Faires Preismodell für die Autobahn-Lader

Welches Preismodell für autobahn-nahe Schnelllader?

Umfrage endete am Sa 30. Apr 2016, 10:04

Unterschiedliche Zeittarife getrennt nach Anschluss (DC, AC) und Anschlussart / -Leistung (wie EAM)
7
9%
Unterschiedliche kWh Preise für DC (erhöht) und AC (60Cent DC und 30 Cent AC)
9
12%
Einheitlicher erhöhter kWh Preis (im Bereich 50-60 Cent/kWh)
6
8%
Einheitlicher kWh + Zeit Kombinationstarif (z.B. 35Cent/kWh + 5Cent/min)
13
17%
Uneinheitlicher Kombinationstarif (Zeit variabel teuer; z.B. 35Cent/kWh + 3Cent AC und 10Cent DC pro Minute)
4
5%
Pauschalbetrag (wie z.B. Volksbanken; z.B: 6,95€; Betrag berechtigt max 1h Nutzung durch Nutzer)
3
4%
Einmaliger Pauschal-Betrag plus Mengenabrechnung (kWh) (z.B. 3,95€ und 29Cent/kWh)
2
3%
Einmaliger Pauschal-Betrag plus Zeitabrechnung (z.B. 3,95€ und 10Cent/min)
2
3%
Einheitlicher nur leicht erhöhter kWh Preis (z.B. 29Cent/kWh) plus Werbung
29
39%
 
Abstimmungen insgesamt : 75

Re: Faires Preismodell für die Autobahn-Lader

Beitragvon eSmart » Mi 30. Mär 2016, 14:43

Es wäre hilfreich wenn die Autohersteller sich positiv in die Sache einmischen würden, in dem sie den Strom bei Kauf eines Neuwagen mit dazu geben würden. Nur ein paar Schwergewichte können den Staat überreden die Steuern zB als Kaufanreiz zu mindern.
Auch sollten die Autohersteller das Ladenetz mitfinanzieren, nicht alles, aber an wichtigen Standorten mit ausreichend Schnellladern.

Denn wir reden hier nur über Steuern, nicht über die 3-7cent die der Strom tatsächlich kostet.
Insofern kosten 100.000km Laufleistung wirklich nicht die Welt.
Smart ed >50.000km elektrisch unterwegs
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Beitragvon jo911 » Mi 30. Mär 2016, 14:45

Tho hat geschrieben:
Was soll denn der arme B-ED Fahrer machen, außer seinen Baby-Tesla mit 11kW an den AC Ladepunkt zu stecken? :?
Als Mercedesfahrer gehört schon eine Menge Leidensfähigkeit dazu, dort(2h?) zu laden. Ein Auto, das nicht in weniger als einer halben Stunde seinen Akku auf min. 80% füllen kann ist auch nicht unbedingt langstreckengeeignet, auch wenn es der ADAC noch so hoch lobt. Das tun sich nur die Enthusiasten hier an, aber bestimmt nicht Otto-Normal-Autofahrer. Also wird das in Zukunft nicht so oft vorkommen.
Der Ladesäulenbetreiber hat bestimmt eher Interesse an Umsatz, darum kann er in seinem Preismodell keine Rücksicht darauf nehmen. Soll denn für jedes Auto ein eigener Tarif entworfen werden? Wer soll da noch durchblicken?
Zu einem fairen Preismodell gehören aber auch mehrere Ladesäulen, schon um Redundanz zu haben im Fehlerfall. Dann ist auch die Situation mit dem Benz mit abgedeckt.
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Re: Faires Preismodell für die Autobahn-Lader

Beitragvon Tho » Mi 30. Mär 2016, 14:49

Bis rund um die Uhr Elektroautos die Schnellladesäulen belagern und der Betreiber eine wirkliche Auslastung erreichen kann, brauchts noch viele Neuzulassungen in DE.
Daran aktuell seine Tarifgestaltung festzmachen, an einer Situation, die vielleicht in 5 Jahren Eintritt, damit ist man wirklich nicht gut beraten. Damit gängelt man nur die Nutzer im "jetzt".
Renault Zoe Zen Q210 + Intens R90, S-Pedelec Grace MX,Tesla Model ≡ reserviert
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Wir müssen uns für unseren Wunsch nach Glück nicht rechtfertigen.(Dalai Lama)
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Re: Faires Preismodell für die Autobahn-Lader

Beitragvon TeeKay » Mi 30. Mär 2016, 15:59

Mal schauen, wie so die Preise in Norwegen aussehen, wo es deutlich größere Nachfrage nach Schnelladung gibt und die Autos relativ gesehen spottbillig sind:

Grönn Kontakt:
AC 22kW: 5,6 Cent pro kW pro angefangener Viertelstunde (bei 3,7kW einphasig pro Stunde also 90 Cent. Bei 22kW sinds 5,60 Euro)
Schnelladung: 26,6 Cent pro Minute

Wer für mehr als 11 Euro pro Monat lädt, bekommt 10% Rabatt, ab 26 Euro 20%, ab 53 Euro 30% und über 80 Euro 40%.

Fortum:
26 Cent pro Minute

Und das bei doppelter Kaufkraft und halbierten Autokaufpreisen.

