eCharge Schnelladen an Autobahnen zum Zeittarif ?

Re: eCharge Schnelladen an Autobahnen zum Zeittarif ?

Beitragvon struppi2911 » So 4. Feb 2018, 14:48

malbrecht hat geschrieben:
Moin,

meine erste längere Fahrt (rund 400km) mit meinem gerade gekauften E-Auto war ein Abenteuer der miesesten Art. Wäre ich nicht aus Frickelfreude umgestiegen, wäre ich vermutlich nachts umgedreht und hätte dem Händler das Auto zurückgegeben und mir zum gleichen Preis drei bis vier Verbrenner gekauft.
Und die Probleme, die ich hatte, sind einzig und allein LadeVORGANGSproblem, nicht "Existenz von Ladesäulen", wie die deutsche Presse es immer behauptet.

> (Hatte im Touran laut spritmonitor einen Verbrauch von ca.5,5l/100km = ca6,50€/100km. Mehr muß man nicht sagen.

Ich bin vorher Cee'd gefahren und konnte auf Langstrecken bequem 6l/100km ohne Komforteinbußen fahren. Das sind pi-mal-Daumen 7,80€/100km inklusive Steuern. Wenn ich den diversen "Apps", die ich jetzt zum Tanken brauche (es ist ja weit komplizierter, ein E-Auto unterwegs zuverlässig aufzuladen, als z.B. eine Bewohnerin des Planeten Titan zu heiraten, wenn die nur ein Visa für den Mars hat und man selbst nicht an Außerirdische glaubt), glaube, dann kostet mich eine Ladung für ca. 170km rund 30,-€.
Ich wiederhole das mal, weil es so lustig ist: Laut NewMotionApp und BlödSörfing (oder wie das heißt), kostet mich eine von 20% auf 100% Ladung rund 30,-€. Mit der ich dann, mit Heizung an und "normalem" Fahrstil, ca. 170km schaffe.
Das macht *ÜBER 17 EURO* pro 100km.

Ja, ich habe inzwischen kapiert, dass hier im Forum Leute unterwegs sind, die jedes Über-den-Tellerrand-Schauen für Blasphemie halten und sogar bereit wären, auf ihrem Fahrrad sitzend das E-Auto aufzuladen nur um zu beweisen, dass man "problemlos ALLE Autos und ALLE LKW und ALLE Baumaschinen in Deutschland SOFORT ohne JEDE ÄNDERUNG auf elektrische Antriebe umstellen kann". Habe ich verstanden. Das ist hier "vorgeschriebene Religion".
Da ich Religionen grundsätzlich ablehne: Elektromobilität ist in meinen Augen (ich fahre seit 5 Tagen elektrisiert) EXTREM TEUER. Abseits von Heimladestellen ist das Laden SEHR kompliziert bis unzuverlässig (hat man keinen Internetempfang oder ERDREISTET sich, nicht mit Apple oder Google kooperieren zu wollen, kann man eben nicht mehr autofahren - EndeGelände).

Na und? Ich heize mit Holzpellets, obwohl das teurer ist und deutlich umständlicher als z.B. mit Gas oder gar Öl. Weil ich davon überzeugt bin. Ich bin von E-Mobilität für Kurz- und Mittelstrecken als Übergangslösung überzeugt. Ich WILL diese Technik ausprobieren und ich freue mich auf den nächsten Entwicklungsschritt, wie auch immer der aussieht. Mein persönliches Ideal ist: Weg mit den allermeisten Privatautos, her mit flächendeckendem Carsharing und funktionierendem Nahverkehr (ich weiß, ich spinne total).

That said: Ich habe kein Problem damit, 5-10 Euro für eine ChDeMo-Ladung von 20 auf 100 Prozent zu zahlen, wenn ich WEISS, dass ich das zahlen soll, wenn ich WEISS, dass die Säule funktioniert, wenn ich WEISS, wo ich die Säule finde (an einer Autobahnraststätte, die laut App auf beiden Autobahnseiten Ladesäulen haben sollte, wussten die Tankstelleninsassen aka Kassier nichts davon, glücklicherweise konnte mir ein KUNDE sagen, wo ich die Säule finde ...)
Aber im Moment - wo mir die angeblich KOSTENLOSE Lademöglichkeit im Dörfchen unten an der Straße als 30,-€/Ladung in den Apps angezeigt wird oder als 0,10€/Minute oder als 0,48€/kWh oder als ... und ich KEINE AHNUNG habe, was ich denn nun WIRKLICH zahlen würde - rate ich in meiner Bekanntschaft, seit ich E-Auto fahre:

LASST ES. Wenn ihr Spaß am Verarscht-Werden habt, kauft euch ein E-Auto. Ansonsten: LASST ES BLEIBEN, bis der Nervenkrieg beim "öffentlichen Laden" bereinigt ist. Was hoffentlich bald passiert.

