Wieviel Akku braucht das Auto?

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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Karlsson » Mi 23. Mai 2018, 10:31

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Das Beispiel mit 22 kW am Kino oder so sollte zeigen , wie unsinnig iM teilweise gebaut wird! 22 kW mit 1-2 Stunden Zeitlimit, wo man eher 2+ Stunden vom Auto weg ist und auch eher weniger kWh nachladen muss!

Es sollte grundsätzlich kein Zeitlimit geben sondern einen Tarif mit Zeitanteil. Weil es gibt immer mal wieder gute Gründe, weshalb man es nicht rechtzeitig zurück schafft und aber trotzdem dort laden muss.
Dann muss man auch nicht künstlich drosseln, zumal andere die Leistung auch gut brauchen können. An 22kW kann man mit großem Akku ja auch 4 Stunden und mehr mit voller Leistung laden. So lange bin ich selten in irgendeiner Innenstadt. Und wenn der Wagen schon voll ist, zahlt man halt den Zeitanteil weiter. Die 2 oder 3€/h werden keinen umbringen, aber schaffen doch einen Anreiz, da nicht unnötig lang zu stehen.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Für die Strecken, letzten Jahre wäre für mich dazu ein E-Auto mit 400 km BAB-Reichweite und sogar nur 50 kW DC ausreichend >> alle Strecken zeitlich so wie vorher möglich gewesen.

Das ist aber Deine ganz persönliche Betrachtung. Andere fahren auch mal 1.000km am Stück und hätten da gern mehr Leistung. Obwohl ihnen vielleicht auch schon weniger Reichweite reicht.
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Tengri_Lethos » Mi 23. Mai 2018, 12:33

Karlsson hat geschrieben:
Tengri_Lethos hat geschrieben:
Das Beispiel mit 22 kW am Kino oder so sollte zeigen , wie unsinnig iM teilweise gebaut wird! 22 kW mit 1-2 Stunden Zeitlimit, wo man eher 2+ Stunden vom Auto weg ist und auch eher weniger kWh nachladen muss!

Es sollte grundsätzlich kein Zeitlimit geben sondern einen Tarif mit Zeitanteil. Weil es gibt immer mal wieder gute Gründe, weshalb man es nicht rechtzeitig zurück schafft und aber trotzdem dort laden muss.
Dann muss man auch nicht künstlich drosseln, zumal andere die Leistung auch gut brauchen können. An 22kW kann man mit großem Akku ja auch 4 Stunden und mehr mit voller Leistung laden. So lange bin ich selten in irgendeiner Innenstadt. Und wenn der Wagen schon voll ist, zahlt man halt den Zeitanteil weiter. Die 2 oder 3€/h werden keinen umbringen, aber schaffen doch einen Anreiz, da nicht unnötig lang zu stehen.


Hm sehe ich etwas anders. Der Punkt weniger ,das nicht rechtzeitig zurück schafft und laden muss, eher das klar ist, das nicht schafft bzw. laden WILL. Also Zeitanteil auch nicht so optimal......Also 3-4 Stunden parken kann schon mal vorkommen; hab jetzt ja nichts von innenstädtig so gesagt. Beispiel einer Tour, die ich mal geplant hab: aus ca 400 km nach Hamburg und dort dann HamburgDungeon und Miniaturwunderland>>Also schon genau der Fall wo mit den dort verbauten 22 kW Lader mit 2 Stunden Begrenzung null anfangen kann aber theoretisch 4-8 Stunden laden will.
Oder 350 km in einen Freizeitpark zu einem Museum, einem Konzert....!

Karlsson hat geschrieben:
Tengri_Lethos hat geschrieben:
Für die Strecken, letzten Jahre wäre für mich dazu ein E-Auto mit 400 km BAB-Reichweite und sogar nur 50 kW DC ausreichend >> alle Strecken zeitlich so wie vorher möglich gewesen.

