RFID noch zeitgemäß?

Re: RFID noch zeitgemäß?

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 15. Jan 2016, 07:40

Priusfahrer hat geschrieben:
Um so schrecklicher finde ich es, dass Ladestrom überhaupt was kosten soll. An manchen Ladesäulen ist er so teuer, dass man preisgleich mit einem Explosionsmotor fahren könnte.

Bei einer Vollkostenkalkulation dürfte der Betreiber auch bei solchen Preisen z.Zt. kein Gewinn erwirtschaften. Ich bin dabei die Kosten für eine Stromtankstelle incl. Bezahlsystem zusammen zu tragen. Was kaum kalkulierbar ist, ist der Vandalismus. Man kann auch kein Standartlastprofil für den Strompreis zu Grunde legen. Je nachdem was man da annimmt wird es teurer oder preiswerter aber es bleibt im Augenblick Kaffeesatzleserei.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
3x Renault ZOE, Stromtankstelle ecoLOAD 22kW mit Typ2 öffentlich und kostenlos 24/7
Benutzeravatar
ecopowerprofi
 
Beiträge: 2072
Registriert: So 6. Dez 2015, 07:16
Wohnort: 46562 Voerde

Anzeige

Re: RFID noch zeitgemäß?

Beitragvon Eike » Fr 15. Jan 2016, 14:31

Was kaum kalkulierbar ist, ist der Vandalismus


Ladesäule einfach versichern ?! Probleme mit Vandalismus hat man ja auch bei Geldautomaten. Glaube nicht das eine Versicherung so viel Kosten würde. Vandalismussichere Ausführung vorausgesetzt.

Meine Rechnung:

Ladesäule: 1x 7000€ "Standart Mennekes 22kw"
Aufbau: 1x 5000€
Versicherung: 10€ pro Monat "Umwelt, Vandalismus u.s.w"
Wartung: 50€ pro Monat " Fehlerbehebung, BGV A3, Monitoring, u.s.w."

Laufzeit: 10 Jahre
-> 168€ Pro Monat.

Bei Auslastung von 10% schafft man 52,8 kWh Pro Tag-> ca 1600 kWh pro Monat.
Daraus ergibt sich eine Umlage auf den Strompreis von 0,105€.

Sollte man mehr als eine Ladesäule errichten besonders an einem Standort, sollte es beim Preis der Ladesäule und beim Aufbau noch Einsparungspotential geben. Denke die Rechnung könnte an guten Standorten funktionieren.

Nehmen wir mal Tesla als Beispiel, laut diesem Bericht [url]http://www.zeit.de/mobilitaet/2015-04/tesla-elektroauto-supercharger-strom
[/url] gab es zu diesem Zeitpunkt 35 Supercharger Standorte die 2,6 Mille gekostet haben und 1,8 GWh Strom Ungesetzt haben.

Ergibt (Achtung sehr grober Überschlag!!!)
Investition: 2,6 Millionen
Laufzeit: 10 Jahre
Laufende Kosten: 30.000€ Monat
Stromverbrauch über 10 Jahre: 20 GWh (eher noch viel mehr)

0,00031€ pro kWh als Umlage ;) ;)

Also kein Wunder, dass Tesla gerne andere Hersteller mit reinholen würde. Schon bei 0,05€ pro verkaufter kWh währen sie so unfassbar Rentabel ;). Natürlich hätten sie nie so viel Strom abgesetzt, wenn sie ihn Verkauft hätten, aber selbst bei 1/3 des Stromverbrauchs ist die Umlage noch im grünen Bereich. Dann noch eigenen Solarstrom Verkaufen, macht ja Sinn weil geladen wird eher Tagsüber. Eigenen Akku dazu, um die Netzanschlusskosten zu senken, dann wird´s wild 8-)
Eike
 
Beiträge: 103
Registriert: Sa 9. Jan 2016, 21:45

Re: RFID noch zeitgemäß?

Beitragvon Tho » Fr 15. Jan 2016, 16:09

Eike hat geschrieben:
Ladesäule einfach versichern ?! Probleme mit Vandalismus hat man ja auch bei Geldautomaten. Glaube nicht das eine Versicherung so viel Kosten würde. Vandalismussichere Ausführung vorausgesetzt.

