Allego-Abrechnung ist grenzwertig

Re: Allego-Abrechnung ist grenzwertig

Beitragvon SaschaG » Di 23. Mai 2017, 21:13

Lasst das doch einfach den Markt regeln. Im Moment bin ich über jede Ladesäule froh. Mit zunehmendem Ausbau gibt es dann auch einen Anbieterwettbewerb. Dann wird sich der mit dem besten Angebot durchsetzen. Wenn allego dann die Kunden weglaufen, werden sie es schon merken.
SaschaG
 
Beiträge: 421
Registriert: Di 19. Jul 2016, 07:52

Anzeige

Allego-Abrechnung ist grenzwertig

Beitragvon nono » Di 23. Mai 2017, 21:27

Da stimme ich dir zu.
Dennoch muss auch in dieser Phase Kritik an das derzeitige Vorgehen möglich sein...
Zuletzt geändert von fbitc am Do 25. Mai 2017, 07:42, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat
17.02.2017 Born Electric | 20.000 km rein elektrisch | Verbrauch: ø 14,0 kWh/100km
nono
 
Beiträge: 258
Registriert: Mi 10. Aug 2016, 18:24
Wohnort: Hannover

Re: Allego-Abrechnung ist grenzwertig

Beitragvon T1D » Mi 24. Mai 2017, 18:26

nono hat geschrieben:
Dennoch muss auch in dieser Phase Kritik an das derzeitige Vorgehen möglich sein...
Du triffst den Nagel auf den Kopf... :!:

SaschaG hat geschrieben:
Wer allego nicht mag, soll da einfach nicht laden. Fertig aus.
Wow, das macht 5 Euro ins Killerphrasen-Sparschwein... :roll:
Warum ist das meines Erachtens eine (nicht zu ende gedachte) Killerphrase?
So lange es nicht an allen Ecken und Enden Lader von verschiedenen Anbietern zur freien Auswahl hat kann man doch gar nicht anders als dort zu laden, wenn man nicht bestimmte Bereiche der Republik konsequent umfahren möchte. - Kann ja auch sein, dass man genau dort was zu tun hat.
Ich habe mir auch gerade für meine Urlaubsreise die möglichen Routen angesehen. Bei der Planung habe ich versucht Allego-Säulen auf das absolut Notwendige zu reduzieren, aber es geht mangels erreichbarer Alternativen stellenweise einfach nicht sie ganz außen vor zu lassen. Besonders, wenn man in der Ladesäulen-Diaspora im Nord-Osten Deutschlands unterwegs ist...
Ich komme aus BW, möchte demnächst nach Usedom rauf und habe mir, nachdem ich das nordöstliche Ladesäulendrama auf dem Weg dort hoch gesehen habe, ernsthaft überlegt ob auch dafür nicht doch besser meinen alten Stinke-Diesel nehmen soll.
Bei allego kommt halt dazu, dass der Premium-Preis häufig nicht so recht zur Verlässlichkeit der Säulen passt und gleichzeitig oft keine Alternativen in erreichbarer Nähe sind. Das bringt die E-Mobilität nicht voran sondern schreckt ab und das kann nicht im Sinne aller sein, denke ich.
Lieber Blödeleien als blöde Laien... :D
T1D
 
Beiträge: 217
Registriert: Di 21. Mär 2017, 00:35

Re: Allego-Abrechnung ist grenzwertig

Beitragvon Sewi » Mi 24. Mai 2017, 19:17

Allego rechnet doch nach kWh ab!? Wie kann da die Zeit relevant sein?
Sewi
 
Beiträge: 310
Registriert: Do 5. Jan 2017, 17:31

Re: Allego-Abrechnung ist grenzwertig

Beitragvon elektrozauber » Mi 24. Mai 2017, 22:12

Wenn berechnet wird, bis der Stecker wieder in der Ladesäule verriegelt ist, sind die Leute wenigstens motiviert, ihn nicht einfach auf den Boden zu schmeissen und wegzufahren. Aus meiner Sicht durchaus nachvollziehbar. Diese Säulen von EBG compleo sind sehr auf Schutz gegen Vandalismus ausgerichtet. Über Preishöhe und Minutentakt kann man freilich diskutieren.