Das ist aber Deine ganz persönliche Betrachtung. Andere fahren auch mal 1.000km am Stück und hätten da gern mehr Leistung. Obwohl ihnen vielleicht auch schon weniger Reichweite reicht.


Hab ja auch geschrieben , das es "für mich" so ist. Da wäre auch eine Strecke vom 850 km dabei gewesen, Pausen hätten aber zum nachladen gereicht halt.
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Karlsson » Mi 23. Mai 2018, 13:13

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Hab ja auch geschrieben , das es "für mich" so ist. Da wäre auch eine Strecke vom 850 km dabei gewesen, Pausen hätten aber zum nachladen gereicht halt.

Bei 50kW Strom für >400km nachladen... nicht so toll.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Also 3-4 Stunden parken kann schon mal vorkommen;

Passt ja. Du zahlst es halt. Kannst Dir dann überlegen, ob Du dafür umparkst oder es sein lässt oder lieber auf der Rückfahrt noch kurz an den Schnelllader.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Also schon genau der Fall wo mit den dort verbauten 22 kW Lader mit 2 Stunden Begrenzung null anfangen kann aber theoretisch 4-8 Stunden laden will.Oder 350 km in einen Freizeitpark zu einem Museum, einem Konzert....!

An bestimmten Orten kann der Zeitanteil entfallen, da gehören zB die Freizeitparks dazu oder Museen etc, wo man nach dem Besuch sicher weiter fährt. Also nicht in einer innerstädtischen Lage.
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon phonehoppy » Mi 23. Mai 2018, 14:27

Karlsson hat geschrieben:
...
An bestimmten Orten kann der Zeitanteil entfallen, da gehören zB die Freizeitparks dazu oder Museen etc, wo man nach dem Besuch sicher weiter fährt. Also nicht in einer innerstädtischen Lage.
...


Bei kostenlosem Laden würde ein Zeitanteil nichts bringen, und es wäre doch sehr schade, Das gesamte kostenlose Laden abzuschaffen, nur weil man damit die Standzeit am Lader regulieren will.

Meiner Meining nach muss ganz im Einzelfall unterschieden werden, welche Standzeit an einem Lader erlaubt sein sollte, und das sollte dann auch mit ordnungsgemäßen Verkehrsschildern und Parkscheibenpflicht so ausgeschildert werden.

Es gibt ja momentan drei grundsätzlich unterschiedliche Benutzungsmuster beim Laden:

  • Schnell-Ladung: Zur Nutzung auf Reisen unterwegs um so schnell wie möglich so weit wie möglich weiterreisen zu können. Da fände ich eine Zeitbegrenzung, z.B. 1 h, schon sinnvoll.
  • Destination Charging: Das Auto wird geladen, wenn es ohnehin über einen längeren Zeitraum abgestellt ist, z.B. während der Arbeit oder über Nacht. Hier macht eine Zeitbegrenzung gar keinen Sinn, aber es muss ja auch keine so hohe Leistung zur Verfügung gestellt werden, wodurch Geld für mehr Ladepunkte an einem Standort zur Verfügung steht.
  • Bordsteinladen oder "Zwischenladen": Ein Zwischending der oberen beiden Nutzungsmuster, meist durch eine 22 kW-Säule in einer öffentlichen Parkbucht am Straßenrand. Es hat mit dem Destination Charging gemeinsam, dass das Auto dort geladen wird, wenn es sowieso parkt, mit der Schnellladung hat es aber die geringe Anzahl an parallelen Ladepunkten gemeinsam und eben auch heute de facto eine Zeitbegrenzung, oft zwischen 2 und 4 Stunden.

Der Sinn der Bordsteinladung ist heute schon vielerorts fraglich, eigentlich sind nur noch Fahrzeuge darauf angewiesen, die nicht schnellladefähig sind, oder Leute, die in ihrem Lebensumfeld keine Möglichkeit zum Destination Charging haben und darum ihr Auto bewusst zu so einer Ladesäule fahren und mal eben für 2 Stunden dort stehen lassen.

