Wo bleibt der echte Fortschritt?

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Wo bleibt der echte Fortschritt?

Beitragvon Lebenszauber » Mi 18. Okt 2017, 14:51

Die Fahrzeuge von heute sind nicht aerodynamisch und leicht.
Der Energieverbrauch ist deshalb entsprechend hoch.
Warum muss ein Fahrzeug 1,7 hoch sein und 1700 kg wiegen, wenn
im Schnitt nur 1,5 Personen transportiert werden?

Mit der heutigen Technik sind wir spielend in der Lage, weit mehr wie 20 bis 200 mal weniger
Energie für die Fortbewegung zu verbrauchen.
Velomobile machen es schon seit mehr wie 37 Jahre vor. Viele davon haben einen elektrischen Antrieb und natürlich auch eine Strassenzulassung. So sieht ein solches Fahrzeug aus: http://www.spiegel.de/fotostrecke/velomobile-radeln-in-der-kabine-fotostrecke-48880.html
Wettbewerbsfahrzeuge sind ganz klar praxisfremder, haben aber dafür auch weit mehr Einsparpotenzial wie das 200 - fache an Energiebedarf zu Euren jetzigen Fahrzeugen.
Diese Fahrzeuge seht Ihr hier: http://www.polyjoule.org/article-55
oder hier: http://tufast-eco.de/de/fahrzeuge/eli16-2/
All das ist keine Utopie sondern Realität.

Was ist eigentlich nun der Vorteil der neuen Elektroautos?
Leiser sind sie nicht. Ein einfacher 1.2 Polo ist leiser wie die meisten Elektroautos.
Well-to-Wheel betrachtet staunt man ebenfalls wie schlecht E-Autos abschneiden.
Zuverlässigkeit und Alltagstauglichkeit sind auch nicht die Stärken der neuen Elektroautos...

Wäre der Ansatz zur Lösung der Energieprobleme, nicht der - Fahrzeuge zu benutzen welche bauartbedingt viel weniger Energie benötigen?
Wäre das echter Fortschritt, was meint Ihr?
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Re: Wo bleibt der echte Fortschritt?

Beitragvon paulektro » Mi 18. Okt 2017, 14:59

Urbanisierung, Änderung der Mobilitätsgewohnheiten weg vom individualverkehr mit privaten KFZ hin zu carsharing und öffentlichem Transport, flexibilisierung des Arbeitsmarktes mit Heimarbeit, "Abhängung" bestimmter Gesellschaftsschichten vom öffentlichen Leben, Versorgung mit Waren und Dienstleistungen über LIeferdienste

Könnte das jetzt besser strukturieren und formulieren, aber solche Diskussionen sind an solcher Stelle meistens eh nicht sehr fruchtbar :P
Zuletzt geändert von paulektro am Mi 18. Okt 2017, 15:00, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wo bleibt der echte Fortschritt?

Beitragvon panoptikum » Mi 18. Okt 2017, 15:00

Die von Dir verlinkten Fahrzeuge sind nur für "Rekorde" gut, aber nicht alltagstauglich.
Ich würde mich nicht mehr in so etwas hinein quetschen wollen und der Einkauf passt auch nirgends rein. Und vom Sicherheitsaspekt sind sie auch weit vom heutigen Standard einer Sicherheitsfahrgastzelle entfernt.

Den Vorteil von Elektroautos gegenüber Verbrennern willst Du jetzt nicht wirklich diskutieren, oder?
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Re: Wo bleibt der echte Fortschritt?

Beitragvon Helfried » Mi 18. Okt 2017, 15:15

Lebenszauber hat geschrieben:

Wäre der Ansatz zur Lösung der Energieprobleme, nicht der - Fahrzeuge zu benutzen welche bauartbedingt viel weniger Energie benötigen?


Wir haben doch keine echten Energie-Probleme bei E-Autos. Ein Ioniq braucht fast nix bei braver Fahrweise.
Da geht es viel mehr um Probleme bei der Herstellung, um Lärm, Platz, Stau etc. Der Strom ist das geringste Problem heute.

Wenn ich den Ioniq so brav fahre wie ein Velomobil zum Selbertreten, braucht er 10 Cent Strom pro 10 Kilometer.
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Re: Wo bleibt der echte Fortschritt?

Beitragvon Lebenszauber » Mi 18. Okt 2017, 15:25

Nein es sind nicht nur Rekordfahrzeuge.Bitte schau richtig.
Ein alltagstaugliches Fahrzeug mit Straßenzulassung ist dabei.
Wie groß soll ein Auto deiner Meinung nach sein?
Sind Pkws mit 1700-2800 kg und über 2 Meter auf 1,7 Meter nicht zu viel des Guten?
Meist sitzt nur eine Person in diesen Fahrzeugen.

