Meine Probefahrt mit den Toyota Prius PHV

Re: Meine Probefahrt mit den Toyota Prius PHV

Beitragvon Karlsson » Do 14. Jan 2016, 13:11

Also jetzt ganz theoretisch....wenn ich maximal 7km zur Arbeit hab und zu 95% nur 15km am Tag zurücklege und meine sonstigen Strecken seeeeeehr lang sind, könnte theoretisch der Prius im Vorteil sein.
Aber 150km am WE mal wo hin fahren, wo der Prius dann 12% elektrisch fährt und der Ampera 50%, reicht nicht. Häufige 1.000km Strecken passen da schon besserm, damit der Prius seinen Verbrauchsvorteil auch unterm Strich zu einem Vorteil machen kann.
Aber wenn ich diese häufigen 1.000km Strecken hätte, würde ich auch nicht Prius fahren, sondern Diesel.

Also das müssen schon seeeeehr spezielle Bedingungen sein, unter denen der Prius besser weg kommt.
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Re: Meine Probefahrt mit den Toyota Prius PHV

Beitragvon Master_Sal » Do 14. Jan 2016, 13:34

MarkusD hat geschrieben:
Anhand der verlinkten Grafik könnte man auf die Idee kommen, daß der dort aufgeführte Prius III wohl nur dann wirklich verbrauchsarm ist, wenn er nur in der Stadt bewegt wird.
Von den ~5l bei Tempo 110 ist der Ampera auch nicht weit weg.
Der PiP unterbietet die Verbräuche des normalen Hybriden, weil er den Strom des Akkus direkt im elektrischen Getriebe verwenden kann und so der ICE nicht noch zusätzlich Leistung dafür bringen muss.

Bei 15km habe ich mit dem Ampera 100% EV, egal, ob ich mir im Auto im Winter eine Sauna oder im Sommer einen Kühlschrank hintemperiere - hin und zurück ohne Zwischenladung.
In den geschätzen 20% läuft der Motor primär für die Heizung. Als Koppelprodukt fällt kinetische Energie an, die nicht aus dem Akku entnommen werden müssen. Der PiP spart also Strom, verbrennt aber dafür mit sehr hohem Wirkungsgrad Benzin (weil Abwärme bestmöglich genutzt wird und Mehrbedarf an kinetischer Energie aus Akku gedeckt wird).
Klar ist das nur ein Kompromiss, aber mich überzeugt er eher, als elektrisch zu heizen und den ICE spazieren zu fahren.

Mit dem Ampera habe ich bei einer Außentemperatur um die 20° bei den angemerkten 40-50km/h eine E-Reichweite von rund 100km (bei konstanter Fahrt, im Stadtverkehr wohl etwas weniger, da Reku immer verlustbehaftet ist).
Klar, das ist deutlich mehr, als der PiP kann. Doch kenne ich persönlich keine 100 km lange Strecke, die ich mit 45 km/h zurücklegen kann, ohne jmd zu behindern.

Karlsson hat geschrieben:
Also jetzt ganz theoretisch....wenn ich maximal 7km zur Arbeit hab
oder bei der Arbeit laden kann.

Aber 150km am WE mal wo hin fahren, wo der Prius dann 12% elektrisch fährt und der Ampera 50%, reicht nicht.
Worauf optimiert ihr? Um jeden Preis kein Benzin? Benzin möglichst effektiv nutzen? Welcher Kompromiss zwischen HV und EV?
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Re: Meine Probefahrt mit den Toyota Prius PHV

Beitragvon MarkusD » Do 14. Jan 2016, 14:54

Karlsson hat geschrieben:
Also jetzt ganz theoretisch....wenn ich maximal 7km zur Arbeit hab und zu 95% nur 15km am Tag zurücklege und meine sonstigen Strecken seeeeeehr lang sind, könnte theoretisch der Prius im Vorteil sein.
Aber 150km am WE mal wo hin fahren, wo der Prius dann 12% elektrisch fährt und der Ampera 50%, reicht nicht. Häufige 1.000km Strecken passen da schon besserm, damit der Prius seinen Verbrauchsvorteil auch unterm Strich zu einem Vorteil machen kann.
Aber wenn ich diese häufigen 1.000km Strecken hätte, würde ich auch nicht Prius fahren, sondern Diesel.

Also das müssen schon seeeeehr spezielle Bedingungen sein, unter denen der Prius besser weg kommt.
Genau meine Meinung!