Meistens wäre es bei solchen Standorten besser gewesen, statt einer Säule mit 2x22 kW 2 Säulen mit dann 4x 11 kW aufzustellen und dafür die Zeitbegrenzung nach oben zu schrauben bzw. ganz aufzuheben. Aber zu einer Zeit, als eine mit 22 kW ladende ZOE das Maß aller Dinge war, wurde eben auch die Ladeinfrastruktur darauf ausgerichtet....
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Tengri_Lethos » Mi 23. Mai 2018, 14:52

Karlsson hat geschrieben:
Tengri_Lethos hat geschrieben:
Hab ja auch geschrieben , das es "für mich" so ist. Da wäre auch eine Strecke vom 850 km dabei gewesen, Pausen hätten aber zum nachladen gereicht halt.

Bei 50kW Strom für >400km nachladen... nicht so toll.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Also 3-4 Stunden parken kann schon mal vorkommen;

Passt ja. Du zahlst es halt. Kannst Dir dann überlegen, ob Du dafür umparkst oder es sein lässt oder lieber auf der Rückfahrt noch kurz an den Schnelllader.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Also schon genau der Fall wo mit den dort verbauten 22 kW Lader mit 2 Stunden Begrenzung null anfangen kann aber theoretisch 4-8 Stunden laden will.Oder 350 km in einen Freizeitpark zu einem Museum, einem Konzert....!

An bestimmten Orten kann der Zeitanteil entfallen, da gehören zB die Freizeitparks dazu oder Museen etc, wo man nach dem Besuch sicher weiter fährt. Also nicht in einer innerstädtischen Lage.


Wie gesagt nebenbei und hätte gepasst, sprich kein Unterschied ob Benziner oder E-Auto bei den Fahrten.

Die zweite Wahlmöglichkeit hab ich aber so eher nicht , entweder muss umparken (was oft nicht geht) oder kurz an Schnelllader (was ich als eigendlich unnötig empfinde, vorallem weil immer öfter Lader ja da wären)

Na ja Museen und co können auch innerstädtische Lage haben! Wie geschrieben, der jeweilie Zeitfaktor sollte sich an den Standort üblichen Parkzeiten orientieren! Ob das jetzt im "Wald" oder Innenstadt ist erstmal egal ;-) Am Waldparkplatz kann man auch mal 2-3 Stunden weg sein für ne Wanderung oder so, klar hier noch eher keine Lader und wenn ohne Begrenzung!
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Tengri_Lethos » Mi 23. Mai 2018, 15:10

phonehoppy hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
...
An bestimmten Orten kann der Zeitanteil entfallen, da gehören zB die Freizeitparks dazu oder Museen etc, wo man nach dem Besuch sicher weiter fährt. Also nicht in einer innerstädtischen Lage.
...


Bei kostenlosem Laden würde ein Zeitanteil nichts bringen, und es wäre doch sehr schade, Das gesamte kostenlose Laden abzuschaffen, nur weil man damit die Standzeit am Lader regulieren will.

Meiner Meining nach muss ganz im Einzelfall unterschieden werden, welche Standzeit an einem Lader erlaubt sein sollte, und das sollte dann auch mit ordnungsgemäßen Verkehrsschildern und Parkscheibenpflicht so ausgeschildert werden.

Es gibt ja momentan drei grundsätzlich unterschiedliche Benutzungsmuster beim Laden:

  • Schnell-Ladung: Zur Nutzung auf Reisen unterwegs um so schnell wie möglich so weit wie möglich weiterreisen zu können. Da fände ich eine Zeitbegrenzung, z.B. 1 h, schon sinnvoll.
  • Destination Charging: Das Auto wird geladen, wenn es ohnehin über einen längeren Zeitraum abgestellt ist, z.B. während der Arbeit oder über Nacht. Hier macht eine Zeitbegrenzung gar keinen Sinn, aber es muss ja auch keine so hohe Leistung zur Verfügung gestellt werden, wodurch Geld für mehr Ladepunkte an einem Standort zur Verfügung steht.
  • Bordsteinladen oder "Zwischenladen": Ein Zwischending der oberen beiden Nutzungsmuster, meist durch eine 22 kW-Säule in einer öffentlichen Parkbucht am Straßenrand. Es hat mit dem Destination Charging gemeinsam, dass das Auto dort geladen wird, wenn es sowieso parkt, mit der Schnellladung hat es aber die geringe Anzahl an parallelen Ladepunkten gemeinsam und eben auch heute de facto eine Zeitbegrenzung, oft zwischen 2 und 4 Stunden.

Der Sinn der Bordsteinladung ist heute schon vielerorts fraglich, eigentlich sind nur noch Fahrzeuge darauf angewiesen, die nicht schnellladefähig sind, oder Leute, die in ihrem Lebensumfeld keine Möglichkeit zum Destination Charging haben und darum ihr Auto bewusst zu so einer Ladesäule fahren und mal eben für 2 Stunden dort stehen lassen.

Meistens wäre es bei solchen Standorten besser gewesen, statt einer Säule mit 2x22 kW 2 Säulen mit dann 4x 11 kW aufzustellen und dafür die Zeitbegrenzung nach oben zu schrauben bzw. ganz aufzuheben. Aber zu einer Zeit, als eine mit 22 kW ladende ZOE das Maß aller Dinge war, wurde eben auch die Ladeinfrastruktur darauf ausgerichtet....


Von kostenlosen Ladern war jetzt so nicht die Rede, generell um zeitliche Begrenzung, die das Laden ,neben am dem Standort üblichen Aktivitäten nicht nutzbar macht.
Mit dem Bordsteinladen oder "Zwischenladen" bin ich voll bei dir, war so top aber jetzt muss umgedacht werden an diesen Orten!
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon umali » Mi 23. Mai 2018, 18:10

Bordsteinladen ist eigentlich nicht zielführend für EV-Massenverbreitung. Viel zu wenige Ladepunkte und die meist zentrumsnah, wo man heute die Autos aus den Städten heraus haben möchte.

Wir benötigen hauptsächlich für die autofahrenden Mieter von Stadtwohnungen 1,4...11kW-AC-Ladepunkte (also Laternenlader) - möglichst viele und mit Lastmanagment.

Der Rest macht destination-charging @EFH/MFH oder @job oder halt DC-Schnellladung auf Reisen.
Bei letzterem aber nicht nur an der BAB. Mit dem EV will ich an jeder normalen Tanke CCS-Laden können. Ich fahre doch nicht extra an eine BAB, um die Kiste zu Laden.

@ Tengri_Lethos
Kannst Du mal an Deiner Grammatik und Rechtschreibung feilen? Ich habe da manchmal echt Probleme zu verstehen, was Du sagen willst.

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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Karlsson » Mi 23. Mai 2018, 23:19

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Wie gesagt nebenbei und hätte gepasst, sprich kein Unterschied ob Benziner oder E-Auto bei den Fahrten.

Kannst Du mit Zeitanteil doch auch. Ich verstehe Dein Problem nicht.

phonehoppy hat geschrieben:
Bei kostenlosem Laden würde ein Zeitanteil nichts bringen, und es wäre doch sehr schade, Das gesamte kostenlose Laden abzuschaffen, nur weil man damit die Standzeit am Lader regulieren will.

Das kostenlose Laden fällt eh weg weil die Summen zu groß werden. Bislang waren es doch nur ein paar wenige Hansel mit kleinen Akkus. Jetzt werden es aber immer mehr und die Akkus größer. Und es geht eben auch um den Verdienstausfall, bzw. die Bezahlung der Infrastruktur. Diese muss sich langfristig selbst finanzieren, sonst wird sie nicht gepflegt und erst recht nicht ausgebaut. Es ist zu kurz gedacht wenn man nur den kostenlosen Strom vor Augen hat. Wichtiger ist eine zuverlässige Infrastruktur. Die wird es nur geben wenn der Markt funktioniert.

phonehoppy hat geschrieben:
Schnell-Ladung: Zur Nutzung auf Reisen unterwegs um so schnell wie möglich so weit wie möglich weiterreisen zu können. Da fände ich eine Zeitbegrenzung, z.B. 1 h, schon sinnvoll.

