Die totale Untätigkeit der deutschen Ökostromanbieter

Re: Die totale Untätigkeit der deutschen Ökostromanbieter

Beitragvon eDEVIL » Mi 30. Sep 2015, 12:19

Einige VNBs lassen es auch extra komliziert und teuer erscheinen. Da werden dann Maerchen erzaehlt....
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Re: Die totale Untätigkeit der deutschen Ökostromanbieter

Beitragvon Pelle_HB » Mi 30. Sep 2015, 18:46

Tho hat geschrieben:
Andererseits besucht man dann ein Energiedorf mit eigener Strom- und Wärmeerzeugung, in dem es aber keine einzige öffentliche Ladestelle gibt. Elektroauto? Sowas hat hier keiner.


Dazu fällt mir ein Spruch aus Husum ein:
Wir fahren lieber mit dem Strom vom Deich,
als mit dem Öl vom Scheich !

Strom dort verbrauchen, wo er produziert wird :!:
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Re: Die totale Untätigkeit der deutschen Ökostromanbieter

Beitragvon eDEVIL » Mi 30. Sep 2015, 19:27

Bin grad mit buergerwerke im Gespräch. Vielleicht kann man ja da zumindest ne Aktion für CF-Boxen starten.
Standorte mit reichlich EE-Strom haben sie auf jeden Fall im Verteiler. 8-)
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Re: Die totale Untätigkeit der deutschen Ökostromanbieter

Beitragvon zitic » Mi 30. Sep 2015, 20:55

Bei dieser Frage sehe ich doch wieder die enge Fokussierung auf EV hier.
Bitte den Gewinn einfach mal voll in Schnell-Lader stecken. Wenn man sieht wie klein die dortigen Kapazitäten sind, die ausgebaut werden wollen, dann frag ich mich schon, wie man da an großartige Investition in diese Lader denken kann. 15 Mio. zusammen. Bekannt was so eine WKA kostet? Dass man damit keine Einnahmen generieren kann ist ja auch bekannt. Gerade EWS oder Greenpeace mit ihren paar Euro Überschuss. Ein paar kleine AC Lader, ok. Aber dass die die Schnellladerlast tragen sollen....

Kann auch nicht beurteilen inwiefern ecotricity etc. mit diesen deutschen Anbietern und Verhältnissen vergleichbar sind. Wie lief da die Finanzierung?

Da ist es mir wirklich lieber, dass das in Investition und Akquise geht o.ä ..

Bin ja wirklich für extrem viel schnelleren Ausbau. Lobbiiere da auch so gut es geht. Aber EV geht bei mir auch nicht über alles. Die Energiewende ist mindestens genauso wichtig.
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Re: Die totale Untätigkeit der deutschen Ökostromanbieter

Beitragvon TeeKay » Mi 30. Sep 2015, 22:15

Gewinn = das, was nach Aquise, Windradbau und ALLEN anderen Kosten inkl. Steuern übrig blieb. Dein Argument zieht also nicht.

ecotricity ist ein kleiner Anbieter, 170.000 Kunden. Allein Lichtblick hat mehr als eine halbe Million Kunden. Alle 4 genannten zusammen 1,1 Mio Kunden. Die Briten machen es einfach, statt sich zu überlegen, warum das schon wieder gar nicht geht oder sinnlos ist - und ecotricity investiert ebenso in erneuerbare Energien. Es ist ja auch nicht so, dass man das aus Eigenkapital stemmen müsste. Im TEN-T Förderprogramm der EU warten bis 2020 mehr als 26 Mrd Euro auf Abruf. Da kann jedes Unternehmen Förderanträge stellen, so wie es Allego, Clever, Fastned, E.ON Danmark oder Smatrics für ihre Schnellladerprojekte taten. Wird ein Projekt angenommen, finanziert die EU 50%.

Im Übrigen ist das Anlagevermögen von Lichtblick im Jahr 2014 um 4% gesunken. Da wurde also nichts investiert, sondern desinvestiert bzw. abgeschriebene Vermögenswerte nicht durch Neuinvestitionen kompensiert. Soviel zu: Die Energiewende ist genauso wichtig.
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Re: Die totale Untätigkeit der deutschen Ökostromanbieter

Beitragvon zitic » Mi 30. Sep 2015, 23:22

Dass Lichtblick nicht wirklich in eigene Anlagen investiert ist ja ohnehin ein Hauptkritikpunkt bei Lichtblick. Vielleicht kannst du ja mal Herrn Saalfeld kontaktieren, ob er die Gewinne nicht in Schnellladesäulen investieren will.
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Re: Die totale Untätigkeit der deutschen Ökostromanbieter

Beitragvon Alex1 » Do 1. Okt 2015, 00:21

Ich habe auch schon bei meinen EWS nachgefragt, ob sie sich wenigstens am Ladenetz beteiligen. Nichts da :roll:

Der CF-Gedanke geht doch mit dem Genossenschaftsgedanken absolut parallel?

Lichtblick war mir allerdings immer ein klein wenig suspekt. Viel Werbung und die Spitzen werden gern in Leipzig gekauft, fossil oder nicht...
Herzliche Grüße
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Re: Die totale Untätigkeit der deutschen Ökostromanbieter

Beitragvon Tho » Fr 16. Okt 2015, 12:26

Lichtblick favourisiert folgendes Modell:

"...da wir kein Netzbetreiber, sondern Energieanbieter sind, möchten wir nicht in die Infrastruktur von Ladesäulen investieren, sondern diese wie Haushalte mit sauberem Ökostrom beliefern. Derzeit ist uns dies als unabhängiger Energieanbieter leider noch nicht erlaubt. Die Stromqualität an den öffentlichen Ladesäulen wird daher noch alleine vom jeweiligen Betreiber bestimmt. In der Politik setzen wir uns bereits seit längerem dafür ein, dass künftig alle Anbieter - also auch echte Ökostromanbieter - ihren Strom direkt an jede öffentliche Ladesäule liefern können. D.h. jeder E-Fahrzeugkunde kann seinen Stromlieferanten an jede öffentliche Ladesäule "mitnehmen"
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Re: Die totale Untätigkeit der deutschen Ökostromanbieter

Beitragvon AbRiNgOi » Fr 16. Okt 2015, 12:42

Tho hat geschrieben:
... In der Politik setzen wir uns bereits seit längerem dafür ein, dass künftig alle Anbieter - also auch echte Ökostromanbieter - ihren Strom direkt an jede öffentliche Ladesäule liefern können. D.h. jeder E-Fahrzeugkunde kann seinen Stromlieferanten an jede öffentliche Ladesäule "mitnehmen"


Dann bekommt man eine Doppeltarif oder wie? Also Nutzungsgeld für die Ladesäule+Netz und dann extra den Energiepreis von meinem Anbieter? Das kann nur teurer werden!
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Re: Die totale Untätigkeit der deutschen Ökostromanbieter

Beitragvon Tho » Fr 16. Okt 2015, 12:44

Ja, wie beim Strom zu Hause. Trennung in Netzbetreiber und Stromlieferant. Ladesäulennutzungsentgeld für den Netz- bzw Säulenbetreiber und Ladetarif des Stromanbieters, wobei ersteres in letzteren enthalten ist.
Das Nutzungsentgeld müsste aber so hoch sein, dass der Netzbetreiber davon die Säulen betreiben kann.
Und das funktioniert ja noch nicht mal, wenn man als Betreiber den vollen Umsatz mitnimmt.
Wie soll das wirtschatlich funktionieren? Ich denke gerade darüber nach wieviel man bei einem Triplecharger umlegen müsste..
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