Kennt jemand eine Versicherung? Konnte keine finden die so etwas anbietet.
Wir errichten gerade über unsere Energiegenossenschaft eine Ladestation.

Wir schlagen 10cent auf den Einkaufsstrompreis auf, um rentabel zu sein.
Renault Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
PV, Speicher zu Hause + Bürger Energie Drebach eG http://www.buerger-energie-drebach.de
Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
Benutzeravatar
Tho
 
Beiträge: 5621
Registriert: Mo 27. Okt 2014, 23:26
Wohnort: Drebach/Erzgebirge

Re: RFID noch zeitgemäß?

Beitragvon Karlsson » Fr 15. Jan 2016, 17:40

Was heißt das unterm Strich?
Ich zahle Zuhause fast 30 Cent, mein Arbeitgeber wohl noch nicht mal die Hälfte.
Zoe Q210 seit 06/15
Benutzeravatar
Karlsson
 
Beiträge: 12603
Registriert: Fr 15. Mär 2013, 12:41

Re: RFID noch zeitgemäß?

Beitragvon ecopowerprofi » Fr 15. Jan 2016, 18:49

Eike hat geschrieben:
Stromverbrauch über 10 Jahre: 20 GWh (eher noch viel mehr)

Das sind ca. 550 kWh pro tag. Du schreibst aber selbst:
Eike hat geschrieben:
schafft man 52,8 kWh Pro Tag

Das ist schon mal eine Schönrechnerei.

Eike hat geschrieben:
0,00031€ pro kWh als Umlage

Ich komme auf 0,31€ pro kWh !!!!! zzgl. Strompreis von 0,30€ pro kWh kommt man auf ca. 0,60€ pro kWh ohne Gewinn !!!!
Da muss man schon ca. 0,70€ pro kWh nehmen um rentabel zu sein.

Tho hat geschrieben:
Kennt jemand eine Versicherung? Konnte keine finden die so etwas anbietet.

Ich suche auch noch.

Tho hat geschrieben:
Wir schlagen 10cent auf den Einkaufsstrompreis auf, um rentabel zu sein.

Das wird wohl nicht reichen. siehe oben.

Karlsson hat geschrieben:
Ich zahle Zuhause fast 30 Cent, mein Arbeitgeber wohl noch nicht mal die Hälfte.

Der bekommt auch Mittelspannung und das bisschen Laden geht bei ihm unter. Bei eine reine Ladestation wird man ggf. eine Leistungsmessung machen und dann wird es teuer, da man dann schnell 100kW oder mehr in der Spitze hat.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
3x Renault ZOE, Stromtankstelle ecoLOAD 22kW mit Typ2 öffentlich und kostenlos 24/7
Benutzeravatar
ecopowerprofi
 
Beiträge: 2072
Registriert: So 6. Dez 2015, 07:16
Wohnort: 46562 Voerde

Re: RFID noch zeitgemäß?

Beitragvon Eike » Fr 15. Jan 2016, 20:22

Stromverbrauch über 10 Jahre: 20 GWh (eher noch viel mehr)

Das sind ca. 550 kWh pro tag. Du schreibst aber selbst:
Eike hat geschrieben:
schafft man 52,8 kWh Pro Tag


Du Vergleichst jetzt hier EINE Ladesäule irgendwo am Supermarkt gegen ALLE Supercharger in Deutschland ;) ;)

Schön gerechnet hab ich nicht, nur falsch :D

Hab bei den Verkauften Einheiten mit GWh gerechnet und später den Wert für kWh genommen. Total verplant.

(2,6 mio + 3,6 mio)/20GWh = 0,00031 cent pro Wattstunde :oops: :oops:

Wusste selber nicht was am Ende raus kommt, habs einfach mal aus Interesse gerechnet. Das ich mich da um 10^3 vertan habe ist akut dumm. Trotzdem sind Vertriebener Strom sehr niedrig und Wartungskosten sehr hoch angesetzt. Also vom Gefühl her müsste es deutlich Günstiger sein.