Marc Albrecht



Wie sehr ich diesem Beitrag zustimme.... :danke:
Ich habe seit Mitte letzten Jahres einen Mitsubishi Outlander PHEV.
Inzwischen habe ich erkannt, dass es seitens der Politik nur Lippenbekenntnisse hinsichtlich der Verbesserung der Elektromobilität gibt... Alles nur heiße Luft und Beschiss :evil: :evil: :evil:
Man kann nur vermuten, wer da dahinter steckt um seine Autos weiter zu völlig überhöhten Preisen an den dummen Kunden zu verticken...
Hier machen Unternehmen wie innogy, TNM und wie sie alle heißen so richtig Kasse...
Insbesondere als Langsamlader mit dem PHEV ist man nur "angeschi...."!!! Das große Glück dabei ist, dass man ja zumindest noch einen Tank hat und auch ohne unterwegs zu laden an sein Ziel kommt...
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Re: eCharge Schnelladen an Autobahnen zum Zeittarif ?

Beitragvon bm3 » So 4. Feb 2018, 15:04

Naja struppi,
beim Schnellladen an der Autobahn gehts eigentlich auch nicht um die PHEVs. Die kannst du zuhause laden und damit deine täglichen Fahrten hoffentlich elektrisch erledigt bekommen. Auf der Bahn macht es wenig Sinn für vielleicht 30 oder 40 elektrische Kilometer die Schnelllader aufzusuchen und dann noch die richtigen EVs dabei beim Laden auszubremsen.
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Re: eCharge Schnelladen an Autobahnen zum Zeittarif ?

Beitragvon fbitc » Mo 5. Feb 2018, 22:51

Wobei man beim Outlander wenigstens noch Chademo nutzen kann, aber es macht wohl bei zb knapp 8 Euro pro ladesitzung an T&R nicht viel Sinn 30 bis 40 km nachzuladen
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Re: eCharge Schnelladen an Autobahnen zum Zeittarif ?

Beitragvon fidelio1985 » Di 6. Feb 2018, 14:03

malbrecht hat geschrieben:
: Elektromobilität ist in meinen Augen (ich fahre seit 5 Tagen elektrisiert) EXTREM TEUER. Abseits von Heimladestellen ist das Laden SEHR kompliziert bis unzuverlässig (hat man keinen Internetempfang oder ERDREISTET sich, nicht mit Apple oder Google kooperieren zu wollen, kann man eben nicht mehr autofahren - EndeGelände).



Das scheint jetzt aber auch wirkliches Pech gewesen zu sein, dass ausgerechnet Jetzt, wo du dein EV hast, die Säulen kostenpflichtig geworden sind. Was ich im übrigen auch nicht ganz nachvollziehen kann - ich hab auch eher das Gefühl, dass das, was jetzt in Sachen E-MOBILITÄT ins Rollen gebracht worden ist gleich wieder erstickt wird.

Ich hatte aber das Glück, bisher über 24t km seit einem Jahr für insgesamt 20€ zu fahren. Dabei lade ich ausschließlich öffentlich - ich kann Zuhause nicht laden. Bisher brauchte ich auch noch keine App - selbst FFM-IBK ging ohne Probleme kostenlos und ohne Handy.
Die Zeiten haben sich wohl leider geändert, wobei ich mir da meine ZOE lobe, mit der ich auch bei innogy für faire 20-25c/kWh laden kann (vorausgesetzt, der Akku ist nicht zu kalt, was bei Langstrecken aber eh kein Problem darstellen sollte.)

Ich finde es im Übrigen auch sehr ungeschickt, mit einem PHEV an einer Autobahn zwischen zu laden.
Einziger Vorteil der ganzen Geschichte ist, dass man jetzt die Destination-Ladenden an Schnellladestationen wohl mit der Lupe suchen kann.
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Re: eCharge Schnelladen an Autobahnen zum Zeittarif ?

Beitragvon HawkEy3 » Di 22. Mai 2018, 20:26

Ich wollte keinen neuen Thread aufmachen, vielleicht kann mir ja hier jemand helfen.
Konkret geht es um diese Ladesäule Aichen Nord an der A8, oder generell alle innogy Schnelllader.
Diese Säule hat kein RFID Lesegerät, lauf Verzeichnis kann mit innogy eRoaming "Maingau EinfachStromLaden" Vertrag dort geladen werden, aber die Säule taucht nicht in der "EinfachStromLaden" app auf und in der "eCharge" app von innogy werden meine Vertragsdaten von Maingau nicht akzeptiert.
Ist das so richtig?
Wie läd man dort jetzt? Nur mit "innogy ePower basic" oder "innogy ePower direct" ?
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Re: eCharge Schnelladen an Autobahnen zum Zeittarif ?

Beitragvon wolpertinger42 » Di 22. Mai 2018, 21:37

innogy funktioniert mit Maingau nur an den AC-Säulen und ein paar wenigen T&R-Schnellladern.
Für die meisten innogy-Schnelllader bei T&R braucht man bis dato die e-Charge App, dort empfiehlt sich der Vertrag von BEW, wenn man öfter dort laden möchte.
Die Anzahl der Frage- und Ausrufezeichen ist umgekehrt proportional zur Intelligenz des Verfassers.


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