Hilfe gesucht/Österreich/Petition kWh genaue Abrechnung

Re: Hilfe gesucht/Österreich/Petition kWh genaue Abrechnung

Beitragvon TMi3 » Mo 19. Mär 2018, 17:40

RasiK22 hat geschrieben:
Schau was gerade in Deutschland passiert, wo ein Gericht entschieden hat, das der Zeittarif nicht Eichrecht konform ist und nach kWh abgerechnet werden muss.

Das stimmt so nicht ganz. Ein Gericht hat gar nichts entschieden. Die Eichbehörde hat festgelegt, dass Strom u.a. nach gelieferten kWh abzurechnen ist. Ein kombinierter Tarif aus energie- und zeitbasierter Abrechnung ist vermutlich auch im Rahmen der Auslegung zulässig. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass mindestens bei schnellen DC-Ladern die Zeitkomponente überwiegen wird. D.h. im Ergebnis werden wohl viele einen gemischten Tarif anbieten. Das macht die Kosten-Prognose für einen Ladestop nur komplizierter.
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Re: Hilfe gesucht/Österreich/Petition kWh genaue Abrechnung

Beitragvon RasiK22 » Mo 19. Mär 2018, 17:47

TMi3 Danke für deine Richtigstellung. Ich glaub es war die Eichbehörde Nord. Warum das in Österreich nicht auch so ist, verstehe ich in der EU nicht.
:idea: ...wir benötigen viel mehr öffentliche Ladepunkte, aber ohne Zeittarif, sondern mit kWh genauer Abrechnung. Für mich ginge bei ca. 80% SOC ein zusätzlicher Zeittarif aber OK, dass wäre fair und kundenfreundlich und keine Abzocke.
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Re: Hilfe gesucht/Österreich/Petition kWh genaue Abrechnung

Beitragvon BrabusBB » Mo 19. Mär 2018, 17:53

RasiK22 hat geschrieben:
Schau was gerade in Deutschland passiert, wo ein Gericht entschieden hat, das der Zeittarif nicht Eichrecht konform ist und nach kWh abgerechnet werden muss.
Diese Entscheidung ist bei uns in Deutschland falsch und sie wird - falls sie auch in Österreich kommt - bei Euch auch nicht richtiger. Der Strom kommt nicht vom Roten Kreuz, sondern der Betreiber will irgendwann Gewinn erwirtschaften. Wenn also ein Kunde für wenig Strom lange an der Ladesäule steht, idealerweise mit voller Batterie, aber nicht abgesteckt, ist der Gewinn gleich Null.
Es ist schön, wenn man ein Herz für Langsamlader hat, aber es schafft m. E. falsche Anreize.

Ich gehe davon aus, dass sich in den nächsten Jahren Bordlader mit mindestens 11kW AC als Standard durchsetzen. Wenn alle mit nahezu der gleichen Geschwindigkeit laden, sind Zeittarife nicht mehr so ungerecht.

RasiK22 (Signatur) hat geschrieben:
Für mich ginge bei ca. 80% SOC ein zusätzlicher Zeittarif aber OK, dass wäre fair und kundenfreundlich und keine Abzocke.
Welche Fahrzeuge mit AC melden den SOC an die Säule?
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Re: Hilfe gesucht/Österreich/Petition kWh genaue Abrechnung

Beitragvon RasiK22 » Mo 19. Mär 2018, 19:48

Welche Fahrzeuge mit AC melden den SOC an die Säule?

Hier muss ich mich korrigieren. Nicht der SOC wird gesendet, sondern der Ladezustand gemeldet der die Ladeleistung reduziert (CP - Pin) Ich denke so ist es richtiger, bin ja Laie.