Und der Vergleich mit der Benzin-Zapfsäule ist doch Unsinn, dort darf man genauso wenig dauerhaft parken, warum soll man's an der Ladesäule dürfen?
elektrozauber
 
Beiträge: 28
Registriert: Fr 19. Mai 2017, 08:46
Wohnort: Neckar-Alb

Re: Allego-Abrechnung ist grenzwertig

Beitragvon nono » Do 25. Mai 2017, 07:33

elektrozauber hat geschrieben:
Und der Vergleich mit der Benzin-Zapfsäule ist doch Unsinn, dort darf man genauso wenig dauerhaft parken, warum soll man's an der Ladesäule dürfen?

Wieso ist das Unsinn? Wer spricht hier von dauerhaftem Parken?

Bei der einen Säule fließt Sprit, bei der anderen Strom.
Nur beim Sprit wird mengenbasiert abgerechnet. Nun ist es in D mal so, dass bei Schnellladern nach Zeit abgerechnet werden muss.
Das heißt aber noch lange nicht, dass der Anbieter auch die Rüstzeit in Rechnung stellt, in der kein Strom fließt.
Hier erwarte ich eine gewisse Toleranzzeit.
Denn auch an einer konventionellen Tankstelle bezahle ich nicht für den Zeitraum zwischen volltanken, den Weg zur Kasse und zurück und der Rüstzeit.
Denn der Wagen blockiert auch hier schon mal locker 3min die Säule ohne Aktivität.
17.02.2017 Born Electric | 20.000 km rein elektrisch | Verbrauch: ø 14,0 kWh/100km
nono
 
Beiträge: 258
Registriert: Mi 10. Aug 2016, 18:24
Wohnort: Hannover

Re: Allego-Abrechnung ist grenzwertig

Beitragvon elektrozauber » Do 25. Mai 2017, 08:03

nono hat geschrieben:
Nun ist es in D mal so, dass bei Schnellladern nach Zeit abgerechnet werden muss.
Das heißt aber noch lange nicht, dass der Anbieter auch die Rüstzeit in Rechnung stellt, in der kein Strom fließt.
Hier erwarte ich eine gewisse Toleranzzeit.
Denn auch an einer konventionellen Tankstelle bezahle ich nicht für den Zeitraum zwischen volltanken, den Weg zur Kasse und zurück und der Rüstzeit.
Denn der Wagen blockiert auch hier schon mal locker 3min die Säule ohne Aktivität.


Okay, ein Abschlag für Rüstzeit wäre in der Tat fair.

Die Abrechnung basierend auf Entriegelung/Verriegelung an der Säule hat für den Betreiber den Vorteil, dass kein separates Sensorsystem nötig ist um die Parkplatzbelegung zu erkennen. Insofern betreiberfreundlich umgesetzt von EBG compleo.

(Disclosure: Ich plane die Errichtung eines Triple-Laders und habe dafür genau EBG compleo im Auge. Der Abschlag für die Rüstzeit ist ein guter Tipp.)
elektrozauber
 
Beiträge: 28
Registriert: Fr 19. Mai 2017, 08:46
Wohnort: Neckar-Alb

Re: Allego-Abrechnung ist grenzwertig

Beitragvon nono » Do 25. Mai 2017, 09:16

elektrozauber hat geschrieben:
(Disclosure: Ich plane die Errichtung eines Triple-Laders und habe dafür genau EBG compleo im Auge. Der Abschlag für die Rüstzeit ist ein guter Tipp.)

Beides eine super Idee!
Genau das wäre fair und wäre in der Abrechnung sogar ganz easy umsetzbar. Einfach auf die volle Minute abrunden.
Damit wäre allen geholfen und in max 59 sec sollte die Rüstzeit für jeden zu schaffen sein, alles andere kann man als "Blockieren" der Säule für andere Nutzer auslegen.
17.02.2017 Born Electric | 20.000 km rein elektrisch | Verbrauch: ø 14,0 kWh/100km
nono
 
Beiträge: 258
Registriert: Mi 10. Aug 2016, 18:24
Wohnort: Hannover

Re: Allego-Abrechnung ist grenzwertig

Beitragvon INRAOS » Do 25. Mai 2017, 09:18

Da bei der Zeitabrechnung ja nicht der bezogene Strom in Rechnung gestellt wird, sondern halt 'irgendeine Zeit' halte ich den Vergleich des Tankens von Benzin /Diesel als überhaupt nicht passend.

Wenn allego nach Zeit abrechnen will/muss, dann gibt es sicherlich unterschiedliche Ansätze, welche Zeit berechnet wird.