Master_Sal hat geschrieben:
MarkusD hat geschrieben:
Von den ~5l bei Tempo 110 ist der Ampera auch nicht weit weg.
Der PiP unterbietet die Verbräuche des normalen Hybriden, weil er den Strom des Akkus direkt im elektrischen Getriebe verwenden kann und so der ICE nicht noch zusätzlich Leistung dafür bringen muss.
Da ist das Konzept beim Ampera anders. Da macht die Hauptarbeit der E-Motor. Der Verbernner, sofern aktiv, greift nur unter ganz bestimmten Umständen unterstützend ein (Gesamtverbrauchsoptimierung), macht im Wesentlichen aber nur Strom (und Abwärme für die Heizung, falls nötig)

Master_Sal hat geschrieben:
Worauf optimiert ihr? Um jeden Preis kein Benzin? Benzin möglichst effektiv nutzen? Welcher Kompromiss zwischen HV und EV?
Möglichst wenig Sprit über die Lebensdauer des Fahrzeugs.

Aktuell steht mein persönlicher Lebensdauerverbrauch mit dem Ampera bei weniger als 0.9l, das Fahrzeug insgesamt bei 1.2l (mit 8000km und mit 4.1l Lebensdauerverbrauch bis dahin als Vorführer gekauft).
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Re: Meine Probefahrt mit den Toyota Prius PHV

Beitragvon Master_Sal » Fr 15. Jan 2016, 09:22

MarkusD hat geschrieben:
Da ist das Konzept beim Ampera anders. Da macht die Hauptarbeit der E-Motor. Der Verbernner, sofern aktiv, greift nur unter ganz bestimmten Umständen unterstützend ein (Gesamtverbrauchsoptimierung), macht im Wesentlichen aber nur Strom (und Abwärme für die Heizung, falls nötig)
Richtig, völlig anderes Konzept. Der Prius optimiert Richtung ICE. Die elektrische Reichweite beim PiP ist nur ein Nebenprodukt.

Möglichst wenig Sprit über die Lebensdauer des Fahrzeugs.
Mit dem PiP braucht es für das Ziel wirklich ein sehr spezielles Fahrprofil.
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Re: Meine Probefahrt mit den Toyota Prius PHV

Beitragvon Gerald » Do 21. Jan 2016, 17:11

graefe hat geschrieben:
Weil der Prius ständig den Verbrenner anschmeisst. Reines elektrisches Fahren ist so gut wie unmöglich. Das ist zumindest meine Erfahrung, die ich mit einem Prius 3 gemacht habe. Der Prius ist das Hybrid-Auto, bei dem der Elektromotor die geringste Rolle spielt.


Dies ist nicht richtig, da es sich hier um einen Plug-in Hybrid handelt!

Viele Grüße
Gerald
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13kW Photovoltaik, Strombezug: EW Schönau
Vergangenheit: Stromos, Nissan Leaf, Twizy, Toyota Yaris Hybrid, Prius 2
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Re: Meine Probefahrt mit den Toyota Prius PHV

Beitragvon Priusfahrer » Sa 11. Jun 2016, 07:44

Habe seit gestern meine Prius Plugin.

Wenn der Akku geladen ist, fährt man im Stadtverkehr 100% elektrisch. Der Verbrenner springt nie an, wenn man nicht per Knopfdruck oder durch Vollgasgeben in den HV Modus wechselt.
Wer eher bremst fährt länger schnell (ohne nachzuladen)
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Re: Meine Probefahrt mit den Toyota Prius PHV

Beitragvon xado1 » Sa 11. Jun 2016, 08:08

was hast du an rein elektrischer reichweite?
Lebenskunst ist die Fähigkeit, auf etwas Notwendiges zu verzichten, um sich etwas Überflüssiges zu leisten.
Dieselfrei,d.h. frei ,weil ich wieder einen Diesel fahre
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Re: Meine Probefahrt mit den Toyota Prius PHV

Beitragvon Priusfahrer » Sa 11. Jun 2016, 14:22

xado1 hat geschrieben:
was hast du an rein elektrischer reichweite?


Kann ich noch nicht so genau sagen. Habe noch keine ganze Akkuladung leergefahren. Derzeit zeigt der noch nur 16km an. Aber das stimmt nicht ganz. Wenn die Anzeige 1km weniger wird, fahre ich im schnitt 1,1-1,3km weit. Sollte also so irgendwo bei 20-22km rauskommen.

Update: Habe gestern 22,5km geschafft ehe der ICE angesprungen ist. Temperaturen tagsüber ca. 20 Grad und in der Nacht 15 Grad auf dem Heimweg natürlich mit Licht gefahren. Heizung/Klima war aus.
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