Wohnen auf dem Land vs. Stadt

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Wohnen auf dem Land vs. Stadt

Beitragvon Karlsson » Di 1. Apr 2014, 12:55

Robert hat geschrieben:
Die SUV sind leider nach wie vor trendy weil Opa gerne höher sitzt, Mutti ihre Kinder sicher in die Schule bringen möchte und der Vorstadtgangsta-Rapper mit seinen verchromten bling-bling 22 Zöllern prollen kann.

Genau so ist es. Und im Zweifelsfallmuss die Sicherheit als Argument herhalten. Kleinwagen sind ja lebensgefährlich.

Da fühl ich mich ja richtig als Gefahrensucher, wenn ich mit dem Rad zur Arbeit fahre :lol:

Robert hat geschrieben:
VW und Audi könnten diesen Trend binnen kurzer Zeit komplett kippen und Elektroautos hypen. Wollen sie nicht. Ich weiß.


Damit machen sie das meiste Geld. Die Aktionäre wollen Rendite, das ist kein Wohlfahrtsverein.

Twizyflu hat geschrieben:
Also ich bin seit 2 Jahren in der Stadt und pendle SO OFT ES NUR GEHT (und das heißt 2 x die Woche) je 360 km mit dem Zug - mal aufs Land und wieder zurück (Beruf). Und zwar nur des Landes (=See, gute Luft, Berge) wegen.

Die Stadt interessiert mich gar nicht. Schlechte Luft, Betonbauten ...

Schon klar, Du hast Dich halt nicht drauf eingelassen, wolltest Dich da nie mit anfreunden.
Ich bin auch ursprünglich Kleinstädter und war dann irgendwann mal en paar Jahre in einer anderen Kleinstadt...man, ist das ätzend in so nem Kaff, wenn Du da nicht aufgewachsen bist. Deine Heimat, wo Du alles kennst und Freunde hast - ganz andere Nummer, das ist Idylle.
Die Großstadt hab ich im Studium kennen und schätzen gelernt. Wir können hier in der Stadtmitte übrigens Kilometer weit im Wald laufen.
Wie gefragt die Stadt ist, siehst Du ja an den Preisen.
Bei unserer momentanen Wohnung kein Problem, aber ein Haus mit Garten wird schwer. Zumindest in den guten Vierteln. Neben die Problemhochhäuser, die jede Stadt wohl irgendwo hat, wollen wir natürlich auch nicht ziehen.
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Beitragvon Twizyflu » Di 1. Apr 2014, 23:08

Nun Karlsson die Wohnungen in den Städten sind günstiger als so manche Wohnung auf dem Land!

Nur ich brauche nicht 3 Saturns und Media Märkte, 20 Supermärkte und 100 Lokale in 1 km Umgebung.
Straßen, Häuser sonst nix -> BÄH

Klar gibts auch hier Grünflächen genug aber nur zur Verdeutlichung wieso -> ich habe auch im Elternhaus eine Wohnung gehabt (ui war das fein damals :D) und genoss täglich diesen Ausblick (siehe Bild).

Keine Stadt wird das je ändern können (und im übrigen auch keine Frau, die in der Stadt bleiben will!).

Deshalb hat auch der ZOE (bei 360 km in eine Richtung eh nicht sinnvoll zurzeit) die Großstadt noch nie gesehen und solls auch nicht. Der wartet auf mich daheim (richtig gelesen: DAHEIM -> dort wo man gerne ist, wo das Herz ist. Die Stadt. Dort ist nur eine Unterkunft, weil man es braucht, nicht weil ichs will).

So jetzt aber genug vom Leben des Twizyflu im Thread!
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Re: "Morgen Elektroschrott?" – Auto-Bild von Heute

Beitragvon Karlsson » Di 1. Apr 2014, 23:50

So abwegig vom Leben ist das Thema ja gar nicht. Gibt viele Pendler in Deiner Situation. Sei es die Heimat oder eine Frau. Ich bin selber diverse Jahre an den Wochenenden gefahren, habe diverse 10.000 Kilometer zurück gelegt und hatte keine passende Bahnverbindung. Also hat sich weder von der Reisezeit noch finanziell angeboten.
Das ist das Leben und da patzen die meisten E-Autos noch. Um wirklich Mainstream zu werden, müssen auch diese Menschen erreicht werden - die Freitag und Sonntag immer diverse 100 Kilometer fahren und meist (noch) kein eigenes Haus haben.

Schönes Bild, aber nach jahrelanger Pendelei mit >600km am WE hängt mir das dermaßen zum Hals raus... ich hab da keine Lust mehr drauf. Zig Stunden meines Lebens und Tausende Euros sind weg.
Wir wohnen mitten in der Großstadt und haben zu beiden Seiten viel Grün. Alles für den täglichen Bedarf erreicht man in 5 Minuten zu Fuß.
20km ins Umland sind ok, wenn man dafür bezahlbare Idylle bekommt (die 600qm Grunstücke gibts hier halt nicht). 15km wären mir lieber, weil es darüber mit dem Fahrrad dann etwas zäh wird. Das ist dann auch eine passende Reichweite für heutige E-Autos, die nur Zuhause geladen werden.
Wenns bezahlbar wäre, würden wir ein gutes Viertel in der Stadt vorziehen.
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Re: "Morgen Elektroschrott?" – Auto-Bild von Heute

Beitragvon Twizyflu » Mi 2. Apr 2014, 00:01

Ich bezahle 80 Euro im Monat und fahre damit so oft und so viel ich will Bahn in Österreich.
Und meine Strecke kostet 1 mal hin und retour (mit 50% Ermäßigung (sogenannte VORTEILSCard)) schon 55 Euro!)

Für mich rechnet es sich. Und die Verbindung ist gut. Sind 4 Std. in eine Richtung. Die verbringe ich mit Smartphone, Filmen, Musik, Leuten, Elektromobilität :P

Jede Woche (so auch heute abend von 18.30 bis 22.30) mach ich das 2 mal :)

Insgesamt war ich schon 3 Monate NETTOZEIT nur im Zug (von meiner Lebenszeit seit ich draußen bin!).

Ist halt so Karlsson. Umso mehr freue ich mich aufs E-Auto fahren immer :)
Und es ist ja nicht für immer, dafür sorge ich schon!

Anfangs sagten auch alle: Ja eh klar, seit kurzem machst das, das is klar. Jetzt schauen sie alle und manche fragen sogar schon vorsichtig: Ehm wieso verwehrst du dich gegen das so? Dann hast ja dort nix und da nix.
Aber mir ist es das Wert. Lieber pendeln und dort sein wo ich gern bin als einen Kompromiss einzugehen.
Ich hab Zeit :)
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Re: "Morgen Elektroschrott?" – Auto-Bild von Heute

Beitragvon Karlsson » Mi 2. Apr 2014, 00:14

Mein Gott, 8 Stunden in der Woche...ein verlorener Arbeitstag :shock:
Wenigstens der Preis ist gut. Ich wäre da jedes WE ab 80€ aufwärts los geworden. Die 29€ Tickets waren nie verfügbar.
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Re: "Morgen Elektroschrott?" – Auto-Bild von Heute

Beitragvon Twizyflu » Mi 2. Apr 2014, 00:18

Das ist garnix.
Mein Beruf diktiert mir mind. 12 Std. als Arbeitstag, meist aber eher 24 Std. (dann 12 Std. Schlaf und wieder 12 Std. Nacht) auf.

Ich bin das gewohnt und die 4 Std. machen mir garnichts aus :)
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Re: AW: "Morgen Elektroschrott?" – Auto-Bild von Heute

Beitragvon Karlsson » Mi 2. Apr 2014, 08:28

Ja gut, ich will Dir das Land auch nicht schlecht reden. Meine Aussage zielte mehr dahin, dass es auch viele Menschen gibt, die sich in der Stadt sehr wohl fühlen und da auch gerne bleiben möchten.

Als Gleitschirmflieger kann ich mir die Nähe zu den Bergen auch gut vorstellen. Aber hier habe ich auch viele Vorzüge und einen guten Job, Freunde und Familie.

Und Fliegen geht hier mit Motor auch. Und da wäre dann wieder die Mobilität - das Auto muss dafür eine gewisse Flexibilität bieten, weil die Startplätze auch weiter weg sein und sich kurzfristig ändern können und laden kann man da in der Regel auch nicht.
Mit Ampera oder i3 RE kein Thema.
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Re: "Morgen Elektroschrott?" – Auto-Bild von Heute

Beitragvon eDEVIL » Mi 2. Apr 2014, 12:11

Kommt halt immer drauf an, aber da wo es in Städten grün, leise und verkehrsgünstig ist, ist es meist heftig teuer.
In Randgebieten von Berlin ist man dann schon etwas abgeschnitten und wird von den City-Bewohnern auch nicht mehr als Berlin angesehen.
Wohne jetzt außerhalb, aber bin halt mit dem RE in 30 min am HBF, in 10min auf der A10 etc.
So richtig schön grün ist es hier im Altstadtkern aber auch nicht, da eng bebaut, aber ruhig und man kann sehr viel zu Fuß erledigen. Meine Süße drängt aber schon darauf, das wir uns noch einen richtigen Garten zulegen, da unser Grundstück dafür nur wenig Platz bietet.

Das mit dem Pendeln kostet viel Lebenzeit, aber es hat auch den Vorteil, das man dann schon wieder vom Streßpegel etwas runter ist und frischen Kopfen zu Haus ein trifft. Da ich viel vom Homeoffice aus Arbeite, habe ich diese Gedankenpause leider nicht mehr -das merke ich schon, da ich mir solchen Pausen dann zu selten gönne. Wenn man eh im Zug sitzt, kommt das automatisch. Weiterer Nachteil: ich lese kaum noch Bücher..
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Re: Wohnen auf dem Land vs. Stadt

Beitragvon Karlsson » Mo 7. Apr 2014, 12:44

eDEVIL hat geschrieben:
Das mit dem Pendeln kostet viel Lebenzeit,

Ja... allerdings kann es halt auch sein, dass Du in der Stadt die gleiche Zeit auf wesentlich weniger Kilometern verbrätst. Also ein Freund ist mal eine Zeit lang 100km zur Arbeit gefahren und hat genauso lang gebraucht wie sein Kollege, der unter 20km hatte. Aber der ist halt erst mit dem Rad zum Bus, dann umgestiegen in die Bahn und im Zentrum wieder umgestiegen in eine andere Bahn. Und auf einmal ist auch eine Stunde weg.
Meine 8km zur Arbeit dauern mit Öffis 50min. Mit dem Auto 15 Minuten und mit dem Fahrrad 25 Minuten, die sich noch relativieren, weil ich direkt vors Büro fahren kann. Beim Auto muss ich erst noch 5min vom Parkplatz laufen.

eDEVIL hat geschrieben:
Kommt halt immer drauf an, aber da wo es in Städten grün, leise und verkehrsgünstig ist, ist es meist heftig teuer.

So sieht das leider aus. Bzw einfach gar nicht bezahlbar und dann trotzdem nicht so richtig leise.

Also suchen wir notgedrungen im Umland und das wird mit gutem Bahnanschluss auch schon wieder drastisch teurer. Obwohl der sich dann für den Weg zur Arbeit meist wieder gar nicht anbietet. Gleichzeitig tue ich mich sehr schwer, ein Haus zu kaufen bei dem ich dann für alle Erledigungen vom Auto und Erdöl abhängig bin, was ich für kein Zukunftsmodell halte.
Da ist das E-Auto dann richtig interessant.
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Re: Wohnen auf dem Land vs. Stadt

Beitragvon eDEVIL » Mo 7. Apr 2014, 13:39

Eine gute Anbindung ist das Entscheidende. Meine Süße hat von Berlin Buch (sehr schön grün), , wo wir vorher wohnten kaum kürzer zur Arbeit gebraucht, als jetzt. Ist jetzt sogar entspannter,da der RE nicht so häufig hält wie die S-Bahn.
Problematisch ist nur, wenn man den Zug verpaßt, da nur ein schneller Zug pro Stunde.

Aber gegenüber irgendeinem "Kleckerdorf" ohne Bahnanschluß ist das gold wert. Als ich die Bahn mal verpaßt hatte, hatte ich evrsucht die Strecke mit dme Auto zu fahren. habe mehr als doppelt so lange benötigt, obwohl ich die 80KW des Leaf sehr gut ausgenutzt habe 8-)

Karlsson hat geschrieben:
Gleichzeitig tue ich mich sehr schwer, ein Haus zu kaufen bei dem ich dann für alle Erledigungen vom Auto und Erdöl abhängig bin, was ich für kein Zukunftsmodell halte.
Da ist das E-Auto dann richtig interessant.

Gerade im Nahbereich kann man ja schon mit älteren Gebrauchtfahrzeugen günstig unterwegs sein. innerhalb der Stadt fahre ich noch viel zu viel unnötiger Weise mit dem Leaf. Beim Verbrenner konnte ich mir immer sagen, das das dem Motor nicht gut tut, aber den Leaf juckt das ja nicht, ob er warm gefahren wurde...
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