Zum anderen Thema kann ich dir nicht zustimmen, keiner verlangt, dass uns E-Mobilisten der Strom geschenkt wird, aber ausnehmen möchte wir uns auch nicht lassen. Also es braucht eine Regelung oder einer staatlichen Regulierung um beide Parteien zu befriedigen. Zumindest bei AC sollte das für alle machbar sein, bei DC sehe ich ob der enormen Installations Kosten es natürlich schwieriger aber auch lösbar!
:idea: ...wir benötigen viel mehr öffentliche Ladepunkte, aber ohne Zeittarif, sondern mit kWh genauer Abrechnung. Für mich ginge bei ca. 80% SOC ein zusätzlicher Zeittarif aber OK, dass wäre fair und kundenfreundlich und keine Abzocke.
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Re: Hilfe gesucht/Österreich/Petition kWh genaue Abrechnung

Beitragvon MAlfare » Mo 19. Mär 2018, 22:51

Welche Fahrzeuge mit AC melden den SOC an die Säule?

Keines.
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Re: Hilfe gesucht/Österreich/Petition kWh genaue Abrechnung

Beitragvon Bauchweh » Di 20. Mär 2018, 00:07

@RasiK22
Nein, da stimme ich dir nicht zu.
Fahrstrom wird in nächster Zeit niemals 70Cent kWh kosten, dafür sorgt der Wettbewerb. Kein normaler Mensch würde das bezahlen

Wenn du der Meinung bist dein Wort in Gottes OHR
wenn man aber das Ganze zu ende denkt kommt am Ende doch ein anderes resultat heraus als Heute.
Erkläre mir nur woher nimmt der Finanzminister das ganze Geld wenn alleine nur 30% E-Fahren würden
Derzeit ist der Autofahrer die Melkkuh der Nation.Das was jetzt momentan passiert ist nichts anderes als ein anfüttern.
E-Fahren ist jetzt schon nimmer billiger als Diesel.
Jeder Verbrennerfahrer stopft Finanzlöcher bis zum geht nicht mehr.Wenn der finanzminister keinen einzigen Autofahrer hätte zum Melken wäre der Staat schon pleite. Also ich bleibe dabei derzeit leben wir mehr oder weniger im Paradies in 10 Jahren wird das keinen mehr kümmern wenn die Minute nach heutigen stand € 4,00 kostet: Es ist so wie beim Diesel.Erinnere Dich als er fast € 2,00 gekostet hat, alle sind trotzdem gefahren. der Spritverbrauch ist nur maginal gesunken.

WETTBEWERB gut und schön den haben wir ja jetzt auch schon oder?
Wenn der Finanzminister jetzt sagt ab 1.1.2019 wird auf Fahrstrom schrittweise eine Bio-,ÖKOsteuer eingeführt welche in den Jahren 2019-2021 schrittweise um jeweils 20% pro Jahr erhöht wird das will ich mir ansehen was Du dagegen machen willst.
Du wirst doch nicht glauben das die Fahrstromanbieter dir die Steuern zahlen. Ich stelle hier nur ein wenig Überlegeungen an worüber jeder nachdenken sollte.Das Geld fehlt eindeutig im Staatshaushalt.

@mobility
Also ich frage mich grundsätzlich ob es g'scheit ist NUR in kWh abzurechnen?
Nur zur Klarstellung, reine Zeitabrechnung, oder gar eine Pauschale so wie jetzt gerade ich DE bei E.ON ist auch Powidl.

Die beste Lösung wäre eigentlich eine Kombination. Also zu Beginn eine reine kWh Abrechnung. Aber dann muss man verhindern können, dass es ein guter Parkplatz wird. Das ist aber wieder leistungsabhängig, denn bei 50kW bist mit einem e-Auto in ca. einer Stunde fast voll. mit einem Typ2 Stecker und kleinen Gleichrichter im Auto kann es viele Stunden brauchen. Aber nur so kann man verhindern, dass eine auf einer DC 50kW Ladestelle den ganzen Tag das Auto stehen hat.

