Allego/PlugSurfing/NewMotion in Berlin - Anwalt einschalten?

Allego/PlugSurfing/NewMotion in Berlin - Anwalt einschalten?

Beitragvon ihliedaily » Mo 27. Mär 2017, 11:48

Hallo Freunde,

es mag der Tatsache geschuldet sein, dass ich mich gerade wieder sehr ärgere, aber ich überlege einen Anwalt einzuschalten. Dazu hätte ich gern euer Feedback ob das zielführend und gerechtfertigt ist.

Über das generelle Problem mit Allego in Berlin müssen wir nicht mehr reden.

Das Szenario ist wie folgt: ich stehe mit meinem eTron vor einer Be eMobil Säule, schaue in der PlugSurfing App was das Laden dort kostet und sehe:

Bild

Auf der Säule selbst steht keine Information zu Preisen, Tarifen oder sonstigem. Also gehe ich davon aus, dass ich im "Tarif" AC-1 abgerechnet werde, da mein Fahrzeug nun eben nur 1-phasig laden kann.

Nach über einem Monat kommt endlich die Abrechnung und ich sehe, dass dort natürlich nach AC-3 abgerechnet wird. Ein Versuch das mit PlugSurfing zu klären hat nicht ganz geklappt:

Die Station selber kann die phasigkeit nicht unterscheiden, es gibt 2 typen von Ladestationen AC-1 Ladestationen welche bis zu 3,7 kWh laden und AC-3 Ladestationen welche bis 11 kWh laden. Jedoch kann eine AC-3 Säule nicht automatisch erkennen das nur ein 1-phasiges Ladekabel angeschlossen ist.
Daher ist die Berechnung der Station auf dem 3-phasigen Tarif basiert und nicht auf dem 1-phasigen.

Wir stimmen diesem Preismodell selber nicht zu, jedoch wurde dieser von der Berliner Regierung definiert, worauf wir als Unternehmen kein Einfluß haben können, wie gesagt jedoch soll dies demnächst geändert werden.


Für mich bleibt ungeklärt ob die Station wirklich nicht erkennen kann, wie viele Phasen zum laden benutzt werden.

Für mich klar ist aber, dass ich ein Produkt/eine Dienstleistung in Anspruch nehme, unter der Annahme dass die Preisangaben in der App stimmen. Abgerechnet wird aber was anderes. Ein Produkt dass ich nicht erworben bzw. bekommen habe.


Was würdet ihr tun? Für mich geht es hier um 50-100€ im Monat.
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Re: Allego/PlugSurfing/NewMotion in Berlin - Anwalt einschal

Beitragvon umrath » Mo 27. Mär 2017, 11:58

Ich halte es für sehr sinnvoll, dies zu klären, nötigenfalls gerichtlich.
Möglicherweise könnte man hier auch den Weg über den Verbraucherschutz gehen, denn normalerweise müssen Preise eindeutig und einfach erkennbar verzeichnet sein. Das ist hier eindeutig nicht der Fall.

Ich empfehle dir dringend, noch ein Bild der Säule anzufertigen, damit du nachweisen kannst, dass auch dort kein Preis verzeichnet war.
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Re: Allego/PlugSurfing/NewMotion in Berlin - Anwalt einschal

Beitragvon geko » Mo 27. Mär 2017, 12:16

Es ist vollkommen unerheblich was die Säule erkennt, sondern wie de facto geladen wurde. Da dein Fahrzeug ausschließlich 1-phasig laden kann, ist das unstrittig. Ich würde hier nun inkl. Fristsetzung auf Allego (in Berlin!) schriftlich zugehen und eine Korrektur der Rechnung inkl. Gutschrift fordern. Eine Frist von 7 Werktagen ist ausreichend. Nicht mit PlugSurfing diskutieren, diese Rechnen im Namen und auf Rechnung von Allego Berlin ab.
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Re: Allego/PlugSurfing/NewMotion in Berlin - Anwalt einschal

Beitragvon umrath » Mo 27. Mär 2017, 12:33

Die Rechnung kommt von Plugsurfing, nicht von Allego. Der Adressat muss als Plugsurfing sein.

Dass Allego den Mist durch die kranke Preispolitik verzapft hat, ist eine ganz andere Geschichte.
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Re: Allego/PlugSurfing/NewMotion in Berlin - Anwalt einschal

Beitragvon geko » Mo 27. Mär 2017, 12:38

Nummer sicher geht so: Bei beiden die Rechnung anfechten und um Korrektur bitten.

