Wasserstoff, quo vadis?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Lukeshort » Mo 15. Okt 2018, 17:12

Bitte nicht alles durcheinander werfen:
Es gibt Elektrolyseure, die machen aus Strom Wasserstoff, z.B. den Silyzer 300, der arbeitet nach Datenblatt mit ca. 75% Anlageneffizienz:
https://www.siemens.com/content/dam/web ... -en-rz.pdf
und in Linz will man im Zusammenwirken mit der Stahlproduktion sogar auf 80% kommen:
https://www.energie-wasser-praxis.de/en ... t-in-linz/

Und es gibt optimierte FC-Stacks in Autos, die machen aus Wasserstoff Strom und kommen mit einer Tankfüllung (dauert 5 Minuten) ca. 666 km weit...nach WLTP, auch bei Kälte und für z.Zt. 60 € pro Tankfüllung...also vergleichbar zum Benziner, allerdings CO2 und NOx frei! :D

Und die haben auch eine Klimaanlage sowie...pssst großes Geheimnis...die Möglichkeit zu rekuperieren 8-)
https://www.hyundai.de/Modelle/NEXO.htm ... fgEALw_wcB

...und es wird demnächst noch viel mehr auf diesem Sektor zu sehen sein...aber pssst...nicht den Marktschreiern sagen 8-)
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon SRAM » Mo 15. Okt 2018, 17:35

Alex1 hat geschrieben:
SRAM hat geschrieben:
Mein Diesel nutzt Hochtemperaturwärme von 1200°C.
Wofür? Und wieviel Promille davon (im Jahresdurchschnitt)?


Ich glaube so bei jedem drittem von vier Takten. Ist ein Viertaktmotor .... :mrgreen:

so etwa 400 Promille im Jahresdurchschnitt.


Gruß SRAM
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon SRAM » Mo 15. Okt 2018, 17:42

Alex1 hat geschrieben:
SRAM hat geschrieben:
Davon abgesehen: die HT-Zelle würde ich in LKW nutzen, bei denen hoher Wirkungsrad am meisten bringt. Für PKW sind die PEM geeigneter. Wobei ich nicht ausschließen würde, daß große Langstreckenlimousinen dann doch eine HT Zelle verwenden.....

Gruß SRAM
Wofür nutzen die dann die Abwärme? Wieviel Promille sind das dann im Jahresdurchschnitt?

Die PEM hat dann wieder welchen Wirkungsgrad (ohne Abwärme...)?



Hochtemperaturabwärme: entweder kleiner Turbogenerator oder Peltierelement.

PEM Wirkungsgrad: Vollast 60% Halblast 70%

Gruß SRAM
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon SRAM » Mo 15. Okt 2018, 17:45

Alex1 hat geschrieben:
Darf ich dann auch die Abwärme des eMotors bzw. von BMS und Leistungselektronik auch mit zählen, die schließlich den Akku auf Wohlfühltemperatur hält? Die ist bekanntlich höher als die Wohlfühltemperatur der Insassen, also fast bei jedem Wetter notwendig.


Darfst du. Bleibt nur fast garnichts dabei hängen. Weil Carnot gnadenlos zuschlägt ;)

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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Vanellus » Mo 15. Okt 2018, 17:58

Leute, seit ihr immer noch dabei und dreht euch im Kreis?
Der Gaul (Brennstoffzelle im Pkw) ist tot, auch wenn immer wieder Leute viel Luft reinpusten und sagen: guck mal - er steht doch, gleich läuft er los. :roll:
Ich hab mal 'ne Vollgasbeschleunigung im Mirai erleben dürfen. Da geht ja meine Zoe mehr ab. Die Brennstoffzelle hat laut gepfiffen und der kleine Akku hat alles gegeben, um der schwächelnden Brennstoffzelle unter die Arme zu greifen. Viel geholfen hat es nicht.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Ted » Mo 15. Okt 2018, 19:22

Es gibt sicherlich Anwendungen wo sich die Wasserstoff-Brennstoffzelle als Antriebskonzept durchsetzten könnte. Ich denke an LKW-Langstrecke, Bus-Fernverkehre und ÖPVN, also Fahrzeuge die teuer sind und wo längere Stehzeiten ins Geld gehen.