Und dann? Gibts ne Strafanzeige oder wird man abgeschleppt oder ist das nur eine freundliche Bitte? Dann ist es doch wirkungslos. Und nein, es kann auch mal sein, dass man da länger stehen muss und dann soll das OK sein.
Über Geld funktioniert das alles.

phonehoppy hat geschrieben:
Destination Charging: Das Auto wird geladen, wenn es ohnehin über einen längeren Zeitraum abgestellt ist, z.B. während der Arbeit oder über Nacht. Hier macht eine Zeitbegrenzung gar keinen Sinn,

Doch, auch da. Denn wenn Du 5 Tage im Hotel bist und das Auto nicht brauchst, solltest Du das vollgeladene Auto auch bitte dort nach der ersten Nacht entfernen, solange nicht gerade Ladepunkte im Überfluss vorhanden sind.

phonehoppy hat geschrieben:
Bordsteinladen oder "Zwischenladen": Ein Zwischending der oberen beiden Nutzungsmuster, meist durch eine 22 kW-Säule in einer öffentlichen Parkbucht am Straßenrand. Es hat mit dem Destination Charging gemeinsam, dass das Auto dort geladen wird, wenn es sowieso parkt, mit der Schnellladung hat es aber die geringe Anzahl an parallelen Ladepunkten gemeinsam und eben auch heute de facto eine Zeitbegrenzung, oft zwischen 2 und 4 Stunden.

Auch hier sollte es keine Zeitbegrenzung geben, aber zeitliche Gebühren.
Man kann dafür den Strompreis auch günstiger machen, da die Infrastruktur schon über den Zeitanteil vergütet wird. Dadurch zahlen die effektiveren Nutzer mit höherer Leistung einen geringeren Preis.
Und am Supermarkt kann ich mir auch sehr gut mehr als 50kW vorstellen wenn die Leute ohne eigene Ladesäule in der Breite anfangen, E-Auto zu fahren. Mit großem Akku und hoher Ladeleistung kann man 1x in der Woche wöhrend eines Einkaufs vielleicht schon seinen Strombedarf decken. Aber 22kW werden nicht reichen.

Tengri_Lethos hat geschrieben:
Wie geschrieben, der jeweilie Zeitfaktor sollte sich an den Standort üblichen Parkzeiten orientieren!

Die gibt es im Hamburger Hafen aber nicht. Da kannst Du 12 Minuten oder 12 Stunden oder 12 Tage parken, je nachdem was Du vor hast.
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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon umali » Do 24. Mai 2018, 00:04

Karlsson hat geschrieben:
...
Und am Supermarkt kann ich mir auch sehr gut mehr als 50kW vorstellen wenn die Leute ohne eigene Ladesäule in der Breite anfangen, E-Auto zu fahren. Mit großem Akku und hoher Ladeleistung kann man 1x in der Woche wöhrend eines Einkaufs vielleicht schon seinen Strombedarf decken. Aber 22kW werden nicht reichen..

Wieviele 50kW Schläuche willst Du denn dort installieren lassen, wenn die Leute massenhaft E-Auto fahren? Ich schätze, mehr als 4 wird der Centermanager bei den hohen Kosten und der hohen Anschlussleistung von 4x 50kW wohl nicht bereitstellen.
Wenn das Ding um 9 Uhr aufmacht, bekommt den ersten dann der Centermanager, den 2. seine Frau und der Rest ist für Dich und mich. Du musst halt zeitig da sein :mrgreen: .
Du glaubst doch nicht ernsthaft, dass ein Kunde des Centers nach 30...45min seine Kiste umparkt. Und wenn das eingefordert wird und er dem trotzdem nicht nachgeht, wird sich das Center keinen Ärger machen und ihn in Ruhe lassen. Das wäre allerdings ein ziemlich unfaires System.

