Batteriezellen für den BMW i3

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Re: Batteriezellen für den BMW i3

Beitragvon dkt » Fr 14. Jun 2013, 06:02

agentsmith1612 hat geschrieben:
Aber eigentlich ist 75 % schon das mindeste, meiner Meinung nach denn für den Zoe würde das bedeutetn bei realer Reichweite von 150 km, kommt nach 25% Abzug nur noch 112 km raus, was sehr wenig ist.


Der Abfall nach 500 Zyklen ist mir auch aufgefallen. Deine Erklärung dazu kann ich verstehen. Was die Haltbarkeit angeht, so wird das immer mehr zu einem Zusammenspiel von vielen Faktoren. Für mich habe ich einmal versucht diese zusammenzustellen, abgesehen von den Grundvoraussetzungen der Zellchemie und das sieht für mich, heute für heute, so aus:

Eine große Rolle spielt die Qualität und das Vorhandensein der Klimatisierung. Dann ist es die Größe des Speichers im Verhältnis zur maximalen Leistungsanforderung (c Wert).

Weiter, die Form der Ladevorgänge. D.h. mehrere Teilladevorgänge - glaube ich - sind besser als eine zu starke Entleerung der Batterie. Dann natürlich der Gasfuß. Rennfahrermodel verkürzt, abgeklärtes Dahingleiten verlängert.
Zum Schluss spielt sicher der Ladevorgang auch noch eine Rolle. Doch da bin ich mir noch nicht sicher wie: Ist es das Schnellladen das verkürzt, oder ist es der Unterschied zwischen AC, DC Ladung -oder beides?

Nun zur Chemie habe ich auch Fragezeichen. Ist Polymer besser als Flüssigelektrolyt? Wie läßt sich das Zusammenspiel von Anoden und Kathodenmaterial einsetzen um die Haltbarkeit zu verlängern. Was macht Tesla besser als die Anderen?

Zum Schluss. Ich glaube auch dass 80% einmal erreicht, das Ende für die mobile Anwendung der Batterie bedeuten, Zweitnutzen dann weiterhin, als stationärer Speicher für Solar- oder Windstrom.

Was die Zellen von BMW angeht suche ich weiter. Möglicherweise ist die Verschwiegenheit von BMW so etwas wie das Verbergen der Archillesferse.
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Re: Batteriezellen für den BMW i3

Beitragvon Twizyflu » Fr 14. Jun 2013, 10:32

Wie stellt man das dann eig. fest ob man 80% oder 75% (wie beim Zoe) erreicht hat?
Einem selbst fällts sicher auf, wenn man nicht mehr soooo weit kommt aber der Hersteller selbst bzw. der Vertragshändler wird ja auch nicht nur darauf schauen, wanns jetzt soweit ist.
Da wirds doch wohl sowas wie nen "Zeitschlüssel" geben wo man dann sagt: 2. Service oder 3. Service bzw. nach 3 Jahren oder 80.000km mal nachschauen - oder sowas in der Art?!
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Re: Batteriezellen für den BMW i3

Beitragvon agentsmith1612 » So 16. Jun 2013, 09:18

Das ist auch eine interessante Frage wie überhaupt die ganzen Lader und das Fahrzeug selebr den Ladezustand bestimmt.

Über die Spannung wie früher geht das bei den Li-Ionen Akkus nicht mehr so einfach. Man hat höchstens die Ladegrenzen. Bei X Volt nach unten ist "leer" bei Y Volt nach oben ist "voll".

Wie die Chemie den Alterungsprozess beeinflusst ist auch für mich ein großes Fragezeigen.

BMW, VW und Bosch haben einige Bachelor und Masterarbeiten im Programm die sich genau mit sowas beschäftigen, sogar mit der Computersimulation von Alterungsmechanismen.

In jedem der genannten Unternehmen hatte ich mich für eine Masterarbeit in dem Bereich beworben VW und Bosch Absage, BMW wollte erstmal das ich ein "kostenloses" 6 monatiges Praktikum mache.
Derzeit sind diese Stellen auch gar nicht mehr drin oder Beginn steht "nach Wahl".
Soviel dazu, wer nicht will der hat schon.


