Sind Plug-In Hybride Fahrer andere Menschen?

Re: Sind Plug-In Hybride Fahrer andere Menschen?

Beitragvon Mei » Fr 1. Sep 2017, 18:24

Jogi hat geschrieben:
(K/B)rückentechnologie halt...

Mal sehen, ob in 10 Jahren noch Hybrid-Pkw gebaut werden.


Immer so negativ.....

Der iOn ist der Erstwagen, der 20kkm p.a. macht.
Der GTE wird der Zweitwagen, der 10kkm macht. Davon vorraussichtlich 7000 elektrisch.
Wenn das nix ist, was dann?
Und das man den Verbrenner die 7000km mitschleppt und das 20% mehr Energie kostet als der iOn....
Was solls?
Besser als ein Tesla mit 2,2t, der immer das doppelte vom iOn braucht.

Ein Hybrid bringt die Möglichkeit in der Praxis zu sehen wie gut und weit man mit einem Elektroantrieb kommt.
Und selbst bei den nur 50km werden einige merken, dass man damit oft genug viele Strecken erledigen kann.
Beim nächsten Auto wird dann vielleicht der vollelektrische gekauft.

Deshalb besser wenn jemand einen PHEV fährt, als weiterhin Verbrenner.

Wir fahren iOn und GTE.
Beide neu, also reicht das die nächsten 10 Jahre.
Was dann ist, wird man sehen.
GTE 10/17
iOn 09/16
3L 03/03
Mei
 
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Re: Sind Plug-In Hybride Fahrer andere Menschen?

Beitragvon mobafan » Di 5. Sep 2017, 10:31

Mei hat geschrieben:
Ein Hybrid bringt die Möglichkeit in der Praxis zu sehen wie gut und weit man mit einem Elektroantrieb kommt.
Und selbst bei den nur 50km werden einige merken, dass man damit oft genug viele Strecken erledigen kann.
Beim nächsten Auto wird dann vielleicht der vollelektrische gekauft.


Ein PHEV kann auch anfixen. In der Mittelklasse gibt es ja leider noch keine BEV, hätte es einen ePassat Variant gegeben, wäre das wohl meiner gewesen.
Ich setze viel Hoffnung in die nächsten Jahre, u. a. in den (vorläufiger Projektname) ID CUV von VW, der ja von der Innengröße her dem Passat Variant entsprechen und in wenigen Jahren erscheinen soll.
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Re: Sind Plug-In Hybride Fahrer andere Menschen?

Beitragvon Wolfgang VX-1 » Di 5. Sep 2017, 11:59

Wir haben für die Fahrten, die mit dem BEV (Leaf) nicht gehen, noch unseren alten Verbrenner (T4 mit AHK). Er wird 1 bis 2 Mal im Monat genutzt und kommt damit doch noch auf 1/4 der gefahrenen Kilometer. Ein PHEV mit nur 50 Kilometer Reichweite hätte einen viel höheren Anteil an Verbrennerkilometern; bestimmt die Hälfte der BEV-Kilometer entstehen bei längeren Fahrten. Für uns könnte ein Bulli mit mindestens 100 E-Kilometern und Range Extender (oder "Outlanderantrieb") eine Alternative zu den jetzt zwei Fahrzeugen sein. Aber vermutlich ist die Variante vorhandenen Verbrenner nur wenn nötig weiter fahren und kleinerer BEV für den Normalfall auch weniger umweltbelastend.
70.000 Kilometer mit Vectrix VX-1 seit 09/2011 und 55.000 Kilometer mit Nissan Leaf seit 04/2015
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Re: Sind Plug-In Hybride Fahrer andere Menschen?

Beitragvon kub0815 » Di 5. Sep 2017, 13:56

Also bei mir sind die meisten Fahrten 20km um das Haus herum. Wenn >40km wird auf Benzin umgeschaltet.
Passivhaus Premium, 18kWp PV, Sole WP mit Kühlung über BKA, KNX, 530e 3.1l/100km, nächste Projekte Batteriespeicher
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Re: Sind Plug-In Hybride Fahrer andere Menschen?

