Keine Sichtbarkeit des Preises an Ladesäulen

Re: Keine Sichtbarkeit des Preises an Ladesäulen

Beitragvon AndiH » Mo 15. Jan 2018, 12:58

tomas-b hat geschrieben:
Hat eine Säule kein Display, müssen die Preise halt draußen dran stehen (per Aufkleber, eingraviert oder sonstiges).


Nochmal zum mitschreiben: Den Preis den du bezahlen musst legt dein von dir ausgewählter Anbieter der Karte fest, nicht der Betreiber der Säule. Von dem Anbieter deiner Karte musst du den Preis abfragen oder dir irgend wie mitteilen lassen. Das kann über eine App sein oder in Form von "kostet an allen nutzbaren Säulen immer gleich viel". Das einzige Problem besteht darin das nicht jeder Säulenbetreiber mit allen Anbietern von Karten nutzbar ist, das nennt sich freie Marktwirtschaft.

Laut LSV muss in Zukunft auch spontanes Laden möglich sein, da wird dir dann die Säule sagen können was deiner EC/Kredit oder sonstigen Zahlkarte belastet wird, weil das der Säulenbetreiber direkt einziehen muss. Setzt aber vorraus das du die passenden bargeldlosen Verfahren nutzen willst, auch wenn das Terminal in irgend einer finsteren Ecke der Raststätte steht und die Gebühren höher sind.
Seit 02/2016 über 1.800 Liter Diesel NICHT verbrannt...
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Re: Keine Sichtbarkeit des Preises an Ladesäulen

Beitragvon snaptec » Mo 15. Jan 2018, 13:06

Isomeer hat geschrieben:
p.s.: Das zentrale Modell wird natürlich nie kommen und ist ein Grund mehr, eher Tesla zu kaufen. Oder Akkugrößen, mit denen man zu 99% ohne Fremdladung auskommt. Unser workaround: Wenn die Reichweite nicht reicht, wird eben der Diesel genommen. OK, mit einem 4,6kW ladenden Smart ist das nicht auf alle anderen Nutzungsprofile übertragbar ;)

Den aktuellen Ladezirkus kann ich jedenfalls nicht mal meiner Familie erklären, das ist für Normalos einfach nicht alltagstauglich.


Selbiges hier. Ich versuche anderen Leuten das schon garnicht zu erklären, zu kompliziert für otto normal und mal ehrlich mir persönlich zu blöd. Es läuft immer auf: "Lade nur daheim, dann ist EV im Alltag super" hinaus.
Darum meide ich auf längeren Strecken einfach alle Säulen bis auf die Tank&Rast bzw. wenn ich mal hinkomme die EnBW für 5Euro/Ladung per Kreditkarte. Bis jetzt überall damit hingekommen.
Entwickler von OpenWB.de - Die modulare OpenSource Wallbox Lösung.
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Re: Keine Sichtbarkeit des Preises an Ladesäulen

Beitragvon Volt » Mo 15. Jan 2018, 13:10

BrabusBB hat geschrieben:
Aber keiner hat Preisschilder an Wasserhahn, Gasheizung oder Steckdose.
der vergleich mit handy, Strom, Gas, Wasser etc. hinkt etwas.

grund:
die handy-, Gas-, Wasser- und Stromrechnung kann ich die
rechnung problemlos prüfen,
die Preise sind vertraglich festgehalten,
es gibt einen Nachweis.

bei manchen ladesäulen weiß man im moment nicht wirklich
ob der in der app angezeigte preis auch wirklich abgerechnet wird.
der preis ist auch im nachhinein nicht mehr einsehbar.
der preis kann sich von heute auf morgen um faktor x ändern.
es ist nicht beweisbar welcher preis zum zeitpunkt des ladens
vertragsbestandteil war.
screenshots sind zwar lustig aber nicht zielführend.

Spezialisten für nicht nachvollziehbare rechnungen sind aus meiner Sicht:
tnm, plugsurfing, etc.
Vorbildlich aus meiner Sicht:
BEW, Vattelfall, etc.

fazit:
mit einem benziner oder Diesel ist derzeit alles viel einfacher.
die jetzige Situation ist aus meiner Sicht untragbar.

Stefan
Zum berechnen der Ladekosten an öffentlichen Ladesäulen ist eine Excel Tabelle sinnig.
Flatrates können keine Lösung sein, sind für viele aber Interessant.
Anstelle zu Hause zu laden werden dann die Ladesäulen verwendet,
das erscheint mir falsch.
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Re: Keine Sichtbarkeit des Preises an Ladesäulen

Beitragvon Solarmobil Verein » Mo 15. Jan 2018, 13:39

snaptec hat geschrieben:
Es läuft immer auf: "Lade nur daheim, dann ist EV im Alltag super" hinaus.
Genau.
Ich habe im Jahre 2017 unsere aufladbaren Fahrzeuge bei ganzen drei Fahrten kostenpflichtig außer Haus geladen.
- im Urlaub an der Hotelsteckdose; Preis war klar, weil vorher ausgemacht
- Anfahrt zur eRuda; innogy, da ist der Preis klar (und das habe ich sogar anderweitig erstattet bekommen :D )
- bei einem Ausflug; LVF, Preis auch klar und ohne "Parkgebühr", klassische Destination

Die übrigen Ladungen erfolgten zu gefühlten 99% immer zu Hause oder am Arbeitsplatz (Arbeitgeber ermöglicht kostenfreies Laden), das restliche Prozent verteilt sich auf die angeboteten Schukodosen (mehr ist es im Prinzip nicht) bei diversen Geschäften.

