Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon Apollo » Mi 16. Aug 2017, 19:29

Poolcrack hat geschrieben:
1234567890 hat geschrieben:
Das mag sein, aber es war geltendes Gesetz und mir wäre jetzt nicht bekannt, dass die Arbeitsunfälle bei den Leiharbeitern signifikant höher wären, als bei den anderen Angestellten und auch nicht industrieübergreifend ...

Dann google mal bitte, z.B.: "Auch die Verletzungsgefahr ist größer: Bei Beschäftigten in der Zeitarbeit sind es 2,44 Tage, verglichen mit 1,54 Tagen in den anderen Branchen insgesamt.": https://www.welt.de/wirtschaft/article1 ... ndere.html oder http://www.spiegel.de/wirtschaft/sozial ... 62249.html

Das bei Leiharbeiter das Verletzungsrisiko oder Krankheitsrisiko größer ist würde ich aus solchen Zahlen nicht ableiten. Wenn ich nur nen Leiharbeiter "zweiter" Klasse bin, dann wäre mein Motivation vermutlich geringer, als bei Festanstellung. Und da bleibt man vielleicht doch mal länger zuhause oder macht öfters krank, als wenn einem der Job Spaß macht und mit Herz und Seele dabei ist. ;)
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Beitragvon zitic » Do 17. Aug 2017, 00:10

Ob man jetzt von der Arbeitssituation in diesem Fall den Kauf abhängig machen sollte...muss jedem selbst überlassen werden.

Verständnis für die Forderung nach Verbesserungen sind sicherlich nachvollziehbar. Musk will ja dezidiert die voll automatisierte Fabrik. Also kann man jetzt auch nicht erwarten, dass da viel Motivation bei den Arbeitern besteht das Unternehmen mit Zurückhaltung aufzubauen.
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon Joe-Hotzi » Do 17. Aug 2017, 06:56

1234567890 hat geschrieben:
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Ein anderes EU-Land kann die Zulassung nicht entziehen, auch nicht nur für sein eigenes Staatsgebiet.

Muss es doch gar nicht:
Im Grenzgebiet wird eine Praxismessung der Abgase vorgenommen. LKW erfüllt die Normen nicht - Strafen /Stillegung bis zur Mängelbeseitigung. Bei LKW gibt es doch wohl keine Prüfstandsmessung mehr, da wird seit einiger Zeit real gemessen.

Die Maut wird doch vor allem nach Schadstoffausstoß dimensioniert. Da kann man mit Realmessungen nicht nur wunderbar regulieren, sondern auch die AdBlue-Betrüger erwischen. Das Einzige, was es braucht, sind mobile Meßeinheiten und genug Beamte mit entsprechenden Vollmachten. Nachgewiesene Verstöße /Mängel, die vorliegen. darf doch wohl jedes Land ahnden. Der "Polenschalter" bei den LKW-AdBlue-Betrügern ist ja letztlich ein deutlicher Hinweis, dass da auf nationale Gesetzgebung reagiert wird.

Ich denke, die Kosten für die Beamten hat man nicht nur schnell wieder herein, sondern auch für mehr Gleichheit im Speditionsmarkt in D und für sauberere Luft gesorgt ...
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon 150kW » Do 17. Aug 2017, 21:31

kub0815 hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
Wäre Tesla vor 2 Jahren pleite gegangen, hätte VW den ID gecancelt. Und wenn Tesla morgen pleite geht, zieht VW ebenfalls sofort die Handbremse an und macht nur das Nötigste.
Ich glaube nicht das die das jetzt stoppen würden....die CO2 Flotten Grenzwerte verschwinden deswegen nicht.

Sehe ich genauso. Der größte Impuls geht immer noch von der Gesetzgebung aus. Ohne entsprechende Gesetzgebung, Förderungen etc. gäbe es Tesla in der Form heute ja auch nicht.
Und am Beispiel 320kW 800V Lader von Porsche sieht man das die weit mehr machen als notwendig wäre als nur mitzuhalten.
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon Poolcrack » Do 17. Aug 2017, 21:38

Apollo hat geschrieben:
Das bei Leiharbeiter das Verletzungsrisiko oder Krankheitsrisiko größer ist würde ich aus solchen Zahlen nicht ableiten. Wenn ich nur nen Leiharbeiter "zweiter" Klasse bin, dann wäre mein Motivation vermutlich geringer, als bei Festanstellung. Und da bleibt man vielleicht doch mal länger zuhause oder macht öfters krank, als wenn einem der Job Spaß macht und mit Herz und Seele dabei ist. ;)

Ich halte mich an die Zahlen, denn ohne Hintergrundwissen kann man es genauso gut andersrum interpretieren: Der Unterschied wäre noch viel größer, wenn die Leiharbeiter nicht Angst um Ihren Einsatz haben müssten und sich deswegen im Krankheitsfall lieber schneller zurück an den Arbeitsplatz schleppen. ;-)
Auf jeden Fall sieht man an diesem Beispiel, wie unfaire und gefährliche Arbeitssituationen für die gleiche Tätigkeit entstehen, die Gewerkschaften mitmachen, die Unternehmen die Profite aufstocken und die Politiker sich über weniger Leute in der Arbeitslosenstatistik freuen. Dumm nur für die Leiharbeiter und die Arbeiter mit Werksvertrag.
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon Joe-Hotzi » Fr 18. Aug 2017, 09:25

150kW hat geschrieben:
Und am Beispiel 320kW 800V Lader von Porsche sieht man das die weit mehr machen als notwendig wäre als nur mitzuhalten.

:lol: . :lol: . :lol:

Meinst Du den "Ladepark" von Porsche mit den zwei "Demonstrationssäulen", für die es derzeit kein einziges käufliches Auto gibt, welches die Technik nutzen könnte? Das Hochskalieren von Ladeleistung als Demonstrations- /Medienaktion ist das Eine.
Eine sinnvolle Aufstellung ausreichender Ladesäulen für den Alltag ist etwas ganz anderes.

Direkt aus dem "Porsche Engeneering Magazin" stammt diese Grafik (PDF: E-Power - Laden mit 800V):
160101_e-Power - Laden mit 800V_Porsche_Grafik.jpg


"Die heutigen DC-Schnelllader arbeiten üblicherweise mit 400V ..." sind also für für die neuen 800V-Autos schlicht unbrauchbar. Ich bin gespannt, an wie vielen Ladesäulen bei seinem Erscheinen der neue 800V-Porsche schnell geladen werden kann, wenn die bis dahin sogar " mehr machen als notwendig wäre". :roll:
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon 150kW » Fr 18. Aug 2017, 15:01

sind also für für die neuen 800V-Autos schlicht unbrauchbar.
Weil so was DCDC Wandler auf der Welt nicht existieren? :)
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon Wiese » Fr 18. Aug 2017, 18:02

Das was Porsche da macht ist Blödsinn. Als einziger Hersteller 800 Volt Autos zu bauen, nur um anzugeben, und dann trotzdem langsamer beschleunigen als ein Tesla ...
Warum haben die keinen Sportwagen gebaut der Kerosin tankt? Dann kätten sie auch ihre eigenen Edel-Tankstelken dazu bauen können.
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon Karlsson » Fr 18. Aug 2017, 18:13

Steht die Beschleunigung denn schon fest?
Und selbst wenn...ist das interessant?

Joe-Hotzi hat geschrieben:
"Die heutigen DC-Schnelllader arbeiten üblicherweise mit 400V ..." sind also für für die neuen 800V-Autos schlicht unbrauchbar.

Gehe davon aus, dass die Fahrzeuge beides können werden und die Lademöglichkeiten deutlich über dem liegen werden, was Tesla heute bietet.
Was Tesla dann bieten wird, wissen wir aber ja auch noch nicht.
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Re: Tesla und Elon Musik - die andere Seite der Medaille

Beitragvon 150kW » Fr 18. Aug 2017, 18:29

Als einziger = Als erster

Porsche argumentiert das im Gegensatz zu Tesla die (geringere) Beschleunigung dauerhaft abrufbar sein wird.
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