Beitragvon HUKoether » So 10. Sep 2017, 16:30

Wenn beim nächsten PHEV der Akku 3x so viel Kapazität hat, der e-Motor die doppelte, der Benziner oder Diesel die halbe Leistung; dann wäre es die Entwicklung in die richtige Richtung.

Im Moment ist mein Passat GTE auf jeden Fall umweltfreundlicher, als ein Tesla Modell S.

Die Entscheidung, ob Verbrenner, PHEV oder BEV sagt überhauptnichts über die Umweltfreundlichkeit des ausgewählten Fahrzeugs im Gesamtkonzept aus. Da gehört einfach viel mehr Kontext dazu.

Gruß aus Kroatien,

HUK
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Re: Sind Plug-In Hybride Fahrer andere Menschen?

Beitragvon Helfried » So 10. Sep 2017, 16:33

HUKoether hat geschrieben:
Im Moment ist mein Passat GTE auf jeden Fall umweltfreundlicher, als ein Tesla Modell S.


Das wäre jetzt so, als ob einer sagt, meine Socken aus umweltfreundlichen Materialien stinken in Wirklichkeit, weil dahinter Kinderarbeit von ärmsten Geschöpfen steckt. Also der Argumentation kann ich nicht folgen.

Oder wie meinst du das?
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Re: Sind Plug-In Hybride Fahrer andere Menschen?

Beitragvon Schüddi » So 10. Sep 2017, 16:45

Jeder BEV Fahrer der noch einen Verbrenner als Zweitwagen hat oder sich einen für den Urlaub leiht fährt am Ende auch Hybrid. Ist also nichts anderes als ein PHEV Fahrer, der nur ein Auto hat.

Marienkarpfen hat geschrieben:
Hybride vereinen die Nachteile beider Welten ;)

Ich sehe das anders. Sie vereinen die VORTEILE beider Technologien. Man kann ein Glas eben als halbvoll oder halbleer bezeichnen. Ich sage es ist zur Hälfte gefüllt. Aber jemand der konsequent die Aussage tätigt "bla Nachteile beider Welten bla" hat die Technik nicht begriffen und leider auch eine sehr begrenzte Weltanschauung - nämlich nur seine eigene.

MasterOD hat geschrieben:
Ich denke nein,
mit dem PHEV hast du halt primär einen Verbrenner. Dieser unkomplizierte Automatikwagen erlaubt dir aber bei privater Initiative => heimische Ladung täglich 50 km ruhig mit kräftigem Antritt zu fahren. Das gibt je nach Fahrprofil schon einen gewissen umweltschonenden Abdruck bei gleichzeitiger Unabhängigkeit von der öffentlichen Ladeinfrastruktur.

Wie kommst du darauf das man damit primär einen Verbrenner hat. Das ist wieder eine sehr pauschale Aussage. E-tron, GTE und auch andere starten grundsätzlich immer elektrisch. Ich fahre meist über 80% elektrisch also ist es primär ein BEV mit Range Extender. Ich war im Urlaub 2490k. Unterwegs und da war ich froh das ich einen PHEV habe denn Lademöglichkeiten sind in Italien, Slowenien und Kroatien sehr begrenzt. Trotz das ich kein Ladekabel hatte, habe ich durch die massive rekuperation gerademal 5,4l im Schnitt Verbraucht.

Ich sehe mich nicht als anderen Menschen ich lade konsequent wo ich kann (außer Schnellader), helfe somit die Luft sauber zu halten, die Ladeinfrastruktur weiter auszubauen und elektromobilität zu fördern. Ich sehe es eben so das wir alle am selben Strang ziehen sollten aber leider fühlen viele BEV Fahrer hier Ihren "besonderen Status" gefährdet und plakatieren gegen PHEVs.
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Re: Sind Plug-In Hybride Fahrer andere Menschen?

Beitragvon Solarmobil Verein » So 10. Sep 2017, 16:59

MasterOD hat geschrieben:
Ich denke nein,
mit dem PHEV hast du halt primär einen Verbrenner.
Du solltest schon ein wenig mehr differenzieren.
Es gibt durchaus PHEVs, auf die deine Aussage zutrifft.
Aber so Fahrzeuge wie BMW i3 REX, Opel Ampera oder die VW-GTEs sind sicherlich nicht "primär Verbrenner".

