Welchen Preis seid Ihr bereit für Autostrom zu zahlen?

Welchen Preis seid Ihr bereit für Autostrom zu zahlen?

Beitragvon BurkhardRenk » So 8. Okt 2017, 22:41

Diese Frage richtet sich erst mal nur an die PHEV-Fahrer, als Euch :)

Vor kurzem bekam ich meine erste Rechnung von TNM, geladen habe ich an EWE-Säulen, und mit den Gebühren kam ich auf 87 ct/KWh . Das kommt mir doch recht teuer vor.

Meine Rechnung geht wie folgt: Der A3 etron verbraucht ohne externes Laden (knapp) 6l/100 km, das macht 8 Euro/100 km.
Um 40 km Reichweite zu laden messe ich 7,2 KWh Ladeleistung an der Steckdose, macht 18 KWh auf 100 km. Also ist der Preis bei dem elektrisch fahren und hybridisch fahren bei 44,4 Cent pro KWh in etwa gleich - mehr als 50 Cent/KWh sind definitiv zu viel.

Da allgemeines Agreement ist das der etron etwa gleich viel verbraucht wie der Benziner, kann man aus den relativen Angaben auch abschätzen, was der TDI kostet - etwa 6 Euro /100 km. Da sich viele Leute für den Diesel entscheiden, auch wenn er sich bei Vollkostenrechnung für sie nicht lohnt, machen also 2 Euro/100 km Differenz offensichtlich viel aus bei Kaufentscheidungen.

Meine These ist daher: Könnten E-Autos mit 4Euro/100 km fahren, würden sie sich am Markt von selbst durchsetzen - das sind ca. 22 Cent pro KWh. Heimlader sind etwa bei diesem Preis, für die rechnet sich das. Warum jedoch an öffentlichen Ladesäulen, die ja einen wesentlich höheren Umsatz pro Jahr als ein Einfamilienhaus haben, und die überwiegend aus öffentlichen Mitteln finanziert wurden, deutlich höherer Preise verlangt werden verstehe ich nicht. Bei den BEW zahle ich nun 35 Cent, für mich rechnet sich das noch, jedoch bin ich da doch schon teurer im den Energiekosten als ein Diesel :shock:

Letzter Punkt. Strom kostet auf dem Weltmarkt 2,5 Cent/KWh - der gesamte Rest sind Steuern, Abgaben, Vertriebskosten und Profite. Vielleicht sollten wir unseren Politikern mal sagen, dass es bei diesen Strompreisen nichts wird mit der Elektromobilität - wieso muss ich für Autostrom EEG-Umlage und kommunale Konzessionsabgabe zahlen?

Was meint Ihr, wo ist für euch als etron-Fahrer das Limit?
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Beitragvon Schüddi » So 8. Okt 2017, 22:59

Doof geladen würde ich sagen.
Ich fahre aktuell mit 2,4l/100km + 12kWh/100km wobei davon ca. 1/3 durch Rekuperation zustande kommt also bleiben 8 bezahlte kWhs.
Also 2,4 x 1,35 = 3,24€/100km + 8 x 0,25 = 2€/100km
Also zusammen 5,24€/100km. Ohne nachladen kann man den e-tron sehr locker mit 5l/100km bewegen.
Man muss auch bedenken wir reden hier von einem 1600kg Fahrzeug mit über 200PS das sind fantastische Werte. Vergleicht man mit einem Diesel mit realistischen Werten von Spritmonitor ist der definitiv teurer.
Man muss eben mitdenken wenn man sich für ein solches Fahrzeug entscheidet dann muss man sich diese Frage nicht stellen. Ich lade viel extern wenn ich auf Kundenterminen bin. Auch da bleibt die Rechnung konstant denn ich lade mir der Audi Charge&Fuel Karte und zahle da 95Cent pro Stunde und nach 2 Stunden ist voll.

Für mich definitiv die richtige Alternative zum Diesel
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Re: Welchen Preis seid Ihr bereit für Autostrom zu zahlen?

Beitragvon PowerTower » So 8. Okt 2017, 23:06

Sowohl an den EWE Ladesäulen als auch bei innogy, wo du den BEW Vertrag nimmst, kannst du als e-tron Fahrer mit der Charge&Fuel Karte bzw. App für 95 Cent/h laden. Bedeutet einen kWh Preis von etwa 27 Cent. Warum nutzt du nicht dieses Angebot?

Seitdem ich Charge&Fuel nutze, ist das mein bevorzugtes Freischaltmedium. Funktioniert nur leider noch nicht überall. Die innogy Contract ID bei den Stadtwerken Lübbecke habe ich daher gekündigt, da sie zudem für den Anbieter monatliche Kosten verursacht.

Warum das Laden an öffentlichen Säulen teurer als zu Hause ist? Nun, weil so eine Ladesäule im Vergleich zur heimischen Wallbox höhere einmalige als auch laufende Kosten verursacht. Und trotzdem reicht es nicht für schwarze Zahlen.
Zuletzt geändert von PowerTower am Mo 9. Okt 2017, 02:38, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Welchen Preis seid Ihr bereit für Autostrom zu zahlen?

