Wieso gewinnt hier der Diesel den Vergleich?

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Re: Wieso gewinnt hier der Diesel den Vergleich?

Beitragvon Nordstromer » So 3. Sep 2017, 17:14

Das liegt auch an den Kunden. Markentreue zum Beispiel und das ein BEV für 40-60k€ der Gamechanger wird glaube ich angesichts der schon zitierten Kunden nicht.
Aber ist mir persönlich völlig egal. Gestern hatten wir einen 350km Ritt mit dem Ioniq. Auf der Autobahn an einen LKW gehängt und Dank LKAS und ACC möchte ich nie wieder in unseren alten und schon verkauften Diesel zurück. Nicht mal wenn der Liter 50Cent und die kWh 40Cent kosten würde. So wie angenehm wie gestern war ich mit keinem Verbrenner unterwegs.
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Re: Wieso gewinnt hier der Diesel den Vergleich?

Beitragvon mcb » So 3. Sep 2017, 17:34

Sorry für die OT Frage:

Nordstromer hat geschrieben:
Das liegt auch an den Kunden. Markentreue zum Beispiel und das ein BEV für 40-60k€ der Gamechanger wird glaube ich angesichts der schon zitierten Kunden nicht.
Aber ist mir persönlich völlig egal. Gestern hatten wir einen 350km Ritt mit dem Ioniq. Auf der Autobahn an einen LKW gehängt und Dank LKAS und ACC möchte ich nie wieder in unseren alten und schon verkauften Diesel zurück. Nicht mal wenn der Liter 50Cent und die kWh 40Cent kosten würde. So wie angenehm wie gestern war ich mit keinem Verbrenner unterwegs.

Wie weit kommst/kämst Du da "am Stück"?
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Re: Wieso gewinnt hier der Diesel den Vergleich?

Beitragvon Nordstromer » So 3. Sep 2017, 17:47

Gestern war es etwas kühler und so würde ich vermuten das es bei dieser Fahrweise für ca. 250km sicher reichen sollte. Machen würde ich das aber nicht am Stück. Das Risiko irgendwo liegen zu bleiben wäre mir zu groß.
Wir wollten auch CCS Säulen testen. Waren insgesamt drei. Und einen Ausflug machen.
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Re: Wieso gewinnt hier der Diesel den Vergleich?

Beitragvon Apollo » So 3. Sep 2017, 21:02

IO43 hat geschrieben:
Genau das versteht ja kaum einer, weil die Medien immer nur auf die Reichweite und die Kosten schauen. :evil:


Liegt wohl daran, dass vor allem Kosten für die Leute von Relevanz sind. Bei einem Fernseher interessiert auch keinen die Effizienz. Die Bildqualität muss gut sein.
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Re: Wieso gewinnt hier der Diesel den Vergleich?

Beitragvon Odanez » Mo 4. Sep 2017, 07:32

was mich aber an dem Video gewundert hat, ist warum der Model X trotz so niedrigen Geschwindigkeiten so viel verbraucht hat. Wenn ich mit meinem Leaf auf der Autobahn ständig im Windschatten von LKWs hinterhertuckel dann komme ich auf 13kWh/100km. Wenn ich, wie die im Test, noch langsamer fahre, dann unter Umständen noch weniger. Mein Rekord war 10,7kWh/100km bei Geschwindigkeiten zwischen 50 und 80. Wenn der Model X wirklich sparsam gefahren wird, dann verbraucht der mit Sicherheit nicht 50% mehr als der Leaf, das kann ich mir nicht vorstellen.
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Wieso gewinnt hier der Diesel den Vergleich?

Beitragvon phonehoppy » Mo 4. Sep 2017, 07:58

Vanellus hat geschrieben:
Es gibt Kosten-Effizienz: wieviel muss ich bezahlen, um 100 km fahren zu können?
und Energieeffizienz: wieviel Energie muss ich aufwenden für eine bestimmte Leistung, z.B. 100 km zu fahren?

Beim ersten gewinnt der Volvo, weil Diesel zu billig ist, beim zweiten das E-Auto, weil es mit 15 kWh 100 km weit kommt. Der Diesel kommt mit 15 kWh = 1,45 Liter Diesel ca. 25 km weit und verliert den Vergleich.


Genau deshalb hinkt der Vergleich in diesem Test:

Ginge es um die Kosten, hätte man beim Tesla einen kurzen Supercharger-Stopp einlegen können und wäre am Ende schneller da gewesen, bei gleichen Kosten für den Kunden.

Ginge es um die Energieeffizienz, hätte das Model X ebenfalls gewonnen.

So war es letztendlich nichts halbes und nichts ganzes...

Außerdem ist eine lange, mit gleichmäßiger Geschwindigkeit fahrbare Autobahnstrecke genau das Szenario, bei dem ein sparsamer Diesel auftrumpfen und ein BEV seine Vorteile (Reku z.B.) nicht nutzen kann. Aber wie realistisch ist das, bzw. was machen solche Fahrten gemessen an der gesamten Nutzung des Fahrzeugs aus? Die Frage muss jeder für sich selbst beantworten.
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Re: Wieso gewinnt hier der Diesel den Vergleich?

Beitragvon zoppotrump » Mo 4. Sep 2017, 08:45

phonehoppy hat geschrieben:
Genau deshalb hinkt der Vergleich in diesem Test:

Ginge es um die Kosten, hätte man beim Tesla einen kurzen Supercharger-Stopp einlegen können und wäre am Ende schneller da gewesen, bei gleichen Kosten für den Kunden.

