Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Ladezeit oder Leistung

Ladeleistung pro KWh
67
85%
Ladezeit pro Stunde
12
15%
 
Abstimmungen insgesamt : 79

Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon TMi3 » Mi 11. Jan 2017, 12:26

Mir wäre am liebsten wenn die gelieferte Energiemenge in kWh abgerechnet würde und zwar am besten ohne Aufschlag. Die Nutzung der Infrastruktur wird dazu pro Minute verrechnet und am Schnelllader dann wohl teuer als am Destination-Lader.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon tango » Mi 11. Jan 2017, 12:32

Abrechnung nach Energiemenge während der Ladung und Abrechnung nach Zeit nach Ladeschluss wäre am fairsten, am besten nachzuvollziehen und bei Lichte betrachtet auch am einfachsten. Und dieses Modell würde auch bei Ladesäulen in städtischen Ladezonen funktionieren, wo die Verführung, nach dem Laden noch eine Weile in der Stadt kostengünstig zu verweilen noch duzendmal größer ist, als an einer Raststätte.
Gruß

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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon PowerTower » Mi 11. Jan 2017, 12:39

Kann man so machen, dann wird die E-Mobilität allerdings nicht in der Masse ankommen. Die Mehrheit der Leute wird nicht bereit sein, sich im Alltag einzuschränken, weil man das Auto nach einer Zeit X umparken muss. Unter Umständen ist man dann ja nicht mal mehr in der Nähe des Autos, sondern schon 2 km weiter gelaufen (Beispiel Weihnachtsmarkt).

"Ich muss mal schnell zurück mein Auto umparken, bin in 30 Minuten wieder da."
"Haltet mal den Film im Kino an, ich hab einen Termin mit meinem Auto."

Großes Gelächter und ungläubiges Staunen sind die Folge... mit so einer Einschränkung wollen sie nichts zu tun haben.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon georgij » Mi 11. Jan 2017, 12:52

PowerTower hat geschrieben:
"Ich muss mal schnell zurück mein Auto umparken, bin in 30 Minuten wieder da."


Gut erkannt! Aber das hat eher was mit der Infrastruktur zu tun. Momentan sind die wenigen Ladesäulen wie Tankstellen. Es geht gar nicht anders als sie maximal nur so lange wie nötig zu nutzen.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon tango » Mi 11. Jan 2017, 12:53

Es parkt ja auch niemand an einer Tankstelle, weil die grad so geschickt vor dem Einkaufszentrum platziert ist.

Wir reden hier über Schnellladesäulen mit einem solchen Preismodell. Da ist dann eine gewisse Bepreisung nach Ladeschluss schon sinnvoll, damit der Ladeplatz auch für andere mal wieder frei gemacht wird. Das zeigt ja das Teslamodell ganz klar.

Es ist davon auszugehen, dass es zukünftig in Parkhäusern vermehrt auch Ladeplätze mit niedriger Ladeleistung geben wird, bei denen nur nach Zeit abgerechnet wird über die Parkdauer. Da kann man dann sehr gemütlich über den Weihnachtsmarkt schlendern und derweil das Auto ein paar kWh schlüfen lassen. Allerdings müssen dann nicht ein oder zwei Steckdosen da sein, sondern je nach Pakhausgröße 20 oder 30.

Die ursprüngliche Diskussion ging wohl eher um das Laden entlang der Ferreiseachsen. Da reißt ja im Moment dieses unsägliche EnBW-Zeitmodell ein.

Meine Anregung, einen kWh- und einen Zeittarif sequentiell zu koppeln bezog sich zwar mehr auf die Ladesituation beim Schnellladen, ist aber eben auch auf die Mittelschnelllader (22 kW) am Straßenrand übertragbar und wie ich finde auch noch fair und sinnvoll.
Gruß

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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon MineCooky » Mi 11. Jan 2017, 13:09

Nach kW abzurechnen und das dann mit einer Urzeit zu verwurschteln ist nicht unbedingt einfach nachvollziehbar... Entweder Zeitabrechnung oder kW-Abrechnung, es soll Benutzerfreundlich sein und nicht nur den Professoren vorenthalten

Ihr driftet schon wieder in die klassisch deutsche Art:
Lasst und eine Regelung machen die wir als besonders fair empfinden, aber eben unglaublich kompliziert ist und 25 Wenn-Regeln beinhaltet, damit es auch sicher keiner mehr versteht


Es konnte mir ja immer noch keiner sagen, warum Zeitabrechnung unfair ist.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon tango » Mi 11. Jan 2017, 13:28

Vielleicht war das Wort "sequentiell" zu kompliziert. Während der Ladung nach kWh, nach der Ladung nach Zeit.
Was soll da schwierig dran sein? Ein gutes Auto sollte "Laut geben", wenn es geladen ist. EIne gute Ladesäule eigentlich auch Ist halt im Moment nicht implementiert, aber eigentlich super-easy zu machen.

Und sonst muss ich das als Fahrer halt abschätzen können, ist jetzt auch nicht so schwer. Mein Auto zeigt mir eigentlich an, wie lange die Ladung in der konkreten Ladesituation voraussichtlich noch dauern wird. Das ist immer überraschend genau. Dann kann ich mir in meinem Smartphone die Erinnerung einstellen. Das ging übrigens auch schon bei den ganz alten Nokia-Telefonen. Da braucht es kein HighTech und keine Technik-Phobie.

Dann habe ich ja die Wahl: Umparken oder teuer stehen lassen.
Gruß

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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon Ladesaeule » Mi 11. Jan 2017, 13:34

Hallo!

Ich lese hier seit Wochen schon mit und sauge alles zum Thema Elektromobiltät in mich auf - in Vorfreude auf die bestellte ZOE ZE 40, die wir hoffentlich im März bekommen werden.

