Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon Twizyflu » Di 18. Jun 2013, 10:30

Ach da spielen soviele Faktoren mit.

- Wiederverkaufswert kann man jetzt noch nicht sagen (wird die Zukunft zeigen)
- Reparaturen werden wir auch sehen, aber da bin ich eher wenig skeptisch
- Rost ist genauso noch ein Problem (Zoe zb. ist auch nur ne ganz normale Karosserie, außer dem Alu Unterboden halt)
- Bremsen, Achsen, Querlenker usw. das alles ist ganz normal wie bei jedem Auto (bei den meisten halt)

Ich denke vorallem die Skepsis bzw. Akzeptanz der Menschen wird entscheiden.
Wollen die Leute das, werden die Hersteller eher einlenken und es auch anbieten und man wird auch einen Gebrauchtwagenmarkt dafür entdecken (nennenswerter als das was es jetzt gibt).
Wird dem nicht so sein, wirds ziemlich schwierig. Ein Restrisiko haben wir immer!
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Beitragvon Karlsson » Di 18. Jun 2013, 12:11

dkt hat geschrieben:
Bleibt im Ergebnis nur dagegen zu halten, die Ersparnis in der Differenz von Benzinverbrauch zum Strom auf 100 km ca € 8 bis 9. Nimmt man das für km 20.000/Jahr so ist das – zum Beispiel - ein Kostenvorteil von ca. 1.600 bis 1.800. Gegengehalten gegen ca. € 10.000 Investition in den „Elektrotank“.

Äh, ich hatte jetzt Sonntag 6,75€/100km Diesel auf einer 530km Strecke. Selbst wenn der Strom geschenkt wäre, sind das also keine 8 Euro.
Ich würde eher mit 3 Euro rechnen - das sind dann 15kWh, die 4,5 Litern Diesel gegenüber stehen. Und 4,5 sollte man mit heutigen Autos noch gut unterbieten können. Die 15kWh ab Steckdose muss man ja auch erstmal erreichen.

PowerTower hat geschrieben:
Das passt so leider nicht. Du brauchst neben Elektromotor und Getriebe schließlich auch noch Motorsteuerung, AC/DC Wandler und je nach Modell ein separates Ladegerät.

Allein eine einigermaßen vernünftige Motorsteuerung bringt es schon auf 2.000 Euro. Motor und Ladegerät kommen nochmal mit den gleichen Kosten dazu. Schon ist man ganz fix bei 6.000 Euro.

Das ist aber der Stand ohne Massenproduktion mit dem Automotive-Preisdruck!
Denke da mal an den Toyota Prius Antrieb. Der liegt mittlerweile sogar unter Diesel-Niveau. Das heißt die Differenz zwischen 4Zylinder Benzin und Diesel ist höher als 2 E-Motoren mit 2x Leistungselektronik, Akku mit Thermomanagement und BMS. Und so klein sind die Motoren gar nicht nicht mal.
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon Twizyflu » Di 18. Jun 2013, 14:52

Nun dann kommts halt wieder drauf an wie man fährt.
Meiner ist zwar nur Durchschnittlich, aber unter 5,5l bewege ich den nicht.
Ich fahre ihn meistens mit 7l ^^ (Autobahn -> 130 km/h -> Überholen usw.).

Und bei 7l auf 100km -> kostet mich das 7 x 1.45 Euro -> ca. 10,50 Euro.
Einmal Zoe tanken (Der schafft auf der Autobahn auch so an die 100km mit 130km/h schätz ich mal) kostet da eben knapp die Hälfte.

Ich habs mir eh schonmal ausgerechnet. Im Regelfall kostet mich ein Tank Diesel 72 Euro ca.
Damit komm ich dann 800km oder so. Wenn ich den Zoe für die Reichweite betanken müsste, ist es so ca. die Hälfte der Kosten (Strom) wie für den Diesel. Najo....
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon BuzzingDanZei » Di 18. Jun 2013, 15:10

100km bei 130km/h wirst du nicht schaffen. Eher so bei 110km/h, oder wenig mehr.

Dafür bezahlt man derzeit aber kaum wo den Strom und somit quasi umsonst unterwegs.
Habe jetzt 2000km mit dem ZOE gefahren und erst rund 16€ für Strom in der heimischen Garage konsumiert. Alle anderen Ladungen waren unterwegs kostenfrei!
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon Twizyflu » Di 18. Jun 2013, 15:45

Ja, aber bei mir zb. hat das ab Januar 2014 eben ein Ende - wie schon gesagt.
(ja hätte ich früher eines gekauft hast mir schon mal gesagt BDZ :P )

Man muss sich halt die nächsten Jahre bissl anschauen, damit man die Gesamtbelastung sieht.
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon Guy » Di 18. Jun 2013, 16:19

Geht es eigentlich noch um den Preis von Batterien oder mal wieder um die Wirtschaftlichkeit? ;)

@Twizyflu
Dass du gerne würdest, wenn du könntest und Elektroautos wären - das hast du nun schon ein paar Mal geschrieben

Um wieder zum Thema zu kommen, ich denke auch, dass die Batterie bei den Kosten den Unterschied macht, alle weiteren Komponenten dürften ähnlich liegen, wenn mangels Stückzahl der Elektroantrieb nicht noch ein klein wenig teurer ist.