Deine Überlegungen könnte ich zustimmen wenn
A) die Ladestationen nicht auf Billa,Merkur und CO Parkplätzen verbaut wären
B) Wer oder was verhindert das sich ein Auto an so eine Ladestation hängt obwohl es gar nicht ladet
Wem oder was verechnest dem dann der ist ja nicht greifbar
Am Merkur Wienerberg in WIen Ladeplatz steht zb schon ein E-Golf der das 3 Tage das selbe spiel macht
Stecker anhängen auto absperren und weg ist der Lenker:Der ladet nicht ein WATT
also das ist auch nicht das weisse vom EI.
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Re: Hilfe gesucht/Österreich/Petition kWh genaue Abrechnung

Beitragvon BrabusBB » Di 20. Mär 2018, 07:06

Welches Signal sendet ein kWh-Tarif: Gezahlt wird für den Strom, die Zeit ist egal.

Das hört sich erstmal toll an, die Konsequenz ist aber, dass der Anreiz fehlt, eine Ladesäule wieder frei zu machen. Wer will es einem denn verübeln, wenn man in sein Auto 3kWh lädt und dafür einen Schnelllader in bester Lage 2 Tage blockiert? Der Strom wird ja bezahlt, der Parkplatz ist gratis.

Ich kenne die Problematik zur Genüge von Gratisladestationen und allmählich schwappt dieses Thema zunehmend auf Bezahlsäulen mit kWh-Tarif.

Hier im Forum tummeln sich engagierte Leute, denen E-Mobility wichtig ist und die das Thema voranbringen wollen. Man weiß, dass Andere auch laden wollen und fährt weg, wenn das Auto voll ist, auch wenn es nichts extra kostet.

Mit steigendem Erfolg der E-Mobilität kommen aber auch die Egoisten, die sich das nehmen, was ihnen zusteht: ich zahle für das Laden, also gehört mir auch der Parkplatz. Wozu soll ich wegfahren, mein Auto ist immer voll, wenn ich es brauche.

Mein Statement:
Mit einem Zeittarif ist eine Ladestation eine Stromtankstelle.
Mit einem kWh-Tarif wird eine Ladestation zum E-Parkplatz mit Lademöglichkeit.

Wollt Ihr Euch das antun?
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Re: Hilfe gesucht/Österreich/Petition kWh genaue Abrechnung

Beitragvon mobility » Di 20. Mär 2018, 08:10

Bauchweh hat geschrieben:
Deine Überlegungen könnte ich zustimmen wenn
A) die Ladestationen nicht auf Billa,Merkur und CO Parkplätzen verbaut wären
B) Wer oder was verhindert das sich ein Auto an so eine Ladestation hängt obwohl es gar nicht ladet
Wem oder was verechnest dem dann der ist ja nicht greifbar
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Stecker anhängen auto absperren und weg ist der Lenker:Der ladet nicht ein WATT
also das ist auch nicht das weisse vom EI.


zu A) Weiß jetzt nicht genau wo da der Unterschied zu den anderen Ladenstationen liegen soll? Falls ich einkaufen gehe, muss ich mich eben entscheiden ob ich auf DC Schnellladung oder auf Typ 2 hänge. Falls ich DC lade und dann etwas länger benötige zahle ich eben extra für meinen Parkplatz weil ich ihn blockiere (wird bei Spar, Billa und M-Preis wohl egal sein).

zu B) Genau um solche Lader geht es - die Egoisten, was auch schon @BrabusBB erwähnt hat. Deswegen ja mein Vorschlag den kWh-Tarif nach eine definierten und angegebenen Zeit mit einem Zeittarif zu kombinieren. Findige Technik würde außerdem sofort erkennen ob geladet wird, und wenn nach kurzer Zeit nichts mehr ins Auto fließt fängt der Zeittarif zu wirken an. Ich würde sagen, dann ist "dein" E-Golf Fahrer weg - oder er zahlt zumindest für den Dauerparkplatz! Außerdem kann ich als Betreiber mir ja solche Dauerparker mit einer Abschlepp-Option vom Hals halten. Da werden die Besitzer von Ladestationen schon noch dahinter kommen...