Naja, das wäre ja ein anderes Szenario gewesen. Die Idee war doch zu schauen, wie weit man mit einem vollen 100D kommt ohne nachzuladen. Daher dir Rückrechnung der Ladekosten auf 30€ runter und den Volvo mit diesen 30€ ebenso voll gemacht.

phonehoppy hat geschrieben:
Außerdem ist eine lange, mit gleichmäßiger Geschwindigkeit fahrbare Autobahnstrecke genau das Szenario, bei dem ein sparsamer Diesel auftrumpfen und ein BEV seine Vorteile (Reku z.B.) nicht nutzen kann. Aber wie realistisch ist das, bzw. was machen solche Fahrten gemessen an der gesamten Nutzung des Fahrzeugs aus? Die Frage muss jeder für sich selbst beantworten.

Ich denke, dies ist sehr realistisch. Warum? Wenn ich nur in der Stadt fahren würde, dann würde eine Zoe oder ein Leaf ausreichen. Was tun aber die ganzen Vertreter, Manager, Unternehmensberater, Vertriebler, etc. die heute einen Audi A4 oder A6 (ebenso BMW 3 o. 5, Mercedes c o. E) haben? Die nehmen sicher keine Zoe. Also ist das derzeitige Äquivalent, welches einem Autobahnauto in der elektrischen Variante am nächsten kommt das Model S.
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Re: Wieso gewinnt hier der Diesel den Vergleich?

Beitragvon corwin42 » Mo 4. Sep 2017, 08:54

Wieso der Diesel den Vergleich gewinnt? Vermutlich, weil in einem deutschen "Automagazin" ein E-Auto nicht gewinnen darf. Deshalb wurde in einem älteren "Vergleichstest" https://www.youtube.com/watch?v=dLgJUmVChE8 ja auch so was dämliches, wie die Kreisch-Challenge gemacht, damit der Verbrenner wenigstens gleich gut abschneidet.

Das Niveau dieser "Sendung" ist eh ziemlich unterirdisch.
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Re: Wieso gewinnt hier der Diesel den Vergleich?

Beitragvon Karlsson » Mo 4. Sep 2017, 09:32

5,1l für dieses Schiff fände ich extrem bemerkenswert.
Man muss aber schon trotzdem sehr negativ rechnen, um auf den gleichen Energiepreis zu kommen.

Wenn man zuhause lädt und einen teuren Tarif hat, kommt das mit der Vergleichbarkeit aber schon hin. Bei mir lag der Corsa Diesel (Technik von 2003) im langjährigen Mittel ungefähr bei den gleichen Betriebskosten für Energie wie der Zoe mit meinem zur Zeit viel zu hohen Strompreis von 30 Cent/kWh (hab es verpennt, rechtzeitig den Anbieter zu wechseln). Das aber auch nur weil Diesel gerade wieder so billig ist und der Strom bei mir gerade sehr teuer. In 2008 hab ich für nen Liter Diesel auch schon mal 1,53€ bezahlt.

Verbrauch beim Zoe inkl. Ladeverluste übers Jahr sind ungefähr 18kWh. Beim Diesel waren es 5,27l. Allerdings waren das erheblich schneller gefahrene Kilometer und auch welche mit Dachgepäck, Anhänger und Fahrrädern aud der AHK (macht sich sehr deutlich im Verbrauch bemerkbar). Beim momentanen Dieselpreis von 1,07€/l kommt der Diesel da auf lediglich 0,25€/100km mehr.
Wenn ich allerdings den Stromanbieter rechtzeitig gewechselt hätte wäre der Strom für Zoe 1,20€ billiger als 5,27l Diesel und man darf in den nächsten Jahren wohl auch von höheren Dieselpreiesen ausgehen.
Beim Strom rechne ich dagegen mit keiner Verteuerung, der ist eher nur wegen der Energiewende temporär viel teurer als im Ausland. Mein persönlicher Strompreis sollte nächstes Jahr auch durch eine eigene PV sinken.
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Re: Wieso gewinnt hier der Diesel den Vergleich?

Beitragvon phonehoppy » Mo 4. Sep 2017, 09:44

zoppotrump hat geschrieben:
... Die Idee war doch zu schauen, wie weit man mit einem vollen 100D kommt ohne nachzuladen. ...

Aufgemacht war die Sendung aber als Vergleichstest "Wer ist effizienter". Es wurde aber gar nicht die Energieeffizienz getestet, sondern man wollte ausprobieren, wie weit man kommt, wenn man für 30€ tankt. Dabei ist das ganze ja schonmal vom Sprit- bzw. Strompreis abhängig, der ja auch sehr sehr unterschiedlich ausfallen kann.
Das bedeutet, man hätte zumindest erwähnen müssen, dass der Tesla mindestens an 4 Stationen auf dieser Strecke kostenlos hätte nachladen können, denn schließlich geht das ja in die Kalkulation ein, wenn man eine Strecke dieser Länge fahren will und wissen will, was einen das kostet, z.B. im Vergleich zu einem Bahnticket.
Faiererweise hätte man dann natürlich berücksichtigen müssen, dass das Model X in der Anschaffung wesentlich teurer ist als ein Diesel in der Art wie der Volvo. Damit muss man aber das ganze auch wieder auf einen längeren Zeitraum betrachten, da sich der Tesla ja irgendwann gegenüber dem Diesel amortisiert, und so ein "einmal-Test" stellt sich als sinnlos heraus. Es ging den Leuten, die die Sendung gemacht haben, daher nicht wirklich darum, verwertbare Daten für eine Kaufentscheidung zu liefern, sondern es sollte halt spannend sein und nett zum Anschauen. Ansonsten war das völlig sinnfrei.
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