Egal welcher Ansatz genutzt wird - da wird es am Ende immer Nutzer geben, die je geladener kWh deutlich mehr oder deutlich weniger bezahlen (Abhängig von Temperatur/Ladeleistung des KFZ ...). Dieses ist bei reiner zeitabrechnung halt ganz normal und somit müßig darüber weiter zu diskutieren.

Welche Zeitspanne kann denn abgerechnet werden (also technisch erfassbar):

- Zeit, in der wirklich Strom zum Auto fließt
- Zeit vom aushängen des Steckers bis zum wieder einhängen in die Ladesäule
- Zeit vom Freischalten der Säule (per App / Karte) bis zum Stoppen ( auch das kann sich ein paar Sekunden unterscheiden zu den anderen Punkten)
- Zeit von Einfahrt in die Parkbucht/Ladestation bis zur Ausfahrt

Meiner Meinung nach ist da auch nicht unbedingt sofort etwas 'grenzwertiges' dabei, wenn der eine Betreiber anders als ein anderer Abrechnet - soweit dieses in AGB o.ä. Kommuniziert wird.

Der Betreiber berechnet halt nicht den bezogenen Strom sondern die Nutzung der Säule.

Ist ja beim Parken nicht anders:

Wenn ich ins Parkhaus fahre, dann zahle ich für die Zeit von Einfahrt an der Schranke bis zum bezahlen am Kassenautomaten. Somit bezahle ich auch hier für einen Zeitraum, in dem ich noch gar nicht parke weil ich erst einen freien Platz suchen muss.

Parke ich auf einem Parkstreifen und zahle am Automaten, dann stelle ich zuerst mein Fahrzeug ab, und zahle erst etwas später. Dafür bezahle ich dann evtl einen Zeitraum mit, an dem ich den Parkplatz schon gar nicht mehr nutze.

Vollkommen ungerecht? In meinen Augen nicht. Es ist so üblich und das System hat sich durchgesetzt, weil es vernünftig ist und die Abweichungen sehr gering sind.

Darum verstehe ich auch nicht wirklich, warum man sich an der ladesäule über jeden Cent aufregen muss, anstatt sich zu freuen, dass die Infrastruktur wächst und nutzbare lademöglichkeiten vorhanden sind und gepflegt werden.
BMW i3 BEV 94 Ah seit 29.12.2016. Mittlerweile schon über 14.000 km vollelektrisch gefahren
INRAOS
 
Beiträge: 375
Registriert: Fr 14. Okt 2016, 20:05
Wohnort: Delbrück

Re: Allego-Abrechnung ist grenzwertig

Beitragvon nono » Do 25. Mai 2017, 09:39

INRAOS hat geschrieben:
Meiner Meinung nach ist da auch nicht unbedingt sofort etwas 'grenzwertiges' dabei, wenn der eine Betreiber anders als ein anderer Abrechnet - soweit dieses in AGB o.ä. Kommuniziert wird.

Wäre an der Ladesäule ersichtlich gewesen, wie die zeitbasierte Abrechnung funktioniert, hätte ich auch nicht weiter darauf hingewiesen.
Mir war bis dato nicht klar, dass Allego an den Triple-Ladern auf Basis der Entnahme-/ Rückgabe des Ladesteckers berechnet.
Und scheinbar war diese Information für einige User hier auch neu.

INRAOS hat geschrieben:
Darum verstehe ich auch nicht wirklich, warum man sich an der ladesäule über jeden Cent aufregen muss, anstatt sich zu freuen, dass die Infrastruktur wächst und nutzbare lademöglichkeiten vorhanden sind und gepflegt werden.

Auch hier wiederhole ich mich gerne. Ich fahre gerne mit meinem E-Auto und würde mir keine Verbrenner mehr kaufen, nehme gerne längere Standzeiten, längere Fahrtzeiten, etc. in Kauf.
Und natürlich freue auch ich mich, dass es immer mehr Ladesäulen gibt.
Als i3 Fahrer bin ich auch noch in einer glücklichen Position, dass ich bei Allego zu recht vernünftige Preisen laden kann.

Allerdings muss es doch möglich sein, auch mal kritisch auf gewisse Themen hinweisen zu dürfen, oder?
17.02.2017 Born Electric | 20.000 km rein elektrisch | Verbrauch: ø 14,0 kWh/100km
nono
 
Beiträge: 258
Registriert: Mi 10. Aug 2016, 18:24
Wohnort: Hannover

Anzeige

VorherigeNächste

Zurück zu Betreiber, Roaming und Abrechnung

  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste