Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Ladezeit oder Leistung

Ladeleistung pro KWh
67
85%
Ladezeit pro Stunde
12
15%
 
Abstimmungen insgesamt : 79

Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 11. Jan 2017, 13:47

Ladesaeule hat geschrieben:
....

1. Messebesuch - vor der Messe anstöpseln - wegfahren nicht möglich, da Eintrittskarte beim Verlassen ungültig
nach der Messe laden? Nach einem langen Messetag noch 1,5Std. neben dem Auto warten - unattraktiv

2. Konzert/Sportveranstaltung - im Prinzip wie 1. aber womöglich noch wesentlich später am Abend

3. Besuch bei Freunden / Restaurant im dicht besiedelten Wohngebiet: Ladesäule womöglich 15 Minuten Fussweg weg - alternative Parkplätze auch kaum vorhanden -> d.h. man müsste zwischdurch mal 30-60 Minuten zum umparken verschwinden

4. Der Extremfall: Flughafenparkplatz (ich spare mir die genauen Ausführungen - 7-14 Tage am Lader geht jedenfalls wirklich nicht - da müssen andere Lösungen her (da wird das Valet Parking interessant)


Das sind alles sogenante Destination LAder, da ist der ZEittarif natürlich weniger Sinnvoll. Hier müsste man je nach Destination die Ladeleistung am Stecker anpassen, und dann den normalen Parktarif oder maximal den Parktarif+ verlangen. Also am Flughafen Typ2 1P 10A und Abrechnung nach Tagen, am Messeparkplatz vielleicht 4-5kW und vor dem Restaurant 11kW-22kW.

Das Problem hier ist, das es in den Köpfen der Ladesäulenbetreiber noch nicht drinnen ist was der Unterschied zwischen einer Schnellladesäule, einem Destination Lader oder gar ein Laternenparker sein soll.... Es werden schon wieder alle Ladestecker über einen Kamm gezogen, und das geht eben nicht.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 11. Jan 2017, 13:54

MineCooky hat geschrieben:
[..]Das kann man, wenns soweit ist, auch nach oben so machen für die 150kW-Lader.


Ja klar, bin voll bei Dir, Deine Frage war aber was heute an den Zeittarifen unfair ist, und weil wir uns da jetzt einig sind können wir Lösungen finden. Nur zu kompliziert sollten diese nicht sein. Ich kann ja dann auch einen 150kW CCS neben einem 50kW CCS anbieten, ich muss es nur machen. Aber zum Beispiel in Kärnten ist alles voll mit 22kW KELAG Säulen mit nur einem Zeittarif... Auch SMATRICS hat nix billiges daneben sehen, versucht aber für alte Fahrzeuge einen eigenen Tarif für 22kW Stecker zu machen, möchte die aber nicht an den 43kW AC sehen, verständlich. Nur wenn es an den Raststätten keine 22kW gibt sondern nur 43kW....
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon georgij » Mi 11. Jan 2017, 14:04

MineCooky hat geschrieben:
Es konnte mir ja immer noch keiner sagen, warum Zeitabrechnung unfair ist.


Die angegebene Ladeleistung an den Säulen ist der Spitzenwert aber danach richtet sich die Abrechnung.

Ich kann drei Aspekte sehen die es unfair machen:

1) Unterschiedlich schnell ladende Fahrzeuge
Wenn du nicht das neuste, am schnellsten ladendes Fahrzeug fährst bist du im Nachteil, du Zahlst für mehr als du kriegst.

2) Nicht gleichmäßig ladende Fahrzeuge
Auch wenn du das am schnellsten ladende Fahrzeug hast, wenn er alle seine Zellen nicht mit der Maximalgeschwindigkeit lädt (z.B. ab einer bestimmten Schwelle langsamer lädt), zahlst du für mehr als zu kriegst.

3) Wetterbedingt unterschiedliche Ladegeschwindigkeiten
Ist es z.B. kalt ist kann auch eine Schnellader nicht mehr ganz so schnell sein. Wider bist du im Nachteil und zahlst drauf.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon MineCooky » Mi 11. Jan 2017, 14:19

AbRiNgOi hat geschrieben:
Ja klar, bin voll bei Dir, Deine Frage war aber was heute an den Zeittarifen unfair ist, und weil wir uns da jetzt einig sind können wir Lösungen finden. Nur zu kompliziert sollten diese nicht sein. Ich kann ja dann auch einen 150kW CCS neben einem 50kW CCS anbieten, ich muss es nur machen. Aber zum Beispiel in Kärnten ist alles voll mit 22kW KELAG Säulen mit nur einem Zeittarif... Auch SMATRICS hat nix billiges daneben sehen, versucht aber für alte Fahrzeuge einen eigenen Tarif für 22kW Stecker zu machen, möchte die aber nicht an den 43kW AC sehen, verständlich. Nur wenn es an den Raststätten keine 22kW gibt sondern nur 43kW....


Da hast Du wohl, Recht. Das ist mehr als ungünstig, da hätte ich mit meinem 3,5kW-Lader wohl verloren ^^
Darum hatte ich ja in meinem Beispiel dabei, das man den Zeittarif auf die maximale Ladegeschwindigkeit des jeweiligen Autos anpasst sobald es Konkurrenz zu den von Dir genannten KELAG-Säulen in der Gegend gibt, werden die das auch aufgeben müssen. Dazu hat mal Konkurrenz :)


@georgij
1) Unterschiedlich schnell ladende Fahrzeuge
Wenn du nicht das neuste, am schnellsten ladendes Fahrzeug fährst bist du im Nachteil, du Zahlst für mehr als du kriegst.

Kuck mal hier(Bis zu den Tarifen Scrollen), so mag ich das. Also das Modell, über die einzelnen Preise müsste mann dann nochmal sprechen

2) Nicht gleichmäßig ladende Fahrzeuge
Auch wenn du das am schnellsten ladende Fahrzeug hast, wenn er alle seine Zellen nicht mit der Maximalgeschwindigkeit lädt (z.B. ab einer bestimmten Schwelle langsamer lädt), zahlst du für mehr als zu kriegst.

Das die ab einer bestimmten Schwelle langsam laden ist bei allen so, darum sollte man ab 80% sich überlegen ob es das wert ist oder ob man nicht ehh schon weiter will.

3) Wetterbedingt unterschiedliche Ladegeschwindigkeiten
Ist es z.B. kalt ist kann auch eine Schnellader nicht mehr ganz so schnell sein. Wider bist du im Nachteil und zahlst drauf.

Das ist in meinen Augen ein Problem der Zoe, das die ihren Akku nicht heizen kann ist nun mal sch.... Es ist aber bekannt, wie man den warm genug bekommt, das er auch im tiefsten Winter stramm seine 22kW läd und schwer ist das nicht.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon yadiori » Mi 11. Jan 2017, 14:25

Danke für die gute Zusammenfassung georgij!

Die Frage ist jetzt: Sind das wirklich "unfaire" Punkte, oder geben diese Unterschiede beim Preis pro geladener kWh nicht gute Anreize für ein sinnvolles Nutzen der vorhandenen, teuren Infrastruktur? Disclaimer: Natürlich ist das heute noch nicht wirklich oft relevant, da ohnehin nicht viele E-Autos unterwegs sind. Ich denke hier an die Zukunft.

georgij hat geschrieben:
1) Unterschiedlich schnell ladende Fahrzeuge
Wenn du nicht das neuste, am schnellsten ladendes Fahrzeug fährst bist du im Nachteil, du Zahlst für mehr als du kriegst.


Das ist in begrenztem Maße ein sinnvoller Anreiz: Wenn du mit dem 50kW-Auto die Wahl zwischen einer 150kW- und einer 50kW-Säule hast, nimmst du natürlich die 50kW-Säule, weil du dort die kWh mit Zeittarif deutlich günstiger bekommt. Denn der Zeittarif bei der 150kW-Säule ist natürlich teurer. Ein kWh-Tarif wäre wohl bei beiden gleich, wenn wir mal vom gleichen Anbieter ausgehen.

2) Nicht gleichmäßig ladende Fahrzeuge
Auch wenn du das am schnellsten ladende Fahrzeug hast, wenn er alle seine Zellen nicht mit der Maximalgeschwindigkeit lädt (z.B. ab einer bestimmten Schwelle langsamer lädt), zahlst du für mehr als zu kriegst.


Das ist in jedem Fall ein sinnvoller Anreiz. Es wird verhindert, dass jemand sich denkt "hier kann ich ja auch auf 100% laden, ich wollte sowieso gemütlich essen gehen" und dann die Station z.B. länger als eine Stunde blockiert. Das führt zu schlechter Auslastung und es bilden sich schneller Schlangen als wenn jeder wegen des Zeittarifs nur z.B. schnell bis 80% lädt und dann umparkt oder weiterfährt. Mit Zeittarif kann eine einzelne Ladestation also mehr Autos abwickeln, somit sinken die nötigen Investitionskosten für eine "Abfertigung ohne Warteschlangen" und so wird es tendenziell günstiger sein, dort zu laden!

3) Wetterbedingt unterschiedliche Ladegeschwindigkeiten
Ist es z.B. kalt ist kann auch eine Schnellader nicht mehr ganz so schnell sein. Wider bist du im Nachteil und zahlst drauf.


Das ist auch ein sinnvoller Anreiz dafür, möglichst mit warmem Akku an Schnellladestationen heranzufahren. Habe in den letzten Tagen mehrere Berichte gelesen, wo nur mit wenigen kW (einstellig?) an CCS geladen wurde, weil nur ein paar Kilometer zum Schnelllader gefahren wurde und der Akku noch kalt war. Mit Zeitabrechnung überlegt man sich das zweimal und fährt lieber erstmal ein ordentliches Stück der Strecke, um den Akku aufzuheizen, oder lädt eben stattdessen an einer AC-Säule.

Unterm Strich führt Zeitabrechnung also dazu, dass Ladesäulen möglichst kurz belegt werden, daher also insgesamt weniger Ladesäulen benötigt werden und somit weniger investiert werden muss. Da wir die Investitionskosten am Ende sowieso auf die eine oder andere Art bezahlen müssen, wird das Reisen im Schnitt günstiger sein, wenn nach Zeit abgerechnet wird. Daher bin ich für Zeitabrechnung.


In einigen Fällen kann auch zusätzlich eine Gebühr pro kWh sinnvoll sein, da denke ich aber eher an Flughafenparken (z.B. xx€/Tag für den Parkplatz plus 1€/Tag für die Ladestation plus xx Cent pro geladener kWh) oder so. Könnte man natürlich überall so machen (Zeit+Energieabrechnung), aber damit verwirrt man vermutlich auch Kunden und schreckt sie ab.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon MineCooky » Mi 11. Jan 2017, 14:37

@yadiori
Da hast Du meine vollste Zustimmung :thumb:


Ob am Flughafen tatsächlich nach kWh abgerechnet werden muss würde ich allerdings anzweifeln. Das kommt drauf an wie der Parkplatz ist. Wenn das ein Parkplatz ist, an dem jeder eine Steckdose hat, das reicht ja wenn man ehh ne Woche weg ist, dann würde ich wie bissher auch blind nach Tagen abrechnen. Ob bei der Rechnung über eine Woche nun noch 40kWh oder 80kWh dabei sind, das macht da nicht viel aus. Als Betreiber würde ich da schlicht weg einfach den Tagestarif um 50cent oder so anheben, vielleicht auch um nen €. Je nach dem, wie viele dann schon diesen Service in Anspruch nehmen.

Wenn das jetzt aber ein Flughafen ist, der nur eine Hand voll solcher Parkplätze mit Steckdose ist, dann können die wegen mir auch die kWh abrechnen, wenn sie Angst haben, ihnen geht da was raus. Wie viele parken denn heute schon mit dem eAutos durchschnittlich (gleichzeitig) in zB Stuttgart am Flughafen und sind länger weg? Dann sollen die so viele Parkplätze mit Strom wie von Nutzer angenommen werden bereit stellen und reservieren. Das ist -aktuell zumindest- noch ein Nischenbereich, ähnlich der Messeparkplätze und bedarf einer eigens dafür gedachten Regelung.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon Solarmobil Verein » Mi 11. Jan 2017, 14:38

yadiori hat geschrieben:
3) Wetterbedingt unterschiedliche Ladegeschwindigkeiten
Ist es z.B. kalt ist kann auch eine Schnellader nicht mehr ganz so schnell sein. Wider bist du im Nachteil und zahlst drauf.
Das ist auch ein sinnvoller Anreiz dafür, möglichst mit warmem Akku an Schnellladestationen heranzufahren.
Du übersiehst eine Kleinigkeit:
Auch die Ladesäule reduziert ggf. die Leistung bei Wärme/Kälte, ohne daß du einen Einfluß darauf hast. Steht oben aber auch schon.

Warum sollte ich mehr Geld dafür bezahlen, weil der Ladestationsbetreiber an der Säule gespart hat (keine vernünftige Kühlung/Heizung eingebaut)?

Und weiter:
Wie stellst du dir das vor, wie das z.B. mit dem Ampera-e funktionieren soll?
Von zu Hause los und dann am ersten Schnelllader an der Autobahn vollladen, weil es ja mit dem kastrierten 3.7kW-Lader zu Hause nicht so einfach möglich ist (genau so begründen das die Forenteilnehmer hier, die es ok finden, daß es nur den 3.7kW-Lader gibt). Es soll Leute geben, die wohnen in so kurzer Entfernung zum Schnelllader, daß der Akku bis dahin nicht warm ist. Erfahrungsgemäß sind so 20-25 Minuten Fahrt (nicht Schleichfahrt) notwendig (probiert mit Zoe und i-MiEV).

