Wien wacht auf - E-Taxis kommen

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Wien wacht auf - E-Taxis kommen

Beitragvon Henry » Do 21. Mai 2015, 12:23

gerade aus dem ORF entnommen:
http://wien.orf.at/news/stories/2712033/
Fast zu schön, um wahr zu sein (hat vielleicht gar der Song Contest seine Finger im Spiel ?) 8-)
lg, Henry
Autofahren ist mehr, als nur von A nach B zu kommen ...
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Re: Wien wacht auf - E-Taxis kommen

Beitragvon redvienna » Do 21. Mai 2015, 12:29

Habe mich schon gefragt wieviel Prozent die 250 Taxis der gesamten Taxianzahl in Wien entsprechen.

2011 waren es 4500 !! Taxis in Wien
http://kurier.at/chronik/wien/wien-hat- ... el/733.473

2014 sogar schon 4700 !!
http://wirtschaftsblatt.at/home/nachric ... -Taximarkt

Also sind 250 Taxis "nur" rund 5%.

Aber immerhin ein Anfang...

Skepsis.
http://wirtschaftsblatt.at/home/nachric ... s-wahr-ist
Tesla S70D 3/16 + 50.000km + Tesla M3 + Tesla Roadster 2020 reserviert
https://www.goingelectric.de/garage/red ... eslaS/706/
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Re: Wien wacht auf - E-Taxis kommen

Beitragvon Toumal » Do 21. Mai 2015, 12:50

Gökhan Keskin, Obmann der Taxi-Innung, betonte die Vorreiterrolle Wiens im Bereich des Umwelt- und Klimaschutzes.


Darum ist ja Wien auch so großzügig bei der Förderung der E-Mobilität, und fördert private EVs mit exorbitanten EUR 0.-
Absolute Vorreiterrolle. Spitzenklasse. Und die Infrastruktur in Wien ist auch österreichweit an erster Stelle, allerdings nur wenn man die Startrichtung umdreht. Fuer eine Bundeshauptstadt ist es nämlich derzeit einfach nur peinlich was Wien in Sachen Ladestationen tut. Gratis-Ladestationen gibt es kaum, lediglich Smartrics und die E-Tanke, und auch da nur eine Handvoll. Nur Smartrics hat im letzten Jahr wenigstens das Netz ausgebaut.

Bin ich froh in NOE zu sein. Die haben wenigstens die Förderung 2013 nicht einfach auslaufen lassen sondern sie zumindest bis Ende 2015 neu aufgelegt.

Wien sollte erst mal in die Gänge kommen bevor hier vollmundig von einer Vorreiterrolle gesprochen wird.
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Re: Wien wacht auf - E-Taxis kommen

Beitragvon daedalus » Do 21. Mai 2015, 14:03

Was wohl dieser Satz zu bedeuten hat:

" E-Taxis steht nun ein speziell auf ihren Betrieb zugeschnittenes Schnellladenetz zur Verfügung."

Geschlossene Gesellschaft oder dürfen da auch andere?

MfG

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Re: Wien wacht auf - E-Taxis kommen

Beitragvon ATLAN » Do 21. Mai 2015, 15:23

Toumal hat geschrieben:
Und die Infrastruktur in Wien ist auch österreichweit an erster Stelle, allerdings nur wenn man die Startrichtung umdreht. Fuer eine Bundeshauptstadt ist es nämlich derzeit einfach nur peinlich was Wien in Sachen Ladestationen tut. ....

Wien sollte erst mal in die Gänge kommen bevor hier vollmundig von einer Vorreiterrolle gesprochen wird.


in den 90ern war das anders...

oeffentliche-ladeinfrastruktur/historische-ladesaeulen-au-den-90ern-in-wien-t2623.html

Umso schlimmer der heutige Unwille .... :evil:

MfG Rudolf
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Re: Wien wacht auf - E-Taxis kommen

Beitragvon ChrisZero » Do 21. Mai 2015, 17:52

Sollten die keine neuen, zusätzlichen saeulen an den taxi-stellplaetzen aufstellen, höre ich schon jetzt die Pressemeldungen: "wir hattens ja bbefürchtet....EVs sind scheisse, die sind ja ständig leer und können nirgends geladen werden.

Ich denke auch, dass es wichtiger ist, an jedem taxistandplatz zB eine 11kW lademoeglichkeit aufzustellen, als irgendwo in der taxizentrale eine mit 50kW.....immerhin stehen die Taxis ohnehin einige Zeit auf den Plätzen rum.

Grüße chris
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Re: Wien wacht auf - E-Taxis kommen

Beitragvon acpacpacp » Do 21. Mai 2015, 19:07

In Wien heute war sogar von ingesamt 4800 Taxi's die Rede.
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Re: Wien wacht auf - E-Taxis kommen

Beitragvon AbRiNgOi » Fr 22. Mai 2015, 11:53

Warum es in Wien keine Förderung für private Elektrofahrzeuge gibt? Ich könnte das verstehen, aber meine Meinung ist sehr unbeliebt: Eine große Stadt von Welt braucht viel, aber keine Autos. Alle großen Städte haben Probleme mit dem Individualverkehr, Staus, Staus und noch einmal Staus. (Denkt einfach mal an Paris, München, Stuttgart, London...) da muss Wien nicht hin kommen, oder? Daher finde ich persönlich, auch wenn ich mir hier Feinde machen werde, dass es ganz in Ordnung ist, kein einziges Wiener Individualfahrzeug zu fördern. Die Elektromobilität ist die Lösung für viel, aber nicht für die Verkehrssituation von Großstädten.
Das es in Niederösterreich Förderungen gibt, ist eine ganz andere Geschichte. Fürs pendeln nach Wien ist die niederösterreichische Idee ja ganz gut, aber parken darf man dann in Wien nicht, die wollen einfach keine zusätzlichen Fahrzeuge in Wien drinnen haben, verständlich, oder?
Und die Taxi zu fördern, finde ich ok, sollten aber billiger werden. Die Stausituation wird sich nicht ändern, wenn die Wiener Taxis weiter so teuer bleiben, dafür gibts ein Jahresticket für die Wiener Öffis um 365€, richtige Richtung.

PS: Songkontest: da wurde bei den ersten Vorausscheidungen bei den kleine Präsentationsfilmchen der Kandidaten einmal kurz ein Tesla-Taxi gezeigt. Und der Moderator im ORF1 hat nix besseres zu sagen als: Natürlich Umweltbewusst in einem Hybrid Taxi....
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Re: Wien wacht auf - E-Taxis kommen

Beitragvon Spürmeise » Fr 22. Mai 2015, 12:29

AbRiNgOi hat geschrieben:
dass es ganz in Ordnung ist, kein einziges Wiener Individualfahrzeug zu fördern. Die Elektromobilität ist die Lösung für viel, aber nicht für die Verkehrssituation von Großstädten.


Das ist auch in Deutschland die Position von BUND und VCD. Was wird dabei nicht übersehen: ohne Elektroautos in der Stadt fahren 50%-80% der Bevölkerung ihre Verbrenner weiter, weil sie nie mit Carsharing, dem ÖPNV oder dem Fahrrad fahren würden, auch wenn das noch so gut ausgebaut wäre, da so etwas schlicht unter ihrer Würde ist.

Nur wenn es eine Alternative "Elektroauto" in der Stadt "geben darf", wofür die meisten Umweltverbände von ihrem eigenen "Gutmenschendenken" wegkommen, und die Bevölkerungs-Realität betrachten müssten, gäbe es in den nächsten Jahren eine Chance für geringere Luftschadstoff- und Lärmbelastung gerade in Großstädten, weil dann diese 50-80% der Stadtbevölkerung erstmalig eine Alternative zum Verbrenner hätten.

So warten die Umweltverbände darauf, dass sich die Verbrenner durch Peak Oil irgendwann selbst erledigen - aber das kann noch etwas dauern, und zum Schluss gibt es noch mehr ungemütliche Verteilungskriege um das billige Öl, welche die Gesellschaften völlig zu Grunde richten könnten.
Zuletzt geändert von Spürmeise am Fr 22. Mai 2015, 12:32, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wien wacht auf - E-Taxis kommen

Beitragvon Toumal » Fr 22. Mai 2015, 12:29

AbRiNgOi hat geschrieben:
Warum es in Wien keine Förderung für private Elektrofahrzeuge gibt? Ich könnte das verstehen, aber meine Meinung ist sehr unbeliebt: Eine große Stadt von Welt braucht viel, aber keine Autos. Alle großen Städte haben Probleme mit dem Individualverkehr, Staus, Staus und noch einmal Staus. (Denkt einfach mal an Paris, München, Stuttgart, London...) da muss Wien nicht hin kommen, oder?


Also erstmal vorweg, "Feinde" wirst du dir mit deiner Meinung hoffentlich nicht machen, auch wenn ich sie selbst nur bedingt teile. Natuerlich hat dein Gedankengang etwas. Auch ist es sicher richtig dass es ziemlicher wahnsinn ist dass in jedem Auto meist nur der Fahrer sitzt. Dem gegenueber steht halt die teils recht unzuverlaessige Versorgung mit Bahn oder Eisenbahn. Einmal ganz davon abgesehen dass z.b. die Wieselzuege zwar nett, aber oft total ueberfuellt und dann auch noch falsch klimatisiert sind (gemessene 17 Grad im Hochsommer bei Aussentemperaturen von 35 Grad, gehts noch? Wird die OEBB fuer jeden Krankheitsfall bezahlt?)
Die U6 ist auch so ein Kandidat: Sie faehrt nur wenn's nicht zu heiss und nicht zu kalt ist, und wenn kein Schnee faellt, und wenn es nicht regnet. Und wenn ein Sandler drin hockt und nicht raus will dann steht die gesamte Linie solange bis die Polizei kommt und den Herrn rausgeleitet.