Für PKW die eine lange Reichweite haben sollen, Beispiel hier wäre der klassische Handlungsreisende, macht auf absehbare Zeit wahrscheinlich sogar ein Verbrennungsmotor als Range-Extender mehr Sinn als eine Brennstoffzelle.

Der durchschnittliche private PKW-Nutzer wird für die gelegentliche Langstrecke mit einer großen Batterie plus Schnelladung bestens bedient sein.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Vanellus » Mo 15. Okt 2018, 19:55

Das Öko-Institut e.V. hat in seinem neuen Zwischenbericht für das Bundesverkehrsministerium zu alternativen Antrieben bei Fern-Lkws (Oberleitung mit Akku, mit LNG-Motor, mit Diesel, mit Brennstoffzelle) festgestellt, dass nichts so teuer ist wie die Brennstoffzelle für die Oberleitungs-freien Strecken. Und das wegen der hohen Kosten für den Wasserstoff.
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Ted » Mo 15. Okt 2018, 20:05

Oberleitungen hatte ich nicht auf dem Schirm. Für Autobahnen macht das anscheined viel Sinn!

Passend dazu steht folgende Meldung gerade auf der SPON Homepage ;)

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/schl ... 33368.html
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Lukeshort » Mo 15. Okt 2018, 21:07

Vanellus hat geschrieben:
Das Öko-Institut e.V. hat in seinem neuen Zwischenbericht für das Bundesverkehrsministerium zu alternativen Antrieben bei Fern-Lkws (Oberleitung mit Akku, mit LNG-Motor, mit Diesel, mit Brennstoffzelle) festgestellt, dass nichts so teuer ist wie die Brennstoffzelle für die Oberleitungs-freien Strecken. Und das wegen der hohen Kosten für den Wasserstoff.

Die Oberleitung für LKW's ist schon eine gute Sache, wenn sie vorhanden ist und von den Spediteuren akzeptiert wird.
Ein reiner Oberleitungsbetrieb dürfte wegen der Flexibilität nicht möglich sein, besser ist die zusätzliche Unterstützung durch eine Batterie. Interessant sind die in der Studie geschätzten Kosten im Jahr 2025 für entsprechende LKWs:
Diesel-Lkw: 85.755€,
Brennstoffzellen-Lkw: 126.209€,
Oberleitung-BEV-LKW für 250 km: 142.087€
BEV-LKW für 800km: 185.470€

Ebenfalls interessant die 2025 vermuteten Energiekosten:
Wasserstoff: 0,228€/kWh, Strom: 0,138€/kWh

Ich halte die Oberleitung in Deutschland für durchaus machbar, Akzeptanzprobleme wären politisch auszuräumen. Es bleibt spannend ;)
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Re: Wasserstoff, quo vadis?

Beitragvon Alex1 » Mo 15. Okt 2018, 22:27

SRAM hat geschrieben:
Alex1 hat geschrieben:
Darf ich dann auch die Abwärme des eMotors bzw. von BMS und Leistungselektronik auch mit zählen, die schließlich den Akku auf Wohlfühltemperatur hält? Die ist bekanntlich höher als die Wohlfühltemperatur der Insassen, also fast bei jedem Wetter notwendig.
Darfst du. Bleibt nur fast garnichts dabei hängen. Weil Carnot gnadenlos zuschlägt ;)

Gruß SRAM
Was hat denn bitte Carnot bei einem eMotor zu suchen? :roll: :facepalm:

Glaubst Du denn echt an Deine Fantasie-Wirkungsgrade? Und es ist mindestens unredlich, wenn Du solche Fantasiewirkungsgrade angibst, die im Auto nie erreicht werden können, da die Abwärme eben nicht genutzt werden kann, bei den im Auto benutzten Komponenten uns aber den Wirkungsgrad unterschlägst.
Herzliche Grüße
Alex
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Echten Ökostrom: http://www.ews-schoenau.de/ Fast Alternativlos.
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