Persönlich werden wir vermutlich kaum öffentlich laden müssen, da wir in der heimischen Garage oder vielleicht sogar beim Arbeitgeber laden können. Die wirklich langen Fahrten werden wohl weiterhin mit dem Verbrenner stattfinden, der nicht zuletzt auch wegen des Wohnwagens unverzichtbar bleibt.

Bleibt noch die Mittelstrecke, die wir durchaus mit der ZOE angehen wollen, was wir uns aufgrund dieser Diskussion hier aber womöglich nochmal überlegen müssen. Ich kann gut verstehen und wäre selbst vermurtich auch sauer, wenn ich schnell weiter möchte und die Ladsäule ist mit einem Fahrzeug belegt, welche schon seit ein paar Stunden fertig ist. Allerdings sehe ich einige Fälle, in denen es nicht anders geht und Strafen (in Form von Minutenkosten) oder Zeitbeschränkungen (Parkscheibe) eher konraproduktiv sind - d.h. bestenfalls fährt man gleich mit dem Verbrenner - schlimmstenfalls wird gar nicht erst ein E-Auto gekauft)

Hier mal ein paar Szenarien, die allesamt nicht oft, aber doch oft genug vorkommen, dass sie ein Problem sein könnten (immer angenommen, ich komme nicht mit einer Ladung hin- und zurück, d.h. ich muss mit dem 22KW Lader ca. 1,5Std. laden)

1. Messebesuch - vor der Messe anstöpseln - wegfahren nicht möglich, da Eintrittskarte beim Verlassen ungültig
nach der Messe laden? Nach einem langen Messetag noch 1,5Std. neben dem Auto warten - unattraktiv

2. Konzert/Sportveranstaltung - im Prinzip wie 1. aber womöglich noch wesentlich später am Abend

3. Besuch bei Freunden / Restaurant im dicht besiedelten Wohngebiet: Ladesäule womöglich 15 Minuten Fussweg weg - alternative Parkplätze auch kaum vorhanden -> d.h. man müsste zwischdurch mal 30-60 Minuten zum umparken verschwinden

4. Der Extremfall: Flughafenparkplatz (ich spare mir die genauen Ausführungen - 7-14 Tage am Lader geht jedenfalls wirklich nicht - da müssen andere Lösungen her (da wird das Valet Parking interessant)
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon AbRiNgOi » Mi 11. Jan 2017, 13:39

MineCooky hat geschrieben:

... Es konnte mir ja immer noch keiner sagen, warum Zeitabrechnung unfair ist.


Darüber kann man jetzt trefflich streiten. Unfair ist, das wenn eine Zeitabrechnung verwendet wird, ältere Fahrzeuge oder Fahrzeuge mit kalter Batterie ohne Batterieheizung dort nur sehr teuer laden können, weil ein 50kW DC Schnelllader zwar einen Typ2 Stecker hat, aber dort seinen Saxo zu laden wird sehr teuer. So bestraft man die Pioniere der Elektromobilität die auch aus Umweltschutzgründen nicht jedes Jahr ein neues Fahrzeug kaufen.

Zusätzlich einfach zum Nachdenken: ich kaufe mir heute zum Beispiel einen Golf mit 50kW CCS, he cool der Zeittarif, weil durch die Abrechnung nach Zeit ist der Ladeplatz bestmöglich von Dauerparker befreit und ich kann immer zu einem zwar hohen aber vernünftigen Preis laden. Jetzt gehen wir ins Jahr 2022 (cool hier und so warm...), wie auf der Startseite aus Jänner 2017 von Goingelectric nach zu lesen hat VW nun den elektrischen VW Bus herausgebracht, mit 150kW CCS. Coole Sache, nur so ein 150kW CCS Terminal kostet nun drei mal so viel pro Minute, weil doch der schöne VW Bus dort 150kW laden kann. Jetzt kommst Du mit Deinem 5 Jahre alten Golf und zahls von einmal drei mal so viel für die Ladung. Unfair? Ich denke so gar unfairer als damals in 2017, weil da hat es "nur" die AC Lader betroffen, welche weiterhin Alternativen hatten an einer Bürgermeisterladestelle kostenlos laden zu können. Aber als DC Ladender hat man diese Freiheit nicht mehr....

Kurz: Unfair ist der Zeittarif immer dann, wenn es nur einen passenden Stecker gibt. Wenn ich zum Beispiel einen Typ2 22kW und einen Typ2 11kW nebeneinander mit unterschiedlichen Zeittarifen mache ist es fair, aber ohne Stecker mit geringer Leistung und billiger daneben bleibt es Abzocke oder Juristisch ausgedrückt: Das ausnützen eine Notlage.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon MineCooky » Mi 11. Jan 2017, 13:46

tango hat geschrieben:
Vielleicht war das Wort "sequentiell" zu kompliziert. Während der Ladung nach kWh, nach der Ladung nach Zeit.


Klasse, das Auto fängt nach der Ladung mit dem balancieren an, dann 'läd' es auch noch... na wenn das mal gerecht ist


@AbRiNgOi
Ein sehr guter Punkt, leider sehe ich uns da als Randkruppe und halte es für falsch, wegen der Pionieren (zu denen ich mich nicht unbedingt dazu zähle) und Früheinsteiger ALLEN anderen eine tolle Regelung auf zu binden. Die EnBw staffelt ja auch schon heute danach, wie schnell man laden kann und hat darüber auch an die Ladeleistung angepasste Zeittarife. Das funktioniert ja nicht nur nach unten zu den 3,5kW-Lader. Das kann man, wenns soweit ist, auch nach oben so machen für die 150kW-Lader.
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