Was ich zumindest zu Feststoffelektrolyt (Li-Polymer) und den normalen Flüssigelektrolyt sagen kann ist, dass Akkus mit flüssig Elektrolyt höhere Ströme aushalten/liefern können dafür aber eine etwas geringere Spannung erzeugen im Vergleich zu den Feststoffelektrolyten, dass liegt daran, dass der Elektrolyt in Sachen Spannung der begrenzende Faktor ist, denn ab einer zu hohen Spannung wird der Elektrolyt einfach selber elektrolysier. Das kann bei Feststoffelektrolyten nicht passieren, dafür haben die aber einen erhöhten Widerstand, der den Akku stärker erwärmt. Der Strom wird also stärker begrenzt werden müssen.

Natürlich ist der Akku bei Unteschreitung der Garantiegrenze nicht defekt, nur bringt einem persönlich das im Falle, dass es im Auto passiert nicht viel. Einen neuen braucht man fürs Auto so oder so, dann.
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Re: Batteriezellen für den BMW i3

Beitragvon dkt » So 16. Jun 2013, 15:15

agentsmith1612 hat geschrieben:
BMW, VW und Bosch haben einige Bachelor und Masterarbeiten im Programm die sich genau mit sowas beschäftigen, sogar mit der Computersimulation von Alterungsmechanismen.

In jedem der genannten Unternehmen hatte ich mich für eine Masterarbeit in dem Bereich beworben VW und Bosch Absage, BMW wollte erstmal das ich ein "kostenloses" 6 monatiges Praktikum mache.
Derzeit sind diese Stellen auch gar nicht mehr drin oder Beginn steht "nach Wahl".
Soviel dazu, wer nicht will der hat schon.


Schon jetzt jammert die Autoindustrie, dass für die E-Autoproduktion und Entwicklung, viele Fachkräfte fehlen. Wenn man Deine Erfahrung nun liest, dann spricht die Industrie mit zwei Zungen.

Entweder braucht sie Fachleute, dann müsstest Du Dich von lauter Angeboten nicht retten können, oder aber es ist wieder einmal eine faule Ausrede, die als Erklärung herhalten muss, warum Deutschland mit den E-Autos so hinterherhinkt.

Gerade im Schlüsselbereich der Batterie, wo Du tätig werden wolltest, da ist es schlicht nicht begreifbar, dass man die Jugend nicht an sich bindet.

Nun noch einmal zurück zur Batterie. Sicherlich - so vermute ich - kann die Elektronik insofern ein Gedächtnis aufbauen, als die Wh und kWh die hinein oder herausfließen, gemessen werden, denn dann braucht sich die Elektronik nicht an die Voltzahl allein halten und kann diese nur als zweite Notmessung nehmen.

Wenn der „Zähler“ - z. Bsp. - 20 kWh hinaus gezählt hat, dann weiß er, dass nur noch - z. Bsp. - 2 in der Batterie sind, egal bei welcher Voltzahl die Batterie ist. Natürlich ganz egal ist es nicht, wegen der Haltbarkeit. Gleiches gilt dann für den Ladestrom. Hier lässt dann die Elektronik die 20 kWh wieder hinein und prüft nur die Voltzahl nebenbei.

Vielen Dank auch für die Erklärung zum Elektrolyt, das war sehr interessant.
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Re: Batteriezellen für den BMW i3

Beitragvon molab » So 16. Jun 2013, 16:07

agentsmith1612 hat geschrieben:
BMW, VW und Bosch haben einige Bachelor und Masterarbeiten im Programm die sich genau mit sowas beschäftigen, sogar mit der Computersimulation von Alterungsmechanismen.

In jedem der genannten Unternehmen hatte ich mich für eine Masterarbeit in dem Bereich beworben VW und Bosch Absage, BMW wollte erstmal das ich ein "kostenloses" 6 monatiges Praktikum mache.
Derzeit sind diese Stellen auch gar nicht mehr drin oder Beginn steht "nach Wahl".
Soviel dazu, wer nicht will der hat schon.


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Zuletzt geändert von molab am So 16. Jun 2013, 18:33, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Batteriezellen für den BMW i3

Beitragvon agentsmith1612 » So 16. Jun 2013, 17:22

Ich hatte nur gesagt, das viele beispielsweise Abschlussarbeite im Simulationsbereich von Li-Akkus anbieten, diese Themen wollte ich eigentlich nicht durchführen, da ich dafür keine Programmierkentnisse verfüge.