Anders wird ein Schuh draus. 2-3h Einkaufszeit werden angestrebt und dafür 30x 7 kW-Lader ergeben auch ca. 200kW bei Vollbesetzung. Die Autos können stehen bleiben und nach 2h sind 14kWh in der Kiste (knapp 100km). Mehr muss man einem Einkaufskunden nicht schenken, dafür aber vielen E-Auto-fahrenden Leuten.

Dabei werden alle mit gleicher Schnarchladung bedacht, egal ob das EV einen Mini- oder Megaakku hat. Es wäre ja absolut unfair, wenn Megaakkus bevorzugt würden.
Von dem Gedanken, sich an der kostenlosen Center-CCS-Station seinen Megaakku für die Woche "einzudecken", würde ich mich an Deiner Stelle schnell verabschieden. Das ist schon nah dran an assozial. Das magst Du jetzt als hart ansehen - ist aber so.

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Re: Wieviel Akku braucht das Auto?

Beitragvon Tengri_Lethos » Do 24. Mai 2018, 11:03

Puh ich versuch mal auf einige Punkte von euch wieder einzugehen.

@umali
Mit Bordsteinladen wäre ja auch mit das Laden von Mietern und co ausserhalb der Städte gemeint.
Dein Supermarktparkplatzbeispiel zeigt, was ich mir wünsche: Massig langsame Lader, wo man eh parkt. Hier geht es darum nur genug bis zum nächsten Halt mit Lademöglichkeit zu bekommen. Je öfter Lademöglichkeiten nebenbei desto weniger Ladeleistung jeweils nötig.
Ja, ich hab eine Gramatik- (eher Formulierungs-) und Rechtschreibschwäche!

@Karlsson
Bei der Zeitbegrenzung geht es mir nicht um Schnelllader auf Strecken über Akkureichweite. Einer der Vorteile von E-Autos sollte doch sein, das man irgendwann immer und überall nebenbei nachladen kann, und hier halt Zeitlimits und auch Zeittarife nicht von Vorteil bzw. teilweise unsinnig.
50+ kW auf Supermarkparkplätzen bin ich der selben Meinung wie umali. Regelmäßig nebenbei laden sollte die Zukunft sein, und damit meine ich jetzt nicht 1 mal pro Woche, eher täglich aber halt nebenbei , weil man da eh parkt!
Mit üblichen Parkzeiten ist ja jetzt nicht zwangsweise gemeint, was vorher erlaub war.Es geht eher darum , wie lang dort auch wirklich geparkt wird. Beispiel für unsinnige Lader durch Zeitlimit hab ich ja aufgeführt.

Allgemein:
Ich finde, wir brauchen für die Zukunft klar Schnelllader (100+ kW) , aber diese nur auf Fernstrecke. Für den "Alltag" sollten massig "Schnarchlader" vorhanden sein, damit man immer und überall nachladen kann. Ersteres wird ja aktuell schon gut gebaut. Leider für echtes stressfreies nebenbei Laden noch zu wenige Lader vorhanden, bzw halt nicht so nutzbar. 22 - 50 kW Lader sehe ich in ferner Zukunft als komplett unnötig an,aktuell allerdings noch klar benötigt. Hier sehe ich eins der Probleme der Planer. Für massig "Schnarchlader" muss halt auch massig viel gemacht werden, hier will keiner den Anfang wagen vielleicht.......Erinnert mich etwas an die Diskussion über Energiespeicher vor Jahren: "Lohnt nicht diesen zu bauen, da man hiervon hunderte bzw tausende benötigen würde" Keiner will den Anfang machen , also passiert nix...
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