Das estnische oder niederländische Modell (Fastned) gefällt mir aber am besten.
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Re: Faires Preismodell für die Autobahn-Lader

Beitragvon Schrauber601 » Mi 30. Mär 2016, 16:35

Natürlich kann man neidisch in andere Länder schauen...

Faktisch ist es in meine Augen ja so, das in "Ingenör-Germany" nur heiße Luft von der Politik produziert wird (in Form von Wortphrasen). Man begnügt sich damit, das hier mal ein Förderprogramm - ähm "Forschungsprogramm" und dort mal der T+R etwas "zugesteckt" wird. Ein einheitliches Konzept, das auch den Endkundenpreis nicht außer acht lässt fehlt. Wie soll so ein Markt überhaupt entstehen?

Daher wäre es interessant, was hier heraus kommt. Klar, wer mit heutigen 20+x kWh BEV sich quer durch die Republik bewegen möchte ist schon "seltsam" - mehr als 65-70km/h Schnitt packt man selbst im Idealfall nicht. Nun aber in der Situation den Leuten noch hohe Kosten aufbürden erzeugt nur ein Abschreckungseffekt, der auf Unentschlossene fatal wirkt.
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Re: Faires Preismodell für die Autobahn-Lader

Beitragvon TeeKay » Mi 30. Mär 2016, 18:46

Wir können uns ja alle einen "Ich zahl pro 100km mehr als ein Bugatti-Fahrer, bin aber langsamer unterwegs als der im Standgas - danke Mutti" Aufkleber auf die Heckscheibe kleben.
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Re: Faires Preismodell für die Autobahn-Lader

Beitragvon green_Phil » Do 31. Mär 2016, 12:53

Lieber Tho, der Benz ED ist eindeutig kein Fernstreckenauto. Wer das dennoch so nutzen möchte und dabei absolut viel Zeit zu vergeuden hat, bitteschön. Der kann aber auch ohne Sorgen auf die deutlich günstigere 11 oder 22 kW AC-Ladeinfrastruktur zurückgreifen, die zwar nicht auf Autobahnparkplätzen rumsteht, aber quasi sonst überall. Kurz abfahren, ewig aber günstig laden, wieder auffahren.
Wer ein E-Mob. mehr oder weniger regelmäßig auf längeren Strecken fahren möchte, der sollte beim Kauf auf eine entsprechende Ladeleistung achten.

Ontopic: Ich finde die Idee super, dass die erste halbe Stunde pauschal berechnet wird, sobald man startet. Sie ist dabei nur etwas überteuert (10€?). Wer danach noch weiter lädt, der kann einen saftigen Minutenpreis zahlen (40 Ct/min). So ist quasi jedem geholfen. Wer AC-langsamladen will, dem zwar nicht, der sollte aber einfach nicht auf der BAB laden, er hat ja Zeit.

Am besten gefällt mir aber die Idee, dass die Regierung endlich den Strommarkt entmonopolisiert. Scheiße, jeder darf Eier kaufen und verkaufen, aber Strom nicht! Ist ja auch nicht so, dass sich fünf Milliarden Betreiber von Schnellladesäulen auf den deutschen Autobahnen tummeln. Strom muss pro Energiemenge verkauft werden dürfen, und zwar von jedem Infrastrukturbetreiber, der seine Zähler alle x Jahre eichen lässt. So fördert man Elektromobilität.
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Re: Faires Preismodell für die Autobahn-Lader

Beitragvon e-Golf_70794 » Do 31. Mär 2016, 19:10

Wer, bitte, will an der Autobahn stundenlang stehen zum Laden? Dort sind mengenbasierte Preise fair. Unfair wäre es, wenn die Kosten je 100 km über denen lägen, die Verbrenner-Fahrern an der Zapfsäule abverlangt werden.
Grüße Norbert
Viele Grüße
Norbert

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Re: Faires Preismodell für die Autobahn-Lader

Beitragvon Karlsson » Do 31. Mär 2016, 19:34

e-Golf_70794 hat geschrieben:
Wer, bitte, will an der Autobahn stundenlang stehen zum Laden? Dort sind mengenbasierte Preise fair.

Das hat doch überhaupt nichts damit zu tun, wo die Säule aufgestellt ist.
Der Betreiber hat eindeutig einen Vorteil, wenn der Kunde dieselbe Menge in weniger Zeit abnimmt und er dann schon wieder den nächsten Kunden beglücken kann. Das sollte sich auch auf den Preis auswirken. Daher finde ich einen Zeitanteil sinnvoll.

Und den bei DC größer als bei AC zu machen, erscheint auch sinnvoll, da die blockierte Infrastruktur teurer ist.

e-Golf_70794 hat geschrieben:
Unfair wäre es, wenn die Kosten je 100 km über denen lägen, die Verbrenner-Fahrern an der Zapfsäule abverlangt werden.

Wüsste nicht, was das eine mit dem anderen zu tun hat.
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Re: Faires Preismodell für die Autobahn-Lader

Beitragvon enabler » Do 31. Mär 2016, 19:54

Ich bin aus vielen Gründen Freund eines Zeittarifes.

Wenn ich an der Autobahnraststätte stehe und warte, bis der Schnelllader endlich frei wird, ist es mir vollkommen egal, ob das Auto vor mir viel oder wenig Energie benötigt.
Das Fahrzeug (vor mir) soll möglichst schnell den Ladeanschluss frei machen. Und das erreicht man nicht mit einer kWh Verrechnung.
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