Enercity - hat die Kleinstaaterei ein Ende?

Re: Hat die Kleinstaaterei ein Ende?

Beitragvon Solarstromer » Mo 14. Sep 2015, 21:02

Enercity sind Stadtwerke? Da passt Ladenetz.de einfach perfekt dazu, die sprechen die gleich Sprache. Und sie haben durch die zahlreichen Stadtwerkemitglieder massig Erfahrung.

TNM ist meiner Meinung etwas, wenn z.B. ein Kfz-Werkstätte oder eine Bäckerei eine oder zwei Ladedosen wollen, welche auch öffentlich nutzbar sein sollen.
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Re: Hat die Kleinstaaterei ein Ende?

Beitragvon mlie » Mo 14. Sep 2015, 21:06

Vom enercity Netzgebiet her wäre ein Anschluss an RWE-Roaming (tolle, einfache App, mit BEW keine Grundgebühr) oder EWE sinnvoll, denn mit diesen beiden Karten/Zugängen kann man hier in der Gegend fast alle Ladepunkte nutzen. Als Notlösung eben TNM.

Grundsätzlich finde ich es begrüßenswert, dass die Netzbetreiber auch mitbekommen, dass eine solitäre Insel mit 10 Säulen und extra Ladekarte nur Aufwand, aber wenig Nutzen hervorbringt.
110Mm elektrisch ab 11/2012.

Bevor man den 200. Tröt zu einem längst ausdiskutierten Sachverhalt aufmacht, IMMER erstmal die Suche benutzen. Es gibt in diesem Forum KEIN Elektroautothema, welches nicht schon längst abschliessend diskutiert wurde!
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Re: Hat die Kleinstaaterei ein Ende?

Beitragvon Matze » Di 15. Sep 2015, 22:12

Solarstromer hat geschrieben:
Enercity sind Stadtwerke? Da passt Ladenetz.de einfach perfekt dazu, die sprechen die gleich Sprache. Und sie haben durch die zahlreichen Stadtwerkemitglieder massig Erfahrung.

TNM ist meiner Meinung etwas, wenn z.B. ein Kfz-Werkstätte oder eine Bäckerei eine oder zwei Ladedosen wollen, welche auch öffentlich nutzbar sein sollen.


Warum eignet sich TNM nur für Bäcker und Werkstätte? TNM stell ja auch das Backend für andere (große) Betreiber/ Investoren...

Ladenetz eignet sich für Betreiber, die ihren Kunden eine Flatrate anbieten wollen (siehe Ladeticket) und TNM, wenn nutzungsbasiert abgerechnet werden soll.

Daneben muss Enercity natürlich entscheiden, welche Philosophie zum Unternehmen passt und welche Einmal- bzw. laufenden Kosten pro Ladepunkt für das eine oder andere System auf sie zukommen.
Zuletzt geändert von Matze am Di 15. Sep 2015, 22:21, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hat die Kleinstaaterei ein Ende?

Beitragvon Matze » Di 15. Sep 2015, 22:13

MarkusD hat geschrieben:
eDEVIL hat geschrieben:
TheNewMotion sehe ich da als am besten geeignet an. Das mit dem LAdenetz ist zu undurchsichtig und teilweise auch kostenintensiv.
Sehe ich genau anders herum.
Keine meiner bisherigen TNM-Ladungen hat bislang das gekostet, was in der App zu sehen war - sofern sich die App überhaupt starten ließ. Die Abrechnung konnte mir bislang aber egal sein, da es mit einer Ausnahme zu meinen Gunsten war. Hießt für mich: Das, was da steht, ist unzuverlässig. Und ich weiß nicht, ob der Preis nicht doch höher ist als angegeben. Heißt weiter: bevor man den Ladevorgang startet, muß man einen Screeshot des Handys von der Ansicht mit dem Preis machen.

Wie auch immer, erst online erkundigen, was die Ladung an der Säule, vor der man gerade steht, kostet, halte ich für ein Glücksspiel.

Bei Ladenetz wußte ich vorher immer, was die Ladung kosten wird.

