Dynamischer Strompreis sinnvoll?

Re: Dynamischer Strompreis sinnvoll?

Beitragvon Super-E » Mi 15. Nov 2017, 15:01

Für intelligentes Laden sehe ich viele Einsatzmöglichkeiten und kaum/keine Nachteile für die Autolebensdauer. Wir haben dazu auch schone viele Threads die sich damit beschäftigen. Bei V2G sehe ich auch durchaus Nutzungspotential. natürlich kann man heutige Autos nicht täglich mit einem Vollzyklus belasten. Wenn das aber nur ein paar Sekunden oder eine Minute sind um Schwankungen abzufangen oder ggf alle paar Wochen mal ein paar % SOC wird das mit zunehmend weiterentwickelten Akkus sicher auch möglich sein.

Was mir dafür fehlt ist aber irgend ein manipuliersicherer Akkunutzungsanzeiger. Sprich ein gerät, dass irgendwie geartet die Belastung des Akkus loggt und aus Zyklen, Ladeleistungen, Temperaturen und was weiß ich nicht alles einen Wert ermittelt. Sonst bekommt man dann irgendwann einen jungen Gebrauchten aus dem leasing mit gerade mal 10k auf der Uhr, aber der Akku ist kurze zeit darauf hinüber, weil irgend jemand seinen Firmenwagen permanent für V2G Nebenverdienste hergenommen hat.
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Re: Dynamischer Strompreis sinnvoll?

Beitragvon eDEVIL » Mi 15. Nov 2017, 15:11

Geladene und Entladene kWh wären ja shcon mal ein guter indikator
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Re: Dynamischer Strompreis sinnvoll?

Beitragvon Super-E » Mi 15. Nov 2017, 15:22

Ja, aber so wie ich das bisher verstanden habe kann man aus einem flach gezykelten LiIon Akku mit geringer C Rate in Wohlfühltemperatur wohl einiges mehr (absolut) rausholen bis der die Grätsche macht, als wenn man den etwas härter ran nimmt.
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Re: Dynamischer Strompreis sinnvoll?

Beitragvon eDEVIL » Mi 15. Nov 2017, 15:27

Wäre dann eine Art Worst-Case beurteilung.

Wenn man fürs Netz nur 1-5% SoC verwendet wird sich da bei halbvollen AKku wohl kaum verscheiß einstellen, wenn man <0,5C bleibt
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Re: Dynamischer Strompreis sinnvoll?

Beitragvon BrabusBB » Mi 15. Nov 2017, 22:44

Diesen Herbst hatte die EnBW einen Infotag zu Elektromobilität in Stuttgart und da waren einige interessante Ansätze zu hören.

Da gab es die "Strom-Cloud", in die man seinen PV-Strom einspeist, und ihn dann an einer beliebigen Stelle wieder entnimmt. Beispiel: PV produziert zu Hause und ich lade am fernen Arbeitsplatz damit auf.

Anderer Gedanke: EEG-Überschussstrom wird an BEVs verschenkt. Kommentar: Wir müssen heute schon Überschüsse verschenken, warum nicht an unsere Kunden.

Ich weiss jetzt nicht, was schon da ist und was noch Gedankenspiele sind und habe auch keine Weblinks, da mein BHKW da aussen vor ist. Es ist auch kein echter dynamischer Strompreis, aber die EVUs machen sich teilweise Gedanken.
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Re: Dynamischer Strompreis sinnvoll?

Beitragvon Karlsson » Do 16. Nov 2017, 13:25

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Rechenbeispiel:
Der Preisunterschied beim Zoe 40 von Miet- zum Kaufakku beträgt rund 8000 Euro.
20kWh raus ist ein 25%-Zyklus.
Nehmen wir mal an, daß der Akku 3000 Zyklen macht, also € 2,66 pro Zyklus.
Damit kostet der 25%-Zyklus € 0,67.
Nachdem ich die 20kWh aber auch wieder nachladen muß (oder vorher geladen habe, ohne sie für mich nutzen zu können), ist schon ein halber Zyklus weg => € 1,33
Das würde ich doch vom Nutznießer vergütet haben wollen.

Grundsätzlich richtig, aber man sollte das auch nicht überbewerten, bzw bedenken, dass 3000 Zyklen schon 600.000-750.000km bedeuten. Der Akku wird in den meisten Fällen wohl eher kalendarisch altern und man könnte mit V2G die Kosten etwas senken.
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Re: Dynamischer Strompreis sinnvoll?

Beitragvon eDEVIL » Do 16. Nov 2017, 14:40

Verschenken von Überschussstrom ist ein guter Werbeeffekt.
Wenn man das noch mit einem güsntigen Ladepreis untermauert für den Fall, das es keienn Überschuss strom gibt, kann das gut angenommen werden.

Deal:
- überschusstrom für 0 EUR
- Normalsstrom 15ct/kwh
- Expresstrom 30 ct/kwh

Akku darf im gegenzug für max 5% Ladehub beliebig oft verwendet werden.
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Re: Dynamischer Strompreis sinnvoll?

Beitragvon Solarmobil Verein » Fr 17. Nov 2017, 14:14

Karlsson hat geschrieben:
, dass 3000 Zyklen schon 600.000-750.000km bedeuten.
Jetzt bitte noch die von dir zu Grunde gelegte Akkukapazität dazuschreiben, damit es ein Schuh draus wird und Vergleichbarkeit gegeben ist.

Bei der Akkukapazität meines Fahrzeugs bedeuten 3000 Vollzyklen 48000kWh, sind bei einem Durchschnittsverbrauch von 15kWh auf 100km "nur" etwas über 300000km. Dafür brauche ich bei meiner aktuellen durchschnittlichen jährlichen Fahrleistung 12-13 Jahre. Das oder sogar noch länger ist gar nicht mal so unwahrscheinlich. Es sind schon mehr als 5 Jahre vorbei.
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Re: Dynamischer Strompreis sinnvoll?

Beitragvon Karlsson » Fr 17. Nov 2017, 15:30

Gemeint war natürlich der 41kWh Zoe, weil der aus deinem Beispiel kam und da kannst Du schon 200-250km für einen Vollzyklus rechnen.
Ein brauchbarer Erstwagen wird einen noch ein Stück größeren Akku haben, größer 60kWh.
Selbst Vielfahrer kriegen den kaum durch Zyklen klein. Aber die kalendarische Alterung ist ein Thema.
Ich fahre zur Zeit unter 10tkm/a. Wenn wir nächstes Jahr umziehen wohl ca doppelt so viel. Also in 20 Jahren käme ich mit dem Zoe Q90 nicht auf 3000 Vollzyklen. Und ich denke, dass der Wagen 20 Jahre benutzt wird und der Akku nach 10 Jahren wegen kalendarischer Alterung ersetzt wird.
Den als Hauspeicher für meine PV mit zu benutzen, erscheint mir da sehr attraktiv.
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