Ein weiterer Punkt, der durch die sinkenden Preise interessant werden könnte, ist das Angebot von Ersatzbatterien für Fahrzeuge mit Batteriemiete. Hier hatte ich bislang so meine Zweifel, bei den prognostizierten Preisen für 2020.
Wenn die Preise jedoch weiter so stark fallen, könnte eine Batterie für den ZOE in drei Jahren vielleicht wirklich für sub 5k€ machbar und damit eine gute Option sein.
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon Desti » Di 18. Jun 2013, 16:47

Guy hat geschrieben:
dkt hat geschrieben:
Tesla meint, dass die Rundzelle für die Kühlung notwendige Räume durch ihre Form besser anbietet, als die Flachzelle.
Na ja, so kann man eine nicht optimale Nutzung des Raums auch als Vorteil verkaufen.

Was für mich aktuell für Rundzellen spricht, sind Preis und Energiedichte. Diese werden in dieser Form - 18650 - millionenfach hergestellt, vor allem für Laptops. Deshalb dürften sie pro Kilowattstunde die günstigste Option sein. Auch bei der Energiedichte geht derzeit nichts über Rundzellen.

Der große Nachteil ist allerdings, dass man in diese Zellen nur wenige Amperestunden hineinquetschen kann. Sobald großformatige Zellen in Massen hergestellt werden, wird die Laptopzelle also fast zwangsläufig pro Kilowattstunde teurer sein.

Ich sehe die Zukunft deshalb eher nicht bei Rundzellen.


Die vielen kleinen Rundzellen haben noch ein anderes Problem, wegen der hohen Anzahl kann nicht jede Zelle einzeln mit dem BMS verbunden werden und so kann man nicht rechtzeitig einzelne defekte Zellen erkennen und austauschen.
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon bm3 » Di 18. Jun 2013, 16:56

Desti hat geschrieben:

Die vielen kleinen Rundzellen haben noch ein anderes Problem, wegen der hohen Anzahl kann nicht jede Zelle einzeln mit dem BMS verbunden werden und so kann man nicht rechtzeitig einzelne defekte Zellen erkennen und austauschen.


Wer möchte schon gerne mit den vielen kleinen Zellen herumhantieren außer Tesla :mrgreen:
Aber das Problem sehe ich weniger. Viele kleine Zellen werden parallel geschaltet zu einer großen Zelle und die wird vom BMS überwacht. Gegen internen Kurzschluss kann man jede einzelne kleine Zelle recht einfach absichern, so dass dann der zusammengesetzten "Großzelle" bei Ausfall einer kleinen nur etwas Kapa fehlt, während wenn eine echte große Zelle mal ausfällt ist der Akku wahrscheinlich komplett weg oder hat zumindest ein Stück weniger Spannung.

Viele Grüße:

Klaus
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Re: AW: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon Karlsson » Mi 19. Jun 2013, 09:13

BuzzingDanZei hat geschrieben:
Dafür bezahlt man derzeit aber kaum wo den Strom und somit quasi umsonst unterwegs.

Wie toll das funktioniert liest man hier ja ständig.
Und selbst wenn es perfekt funktionieren würde, hätte ich keine Lust, ständig irgendwo doof rum zu stehen und auf das Ende der Ladung zu warten.
Der Vorteil des E-Autos ist doch gerade, dass man grundsätzlich Zuhause vollgetankt losfährt und nur deswegen ist man doch überhaupt bereit, so eine mickrige Reichweite zu akzeptieren.

Hätte ich ein E-Auto, würde das Zuhause grundsätzlich voll losfahren und eh nur Tageskilometerleistungen bis 100 km erreichen, weil mir darüber das Risiko zu groß wird.
=> 99% wird Zuhause geladen
Die ganze teure Infrastruktur ist derzeit überflüssig.
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Re: Preise auf 200 Euro pro Kilowattstunde gesunken

Beitragvon harleyblau1 » Mi 19. Jun 2013, 09:57

@Karlsson:

Meinst Du, ich hätte in den letzten 2 Monaten mehr als 4000 km zurück gelegt, wenn ich nicht unterwegs hätte laden können?

Ich persönlich finde "teure Infrastruktur" sehr wichtig und bin auch mit Abstrichen darauf angewiesen. Deshalb war mir ein Schnelllader im Auto auch ganz wichtig.
Besorg dir bitte erstmal ein E-Auto und red nicht über ungelegte Eier, sorry.

außerdem: "Teuer" ist relativ. so'ne BenzinTanke kostet ja auch 'n bisschen was, beim Aufbau.....
Hab jetzt keine Vergleichsrechnung aufgemacht, wollte nur mal zum Denken anregen.

sonnige Grüße ;)
Dirk
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