Zum Ioniq:
12-13 000 Wh/100 km finde ich schon ein klein wenig viel zu 130 Wh/100 km wenn man mit tritt oder
260 Wh/100 km ohne Muskelkraft. Diese Verbrauchswerte hat ein straßenzugelassenes Fahrzeug dieser Klasse.
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Re: Wo bleibt der echte Fortschritt?

Beitragvon PowerTower » Mi 18. Okt 2017, 15:50

Als großer Hersteller musst du dich schon an den Bedürfnissen und Wünschen der potentiellen Kundschaft orientieren. Wenn du versuchst, mit aller Macht ein Velomobil in den Markt zu werfen, dann kaufen die Leute halt woanders. Selbst wenn da VW drauf stehen würde.
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Re: Wo bleibt der echte Fortschritt?

Beitragvon Heesi » Mi 18. Okt 2017, 16:02

Oh NEE schon wieder!!!!

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Re: Wo bleibt der echte Fortschritt?

Beitragvon kriton » Mi 18. Okt 2017, 16:09

Dass meistens nur eine Person im Auto sitzt, ist kaum ein Argument, solange ein Haushalt nur ein Auto besitzt. Für die anderen Fälle muss eben auch gesorgt sein. Ebenso muss dieses eine Auto Langstrecken und Urlaubstauglich sein. Hätten wir ein zweites Auto, dann wäre das auch etwas sehr kleines, bei dem die Argumente greifen. Daneben ist Auto auCh häufig ein Stück Leidenschaft. Wofür ich auch Verständnis habe, nicht wenige verbringen mehr Zeit täglich im Auto als im eigenen Wohnzimmer. Dass man dann nicht gerade mit einem Polo unterwegs sein möchte, ist doch auch verständlich. Was ich selbst nicht so gut verstehen kann, ist eine Haltezeit von nur 2-3 Jahren bei Neuwagen.
warte auf den Sion
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Re: Wo bleibt der echte Fortschritt?

Beitragvon Lebenszauber » Mi 18. Okt 2017, 16:16

Leider richten sich die großen Hersteller nur nach ihren eigenen Bedürfnissen und Wünschen .
Sie machen sich die Welt, sowie es ihnen gefällt.
Deutliche Hinweise hierauf sehen wir im Alltag aber auch die Worte eines Präsidenten Beraters sind sehr aufschlussreich.
Edward Bernays heißt der nette Herr und er sagt es deutlich:

„Die bewusste und intelligente Manipulation der organisierten Gewohnheiten und Meinungen der Massen ist ein wichtiges Element in der demokratischen Gesellschaft. Wer die ungesehenen Gesellschaftsmechanismen manipuliert, bildet eine unsichtbare Regierung, welche die wahre Herrschermacht unseres Landes ist. Wir werden regiert, unser Verstand geformt, unsere Geschmäcker gebildet, unsere Ideen größtenteils von Männern suggeriert, von denen wir nie gehört haben. Dies ist ein logisches Ergebnis der Art wie unsere demokratische Gesellschaft organisiert ist. Große Menschenzahlen müssen auf diese Weise kooperieren, wenn sie in einer ausgeglichen funktionierenden Gesellschaft zusammenleben sollen. In beinahe jeder Handlung unseres Lebens, ob in der Sphäre der Politik oder bei Geschäften, in unserem sozialen Verhalten und unserem ethischen Denken werden wir durch eine relativ geringe Zahl an Personen dominiert, welche die mentalen Prozesse und Verhaltensmuster der Massen verstehen. Sie sind es, die die Fäden ziehen, welche das öffentliche Denken kontrollieren.“

Wir sollten also gut überlegen, ob wir überteuerte Autos kaufen die uns weder gefallen noch sparsam mit den Ressourcen umgehen. Weniger Energie verbrauchen bedeutet auch, das wir weniger humanitäre Einsätze und Friedensmissionen starten müssten. Sparsam zu sein finde ich eine ganz coole Idee - wir schonen so nicht nur die Umwelt und Menschenleben sondern steigern auch die Lebensqualität der Menschen.

Entspricht den Euer Auto wirklich Euren Wünschen, Geschmack und Bedürfnissen?
Habt Ihr wirklich mitentschieden oder nur gekauft weil nichts besseres da war?
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Re: Wo bleibt der echte Fortschritt?

Beitragvon PowerTower » Mi 18. Okt 2017, 16:50

Ich bin nicht sicher, worauf du hinaus willst. Wieviel kleiner und sparsamer kann ein Fahrzeug für vier Personen denn sein, als ein Drilling oder e-up! oder Smart ForFour? Und mit denen liegst eben schon bei 10-12 kWh/100 km.

Bezüglich deiner Frage: ich habe das Auto gekauft, obwohl etwas Besseres da war. Das konnte ich mir nur nicht leisten. :D

Im Übrigen bin ich etwas verwirrt. Du predigst den sparsamen Umgang mit Energie, bietest aber gleichzeitig Rundflüge an.
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