Es tut sich: Nichts?

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: AW: Es tut sich: Nichts?

Beitragvon PowerTower » Fr 17. Jan 2014, 11:37

Karlsson hat geschrieben:
Bei den Lifepo Zellen liegt die kWh übrigens zwischen 350 und 500€. Nur Zellen ohne alles. Dann aber Endverbraucher Preis für Lieschen Müller, Stückzahl 1.

Darauf bezogen mal die Preisentwicklung der letzten Jahre am Beispiel einer 100 Ah Winston Zelle:
2008: 850 Euro / kWh (damals noch als ThunderSky ohne Yttrium)
2012: 360 Euro / kWh
2014: 420 Euro / kWh

Dass Lithium-Eisen-Phosphat an sich teurer ist, ist nichts neues. Dass der Preis aber schon seit einiger Zeit völlig gegen den allgemeinen Trend arbeitet, ist enttäuschend. Ich habe mir die Frage gestellt warum das wohl so ist, und im elweb einige Antworten bekommen. Es fehlt halt ein Großabnehmer, obwohl bei entsprechender Stückzahl sicher die Qualität verbessert werden könnte und die Eigenschaften durchaus nennenswert sind. Nicht nur für den automobilen Bereich sondern auch als Speicher für erneuerbare Energien.

Als Endverbraucher wäre ich heutzutage mit 300 Euro / kWh Brutto für LiFePO4 schon sehr zufrieden. 2012 hätte ich gesagt, dass das 2014 realistisch ist. So kann man sich täuschen.

Super-E hat geschrieben:
Zum Thema Kapazität der Zelle: Ich denke da nur an die Modellautoszene. Da wurde über die Akkus immer anhand der mAh der einzelnen Zellen geredet. Nie über die Kapazität der Gesamtakkus. Wenn dein Zelltyp genormt ist, dann können dir Ah Stunden Zahlen genug sagen, auch wenn Du damit die Kapazität und Energiedichte nicht direkt berechnen kannst.

Das ist richtig, nur gibt es beim Elektroauto bei weitem keine genormten Spannungen so wie im RC Bereich. Von 48 V bis etwa 750 V (Brusa) ist alles vertreten.
Zuletzt geändert von PowerTower am Fr 17. Jan 2014, 12:48, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Es tut sich: Nichts?

Beitragvon Super-E » Fr 17. Jan 2014, 12:02

PowerTower hat geschrieben:
Das ist richtig, nur gibt es beim Elektroauto bei weitem keine genormten Spannungen so wie im RC Bereich. Von 48 V bis etwa 750 V (Brusa) ist alles vertreten.


Ja, richtig. Für uns ist daher die Info nicht ausreichend. Für den Batterietypen bei VW, geht es wohl darum die Zellen durch welche mit gleichem Formfaktor und Spannung bei gesteigerter Kappa zu ersetzen, schon. Ansonsten müsste er das dazu sagen. Vielleicht hat er das auch?! Die Aussage die er treffen will ist mir jedenfalls klar, auch wenn ich das anders aufgeschrieben hätte.

Ich will damit eigentlich nur der Kritik kontern, dass die Ah Zahl total egal ist und der Typ doch keine Ahnung hat und das mal wieder beweist wie unfähig doch VW ist...
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Re: AW: Es tut sich: Nichts?

Beitragvon Karlsson » Fr 17. Jan 2014, 12:53

Ich hab nicht behauptet, dass VW keine Ahnung hätte.
Das Zitat war Mumpitz.

Und wer sagt denn, dass VW zukünftig noch dieselbe Anordnung und Spannungslage benutzt?
Nur dann wäre die Angabe vergleichbar. Und auch dann nur relativ und nicht absolut, so dass man mit anderen Fahrzeugen vergleichen könnte.