Wg Kleinstaaterei:
Woanders fängt die Kleinstaaterei aber erst an. ovag zum Bleistift.


Was kostet denn die Ladung bei Ladenetz pro Ladevorgang?
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Re: Hat die Kleinstaaterei ein Ende?

Beitragvon Matze » Di 15. Sep 2015, 22:15

Maverick78 hat geschrieben:
Lafenetz inkludiert aber TNM. Von daher deckt Ladenetz deutich mehr Roaming ab.


Das ist falsch - TNM deckt in Deutschland auch das gesamte Intercharge-Netzwerke ab, Ladenetz nicht.
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Re: Hat die Kleinstaaterei ein Ende?

Beitragvon Matze » Di 15. Sep 2015, 22:20

Marcel_S hat geschrieben:
Mein (persönlicher) Favorit ist Hubject. Als CPO nur eine Einmalgebühr und dann geringe Jahreskosten. Keine Kosten abhängig von der Anzahl der Ladestationen. Sehr einfaches Anbinden an Roamingpartner. Hoheit über die eigene Ladeinfrastruktur, passende Backend-Software bereits recht günstig.

TNM: sehr innovativ und sympatisch, aber proprietär und nur innerhalb von TNM nutzbar.
Eclearing/Ladenetz: Kosten pro Ladepunkt (und nicht wenige). Kenne ich aber zu wenig.

Prinzipiell: gibt derzeit intensive (und zielführende) Verhandlungen zur Verbindung der einzelnen Roaminganbieter (siehe auch http://ecomento.tv/2015/03/31/elektroau ... en-europa/ ). In rund zwei Jahren ist es einerlei, ob man als EVU bei Hubject oder Ladenetz ist - Roaming wird alle verbinden (können).


Warum ist TNM proprietär? Und warum ist Hubject bzw. Ladenetz nicht proprietär? Alle haben zum Ziel, dass man mit jeder Ladekarte an den angeschlossenen Säulen laden kann und TNM ist bzgl. offener Zugang am weitesten (insbesondere wenn man EU-weit zum Maßstab nimmt).
Hubject ist eine Industrieplattform an der v.a. größere Betreiber angeschlossen sind. Ladenetz ist ein Stadtwerkeverbund. TNM hat verschiedenste Anbieter (von Eigentümern einzelner Ladestationen bis hin zu großen Betreibern).
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Re: Hat die Kleinstaaterei ein Ende?

Beitragvon MaxPaul » Mi 16. Sep 2015, 17:28

Ich find plugsurfing auch keine schlechte Wahl... Mit plugsurfing kann man jetzt schon fast überall laden...
Glücklicher e-Golfer seit 10.02.2015
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Re: Hat die Kleinstaaterei ein Ende?

Beitragvon Marcel_S » Mi 16. Sep 2015, 20:49

Matze hat geschrieben:
Warum ist TNM proprietär? Und warum ist Hubject bzw. Ladenetz nicht proprietär? Alle haben zum Ziel, dass man mit jeder Ladekarte an den angeschlossenen Säulen laden kann und TNM ist bzgl. offener Zugang am weitesten (insbesondere wenn man EU-weit zum Maßstab nimmt).
Hubject ist eine Industrieplattform an der v.a. größere Betreiber angeschlossen sind. Ladenetz ist ein Stadtwerkeverbund. TNM hat verschiedenste Anbieter (von Eigentümern einzelner Ladestationen bis hin zu großen Betreibern).


Vielleicht habe ich mich hier ein wenig undeutlich ausgedrückt:
Hubject betreibt eine reine B2B Handelsplattform, via welcher Kartenherausgeber (EMPs) und Ladesäulenbetreiber (CPOs) gegenseitige Nutzungsvereinbarungen treffen. Das Endkundengeschäft übernimmt somit einzig der EMP. Somit können als Beispiel die Stadtwerke Tünneshausen an ihre Bestandkunden eine "SW Tünneshausen Ladekarte" herausgeben. Diese Karte schaltet dann via Hubject Ladestationen von CPOs frei, mit welchen die SW Tünneshausen (via Hubject) einen Vertrag abgeschlossen haben. Die Abrechnung, Kommunikation und Kundenbindung geht dann einzig und allein über die SW Tünneshausen.