Die Rechnung jetzt geht von 3,5 Ladungen á 45kWh pro Standort pro Tag aus. Wenn das nicht pessimistisch ist weiß ich auch nicht.

Wenn ich nen Tipp abgeben müsste: 15 cent Pro kWh müsste die Umlage für Infrastruktur beim Supercharger sein. Vorausgesetzt die Werte in dem Zeit Artikel stimmen halbwegs.

Kennt jemand eine Versicherung? Konnte keine finden die so etwas anbietet.


Ich denke man muss konkret nachfragen und dran bleiben. Denke nicht, dass es sowas schon gibt. Aber Versichern kann man ja prinzipiell alles.
Eike
 
Beiträge: 103
Registriert: Sa 9. Jan 2016, 21:45

Re: RFID noch zeitgemäß?

Beitragvon Priusfahrer » So 17. Jan 2016, 18:32

Ich denke die TSC werden auch mit Mittelspannung versorgt. Bei 8 Anschlüssen sind bis zu 500KW nötig. Das wird mit Niederspannung eher schwierig.

Um die Leistungsspitzen abzudämpfen wäre eine Powerwall denkbar.

Da man bundesweit Großkunde (Sondervertragskunde) ist, denke ich die werden kaum mehr als 10 Cent/Kwh bezahlen. Übrigends ist Fahrstrom von der Ökosteuer befreit. Davon profitieren in erster Line die elektrischen Öffis.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Priusfahrer
 
Beiträge: 1047
Registriert: Mo 11. Jan 2016, 21:36

Re: RFID noch zeitgemäß?

Beitragvon Berndte » So 17. Jan 2016, 18:54

500kW und Mittelspannung?
Unsere Firmentrafos haben jeweils 1,5MW!

500kW sind da ein Kinderspiel... ich glaube der kleinste 20kV/400V Trafo hat das gerade mal.
Sep 2014: Renault Zoe
Nov 2014: Eigene 43kW Ladesäule
Okt 2015: 2x 43kW und 1x 14kW am Arbeitsplatz
Dez 2015: Kangoo Maxi und Verkauf des letzten Verbrenners -> jetzt 100% elektrisch!
Mär 2016: Reservierung Tesla Modell = mit Nummer 11 in Hamburg
Benutzeravatar
Berndte
 
Beiträge: 5457
Registriert: Sa 30. Aug 2014, 18:46
Wohnort: Oyten (bei Bremen)

Re: RFID noch zeitgemäß?

Beitragvon ecopowerprofi » So 17. Jan 2016, 19:45

Berndte hat geschrieben:
Unsere Firmentrafos haben jeweils 1,5MW!

Ja, ne Firma. Da kann es sogar da 1000-fache sein. ne Alumoiniumwerk z.B.

Berndte hat geschrieben:
500kW sind da ein Kinderspiel... ich glaube der kleinste 20kV/400V Trafo hat das gerade mal.

Der kleinste Trafo im Wohngebiet hat ca. 80 bis 100 kVA. Das sind die Dinger, die so am Mast rum hängen. Der Standarttrafo hat ca. 220 kVA. Damit kann ca. 50 bis 100 EFH versorgen.
Rechnen hilft. Bleistift, Stück Papier und ein Taschenrechner und man wird sich über einige Ergebnisse wundern. :idea:
http://www.perdok.info Ladeboxe und mehr.
3x Renault ZOE, Stromtankstelle ecoLOAD 22kW mit Typ2 öffentlich und kostenlos 24/7
Benutzeravatar
ecopowerprofi
 
Beiträge: 2072
Registriert: So 6. Dez 2015, 07:16
Wohnort: 46562 Voerde

Re: RFID noch zeitgemäß?

Beitragvon Priusfahrer » Do 21. Jan 2016, 18:25

ecopowerprofi hat geschrieben:
Berndte hat geschrieben:
Der kleinste Trafo im Wohngebiet hat ca. 80 bis 100 kVA.


Und das würde nichtmal für einen TSC reichen :lol:
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
Priusfahrer
 
Beiträge: 1047
Registriert: Mo 11. Jan 2016, 21:36

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu Betreiber, Roaming und Abrechnung

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 5 Gäste