Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon kub0815 » Fr 18. Aug 2017, 19:09

Wiese hat geschrieben:
Das was Porsche da macht ist Blödsinn. Als einziger Hersteller 800 Volt Autos zu bauen, nur um anzugeben, und dann trotzdem langsamer beschleunigen als ein Tesla ...
Warum haben die keinen Sportwagen gebaut der Kerosin tankt? Dann kätten sie auch ihre eigenen Edel-Tankstelken dazu bauen können.
Das sind doch Hohlköpfe!


Ich weiß zwar nicht inwieweit du dich mit etechnik auskennst aber für mich macht die höhere Spannung auf jedenfall sinn.
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Beitragvon Wiese » Fr 18. Aug 2017, 21:19

Ja, die höhere Spannung macht Sinn, denn man braucht bei gleicher Leistung nur den halben Strom und dadurch dünnere Kabel, aber dickere Isolierungen. Aber ein Auto, selbst wenn es dauerhaft 250 fährt, braucht nicht so viel Leistung, dass man mit den üblichen 400 Volt nicht auskommt. 400 V sind eine ganz normale Drehstromspannung, alle nutzen deshalb diese Spannung. Es gibt noch viel zu wenige Ladestationen, mit viel zu komplizierter Bedienung, und nun kommt ein Hersteller und will das ohnenin noch dünne Ladenetz mit zusätzlichen Extrawürsten noch unübersichtlicher machen. Welchen Akku möchte denn Porsche mit 350kW laden? Solche Akkus gibt es noch gar nicht. Kein Auto sollte im Straßenverkehr so extrem bewegt werden, dass die jetzt möglichen Motoren mit 400 V nicht ausreichen.Sollen noch mehr Spinner mit noch mehr PS und vielleicht 400 km schnellen Autos unsere Straßen noch unsicherer machen? Hat denn dieser PS-Wahn nie ein Ende?

Und ja, es stimmt, ein Tesla P 100 D beschleunigt in 2,8 Sekunden auf 100, der geplante Porsche in 3,5 Sek. Aber der Porsche soll Rennstreckentauglich sein, damit man dem Tesla auf der Autobahn zeigen kann, dass man dauerhaft 300 fahren kann. DAS ist das Ziel von Porsche.
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon Vanellus » Fr 18. Aug 2017, 21:44

150kW hat geschrieben:
Als einziger = Als erster

Porsche argumentiert das im Gegensatz zu Tesla die (geringere) Beschleunigung dauerhaft abrufbar sein wird.


Ja, das vermisse auch sehr, dass ich nicht 10mal unmittelbar hintereinander maximal von 0 auf 100 oder 200 km/h beschleunigen kann. Dass sich da nicht noch mehr drüber beklagen, verstehe ich nicht. :roll:
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon 150kW » Fr 18. Aug 2017, 22:56

Bei den 800V geht es doch nicht nur darum mehr Fahrleistung zu erreichen. Die 800V sind notwendig um die hohe Ladeleistung zu erreichen ohne den Kabelquerschnitt wesentlich zu erhöhen.
Eine Extrawurst sind die Ladestationen nicht wirklich, weil sie ja abwärtskompatibel sind. 400V Autos können problemlos daran laden.
Mit 350kW wird in den nächsten Jahren keiner laden. Auch Porsche wird das nicht ausreizen. Aber schon bei 200kW wird 800V notwendig, Warum also einen Zwischenschritt, wenn man doch gleich 350kW machen kann. Das ist dann zukunftssicher.
Hohe Ladeleistungen sind auch relativ einfach. Ein i3 lädt ja schon mit 2C, d.h. ein Porsche mit 100kWh Akku kommt mit der "uralt Technik" vom i3 schon ohne irgendwas neu zu entwickeln theoretisch auf 200kW Ladeleistung.

Zum Thema Beschleunigung: Ein Porsche ist wohl selten ein vernunftkauf, daher müssen die Eigenschaften wohl auch kaum vernünftig sein ;)
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon kub0815 » Sa 19. Aug 2017, 04:08

Und die Sache mit der Beschleunigung von 0 auf 100 in 2.7s wird dann mit dem Mission e rs für aberwitzigen Geld zu habe sein...weil wenn sie das schon im Standardmodell anbieten würden wären sie wirklich hohlköpfe.
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon Wiese » Sa 19. Aug 2017, 11:21

150kW hat geschrieben:
Bei den 800V geht es doch nicht nur darum mehr Fahrleistung zu erreichen. Die 800V sind notwendig um die hohe Ladeleistung zu erreichen ohne den Kabelquerschnitt wesentlich zu erhöhen.
Eine Extrawurst sind die Ladestationen nicht wirklich, weil sie ja abwärtskompatibel sind. 400V Autos können problemlos daran laden.
Mit 350kW wird in den nächsten Jahren keiner laden. Auch Porsche wird das nicht ausreizen. Aber schon bei 200kW wird 800V notwendig, Warum also einen Zwischenschritt, wenn man doch gleich 350kW machen kann. Das ist dann zukunftssicher.
Hohe Ladeleistungen sind auch relativ einfach. Ein i3 lädt ja schon mit 2C, d.h. ein Porsche mit 100kWh Akku kommt mit der "uralt Technik" vom i3 schon ohne irgendwas neu zu entwickeln theoretisch auf 200kW Ladeleistung.

