Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Ladezeit oder Leistung

Ladeleistung pro KWh
67
85%
Ladezeit pro Stunde
12
15%
 
Abstimmungen insgesamt : 79

Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon kaiuwe » Di 10. Jan 2017, 13:35

DELHA hat geschrieben:
Bin dafür, dass für die Spannung bezahlt wird. Um so spannender desto mehr wird verrechnet. Wird die Ladeschlussspannung erreicht wirds richtig teuer.
...


Sehe ich auch so. Die Ladesäule "merkt", wenn der Ladevorgang abgeschlossen ist, sendet eine Nachricht an den Fahrer (z.B. per E-Mail) und wenn dieser nach 15 Minuten das Auto nicht weggefahren hat, werden pro Minute "parken" X Euro berechnet.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon DELHA » Di 10. Jan 2017, 14:06

tango hat geschrieben:
Es mag kleinlich klingen, aber der Begriff "Leistung" ist in diesem Zusammenhang missverständlich und vermutlich falsch gewählt.

Danke! Das ist nicht kleinlich. Es ist entweder richtig oder falsch. Auch wenn der eine oder andere geneigte Leser es 'versteht' so wie es oft bei der Beschilderung von Ladeplätzen geschieht.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon georgij » Mi 11. Jan 2017, 00:28

Also ich wäre (in Anlehnung an das neue Tesla-Model) für Abrechnung nach Energie solange geladen wird (was wäre fair für alle unterschiedlich schnell ladende Fahrzeuge) mit anschließender Abrechnung nach Zeit danach (damit man ich vom Acker macht).
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon jo911 » Mi 11. Jan 2017, 09:04

+1
überlegenswert wäre auch eine "Mindestdurchflussmenge"(Mindestleistung) für Schnelllader, wie an den Tanksäulen. Darunter schaltet die Ladung einfach ab. Dazu bräuchte es aber noch Destinationlader in der direkten Nachbarschaft.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon MineCooky » Mi 11. Jan 2017, 10:10

Oje...

Ein vs wie ihr meint gibt es nicht direkt. Das Problem ist, das man, wenn man nach kWh abrechnet, Stromanbieter ist und damit es rechtlich unglaublich kompliziert wird. Größte Hürde ist dann, das man dann einen geeichten Stromzähler braucht. Bei der Zeitabrechnung muss die Uhr nicht so penibel genau sein.

Letztendlich bin ich Befürworter von der Zeitabrechnung gekoppelt an die Ladeleistung mit der man läd.
Das heißt, wenn ich mit meinem 3,5kW-Lader laden will, kostet es die Stunde zwischen 0,88€ und 1,05€ oder wenn man nen 22kW-Lader hat, das man zwischen 5,50€ und 6,60€ bezahlt. Dh zwischen 25ct und 30ct für 1 kWh.
Die Zahlen hier sind jetzt erst mal zweitrangig, das sind Beispielzahlen.

Wenn man nun von 0% bis 80% dort läd, läd man zu einem sehr guten Preis. Wenn man aber, warum auch immer, den Ladeplatz weiter blockiert und bis 100% laden will, wird es immer teurer, da man weiter die Minuten bezahlt, aber immer weniger läd. Und wer nach dem Laden weiter parkt zahlt einen Saftige parkgebühr. Das klingt jetzt erst mal ungerecht, genau das ist aber das Ziel dahinter, ich denke da schon einen Schritt weiter:
Man soll die Säule frei machen, wenn es sich nicht mehr lohnt. Das hilft uns und dem Ladesäulenbetreiber, uns hilft es, weil dann da nur noch ein Stromer steht und die Ladesäule (und deren Anschlüsse) so lange blockiert wie es sich lohnt zu laden und nicht länger. Denn wenn es immer teurer wird, stellt er sein Auto im eigenen Interesse weg. Und weil er es weg stellt, kann jemand anderes schneller an die Säule. [url]Damit profitieren wir gleich zwei mal[/url]:
Säulen sind öfters und mehr frei
Der Anbieter kann auf Grund der höheren Frequentierung günstigere Preise anbieten

Ich denke das wäre auch eine Methode die in Verhältnismäßigem Aufwand zu bewerkstelligen ist und gut ersichtlich, wie sie funktioniert. Dann hat der Kunde auch besser eine Übersicht, wie er für ihn am günstigsten läd.


Natürlich kann man dann noch kreativ werden bei der Preisgestaltung, was man auf die Zeiteinheit verlangt, das ist dann aber ein anderes Thema.
zB würde ich als Anbieter bei einem Schnarchlader die kWh teurer machen, wie bei einem 22kW-Lader. Denn, der blockiert länger den Platz und kauf weniger Strom als jemand, der schneller wieder weg ist und auch noch mehr läd. Ich würde aber davon absehen, das die 3,5kW-Lader so viel auf die Zeiteinheit bezahlen wie die 22kW-Lader. Das würde auf Unmut beim Kunden stoßen und könnte ihn zur Konkurrenz treiben.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon Schrauber601 » Mi 11. Jan 2017, 10:54

Ich kann mich immer wieder aufregen, wenn ich Beiträge lese, in denen irgendwelche fadenscheinigen Schutzbehauptungen der Industrie wiederholt werden! Dazu diskutiert man diverse komische Modelle und deren 'Wirkung' auf Kunden ("mögliche Blockierer").
Ich kann es langsam nicht mehr hören, das eine Abrechnung nach Energiemenge "kompliziert" sein soll. Dem ist nicht so - ist eindeutig eine Schutzbehauptung. Auch DC-Ladepunkte können prima nach kWh abgerechnet werden, was auch teilweise umgesetzt wurde. Rechtlich ist da auch alles geklärt - es fehlt einfach der Wille zumal die Abrechnung nach Zeit einen höheren Gewinn verspricht.
Was in aller Welt sollen unbedarfte Bürger von den ganzen komischen Abrechnungen mit einer Vielzahl von Anbietern (Karten, Apps usw). halten? Das ist eine 1A Abschreckungsmaßnahme.

