Wasserstoff, quo vadis?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon SRAM » Di 14. Aug 2018, 17:22

Poolcrack hat geschrieben:
@SRAM:

Wie viele Schiffe müssten denn nun fahren um die run 45 Mio PKWs in Deutschland zu beliefern? Und wie viele für die Welt mit > 1 Mlrd PKW? Erkennst Du den Irrsinn?


Wenn sich etwas lohnt, ist es kein Irrsinn......


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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon SRAM » Di 14. Aug 2018, 17:27

Poolcrack hat geschrieben:
Den Artikel habe ich auch (teilweise) gelesen. Dumm nur dass Platin über 1000 Mal seltener in der Erdkruste vorkommt als Cobalt und Lithium. Außerdem "Tankpause? So kurz wie immer." Ist ja längst widerlegt. Das gilt immer nur solange der kleine Hochdruckspeicher voll ist. Der nächste wartet dann solange wie eine Schnellladung beim BEV dauert. Da musste ich aufhören zu lesen, da immer nur die alten widerlegten Fakten aufgetischt werden.


Das hängt nur von der Speichergröße ab und die ist bei den neuen Containerlösungen von Linde ausreichend dimensioniert.

Warum hätte man das bei den pilotstationen machen sollen, bei denen sich alle paar Tage mal ein H2-Mobil hin verirrt ?

Speichergröße ist reines numbering up, da braucht man nichts zu entwickeln... Sieh dir die Gabelstaplerstationen von Linde in Großbetrieben an: da braucht auch keiner warten.


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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon SRAM » Di 14. Aug 2018, 17:43

Poolcrack hat geschrieben:
Dumm nur dass Platin über 1000 Mal seltener in der Erdkruste vorkommt als Cobalt und Lithium.


Auf dieses Argument antworte ich immer nur:

"Dann müssen Neonröhren eine kollektive Massen-Halluzination sein" ;)

--------------------------------------

Bei solchen Vergleichen immer erst die Informationsblätter der BGR anschauen:

https://www.deutsche-rohstoffagentur.de ... onFile&v=3

Da sind viele nützliche Infos drin. Bei Platin u.a., daß das Deutsche recycling hervorragend funktioniert.......


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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Lukeshort » Di 14. Aug 2018, 18:27

Poolcrack hat geschrieben:
Den Artikel habe ich auch (teilweise) gelesen.
...

schade :(

Dumm nur dass Platin über 1000 Mal seltener in der Erdkruste vorkommt als Cobalt und Lithium.

Zitat aus
https://www.electrive.net/2018/08/13/h-power-warum-die-brennstoffzelle-eine-sinnvolle-ergaenzung-der-elektrischen-antriebe-ist/ :

"Der Platinbedarf für den Stack liegt ungefähr auf dem Niveau der Abgasreinigungsanlage eines Diesel-Pkw."

na das Platin hätte ich doch lieber in einem zukünftig produzierten FC-Stack als in einem zukünftig produzierten Diesel ;)

Außerdem "Tankpause? So kurz wie immer." Ist ja längst widerlegt. Das gilt immer nur solange der kleine Hochdruckspeicher voll ist. Der nächste wartet dann solange wie eine Schnellladung beim BEV dauert.

Das war zwar ein Bus, aber der hat immerhin 12,63kg H2 aus dem Hochdruckspeicher bekommen
https://cdn.goingelectric.de/forum/resources/image/58859

Da musste ich aufhören zu lesen, da immer nur die alten widerlegten Fakten aufgetischt werden.


hmm... :)
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Poolcrack » Di 14. Aug 2018, 20:06

Hier steht aber auch, dass der Bedarf an Platin letztes Jahr erneut höher als das Angebot war: https://www.miningscout.de/blog/2017/03 ... s-angebot/

Außerdem steigt der Bedarf an Platin (oder Palladium oder dem seltensten Metall Rhodium) mit strengeren Abgasnormen, von daher ist die Formulierung "Der Platinbedarf für den Stack liegt ungefähr auf dem Niveau der Abgasreinigungsanlage eines Diesel-Pkw." sehr geschickt.

Mit 12,63 kg ist aber keine Tankstelle mit mehreren hundert Tankvorgängen pro Tag ersetzbar. Im Gegensatz zu einem BEV kann man das Fahrzeug eben nicht daheim oder beim Arbeitgeber langsam vollmachen.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon SRAM » Di 14. Aug 2018, 20:13

Dann nimm halt den Silyzer 300 mit 12 t/Tag, wenn du eine ganze Großstadt versorgen willst.

Wo ist das Problem ?


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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Poolcrack » Di 14. Aug 2018, 20:42

Die Kosten für die H2-Tankstelle, der hohe Preis für den Wasserstoff (wenn erst Mal der subventionierte Einheitspreis entfällt), die schlechte Energieeffizienz, die notwendigen zentralistischen Strukturen und alle anderen Punkte, die schon genannt wurden. Die Diskussion führt zu keinen neuen Erkenntnissen.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon kub0815 » Di 14. Aug 2018, 21:17

Ich finde die diskussion weiterhin interessant.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Elektrolurch » Mi 15. Aug 2018, 06:42

Ich durchaus auch, und ich lerne wieder dazu. Allerdings bleiben die prinzipiellen Probleme, wie von Poolcrack gerade nochmal zusammengefasst, bestehen, das Bild verschiebt sich nur marginal.

Es gilt doch immer noch, dass der Energieeinsatz für eine gegebene Fahrstrecke mit Brennstoffzellenfahrzeugen ca. 3x so hoch ist wie der mit BEV? Das bedeutet, dass in einer Wasserstoffwirtschaft 2/3 aller Kraftwerke, und seien es 100% regenerative, nichts weiter tun als die Verluste zu kompensieren. Wenn das nicht irre ist. Strom dürfte dadurch übrigens teurer werden, nicht billiger.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon kub0815 » Mi 15. Aug 2018, 07:10

Trotzdem wird es genug anwendungen geben wo du Wasserstoff brauchst bzw dieser sinvoll ist. Energie von der Sonne und Wind ist eigentlich auch in Deutschland genug vorhanden!
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