verpestersprit.
Herzliche Grüße
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Re: Laden an Säulen kostet plötzlich Geld !

Beitragvon solar man » Di 13. Sep 2016, 10:33

baeckerbursch hat geschrieben:
Irgendwann wird der Staat auch was als Ersatz für die Mineralölsteuer haben wollen...


In der Schweiz wurde dieser Ersatz in Form einer Sonderabgabe für Elektrofahrzeuge von Bundesrätin Leuthard schon angekündigt. Wenn man bedenkt wie hoch die Abgaben (Steuern) bei Benzin sind, dann könnte in Zukunft elektrisch fahren teurer werden als heute mit einem Verbrenner.
Bild 18.png

Oder es wird eine Abgabe pro gefahrene Kilometer geben, Stichwort "road pricing":
https://www.newsd.admin.ch/newsd/message/attachments/7432.pdf
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