Auch wenn ich mich wiederhole: Die Energie (Strom) bezahlt man fair nach kWh am besten ÜBERALL. Teurere / schnelle DC-Lader kosten dann zusätzlich eine Nutzungsgebühr und sind in jedem Fall zeitlich begrenzt.

So wie es Tesla jetzt realisiert hat ist es ideal - komplett übertragbar ist das System auf andere Anbieter jedoch nicht. "Strafgebühren" für einen weiter blockierten Schnelllader sind aber ebenfalls denkbar (= Fahrzeug länger 1h + Ladung beendet).

Mein Wunsch wäre, wenn es dann endlich Vorschrift wäre, das man zu mindestens mit bargeldlosen Zahlungsmitteln laden kann (also EC oder Kreditkarten) so wie man auch Parkautomaten heute füttert... Der ganze App-QR-SMS-Mist kann dann in die Tonne: Das ist mir als Technik-Begeisterter schon zu viel!

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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon MineCooky » Mi 11. Jan 2017, 11:13

Ich wäre Dir sehr verbunden, wenn Du mir mal erklären kannst wo genau meine vorgeschlagene Zeitregelung ungerecht ist.
Vielleicht übersehe ich da ja was
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon tango » Mi 11. Jan 2017, 11:54

Die Zeitregelung insbesondere an Schnell- und Fernstraßen ist ganz einfach deshalb ungerecht, weil für den Kunden der Preis für die Energie, die er bekommt, nicht ersichtlich ist. Von Fahrzeug, zu Fahrzeug und auch beim selben Fahrzeug von Ladesituation zu Ladesituation ergeben sich erhebliche Unterschiede im Preis. Und als Kunde will ich keinen Parkplatz kaufen, sondern Energie.

Das Argument mit den 3,6 kW Ladern an diesen Ladestationen dürfte im Promillebereich liegen. Wie viele Schnarchlader tun sich das denn heute an und wie wird sich das in Zukunft entwickeln? Die reinen Schnarchlader haben ja immer noch die Möglichkeit an jeder Haushaltssteckdose zu laden und wenn sich tatsächlich mal jemand zu so einer Reise verirrt, wird er hunder mal lieber in eine Stadt fahren und sich da verwöhnen, als an die Schnellladesäulen entlang der Achsen. Das ist echt ein Exotenproblem.

MineCooky hat geschrieben:
Das Problem ist, das man, wenn man nach kWh abrechnet, Stromanbieter ist und damit es rechtlich unglaublich kompliziert wird. Größte Hürde ist dann, das man dann einen geeichten Stromzähler braucht. Bei der Zeitabrechnung muss die Uhr nicht so penibel genau sein.


Also entschuldige mal. Bei den LAdesäulenbetreibern reden wir ja nicht über Lieschen Müller, die ihren Haushalsstrom verhökern will, sondern über große Unternehmen bis hin zu Stromkonzernen. Die sind i.d.R. auch Messtellenbetreiber oder können sich die Dienstleistung ziemlich billig einkaufen.
Aber es geht auch für Lieschen Müller recht einfach: Es gibt für deutlich unter 150 Euro dreiphasige, MID-geeichte Zähler, die ihre Messung über MODBus digital ausgeben. Das ist so einfach, dass ich das in meiner eigenen Wallbox so realisiert habe.
Und wenn es ein Problem ist, dann sollte man das vielleicht mit unserem technischen KnowHow lösen können!

Die Uhr bei der Zeitabrechnung muss übrigens auch genau laufen, da wird halt nur großzügig auf volle Minuten grundet. Viel interessanter ist für mich aber, wie sie denn gedenken, mittelfristig ohne ordentliche Abrechnung zurechtkommen zu wollen. Das hat absehbar keinen Erfolg bei europäischem Verbraucherrecht.
Gruß

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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon TMi3 » Mi 11. Jan 2017, 12:15

Warum kann man nicht beides anklicken. Eine Kombi aus Energiemenge und Zeit wäre vermutlich am fairsten.
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Re: Abrechnung von Ladesäulen - Ladezeit vs. Ladeleistung

Beitragvon georgij » Mi 11. Jan 2017, 12:17

MineCooky hat geschrieben:
Wenn man nun von 0% bis 80% dort läd, läd man zu einem sehr guten Preis. Wenn man aber, warum auch immer, den Ladeplatz weiter blockiert und bis 100% laden will, wird es immer teurer, da man weiter die Minuten bezahlt, aber immer weniger läd. [/i]

Also mir leuchtet nicht ein was an einem Modell toll sein soll das einen bestraft wenn man sein Fahrzeug bis auf 100% auflädt.
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