Batterien nachrüsten

Alles zum Energiespeicher eines Elektroautos

Batterien nachrüsten

Beitragvon rollo.martins » Fr 11. Okt 2013, 07:39

Hallo zusammen

Hier mal eine allgemeinere Frage. Ich habe mir kürzlich einen Smart ED bestellt. Dabei habe ich die Batterie gemietet, weil die Preise, die man mir für Ersatzbatterien genannt hat, zu einem wirtschaftlichen Totalschaden führen würden. Konkret: Die Batterie kostet beim Wagenkauf zwar ihre 4000 Euro. Als Ersatzteil seien es jedoch um die 8000. (Ungefähr, man hat mir Frankenpreise genannt...)

Wenn die Batterie nach 5 Jahren durch ist, habe ich zwar für Batteriekauf und -miete gleich viel bezahlt, aber ich bekomme keine Ersatzbatterie mehr zu einem lohnenden Preis. Das Auto ist Schrott.

Die Frage ist jetzt, ob das wirklich stimmt. Zumindest bei den älteren E-Mobilen aus der Bastlerzeit war es ja offenbar üblich, sich auch mal eine Batterie nachzukaufen. Offenbar gab es da einen Markt, bzw Firmen, die Batterien herstellen.

Ich gehe davon aus, dass die Leistungsfähigkeit und die Preise von Akkus in den nächsten Jahren noch deutlich besser werden. Von daher könnte man sich ja auch überlegen, die Batterie doch zu kaufen und später auf dem Markt für Ersatzteile von Dritten eine neue zu besorgen. Ob Daimler die Preise für Ersatzbatterien senkt, steht ohnehin in den Sternen.

Ich habe keine Ahnung, ob es so etwas heute wirklich schon gibt. Weiss jemand mehr?

Zudem : Interessant wäre in 5 Jahren dann ja eine Batterie, die mehr Kapazität hat. Könnte man eine solche einbauen, und das Auto würde sie annehmen, wären allfällige Änderungen an der Ladesteuerung nötig, falls ja, wären diese machbar?

Gibt es hier wen, der von solchen Dingen etwas versteht?

Gruss und danke, R.
rollo.martins
 
Beiträge: 1564
Registriert: Mo 8. Jul 2013, 21:29
Wohnort: Schweiz, 8001 Zürich

Anzeige

Re: Batterien nachrüsten

Beitragvon Spüli » Fr 11. Okt 2013, 07:54

Moin!

Machbar ist da sicherlich einiges, aber bislang kann man da nur im Kaffeesatz lesen. Selbst für den iMiev sind mir keine Tauschangebote bekannt, und das dürfte ja mit der erste Massen-Elektrowagen sein. Zudem wird der Wagen ja auch in etlichen Märkten angeboten. Gleiches beim Prius, hier ist mir auch nicht bekannt das die Jungs massenweise Ihre Akkus tauschen.

Ich denke also, das man da locker noch mal 3-4 Jahre abwarten muß. Nach den bislang bekannten Faktoren werden die Akkus aber sicher für 10Jahre eine ordentliche Kapazität haben. Und in 10 Jahren wird man dann sicher nicht mehr große Summen in einen so alten Wagen stecken. Sieht doch bei den jetzigen alten E-Mobilen recht ähnlich aus. Oder warum hast Du keinen E-Peugeot aus den 90ern vor der Tür. ;)

Ich jedenfalls werde versuchen meinen Smart-Akku noch zu kaufen, die Preisverhandlungen dazu laufen bereits.
Gruß Ingo
Benutzeravatar
Spüli
 
Beiträge: 2569
Registriert: Sa 22. Dez 2012, 16:23
Wohnort: Gifhorn

Re: Batterien nachrüsten

Beitragvon xado1 » Fr 11. Okt 2013, 10:39

ich denke das kann man so nicht vergleichen.ein e-peugeot aus den neunzigern war keine wirkliche alternative zum verbrenner,schlecht ausgestattet,langsam,keine reichweite,für diese autos brauchte man schon viel enthusiasmus,um die zu fahren.ein leaf dagegen ist ein mehr als vollwertiges auto,und wenn dann nach 4-5 jahren die batterie zum tauschen ist,dann werde ich mir das sicher überlegen.
ich lege pro gefahrener km 10.-euro in eine kasse,die hätte ich beim benziner auch gebraucht.macht bei 50tkm dann 5.000.-euro,und ich denke ,dann kann ich in 5 jahren entscheiden,was ich damit mache.für die alte batterie,sollte sie dann noch 70-80% leistung haben,kann man die sicher noch für 1000-2000.-euro als photovoltaikspeicher verkaufen,oder nissan macht dann ein gutes tauschangebot.
bei meinem leaf tekna macht der unterschied mietakku-kaufakku 5.900.-euro aus,inkl MWST,macht 4,916.-ohne MWST,da ich das auto als firmenfahrzeug habe.
der mietakku würde mich die 39 monate 2.600.-euro netto kosten,dann muß ich aber weiter miete bezahlen,oder das auto mit den mietakkus verkaufen.und kein mensch kauft nach 3-5-jahren ein auto mit mietakkus,noch weniger wenn das auto irgendwo ins ausland geht.
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
Dieselfrei,d.h. frei ,weil ich wieder einen Diesel fahre
Benutzeravatar
xado1
 
Beiträge: 4043
Registriert: Fr 8. Feb 2013, 20:38
Wohnort: nähe Wien,Österreich

Re: Batterien nachrüsten

Beitragvon Spüli » Fr 11. Okt 2013, 18:37

xado1 hat geschrieben:
ich denke das kann man so nicht vergleichen.ein e-peugeot aus den neunzigern war keine wirkliche alternative zum verbrenner,schlecht ausgestattet,langsam,keine reichweite,für diese autos brauchte man schon viel enthusiasmus,um die zu fahren.


...und genau so wird man in ein paar Jahren über unseren jetzigen Modelle reden. Was hilft Dir eine Richtweitenverdoppelung wenn das neue Modell vielleicht Induktionsladung und autonomes Fahren und Co beherrscht? Du bist genau so ein enthusiast wie der Fahrer eines jeden anderen alten E-Mobiles.

Aber wie gesagt, die Zukunft kann keiner voraussagen. In ein paar Jahren wissen wir mehr.
Gruß Ingo
Benutzeravatar
Spüli
 
Beiträge: 2569
Registriert: Sa 22. Dez 2012, 16:23
Wohnort: Gifhorn


Zurück zu Batterien

 
  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
  • Ähnliche Artikel im Blog

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 2 Gäste