Die neue Regelung muss aber auch etwas flexibel sein. Unter einer Stunde zB. darf der Zeittarif meiner Meinung nach nie schlagend werden, so viel Toleranz muss sein.
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Re: Hilfe gesucht/Österreich/Petition kWh genaue Abrechnung

Beitragvon RasiK22 » Di 20. Mär 2018, 13:41

mobility hat geschrieben:
Bauchweh hat geschrieben:
Deine Überlegungen könnte ich zustimmen wenn
A) die Ladestationen nicht auf Billa,Merkur und CO Parkplätzen verbaut wären
B) Wer oder was verhindert das sich ein Auto an so eine Ladestation hängt obwohl es gar nicht ladet
Wem oder was verechnest dem dann der ist ja nicht greifbar
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also das ist auch nicht das weisse vom EI.


zu A) Weiß jetzt nicht genau wo da der Unterschied zu den anderen Ladenstationen liegen soll? Falls ich einkaufen gehe, muss ich mich eben entscheiden ob ich auf DC Schnellladung oder auf Typ 2 hänge. Falls ich DC lade und dann etwas länger benötige zahle ich eben extra für meinen Parkplatz weil ich ihn blockiere (wird bei Spar, Billa und M-Preis wohl egal sein).

zu B) Genau um solche Lader geht es - die Egoisten, was auch schon @BrabusBB erwähnt hat. Deswegen ja mein Vorschlag den kWh-Tarif nach eine definierten und angegebenen Zeit mit einem Zeittarif zu kombinieren. Findige Technik würde außerdem sofort erkennen ob geladet wird, und wenn nach kurzer Zeit nichts mehr ins Auto fließt fängt der Zeittarif zu wirken an. Ich würde sagen, dann ist "dein" E-Golf Fahrer weg - oder er zahlt zumindest für den Dauerparkplatz! Außerdem kann ich als Betreiber mir ja solche Dauerparker mit einer Abschlepp-Option vom Hals halten. Da werden die Besitzer von Ladestationen schon noch dahinter kommen...

Die neue Regelung muss aber auch etwas flexibel sein. Unter einer Stunde zB. darf der Zeittarif meiner Meinung nach nie schlagend werden, so viel Toleranz muss sein.

Bravo, genau so sehe ich das auch.
:idea: ...wir benötigen viel mehr öffentliche Ladepunkte, aber ohne Zeittarif, sondern mit kWh genauer Abrechnung. Für mich ginge bei ca. 80% SOC ein zusätzlicher Zeittarif aber OK, dass wäre fair und kundenfreundlich und keine Abzocke.
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Re: Hilfe gesucht/Österreich/Petition kWh genaue Abrechnung

Beitragvon AbRiNgOi » Di 20. Mär 2018, 13:56

mobility hat geschrieben:
Falls ich einkaufen gehe, muss ich mich eben entscheiden ob ich auf DC Schnellladung oder auf Typ 2 hänge.

Leider gibt es auf den Parkplätzen nur entweder Schnelllader oder langsame Lader aber (noch) nicht beides. Und wenn du mit einem Leaf an den AC gehst hast Du zwar dem nächsten Leaf eine Freude gemacht, das Problem aber nur auf ander Schnellladefähige Fahrzeuge verschoben. Im übrigen ist dort der gleiche Zeittarif, der Strom wäre für dich sehr, sehr teuer.

mobility hat geschrieben:
Ich würde sagen, dann ist "dein" E-Golf Fahrer weg


Leider nein, weil wenn der "nur" ansteckt und den Stecker verriegelt, die Säule aber nicht startet, sprich seine Ladekarte nicht her zeigt, vielleicht sogar gar keine hat, kann auch keine Rechnung kommen... Gegen diese Experten ist man mal Machtlos, weil Abschleppen geht auch nicht ohne großem Seitenschneider.
ZOE Live 6/2013 * Ladegerät 60.500km * AHK legal Typisiert 18.07.2017 * neuer Motor 71.250km
Vertrag für 40kWh Batterie am 05.03.2018 abgeschlossen, Lieferung für Anfang Mai aus Frankreich bestätigt
Aktuell: 74.100 km

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