Denn selbst wenn man sich 3 Tage vorher auch auf die Preise mit den eigenen Zugangsmöglichkeiten vorbereitet, wenn man dann vor Ort ist, muß das nicht unbedingt stimmen.
Wenn ich mir z.B. Bamberg mit den neuen NewMotion-Stationen ansehe, dann gibt's welche mit 30ct/kWh und ohne Startgebühr, dann welche mit 30ct/kWh und mit Startgebühr und auch welche mit 15ct/kwh und ohne Startgebühr.
Und dann sind auf deren Webseite auch noch welche aufgelsitet, die keine NM-Stationen sind, aber mit NM-Zugang, da wird dann plötzlich mit xy ct/Min abgerechnet. Wenn man nicht genau guckt wie ich zuerst, toll, nur 7ct/kWh ... ach ne, pro Minute ... (war mir schnurz, habe ja nur geguckt, weil ich wissen wollte, wie das in Bamberg mit der Umstellung von Ex-LVF nach NM ist).

Insofern warte ich eigentlich nur noch darauf, wann eine der großen Verbraucherschutzorganisiationen gegen diese unsägliche Praxis des Ratespiels über den Strompreis/Ladungspreis klagt.

Da haben wir also in Zukunft wohl gerichtsfest geeichte Superduper-Stromzähler in den Ladesäulen, aber wieviel man für die Ladung letztendlich berappen muß, ist in aller Regel trotzdem unbekannt (Ausnahmen bestätigen die Regel).
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Re: Keine Sichtbarkeit des Preises an Ladesäulen

Beitragvon Ladesaeule » Mo 15. Jan 2018, 13:59

Just dieses Wochenende hatte ich mir für eine Tour in 6 Wochen (man muss ja früh anfangen zu planen :o ) eine Ladesäule ausgesucht und versucht herauszubekommen, mit welcher Karte man an dieser Säule als Einmalnutzer zu einem halbwegs vernünftigen Preis tanken kann.

Habe mich hier in der Datenbank also durch alle Ladekartenanbieter, die bei dieser Säule angegeben sind geklickt und bin nach einiger Zeit auf diese Organigramm gestossen:

https://www.hubject.com/ueber-uns/eroaming/

Eine Säule, ein User, 7 beteiligte Stellen und zahlreiche Pfeile :roll: :evil: :oops: :shock:

Letztenendes kann einem weder jemand sagen, welche Karte jetzt tatsächlich funktioniert, was es kostet oder wer im Störungsfall zuständig ist...

Und das Beste ist die Aussage an anderer Stelle auf der Hubject Seite: "UNSER ZIEL: ELEKTROMOBILITÄT MUSS EINFACH WERDEN" :lol:
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Re: Keine Sichtbarkeit des Preises an Ladesäulen

Beitragvon Barthi » Mo 15. Jan 2018, 15:35

Ich fände es gut, wenn die Ladesäule den Preis für die jeweilige Karte in dem Moment anzeigt, wenn man sich authentifiziert.
kW ≠ kWh ≠ kW/h --- 2015-18: German E-Cars Stromos, seit April 2018: Drilling (Leasing e-flat.com)
aktuell Studium „Elektrotechnik & Elektromobilität“ (THI)
Wir bauen eine öff. DC-Ladestation! (ChargIN) Bild
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Re: Keine Sichtbarkeit des Preises an Ladesäulen

Beitragvon JR138 » Mo 15. Jan 2018, 15:45

Immer wieder dieselbe Diskussion :roll:
Wenn Du Batterien kaufst, ist ein Preisschild dran.
Aber keiner hat Preisschilder an Wasserhahn, Gasheizung oder Steckdose. Jeder hat akzeptiert, dass es hier einen Preis beim Anbieter gibt, den man einsehen kann. Der Eine macht es, der Andere nicht.
Ich will jetzt nicht behaupten, dass die Preise an den Ladestationen immer fair sind, aber für den günstigsten Preis muss man eben etwas tun. Das ist bei Gas und Strom sonst auch nicht anders.


Zu Hause zahle ich einen festen Preis für den m³ Wasser, für die kWh Strom - fertig!

An vielen Ladesäulen zahlt man nicht die Strommenge sondern nach Zeit und das kann bzw. wird oft unverhältnismäßig teuer, was nicht gerade dazu bewegt auf ein E-Auto umzusteigen!