Lifepo ist bei E-Rollern der Standard. Da mich die interessieren, schaue ich da halt nach.
Der Preis für die kWh schwankt aber auch mit den Zellgrößen und größer ist nicht unbedingt billiger.
Glaube 40Ah ist Standard für Roller, wird jetzt von 60Ah langsam abgelöst.
Und das aber auch wieder mit entweder 51,2V oder 64V.
Bei den schnelleren sonst auch mal mehr. Bis 90V hab ich bei den großen Chinarollern gelesen.

Im Pedelec ist 36V quasi Standard. Da kann man dann die Ah vergleichen. Aber mein Umbau hat auch schon 51,2.
Daher werden bei den Akkus inzwischen auch gern Wh angegeben.
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Re: Es tut sich: Nichts?

Beitragvon Super-E » Fr 17. Jan 2014, 13:34

Karlsson hat geschrieben:
Ich hab nicht behauptet, dass VW keine Ahnung hätte.Das Zitat war Mumpitz.


Ich habe auch nicht behauptet, das DU das gesagt hast, aber es wurde gesagt, dass das traurig ist, dass das von einem VW Entwicklungschef kommt. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass man vorsichtig sein soll, weil wir nur das lesen, was ein Journalist zusammengefasst hat.

Karlsson hat geschrieben:
Und wer sagt denn, dass VW zukünftig noch dieselbe Anordnung und Spannungslage benutzt?Nur dann wäre die Angabe vergleichbar. Und auch dann nur relativ und nicht absolut, so dass man mit anderen Fahrzeugen vergleichen könnte.


Genau dass hab ich auch gesagt. Geht nur relativ. Die Spannungslage muss gleich bleiben, oder die Aussage würde keinen Sinn machen. Möglicherweise hat er dazu auch explizit was gesagt, aber der Journalist hat es für unwichtig erachtet.

Wenn man jetzt den Hersteller Deiner E-Roller befragt und der sagt, wir wollen demnächst statt Akkus mit 40Ah welche mit 60Ah einbauen macht das doch auch Sinn. Natürlich nur, wenn man nicht noch die Spannung ändert. Dann müste man das auch angeben. Wenn nicht gehe ich aber davon aus, dass sie gleich bleibt.
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Re: Es tut sich: Nichts?

Beitragvon agentsmith1612 » Mo 27. Jan 2014, 19:26

Das schnellste Elektroauto der Welt (Rimac Concept One http://www.rimac-automobili.com/) benutzt LiFePO4 Zellen.
92 kWh Kapazität.

Der Grund liegt wohl einfach nur daran, dass hier bei 800 kW einfach keine anderen Zellen möglich sind. Trotzdem wiegt der Wagen nur 1600 kg.
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Re: Es tut sich: Nichts?

Beitragvon Twizyflu » Mo 27. Jan 2014, 19:51

Ich hoffe trotzdem es kommt der Durchbruch.
Nicht, dass der Wasserstoff (= Ölindustrie Geißelung 2.0) das Rennen macht in Sachen Elektromobilität.
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Re: Es tut sich: Nichts?

Beitragvon Karlsson » Mo 27. Jan 2014, 21:21

Twizyflu hat geschrieben:
Ich hoffe trotzdem es kommt der Durchbruch.

Ich auch

Twizyflu hat geschrieben:
Wasserstoff .... das Rennen macht in Sachen Elektromobilität.

Tut er nicht

Aber das
Twizyflu hat geschrieben:
(= Ölindustrie Geißelung 2.0)

ist Quatsch.
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Re: Es tut sich: Nichts?

Beitragvon Twizyflu » Mo 27. Jan 2014, 23:54

Weil?
Wasserstoff muss ich tanken gehen.
Den Preis gibt die Industrie vor.
Und nicht meine Photovoltaik wie beim Strom.

Du verstehst? :)
Bitte kläre mich auf :)
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Re: Es tut sich: Nichts?

Beitragvon agentsmith1612 » Di 28. Jan 2014, 07:24

Ich denke das mit dem Wasserstoff wird maximal für den LKW Verkehr attraktiv sein.