Ich will ja nicht sagen dass die Idee, generell weniger Autos in der Stadt zu haben, schlecht ist. Aber mein Problem ist dass die gleichen Koepfte, die hier das Sagen haben, auch folgende Dummheiten gut fanden:

1) 80 bei der Westausfahrt, "Fuer die Umwelt" stand lange Jahre auf dem Schild. Super Idee, bis man sich vergegenwaertigt dass dann viele im 4. Gang fahren muessen und den Motor hochtourig betreiben, sich aber langsamer fortbewegen, und damit genau das Gegenteil bewirken: Mehr Abgase.

2) Fahrverbot bei hohen Ozonwerten. Autoabgase sind zwar groesstenteils schlecht, aber frag mal einen Chemiker was O3 + CO ergibt. Soll nicht heissen dass ein Eindaemmen der Abgasabgabe keine gute Idee ist, aber speziell aufs Ozon bezogen ist es ziemlicher Unsinn.

3) Die geplante Verbannung der Autos vom Areal Schwedenplatz. Hier reden wir von einer Hauptverkehrsader die jetzt einfach zugemacht werden soll. Die Auswirkung wird natuerlich eine Mehrbelastung der umliegenden Wohnstrassen. Aber egal, Hauptsache weniger Autos, oder so.

4) Gratis Leihfahrraeder - war ich der einzige der am ersten Tag schon wusste was passieren wird?

5) Mariahilferstrasse. Eine absolute Betonwueste. Die angebliche "Begruenung" wurde durchgehen mit Beton durchgefuehrt. Einzelne Baumstaemme im Trockengranulat. Kein einziger gruener Fleck. Wenn so das "gruene Wien" aussieht dann doch bitte lieber eine normale Strasse. Und das ganze Chaos mit der Buskreuzung war ja auch perfekt: Zuerst voller Konfrontationskurs mit den Wiener Linien, dann wird doch nachgegeben nachdem es einige haarstraeubende Situationen gegeben hat. Mehrmalige umbauten, Rueckbauten, Gehsteigkante errichtet und dann entfernt nachdem sich dutzende Menschen verletzt haben, Radfahren erlaubt, dann verboten, dann erlaubt, versteckte Stoplinien, Polizisten die Radfahrer anbruellen und Strafen austeilen und keiner weiss mehr was wirklich erlaubt ist. Ich meide dieses Gebiet mit meinem Scooter, hab keine Lust auf Diskussionen mit Organen die selbst keine Ahnung davon haben was erlaubt ist und was nicht. Ein absolutes Chaos, ohne Plan und Verstand umgesetzt.

6) Speedbumps auf der 13a-Linie. Falls jemand das noch nicht kennt: Vor einigen Jahren hatte jemand die Idee einige Strassen zu "entschleunigen". Es wurden nachts Schwellen errichtet. Frueh am morgen, der Beton war gerade getrocknet, fuhr der erste 13a auf eine Schwelle und sass auf. Rien ne va plus. Eilig wurden die Schwellen wieder abgetragen. Dass auf besagten Strassen ein Autobus verkehrt hatten die Damen/Herren schlicht nicht bedacht.

Bei solchen Kapazundern sei es mir verziehen wenn ich deren Schlussfolgerungen in Zweifel ziehe ;)
Aber nochmal: Im Prinzip kann ich das verstehen. Aber koennten wir nicht beides erreichen, weniger Autos insgesamt, aber dafuer den Anteil von Elektroautos steigern? Sorry manche Leute koennen halt nicht viel mit Oeffis anfangen wenn sie mit dem Auto zur Bahn fahren muessten, und dadurch 150 Euro mehrkosten im Monat haben.

EDIT: Oh und vergessen wir nicht dass die liebe Frau Vizebuergermeisterin mit dem Fahrrad vom Pressetermin gefahren ist - welches sie kurz nachher ins Auto gestellt hat. Mit welchem sie eigentlich weitergefahren ist. Do as I say, not as I do.

AbRiNgOi hat geschrieben:
PS: Songkontest: da wurde bei den ersten Vorausscheidungen bei den kleine Präsentationsfilmchen der Kandidaten einmal kurz ein Tesla-Taxi gezeigt. Und der Moderator im ORF1 hat nix besseres zu sagen als: Natürlich Umweltbewusst in einem Hybrid Taxi....


*facepalm*

Naja, Hybrid ist ja die einzige alternative, laut Mainstream. Das wird noch etwas dauern bis die Elektroautos ins oeffentliche Bewusstsein kommen. Deswegen finde ich Dinge wie das Treffen in Linz ja so positiv.
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