Flatrate und Ladekarte von E.ON

Re: Flatrate und Ladekarte von E.ON

Beitragvon nono » Di 7. Nov 2017, 21:07

umrath hat geschrieben:
Die Karte hat einen eklatanten Schönheitsfehler: Das 3 Stunden Ladelimit an AC-Säulen ist praxisfern und sogar kontraproduktiv.
(…)
Kaum ein Auto (außer den Zoes) kann in 3 Stunden an AC geladen werden. Selbst an den 22 kW-Säulen klappt das nicht.

Also der i3 ist in 3h locker voll und das sogar an einer 11kW Säule…

Ich finde nicht die Ladekarte kontraproduktiv, sondern E-Autos, die als Schnarchlader stundenlang Ladesäulen blockieren.
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Re: Flatrate und Ladekarte von E.ON

Beitragvon kub0815 » Di 7. Nov 2017, 21:42

umrath hat geschrieben:
Unterm Strich führt das dann dazu, dass die Leute 3 Stunden laden. Dann das Laden unterbrechen, aber 2 Stunden stehen bleiben ("fake laden") und dann weiter laden.
!


Das ist aber ziemlich asozial wenn man das macht!
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Re: Flatrate und Ladekarte von E.ON

Beitragvon umrath » Mi 8. Nov 2017, 06:11

Es ist vor allem dämlich, dass der Tarif so etwas fördert.
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Re: Flatrate und Ladekarte von E.ON

Beitragvon Misterdublex » Mi 8. Nov 2017, 08:21

umrath hat geschrieben:
Die Karte hat einen eklatanten Schönheitsfehler: Das 3 Stunden Ladelimit an AC-Säulen ist praxisfern und sogar kontraproduktiv.

Ich weiß, dass damit das Ladeparken verhindert werden soll und der Überlastung der Infrastruktur vorbeugt werden soll.
In der Praxis erreicht e.on damit aber das genaue Gegenteil. Sie sorgen damit dafür, dass die Ladesäulen länger als nötig und vollkommen ohne Nutzen blockiert werden.

Warum?

Kaum ein Auto (außer den Zoes) kann in 3 Stunden an AC geladen werden. Selbst an den 22 kW-Säulen klappt das nicht.

Ein eGolf (35 kWh Akkukapazität) schafft in 3 Stunden keine 20 kWh.
Der neue Leaf (40 kWh) schafft nicht einmal 14 kWh, also nur ein Drittel.
Bei 11 kW-Ladesäulen sieht es noch übler aus.

Unterm Strich führt das dann dazu, dass die Leute 3 Stunden laden. Dann das Laden unterbrechen, aber 2 Stunden stehen bleiben ("fake laden") und dann weiter laden.

Wenn ich mit meinem IONIQ mit 15 % an die Ladesäule fahre, müsste ich eigentlich 23,8 kWh laden. Wenn ich das nach Norm mit meinem 20 A-Kabel (4,6 kW) mache, brauche ich dafür eigentlich gut 5 Stunden.
Mit der Ladekarte brauche ich dafür über 7 Stunden, wobei ich 2 Stunden lang die Ladesäule sinnlos blockiere, da ich nicht laden kann, ohne absurd hohe Kosten aufzutürmen.
Wenn man das für eine 11 kW-Säule durchrechnet, dann kommt man auf knapp 7 Stunden eigentliche Ladezeit verglichen mit 11 Stunden durch eure Laderegelung. Also 4 Stunden sinnlose Blockiererei.

Und in Zukunft wird das mit größeren Akkus eher noch schlimmer.

Gleichzeitig zwingt e.on die Leute praktisch dazu, die Schieflastverordnung zu ignorieren und sich Ladekabel zu besorgen, mit denen man die volle Leistung auf einer Phase ziehen kann, um in den 3 Stunden so viel wie möglich zu laden.
Wieder kontraproduktiv.

E.on sollte das Produkt überdenken. Das ergibt so keinen Sinn. Das sieht wieder wie etwas aus, was am grünen Tisch von Leuten entwickelt wurde, die selbst kein Elektroauto fahren. Schade!


Hatte ich denen auch schon so ähnlich geschrieben. Antwort kam keine.
Glaube mir, der Tarif ist extra so gewählt. Die wollen keine Kunden.
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Re: Flatrate und Ladekarte von E.ON

Beitragvon umrath » Fr 24. Nov 2017, 16:31

Konsequent nachfragen hilft: Ich habe heute mit e.on direkten Kontakt gehabt und sehr interessierte Zuhörer gehabt.
E.on ist jetzt kein kleiner Laden, so dass ich nicht erwarte, dass sich in 3 Tage das Produkt geändert hat - aber sie haben das Problem auf jeden Fall verstanden.

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Re: Flatrate und Ladekarte von E.ON

Beitragvon André » Fr 1. Dez 2017, 18:32

... oder einfach mal vor dem Kauf seines E - Auto´s schauen, was es denn mit der, zahlenmäßig am meisten verbreiteten AC - Schnarchladung im Leidmarkt kosten würde, den Akku in 2018 vollzuhauen!?! ;)
P.s.: Vorausgesetzt, man hat nicht vor, nur bei IKEA & EDEKA zu schnorren.
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Re: Flatrate und Ladekarte von E.ON

Beitragvon gekfsns » Fr 1. Dez 2017, 21:52

Was hilft mir ein 22kW AC Lader wenn sich meine Familie sich weigert in der Kiste mitzufahren ;)
Es gibt Leute, die brauchen ein richtiges Familienauto, möglichst noch bezahlbar und da ist das Angebot sehr überschaubar.
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