Für Batterien haben wir derzeit all die chenisischen Hersteller die da viel machen, danach kommen dann die Autohersteller vornehmlich Tesla die sowohl Batterie als auch Ladestationen (Supercharger) im Markt implimentieren.
Anschließend dann die Hersteller die die Autos anbieten.
Für Strom Ladestationen haben wir dann noch die ganzen kleinen Anbieter (Stadtwerke, Unternehmen, privat Leute) und natürlich noch die großen Energieunternehmen.
Die Mischen alle jetzt schon (mehr schlecht als recht) im Markt mit, funktioniert ja eher nur halbwegs.

Aber wie siehts mit H2 aus? Es gibt niemanden der da Vorreiter ist und niemanden der vorpräscht oder auch nur Ansatzweise was bringt. Keine Autos, keine Verteilung, keine H2 Produktion.
Wenn sich schon bei EVs kaum einer traut Tesla richtig zu folgen dann traut sich erst recht niemand im H2 Bereich anzufangen.
Da sind einfach viel zu viele Fragen offen die zwar theoretisch geklärt werden können praktisch aber in anbetracht der Kosten einfach für niemanden leistbar sind.
Es ist ein Märchen, dass die Brennstoffzelle die Lösung wäre, die Leute finden das nur gut, weil sie in x Min. auftanken könnten.
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Re: Es tut sich: Nichts?

Beitragvon dkt » Di 28. Jan 2014, 07:45

agentsmith1612 hat geschrieben:
Ich denke das mit dem Wasserstoff wird maximal für den LKW Verkehr attraktiv sein.

Es ist ein Märchen, dass die Brennstoffzelle die Lösung wäre, die Leute finden das nur gut, weil sie in x Min. auftanken könnten.


Statt der noch zu schweren und zu teuren Batterie, wollen die Hersteller den Batterieersatz "Brennstoffzelle" einführen. Was ist da denn technisch überhaupt zukunftsfähig? Lassen wir einmal die ungünstige Energiebilanz aussen vor und konzentrieren wir uns nur auf die Aspekte"zu schwer", "zuteuer". Im Falle "zu schwer", hat die Brennstoffzelle etwas die Nase vorn. Im Fall "zu teuer" hinkt sie eher hinter der Batterieentwicklung her.

Wenn wir ausserdem bedenken, dass die Brennstoffzellen-Fahrzeuge auch noch für den Betrieb eine relativ große Leistungsbatterie benötigen, dann wird das ganze eher noch unwahrscheinlicher. Während die Batteriefahrzeuge gegen 100 kWh Speicher laufen werden (Tesla S, X, AUDI-Tesla-Fighter) würden die Brennstoffzellen-Fahrzeuge , so glaube ich, schon etwa 10 bis 15 kWh Pufferbatterie benötigen um bei einem spurtfreudigen Motor jenseits der 100 kW Grenze, die nötigen Spitzen, sowohl im Verbrauch, als in der Rekuperation liefern, bzw. empfangen, zu können.

Wenn man dann das unter der herrschenden fehlenden Wasserstoff Verteilung betrachtet, dann wird das Ganze schlicht zur Chimäre.

Was den Lasterverkehr angeht, da wäre noch ein Hauch von Möglichkeit, denn da wird eine entsprechend groß dimensionierte Batterie für den Langstreckenverkehr, möglicherweise das Nutzlastvolumen zu stark einschränken. Aber, auch hier gilt. Die Kosten der Kombination von großer Brennstoffzelle und genügend Puffer durch Leistungsbatterien, könnten möglicherweise den Vorteil durch weniger Gewicht wieder auffressen. Ganz abgesehen von der Explosionsgefahr der Wasserstofftanks bei den häufigen Massenkarambolagen in die Laster verwickelt sind.

Ich gehe beim Thema Wasserstoff davon aus, dass nur die Öl- und Energiewirtschaft ein Interesse daran haben kann (Tankstellenzwang), jedoch der Normalbürger (Wahlfreiheit des Stromlieferanten), sicherlich nicht.
dkt
 
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