Einen Anwalt jetzt schon einzuschalten kann der Schadenminderungspflicht widersprechen und am Ende Kosten verursachen. Erst im nächsten Schritt, nach fruchtlosem Ablauf der 7-Tage-Frist.
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Re: Allego/PlugSurfing/NewMotion in Berlin - Anwalt einschal

Beitragvon marc71xxx » Mo 27. Mär 2017, 12:46

Hallo ihliedaily,

ohne die Situation in Berlin jetzt zu kennen, also allein anhand der Daten die Du angibst, würde ich sagen, daß Du im Unrecht bist.
Auf dem screenshot ist die Säule in der ersten Zeile deutlich als 11kW Säule gekennzeichnet, dies passt exakt zur AC-3 Beschreibung, zumals da Ladestation steht.
ihliedaily hat geschrieben:
Hallo Freunde,
Für mich klar ist aber, dass ich ein Produkt/eine Dienstleistung in Anspruch nehme, unter der Annahme dass die Preisangaben in der App stimmen. Abgerechnet wird aber was anderes. Ein Produkt dass ich nicht erworben bzw. bekommen habe.

Es wird also zweifelsfrei zwischen 2 verschiedenen Arten von Ladesäulen (AC-1 und AC-3) unterschieden.
Du hast an einer AC-3 geladen, Du bezahlst AC-3.

Darüber , daß das Kacke ist und man was dagegen tun sollte sind wir uns einig, aber vertragstechnisch hast Du meiner Meinung nach höchstens die Chance auf Kulanz.

Gruß
Marc
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Re: Allego/PlugSurfing/NewMotion in Berlin - Anwalt einschal

Beitragvon geko » Mo 27. Mär 2017, 13:01

Oops. Moment. War die Säule als AC3 gekennzeichnet? Dann ist Allego/PS im Recht. Der Kunde hat diese Säule bewusst gewählt und dem 3-phasigen Preis zugestimmt. :cry:
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Re: Allego/PlugSurfing/NewMotion in Berlin - Anwalt einschal

Beitragvon TeeKay » Mo 27. Mär 2017, 13:04

Selbst wenn du da jetzt gewinnst, ändert sich gar nichts. Du kriegst vielleicht Geld wieder, die Beschreibung wird nochmal konkretisiert und du zahlst trotzdem an allen Be Emobil Säulen übermäßig viel.

Plugsurfing ist nur der Abrechnungspartner. Der eigentliche Urheber, der Berliner Senat, wird erst über 2 Ecken erreicht. Plugsurfing müsste dann Allego verklagen und Allego den Senat. Da könnte man schon fast vermuten, dass diese Verantwortungspyramide absichtlich errichtet wurde, damit stets die eine Partei auf die andere verweisen kann und am Ende ein Prozessgegner mit unendlichen finanziellen Mitteln und Zeit verklagt werden muss.

Auf die neue Senatorin zu hoffen, ist übrigens vergebens. Ich hatte bereits Briefkontakt. An die Frau selbst kommst du nicht ran, Anfragen werden von den selben Leuten beantwortet, die auch schon unter dem alten Senator verantwortlich waren. Laut den Antworten ist alles ok, wie es ist. Alles läuft planmäßig und ist nur zu unserem Besten.
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Re: Allego/PlugSurfing/NewMotion in Berlin - Anwalt einschal

Beitragvon Volt » Mo 27. Mär 2017, 13:28

umrath hat geschrieben:
den Weg über den Verbraucherschutz gehen

die haben kein interesse, ich habe den sachverhalt letztes jahr schon gemeldet, keine rückmeldung.

du müßtest gegen Plugsurfing klagen, keine frage.

aussicht auf erfolg?
schwer zu sagen, nicht ausgeschlossen.
Die Chancen bei tnm wären wahrscheinlich besser weil der Tarif dort noch schwieriger ist.

der beliner senat schrieb mir:
Zitat Anfang:
"Das Land Berlin gibt keine Preise für die Nutzung der Ladeinfrastruktur vor.
Die weit verbreiteten anderslautenden Informationen sind unzutreffend."
Zitat Ende.

Meine Empfehlung:
Mache es so wie ich, fahre in Berlin einfach mit Benzin, geht ganz gut.

Stefan
These:
Beim laden sind alle E-Autos gleich zu behandeln.
Bei Destination Ladesäulen (bis 22KW) wird solange gestanden wie der Fahrer es für Richtig erachtet,
bzw. halt maximal solange wie beschildert. Oh, schon voll? egal. Ladescheibe ist Sinnvoll.
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Re: Allego/PlugSurfing/NewMotion in Berlin - Anwalt einschal

Beitragvon karo2204 » Mo 27. Mär 2017, 13:41

Ohne die Ladesäule zu kennen, kann ich anhand des Screenshots sagen, dass es entweder zwei Ladesäulen gab oder zwei Stecker. Wenn AC-3 abgerechnet wurde, dann wurde auch AC-3 geladen.

Auf jeder Ladesäule ist eine Info angebracht, wieviel V, kWh und Ampere der Stecker/Säule hat.

Warum lädst Du eigentlich kostenpflichtig? Es gibt doch in Berlin sicherlich genug kostenlose Ladesäulen so wie hier in München oder Ladesäulen die dem Ladenetz Verbund angehören. Für das Ladenetz gibt es einige Karten mit denen Du Flatrate laden kannst.
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