Beitragvon Karlsson » So 8. Okt 2017, 23:53

PowerTower hat geschrieben:
Warum das Laden an öffentlichen Säulen teurer als zu Hause ist? Nun, weil so eine Ladesäule im Vergleich zur heimischen Wallbox höhere einmalige als auch laufende Kosten verursacht. Und trotzdem reicht es nicht für schwarze Zahlen.

27 Cent ist sogar billiger als bei mir aktuell zuhause.
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Re: Welchen Preis seid Ihr bereit für Autostrom zu zahlen?

Beitragvon Fire » Mo 9. Okt 2017, 08:29

Ich hab neulich auch 80cent/kWh bezahlt. Allerdings hab ich dann nach 45 min ausgestöpselt weil mir die 3kWh gereicht haben um ohne Motor nach Hause zu kommen.

Die Berechnung der benötigten Akkuleistung war allerdings etwas sehr knapp. Schlussendlich ist mir doch noch der Motor angegangen als ich schon in der Reichweite meines Garagentoröffners war :lol:

Das ist allerdings schon eher die obere Grenze. Am liebsten lade ich sowieso gratis weil es mir den ganzen Ärger mit Apps und Ladekarten erspart. Ansonsten ist etwa 50 Cent noch OK.
Unter 1€ mach ich noch wenn es nicht anders geht und wenn ich vielleicht nicht komplett volladen muss.
Darüber wird es langsam dreist.

Das Übelste was ich bisher gesehen habe war 20€ die Stunde für einen 22kW Lader.
Das wäre selbst bei den 2 Modellen welche die volle Leistung ausnutzen können noch einen Euro pro kWh, mit meinem Schnarchlader etwa 7€.
Allerdings muss man vielleicht hinzufügen dass das der Gäste Tarif war.
Mit einer kostenpflichtigen Ladekarte des Anbieters kroegt man den Strom auch zu einem halbwegs fairen Tarif. Ich schätze die wollen einfach keine Gäste ;)
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Re: Welchen Preis seid Ihr bereit für Autostrom zu zahlen?

Beitragvon BurkhardRenk » Mo 9. Okt 2017, 08:34

Danke für die Antworten. Der Schaden war gering, 3 etron-Füllungen sind auch bei 87 cent kein Vermögen, trotzdem hat mir das die Augen geöffnet. Die Charge&Fuel hab ich mir nun auch geholt, da es jetzt ja übers Internet direkt geht und nicht ein Audihändler eingeschaltet werden muss, der mich damit vollquatscht ein Diesel sei doch viel günstiger. Das EWE mit C&F geht muss in der einschlägigen Matrix hier auch noch nachgetragen werden.

Klar, 27 cent sind attraktiv, das fördert die E-Mobilität.
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Re: Welchen Preis seid Ihr bereit für Autostrom zu zahlen?

Beitragvon Helfried » Mo 9. Okt 2017, 08:34

Über 35ct/kWh würde ich üble Bauchschmerzen bekommen und mir ein anderes Hobby suchen.
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Re: Welchen Preis seid Ihr bereit für Autostrom zu zahlen?

Beitragvon phonehoppy » Mo 9. Okt 2017, 09:09

Bei mir sehen die Preislimits so aus:
Zu Hause: 0,30€/kWh
Normaler Autobahn-Schnelllader: 0,30€/min
Autobahn-Schnelllader mit Verfügbarkeitsgarantie, Redundanz, nächtlicher Beleuchtung, Überdachung und maximaler Leistungsabgabe: 1€/min
AC-Ladesäule im Parkhaus oder Einkaufszentrum: 0€
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Re: Welchen Preis seid Ihr bereit für Autostrom zu zahlen?

Beitragvon Erich2405 » Mo 9. Okt 2017, 09:28

Mein persönliches Limit liegt bei 0,30 - 0,35€ pro kWh, da ich bei mir zu Hause 0,25€ für 100% Ökostrom habe. Bei Minutenpreisen fühle ich mich immer besch...., da ich nicht sehe, wieviel ich an den Typ2 Ladern an kW geladen habe.
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Re: Welchen Preis seid Ihr bereit für Autostrom zu zahlen?

Beitragvon Fire » Mo 9. Okt 2017, 09:53

Helfried hat geschrieben:
Über 35ct/kWh würde ich üble Bauchschmerzen bekommen und mir ein anderes Hobby suchen.


Wenn ich dauernd auswärts tanken müsste auch aber da ich zu 98% zuhause fast Gratis tanke (umgerechnet 10 Cent/kWh), kann ich einmal im Monat auch was dafür bezahlen ;)

Da es mein Ziel ist den elektrischen Anteil so hoch wie möglich zu halten, bezahle ich auch mal etwas mehr als nötig aber irgendwo hat alles seine Grenzen
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