Zum Thema Beschleunigung: Ein Porsche ist wohl selten ein vernunftkauf, daher müssen die Eigenschaften wohl auch kaum vernünftig sein ;)



Die schweineteuren 800V Ladestationen soll dann wahrscheinlich die Allgemeinheit bezahlen, damit ein paar reiche Spinner ihren geilen Porsche schneller laden können als sie Kaffee trinken.
Etwas Zukunftssicheres zu bauen macht schon Sinn, aber die Zukunft heißt für das Durchschnittsauto bestimmt nicht, dass es mit 800 V und 350 kW geladen wird. Autos die mit 400 V laden brauchen keine abwärtkompatiblen 800 V Lader. Da wären AKKU-Wechselstationen für eilige auch eine gute Lösung. Aber es will ja jeder sein eigenes Süppchen kochen.
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon Karlsson » Sa 19. Aug 2017, 11:35

Wechselstationen wurden schon probiert und sind gnadenlos gescheitert. Auch Tesla hat das inzwischen verworfen.

Die 800V Autos werden an normalen Säulen laden können und in der Praxis keinerlei Nachteile haben. Jedoch sind sie an 800V Säulen nochmal schneller.
Ich verstehe Dein Rumgepaule hier nicht. Regst Du Dich auch über USB3 auf, weil 2 ja schon reichte?
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon Wiese » Sa 19. Aug 2017, 11:49

Nein, Kalsson, es geht mir darum, dass es noch viel zu wenige "normale" Schnellader gibt, und bevor überhaupt mal etwas Vernünftiges auf die Beine gestellt wird, kommt einer, der viel Geld für etwas ausgeben will, das niemand braucht, und in absehbarer Zukunft nur wenige brauchen werden. Wenn mal genügend Ladestationen stehen, habe ich absolut nichts dagegen extra schnelle zu bauen. In der jetzigen Situation sollte doch bitte erst mal eine vernünftige Grundversorgung her.
Oder hat die Bahn zuerst mal 300 km schnelle ICEs gebaut damit ein paar Auserwählte schneller reisen können? Nein, zuerst gab es mal Zugverkehr für alle.
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon kub0815 » Sa 19. Aug 2017, 14:30

Wiese hat geschrieben:
Nein, Kalsson, es geht mir darum, dass es noch viel zu wenige "normale" Schnellader gibt, und bevor überhaupt mal etwas Vernünftiges auf die Beine gestellt wird, kommt einer, der viel Geld für etwas ausgeben will, das niemand braucht, und in absehbarer Zukunft nur wenige brauchen werden.


Das es nicht genug 50kw Schnellader gibt ist aber nicht die Schuld von Porsche! Warum sollten sie in Technologie investieren in der man der zweite ist. Der Supercharger von Tesla kann wesentlich mehr wie 50kw.

p.s.
Genau mir deiner begründung hätte es niemals Tesla Supercharger geben dürfen....
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon Joe-Hotzi » Sa 19. Aug 2017, 15:09

150kW hat geschrieben:
sind also für für die neuen 800V-Autos schlicht unbrauchbar.
Weil so was DCDC Wandler auf der Welt nicht existieren? :)

Na, da binn ich ja mal gespannt.

Die Traktionsbatterie hat 800V, um Kabelstärken (Gewicht) und Ströme zu minimieren. Mit eingebauten Bordladern für AC hat sich die dt. Autoindustrie ja bisher bei ihren Fahrzeugen nicht mit Ruhm bekleckert.
Du meinst also, dass man nun beim 800V-Porsche nicht nur einen Bordlader verbaut, der von 230V/400V (AC) auf 800V DC transformiert und gleichrichtet, sondern auch noch einen fetten DC/DC verbaut, der es ermöglicht, an den 400V/50kW CCS-Säulen die interne 800V-Batterie zu laden? Ich halte das für sehr optimistisch, den so ein Teil ist sicher nicht preiswerter, als ein 22kW AC-Lader ...
Es würde mich aber positiv überraschen - schon wenn es das als Option gäbe. Aber auch da hat die dt. Autoindustrie bisher nicht geglänzt ...

Insofern könnte man boshaft meinen, dass es ein Vorteil ist, dass es in D bisher nur wenige Schnell-Ladesäulen gibt. Nur dürften dann ab Stichtag "Beschluss Umstieg auf 800V" gar keine 400V-Säulen mehr neu errichtet werden ...

Abwärtskompatibel ist ja angekündigt und technisch keine Hexerei. Aber die "Aufwärtskompatibilität" kann man wohl nur im Auto integrieren - oder alle 400V-Ladesäulen in 800V-Säulen tauschen - zumindest an den BAB-Achsen. :roll:
So wird es wohl eher kommen und die alten 400V-Säulen werden dann irgendwo "in der Pampa" genutzt - aber ob daran die 800V-Autos laden können werden - ich weiß es nicht, glaube es aber eher nicht.
Hotzenblitz fahren macht Spaß!
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