MasterOD hat geschrieben:
... erlaubt dir aber bei privater Initiative => heimische Ladung ...
Wenn du dir diesen Schuh anziehen willst und ggf. mehr Sprit verbrennen und in die Luft blasen willst als nötig, bitte schön.
Verlange das aber nicht von anderen. Ich lade meinen PHEV auch extern, wenn es paßt. Und es ist mir egal, ob es dir paßt.
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Re: Sind Plug-In Hybride Fahrer andere Menschen?

Beitragvon Isomeer » So 10. Sep 2017, 17:14

Schüddi hat geschrieben:
Jeder BEV Fahrer der noch einen Verbrenner als Zweitwagen hat oder sich einen für den Urlaub leiht fährt am Ende auch Hybrid. Ist also nichts anderes als ein PHEV Fahrer, der nur ein Auto hat.


Den gleichen Zusammenhang hatte ich gerade auch im Kopf, aber noch nicht abgetippt ;)
Bisher hatte ich Hybride eher abgelehnt, weil sie eben den doppelten Antriebs-Aufwand mit sich schleppen und für sicher nicht ganz wenig Nutzer einfach nur ein Alibi-E-Auto sind. Schön die Ladeplätze zuparken, Steuern sparen, Förderung mitnehmen aber trotzdem 500km am Stück volle Pulle auf der linken Spur austoben.
Erst beim Lesen dieses threads wurde mir klar: Es kommt halt -wie meistens im Leben - darauf an, was man daraus macht.
Unsere bisherige Familienkutsche (alter Blauwal, Galaxy 2.3 Benziner) wird 90% auf Kurzstrecken unter 2*20km bewegt (z.B. als Hundetransporter) , wir brauchen ihn aber ab und zu mal für längere und größere Transportaufgaben oder mal für ´nen Trip nach England mit mehreren Personen. Eigentlich ein ideales Hybrid-Profil.

Jetzt muss ich mir doch glatt mal überlegen, ob unser bestellter Smart ED nicht, wie geplant, im zweiten E-Schritt von einem Kona electric, sondern von einem Hybrid ergänzt wird. Könnte die klügere Entscheidung sein, gerade wenn es mit der Ladeinfrastruktur so spärlich weiter geht wie aktuell ;)

btw: bei allem kommt auch noch der WAF dazu. Der ist in Sachen "Ladeplanung für Langstrecken" bei aktuell rund 0%. Vielleicht schafft es der Smart aber, diese Dimension zu "erfahren" ;)
Smart 453 ED - der mit dem Uhren-Bug, mit ohne Vorklimatisierung und mit einer Remote-App, die nur zufällig mal funktioniert :(
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Re: Sind Plug-In Hybride Fahrer andere Menschen?

Beitragvon HUKoether » So 10. Sep 2017, 17:21

Helfried hat geschrieben:
HUKoether hat geschrieben:
Im Moment ist mein Passat GTE auf jeden Fall umweltfreundlicher, als ein Tesla Modell S.


Das wäre jetzt so, als ob einer sagt, meine Socken aus umweltfreundlichen Materialien stinken in Wirklichkeit, weil dahinter Kinderarbeit von ärmsten Geschöpfen steckt. Also der Argumentation kann ich nicht folgen.

Oder wie meinst du das?


Das mit Deinen Socken ist ein gutes Beispiel ;)

Im Übrigen ist der Kontext nicht wegzukürzen! Zu Deinem Beispiel: Wenn da nur noch umweltfreundliche Materialien steht, "riecht" es halt anders, als wenn die Kinderarbeit miterwähnt wird, die Frage ist, ob man mit der Nase riecht, oder die übrigen Sinne dabei sind. So ist die Gesamtkonstellation zu betrachten und eben nicht nur der Moment.

Ich denke, daß Du das sehr gut verstanden hast, Dich aber dagegen wehrst.

Gruß, HUK
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