Viele scheinen sich auch nicht im klaren zu sein, das ein E-Auto nicht bis zur vollen Ladung des Akkus mit kontinuierlicher Geschwindigkeit/Ladeleistung läd, sondern die Ladeleistung abnimmt je höher der Ladestand ist.
Man müsste theoretisch jedesmal mit sehr niedrigen Ladestand zum Laden fahren und dann bei ca. 80% abbrechen, das der Preis á kWh in einem angemessenen Rahmen bleibt.

In den meisten Fällen wird es so sein, das E-Autos mit sehr großen Akku (Tesla) Vorteile haben bzw. den Strom fast geschenkt bekommen, und Autos mit geringer Akkukapazität ein vielfaches mehr bezahlen oder anders ausgedrückt, das ganze finanzieren!

Fahre ich an die Tankstelle, kann ich den Literpreis des jeweiligen Kraftstoff ablesen.
An der Ladesäule kann ich zwar Preise/Tarife ablesen, wieviel ich letztendlich für die kWh Strom bezahle, weiß ich es erst hinterher, wenn ich es selbst ausgerechnet habe :-(
Und da mich die Kosten €/100KM interessieren, mache ich das auch!
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Re: Keine Sichtbarkeit des Preises an Ladesäulen

Beitragvon PowerTower » Mo 15. Jan 2018, 17:15

Selbst bei den gängigen MSP stimmen die Kosten oftmals nicht. Wie oft lese ich da bei NewMotion "unbekannt". Und hinterher kommt die böse Überraschung. Irgendwie habe ich da auch keine Lust mehr darauf.

Eigentlich gibt es schon fertige Lösungen, es nutzt sie nur kaum einer. Damit meine ich die Campingsäulen, nur eben in moderner Version. Sie verfügen fast alle über ein Display und zeigen genau an, wieviel kWh man bezahlt hat. Nur statt den CEE Dosen setzen wir da eben ein paar Typ2 Wallboxen hin. Und aus dem Münzprüfer machen wir einen modernen Kartenleser für Debitkarten. Die Beckmann GmbH hat so etwas entwickelt und wallb-e verkauft dieses System als pay4charge, allerdings mit Zeitabrechnung, obwohl die kWh genaue Abrechnung verfügbar ist.

Nachteil ist, dass es keine Möglichkeit des Fernzugriffs gibt. Da die Wallboxen selbst aber keine Intelligenz besitzen, halte ich dieses System für wartungsarm. Ebenso gibt es keine Abfrage frei/belegt. Das Terminal selbst ist sehr robust. Während unsere Ladesäule in Moritzburg regelmäßig Frust bereitet, kann man 30 Meter weiter problemlos bei den Wohnmobilen seinen Strom bekommen.

Hier ein Video der pay4charge Lösung. Als Betreiber wäre das momentan wohl mein favorisiertes Modell (mit kWh Abrechnung), auch wenn die anfallenden Gebühren bei mit Kreditkarte durchgeführten Transaktionen wohl recht hoch sind.
Dateianhänge
beck.jpg
Terminal für 8 Typ2 Ladepunkte.
Faire Abrechnung nach kWh und vor
Ladestart sind sämtliche Kosten bekannt.
Freischaltung per Debitkarte (NFC oder GeldKarte)
Think PIV4 von 10/2012 bis 12/2015
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Re: Keine Sichtbarkeit des Preises an Ladesäulen

Beitragvon joschka » Mo 15. Jan 2018, 17:53

E-lmo hat geschrieben:
Wie wäre es denn wünschenswert?
Du fährst an eine Ladesäule, hältst Deine Karte vor und auf einem kleinen Display steht dann der für Dich individuelle Preis für die Ladung pro Stunde bzw pro kWh?
Bevor Du dann den Stecker steckst, entscheidest Du Dich dann dafür oder dagegen, hier zu Laden?


exakt .... und kein haar anders
gruesse aus dem sueden 8-)
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Re: Keine Sichtbarkeit des Preises an Ladesäulen

Beitragvon Enagon » Sa 20. Jan 2018, 13:54

georgij hat geschrieben:
Das Thema wurde schon oft angesprochen.

Die kurze Antwort ist: Weil es keinen einen Preis gibt.

Es hängt einfach davon ab über welchen Anbieter du lädst. Wenn du über newmotion lädst musst du dich auch schlau machen was newmotion verlangt. Dein Handy zeigt dir ja auch nicht an was das telefonieren kostet und auf deinem Stromzähler steht auch kein Strompreis.

Aber ich stelle mir das so vor wie an der Tankstelle. Da gibt es auch mehrere Preise, aber je nach dem was ich auswähle wird der dementsprechende Preis angezeigt. Also Diesel (oder über deren eigene Karte) zahlt man weniger, als bei Benzin (über NewMotion etc.) Das funktioniert dort ja einwandfrei.
Verbrenner sind keine Option, ich wähle weise das e-auto, auch du kannst das schon :D
Verbrenner kommen bei mir niemals ins Haus, da kommt hinten einfach zu viel raus, das Elektroauto ist emissionsarm und bald werde ich damit sogar spar(e)n!
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