TNM tritt ebenfalls auch als EMP auf und schliesst mit CPOs entweder direkt, oder via Hubject oder via eclearing.net (also auch Ladenetz) Verträge ab. Das Endkundengeschäft macht dann aber einzig TNM.
In meiner Erinnerung läuft das nun so (man möge mich korrigieren): Wenn also die SW Tünneshausen via TNM eine Karte an die Bestandskunden ausgeben wollen, so geben sie eine TNM-Karte aus und TNM kümmert sich um deren Bestandskunden. Kann praktisch sein (da wenig Verwaltungsaufwand seitens SW Tünneshausen), ist aber nicht immer gewünscht.
Marcel_S
 

Re: Hat die Kleinstaaterei ein Ende?

Beitragvon TNM » Mi 16. Sep 2015, 23:53

Marcel_S hat geschrieben:
Matze hat geschrieben:
Warum ist TNM proprietär? Und warum ist Hubject bzw. Ladenetz nicht proprietär? Alle haben zum Ziel, dass man mit jeder Ladekarte an den angeschlossenen Säulen laden kann und TNM ist bzgl. offener Zugang am weitesten (insbesondere wenn man EU-weit zum Maßstab nimmt).
Hubject ist eine Industrieplattform an der v.a. größere Betreiber angeschlossen sind. Ladenetz ist ein Stadtwerkeverbund. TNM hat verschiedenste Anbieter (von Eigentümern einzelner Ladestationen bis hin zu großen Betreibern).


Vielleicht habe ich mich hier ein wenig undeutlich ausgedrückt:
Hubject betreibt eine reine B2B Handelsplattform, via welcher Kartenherausgeber (EMPs) und Ladesäulenbetreiber (CPOs) gegenseitige Nutzungsvereinbarungen treffen. Das Endkundengeschäft übernimmt somit einzig der EMP. Somit können als Beispiel die Stadtwerke Tünneshausen an ihre Bestandkunden eine "SW Tünneshausen Ladekarte" herausgeben. Diese Karte schaltet dann via Hubject Ladestationen von CPOs frei, mit welchen die SW Tünneshausen (via Hubject) einen Vertrag abgeschlossen haben. Die Abrechnung, Kommunikation und Kundenbindung geht dann einzig und allein über die SW Tünneshausen.

TNM tritt ebenfalls auch als EMP auf und schliesst mit CPOs entweder direkt, oder via Hubject oder via eclearing.net (also auch Ladenetz) Verträge ab. Das Endkundengeschäft macht dann aber einzig TNM.
In meiner Erinnerung läuft das nun so (man möge mich korrigieren): Wenn also die SW Tünneshausen via TNM eine Karte an die Bestandskunden ausgeben wollen, so geben sie eine TNM-Karte aus und TNM kümmert sich um deren Bestandskunden. Kann praktisch sein (da wenig Verwaltungsaufwand seitens SW Tünneshausen), ist aber nicht immer gewünscht.


Ich muss Dich tatsächlich korrigieren. TNM bietet ebenfalls Dritten die Möglichkeit, das Endkundengeschäft selbst zu übernehmen - man hat bei TNM also beide Optionen! Wenn Du mehr wissen willst, schreib mir eine PN.

Grüße,
TNM
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Re: Hat die Kleinstaaterei ein Ende?

Beitragvon SW Neustadt » Do 17. Sep 2015, 07:29

Also wir als Stadtwerke Neustadt a. Rbge. GmbH würden es natürlich begrüßen wenn enercity sich auch für eine Lösung von TNM entscheidet. Wir haben das kürzlich getan. Damit würde die Region Hannover zumindest einheitlicher werden.
Bild



Beste Grüße aus Neustadt a. Rbge.
SW Neustadt
 
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