Eichrechtskonforme Ladesäulen

Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

Beitragvon jo911 » Mo 18. Dez 2017, 21:39

Tho hat geschrieben:
Jetzt diskutieren wir schon über 16 Seiten Tarife, aber welche Ladesäulen und Backends technisch eichrechtskonform sind weiß immernoch keiner. :?:
Nach diesem Zeitungsartikel, den Benwei gepostet hat, nur Ladesäulen eines einzigen Herstellers. Leider steht da nicht welcher:
oeffentliche-ladeinfrastruktur/schnelllader-invasion-in-braunschweig-t9704-630.html
jo911
 
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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

Beitragvon LiquidCrystal » Di 19. Dez 2017, 01:25

enabler hat geschrieben:
LiquidCrystal hat geschrieben:
Gab es nicht schon mal einen Thread, in dem ellenlang darüber diskutiert wurde, wie die Abrechnung jetzt am "fairsten" verläuft? Ich meine mich zu erinnern, dass ein Kombi-Tarif à la "Preis pro kWh bis 45 Minuten Ladezeit, danach pro Minute x€" relativ beliebt war. So etwas würde auch gut mit einer Tarifstufung nach Ladegeschwindigkeit zusammenpassen - an 50kW-Säulen zahlt man vllt. 30c/kWh und an 150kW-Säulen eben 40c/kWh. Dann laden die langsameren (wenn sie etwas schlau sind) nicht an den schnelleren Säulen und die schnelleren nicht an den langsameren, weil sie ja nicht nach 45 Minuten voll wären (angenommen das Verhältnis von Batteriekapazität zu Ladegeschwindigkeit bleibt ungefähr so, wie es heute ist).
Mmn würde das, kombiniert mit den bald vorgeschriebenen Ladeleistungs-Anzeigen, sowohl das Problem des schwankenden Preises pro kWh bei Zeittarifen als auch das Problem des Zuparkens von schnelleren Säulen durch langsamere Lader lösen.

Wennst jetzt noch die Mondphasen hinzuziehst, wäre das Maximum an Intransparenz erreicht.

"1 Minute Laden am 150kW-Lader kostet 1E" - was ist daran kompliziert?

"Hier zahlen sie pro kWh 0,3€. Ab der 45. Lademinute zahlen sie zusätzlich 1€ pro Minute." - was ist daran kompliziert?
Es geht darum, dass es keinen vernünftigen Grund dafür gibt, dass man im Winter mehr als im Sommer zahlen soll.
Es geht darum, dass man möglichst wenig Variablen hat, wenn man herausfinden möchte, welche Leistung man für welchen Preis bekommen hat. In dem Punkt ist dein Zeittarif sogar wesentlich intransparenter.
Ein kleiner Sticker an der Säule, der den Fahrer über die maximale Ladedauer informiert, ist nicht kompliziert. Tu nicht so, als wäre das ein größeres Problem für den Durchschnittsfahrer als ihm klarmachen zu müssen, dass laden im Winter halt teurer ist weil beim e-Auto geht man den Sonderweg der Zeitabrechnung.
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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

Beitragvon Langsam aber stetig » Di 19. Dez 2017, 01:42

LiquidCrystal hat geschrieben:
Es geht darum, dass es keinen vernünftigen Grund dafür gibt, dass man im Winter mehr als im Sommer zahlen soll.

Doch, Du belegst die teure Infrastruktur länger. Dafür kannst Du zwar nichts, aber die Kosten verursachst Du trotzdem, weil eben tendenziell mehr Säulen aufgebaut werden müssen, weil alle langsamer laden. Deswegen ist es auch sinnvoll, diese Kosten weiterzugeben, um besonders im Winter einen etwas größeren Anreiz zu geben, diese Infrastruktur weniger zu nutzen, indem man etwas sparsamer fährt, oder mehr zuhause lädt.

Oder sagst Du auch, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, dass Erdbeeren im Januar mehr kosten als im Juni? Mir schmecken sie ja gleich, und ich möchte in jedem Monat gleich viele Erdbeeren essen; ist doch nicht mein Problem, dass der Supermarkt im Januar höhere Kosten hat als im Juni.
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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

Beitragvon Jogobo » Di 19. Dez 2017, 08:24

LiquidCrystal hat geschrieben:
Oder sagst Du auch, dass es keinen vernünftigen Grund gibt, dass Erdbeeren im Januar mehr kosten als im Juni?

Langsam werden die Vergleiche und Analogien nur noch lächerlich. Kostet es mich im Januar mehr als im Juni, die Erdbeeren aus dem Supermarkt zu holen? Oder ist der Transport spanischer Gewächshauserdbeeren teurer als der Transport spanischer Freilanderdbeeren?

LiquidCrystal hat geschrieben:
Mir schmecken sie ja gleich, und ich möchte in jedem Monat gleich viele Erdbeeren essen

Wer den Unterschied zwischen Winter- und Sommererdbeeren nicht schmeckt, der kann auch nur die Verpackung essen.
Du weißt schon, dass Du im Winter langsamer isst als im Sommer? Und wenn Du länger als 5 Minuten an einer Schale Erdbeeren ist, dann musst Du nochmal zurück zum Supermarkt und für jede Minute essen zusätzlich einen Euro zahlen.
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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

Beitragvon Heesi » Di 19. Dez 2017, 12:21

Mir ist es mehr oder weniger "Latten" ob nach Zeit oder was auch immer abgerechnet wird.
Wichtig ist doch vorher zu wissen was es kostet mein Fahrzeug zu laden.
Und die Daten mir vor Ort angezeigt werden.
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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

Beitragvon mweisEl » Di 19. Dez 2017, 13:57

jo911 hat geschrieben:
Nach diesem Zeitungsartikel, den Benwei gepostet hat, nur Ladesäulen eines einzigen Herstellers. Leider steht da nicht welcher

RWE bzw. innogy hat im Jahr 2015 ihre unbefristete PTB-Bauartzulassungs-Zertifikat gezeigt (Seite 6).
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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

Beitragvon Tho » Di 19. Dez 2017, 14:05

Interessant, die haben auch keinen sichtbaren Zähler und zeigen die verbrauchte Strommenge bzw, Zeit vor Ort nicht an.
Dann kann man sich ja bezüglich PTB Zulassung wieder entspannen.
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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

Beitragvon HubertB » Di 19. Dez 2017, 14:17

Die dann man sich alle Online anzeigen lassen, wurde hier auch schon mal verlinkt.
Das scheint ein zulässiger Weg zu sein.
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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

Beitragvon Tho » Di 19. Dez 2017, 14:24

Da wird über eine Website ein Zählerstand angezeigt. Das könnte jede andere Säule mit Smartmeter und minimalster Rechenleistung im Controller auch.
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Re: Eichrechtskonforme Ladesäulen

Beitragvon drilling » Di 19. Dez 2017, 14:27

Dafür muß aber laut LSV jetzt (für neue Säulen, nicht den Bestand) ein Wifi Hotspot an der Säule den Zugang ermöglichen, und das System muß web-basiert sein (App natürlich zusätzlich weiterhin möglich).

Aus diesem Grund ist ein kleines 2x16 Text Display direkt an der Säule wohl letztendlich deutlich billiger.
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