Aber es gab eben auch viele andere Theman bei Bosch, VW etc. wo man praktische Arbeiten im Labor durchführt, aber eben da kamen die oben genannten Antworten.
Ich habe zwar in meinem Studium nicht ganz so viel mit Akkus zu tun gehabt aber zumindest schon mehr von elektro chemie gehört als die Grundlagen.

Aber nun bin ich in einer anderen Firma untergekommen für nächsten Jahr. Das beste fande ich eigentlich BMW mit dem Praktikum, ich mein welcher studentische Praktikant kann sich in nähe München eine Wohnug leisten ohne eine Vergütung zu bekommen ?

Naja ich wollte halt was in dem Bereich machen, hat nicht funktioniert, jetzt mach ich was anderes, trotzdem interessiert mich das Thema weiterhin.

Auch vielen Dank für den Link, aber ich hab jetzt halt schon was.

Aber im Allgemeinen wird es in jeder Industrie die naturwissenschaftlichen Nachwuchs brauchen in den nächsten Jahren ziemlich eng, da es gar nicht soviele Absolventn mehr gibt, die Auswahlkriterien werden sich da auch anpassen die Förderprogramme direkt an der Uni/FH ohnehin schon.
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Re: Batteriezellen für den BMW i3

Beitragvon green_Phil » Do 8. Aug 2013, 20:33

Nur so am Rande: Es gibt noch mehr Gründe eine Bewerbung für eine Abschlussarbeit anzunehmen oder abzulehnen als die bloße Vakanz der Stelle. So schnell von "Wer nicht will der hat schon" oder "gespaltener Zunge der Industrie" zu sprechen halte ich für zu kurz gedacht. Die eine Hälfte der Gründe lieft eigentlich auf der Hand, die andere Hälfte können wir Nicht-Insider nicht einmal erraten.
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Re: Batteriezellen für den BMW i3

Beitragvon agentsmith1612 » Fr 9. Aug 2013, 07:18

green_Phil hat geschrieben:
Nur so am Rande: Es gibt noch mehr Gründe eine Bewerbung für eine Abschlussarbeit anzunehmen oder abzulehnen als die bloße Vakanz der Stelle. So schnell von "Wer nicht will der hat schon" oder "gespaltener Zunge der Industrie" zu sprechen halte ich für zu kurz gedacht. Die eine Hälfte der Gründe lieft eigentlich auf der Hand, die andere Hälfte können wir Nicht-Insider nicht einmal erraten.


Es kann so sein, es kann aber auch nicht so sein, mein Gedanke war halt der beschriebene, ob es nun so ist kann keiner beantworten.
Ich denke es gibt aber nicht so viele Studenten die sich für EVs interessieren und auch selber einen essentiellen Beitrag dazu leisten wollen.

Aber wir wissen ja, dass EVs es in Deutschland schwerer haben als in allen anderen Ländern der Welt, obwohl wir ja angeblich die beste Autoindustrie der Welt haben sollen.
Versteht keiner ist aber so (leider).

Sorry für Offtopic.
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Re: AW: Batteriezellen für den BMW i3

Beitragvon Karlsson » Fr 9. Aug 2013, 08:09

Richtig krass sind ja eigentlich die Leistungen, die Prius und andere mit dem Antrieb ziehen. Ich meine 1,3kwh hat das Ding. Und funktioniert trotzdem über Jahre gut.

BMW wird wahrscheinlich deutlich mehr Bewerber als Stellen haben und wer unbedingt ein so hippes Thema haben will, muss dann halt auch mal verzichten. Es kann ein Türöffner für Stellen sein, an die man sonst nicht käme oder die auch gar nicht ausgeschrieben sind.
Meine Diplomarbeit hab ich bei Daimler geschrieben.
Als ich fertig war, war bloß gerade wieder Einstellungsstop und mein Chef konnte da auch nichts drehen. Vergütet wurde Praktikum / Diplomarbeit schon. Ungefähr Kosten deckend - bin ja auch 7 Monate im teuren Schwabenland gewesen.
Ich hätte dort noch in 3 Jahren promovieren können - so ca 1800 brutto - das war mir damals zu wenig. Heute ärgere ich mich, es nicht getan zu haben.
Nichtsdestotrotz habe ich schnell einen wirklich tollen anderen Job gefunden und auch meinen Weg gemacht.
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