Einwegbatterie als Notreserve

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Einwegbatterie als Notreserve

Beitragvon Rumstromerer » Mo 23. Dez 2013, 14:03

Ich habe gerade im Netz diese Weidezaun-Batterie hier entdeckt, http://www.dringenberg-shop.de/Weidezau ... klein-goe- Da man vor Gebrauch den Aufkleber entfernen muß scheint es eine Zink-Luft-Batterie (wie bei Hörgeräten) zu sein die sich im versiegelten Zustand viele Jahre halten sollte.

Ein kleiner Stapel von denen wäre eine interresante Notreserve wenn jemand Angst hat mit leerem Akku liegen zu bleiben. Bei Fahrzeugen mit Kleinspannung braucht man nicht einmal eine zusätzliche Elektronik, einfach die Notbatterie paralell zum Fahrakku schalten und man kann nochmal 30 bis 50km weiter fahren.

Edit: Mißverständliche Überschrift angepaßt
Zuletzt geändert von Rumstromerer am So 5. Jan 2014, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das Äquivalent zum Reservekanister

Beitragvon PowerTower » Di 31. Dez 2013, 16:53

Das wurde beim TuM Mute bereits als elektrischer Range Extender genau so eingesetzt. Prima Idee, aber eben auch nicht ganz billig. Um die Reichweite einmalig um 50 km zu verlängern entstehen Kosten von etwa 120 Euro. Dann lieber doch eine Stunde laden für deutlich weniger Geld. Als Not-Not-Not-Reserve vielleicht brauchbar, weil diese Batterien viele Jahre gelagert werden können. Sollte aber nur dann mitgeführt werden, wenn man wirklich der Meinung ist, dass man es brauchen könnte. Sonst ist es nur unnützer Ballast.
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Re: Das Äquivalent zum Reservekanister

Beitragvon Efan » Di 31. Dez 2013, 21:36

Öhm, entweder rechne ich falsch oder ihr ;-)

9V 55Ah sind doch ungefähr 6A über eine Stunde bei 9V, also braucht man 40 davon, um 360V bei 6A über 1h zu liefern.

84kg Zusatzmasse.

6A * 360V = 2,16kW

Hmm, damit anzufahren ist schon eine Leistung, aber es ist eine "Weidezaunbatterie", 6A eher unwahrscheinlich, besser 0,6A dafür 10h, und mit 200 W bewegst du ein E-Auto mal eher gar nicht.

Da diese Batterie aber Höchstleistung fahren soll, wo ist da der Lüfter, der den Sauerstoff heranbringt?
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Re: Das Äquivalent zum Reservekanister

Beitragvon PowerTower » Mi 1. Jan 2014, 03:06

Efan hat geschrieben:
Öhm, entweder rechne ich falsch oder ihr ;-)

9V 55Ah sind doch ungefähr 6A über eine Stunde bei 9V

Du kannst eine Stunde lang 55 A entnehmen. Wie kommst du auf die mageren 6 A? Einer dieser Blöcke hat einen Energiegehalt von 495 Wh und eine Energiedichte von 235 Wh / kg. Für etwa 50 km bräuchte man 14 Blöcke, das wären 29,4 kg und 6,93 kWh. Die passende Spannungslage muss dann über einen DC/DC Wandler sichergestellt werden, oder man nimmt Batterien mit geringerer Kapazität und schaltet entsprechend mehr in Reihe, um die höhere Spannung zu erreichen.
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Re: Das Äquivalent zum Reservekanister

Beitragvon Kelomat » Mi 1. Jan 2014, 11:38

Ich glaube kaum das die Batterie 55A liefern kann.

Es geht darum, wie viel Strom ich auf einmal entnehmen kann. und bei einer 55Ah Batterie wird es eher 5,5A sein bei 10h Entladung.
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Re: Einwegbatterie als Notreserve

Beitragvon Rumstromerer » So 5. Jan 2014, 10:41

Genau, die Kapazität wird üblicherweise bei zehnstündiger Entladung gemessen, also sollte so eine Batterie 10 Stunden lang 5,5 A abgeben können.

Interresant wäre zu wissen wie schnell man so eine Batterie entladen kann, ob man z.B. 2 Stunden lang 25A entnehmen kann oder der Chemie dabei die Luft ausgeht. Eventuell probiere ich das mal aus wenn ich güstig an so ein Exemplar herankomme.

9V * 55Ah ergibt annähernd 500Wh, also bei billigen Batterien 20€ für eine Kilowattstunde. Verglichen mit Strom aus dem Netz ist das natürlich irrsinnig teuer. Aber verglichen mit einmal abschleppen lassen ist ein Batteriesatz für 50 bis 100€ doch nicht so schlimm und erspart mir die Peinlichkeit "daß die Elektroautos eben doch nix gescheits sind weil sie überall mit leeren Batterien liegen bleiben".

So war meine Idee auch gedacht: Ein Vorrat von Einwegbatterien als Not-Not-Reserve. Falls mal draußen in der Pampe wirklich alles komplett schief geht daß ich dann die Notbatterie anklemmen und bis zum nächsten Ort weiterfahren kann.
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Re: Einwegbatterie als Notreserve

Beitragvon bm3 » So 5. Jan 2014, 12:18

Hallo,
solche gekapselten Stromaggregate die noch unter 30kg wiegen und für 10A Dauerstrom gut sind gibts neu ab etwa 500€. Beispielsweise ein DQ2800E. Ist das nicht die bessere Lösung falls man überhaupt soetwas mal braucht ?

Viele Grüße:

Klaus
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Re: Einwegbatterie als Notreserve

Beitragvon Karlsson » Mi 29. Jan 2014, 21:35

Rumstromerer hat geschrieben:
So war meine Idee auch gedacht: Ein Vorrat von Einwegbatterien als Not-Not-Reserve. Falls mal draußen in der Pampe wirklich alles komplett schief geht daß ich dann die Notbatterie anklemmen und bis zum nächsten Ort weiterfahren kann.

Bitte ein Foto, wo Du da was anklemmst.
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Re: Einwegbatterie als Notreserve

Beitragvon Rumstromerer » Fr 21. Feb 2014, 21:32

Kaarlsson, mein Wagen fährt mit 72V von daher würde ich einfach den Deckel hinten öffnen und 9 oder 10 von diesen Batterien paralell zu den Fahrakkus unten anklemmen.

Fotos gibts in ein paar Wochen gerne.
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Re: AW: Einwegbatterie als Notreserve

Beitragvon Karlsson » Fr 21. Feb 2014, 22:39

Ok, also ein älteres Modell, da mag es gehen.
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