Zeittarif? Nein Danke.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon MineCooky » Mi 11. Jan 2017, 14:49

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Du übersiehst eine Kleinigkeit:
Auch die Ladesäule reduziert ggf. die Leistung bei Wärme/Kälte, ohne daß du einen Einfluß darauf hast. Steht oben aber auch schon.

Warum sollte ich mehr Geld dafür bezahlen, weil der Ladestationsbetreiber an der Säule gespart hat (keine vernünftige Kühlung/Heizung eingebaut)?

Und weiter:
Wie stellst du dir das vor, wie das z.B. mit dem Ampera-e funktionieren soll?
Von zu Hause los und dann am ersten Schnelllader an der Autobahn vollladen, weil es ja mit dem kastrierten 3.7kW-Lader zu Hause nicht so einfach möglich ist (genau so begründen das die Forenteilnehmer hier, die es ok finden, daß es nur den 3.7kW-Lader gibt). Es soll Leute geben, die wohnen in so kurzer Entfernung zum Schnelllader, daß der Akku bis dahin nicht warm ist. Erfahrungsgemäß sind so 20-25 Minuten Fahrt (nicht Schleichfahrt) notwendig (probiert mit Zoe und i-MiEV).

Zeittarif? Nein Danke.



Solarmobil Verein , die Anbieter, die an der Technik sparen werden recht schnell vom Kunden aus sortiert werden. Ich weis was Du meinst, die SWP hat so ne Sparnummer in Pforzheim hingelegt, da geht der SCHAdeMO-Lader nach 20min runter auf 40kW. Wäre es nicht kostenlos, wäre da kein Mensch ;)

Auch ein Opel AmperaE kommt nicht leer daheim an und auch der bekommt über Nach 40kW rein. Bis Du die raus gefahren hast, ist der Akku warm. DAs Prinzip das die Schnelladesäule ganz in der Nähe ist und Leute 'tanken' gehen ist traurig, darauf muss man aber in meinen Augen nicht Rücksicht nehmen, gerade die können daheim laden, haben daheim ja Zeit und den Schnelllader für vorbei reisende so unnötig zu blockieren finde ich mehr als daneben.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon yadiori » Mi 11. Jan 2017, 14:51

MineCooky, sehe ich auch so :D Aber jetzt habe ich die Antwort schon fertig getippt, daher nochmal meine Version der Antwort:

Solarmobil Verein hat geschrieben:
Warum sollte ich mehr Geld dafür bezahlen, weil der Ladestationsbetreiber an der Säule gespart hat (keine vernünftige Kühlung/Heizung eingebaut)?


Das ist natürlich kein sinnvoller Anreiz, sondern einfach ein unerwünschter Nebeneffekt der Abrechnungsmethodik. Diese Säule dann eben nach Möglichkeit meiden. :mrgreen: Betrifft immerhin alle Kunden (außer Ohnehin-Schnarchlader) und ist daher nur begrenzt "ungerecht". Theoretisch könnte die Säule das ja berücksichtigen und dann den Zeittarif z.B. temporär um 50% senken, wenn sie nur 50% der normalen Ladeleistung anbietet.

Wie stellst du dir das vor, wie das z.B. mit dem Ampera-e funktionieren soll?
Von zu Hause los und dann am ersten Schnelllader an der Autobahn vollladen, weil es ja mit dem kastrierten 3.7kW-Lader zu Hause nicht so einfach möglich ist. Es soll Leute geben, die wohnen in so kurzer Entfernung zum Schnelllader, daß der Akku bis dahin nicht warm ist. Erfahrungsgemäß sind so 20-25 Minuten Fahrt (nicht Schleichfahrt) notwendig.
Zeittarif? Nein Danke.


Das ist dann eben das Pech des Ampera-E-Besitzers. Warum sollten alle Fahrer für die nötigen Investitionen bezahlen, damit genug Ladesäulen für Kälte-Schnarchladende Ampera-Es bereitstehen? Die Fahrer haben sich nicht mal wenigstens ein paar Stunden Zeit genommen, um die 50km Reichweite zum Aufheizen des Akkus zuhause aufzuladen. Wer dann die Ladestation z.B. 3 Stunden blockiert, der muss eben für 3 Stunden bezahlen. Bei ordentlicher Ladestrategie sollte das sowieso sehr selten oder nie vorkommen, und dann zahlt man halt mal den Betrag.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon Heesi » Mi 11. Jan 2017, 14:55

Irgendwann stehen genug Ladesäulen in Deutschland.
Dann lade ich dort wo der Preis stimmt.
-Für mich und mein E-Auto-

Und Angebot/Nachfrage werden es schon regeln.
- bin damals auch nicht auf irgendeine Tankstelle-
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