Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

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Re: AW: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

Beitragvon Karlsson » Mo 22. Sep 2014, 18:46

PJ_RawVegan hat geschrieben:
Karlsson hat geschrieben:
Nein! Bei Kosten/km liegt Elektro nun wirklich schlecht. Eine Anschaffung aus Kostengründen macht heute keinen Sinn, es klappt einfach nicht.

Und wenn Du nur die Energiekosten meinst - auch da ist Erdgas nicht zu toppen bei deutschen Strompreisen.


kann ich nicht nachvollziehen, alleine die Energiekosten auf 100km liegen bei mir je nach Berechnung zwischen ¼ und 1/5 meiner derzeitigen Benzinkosten... Ok Ok die Akkumiete, doch selbst die springt bei 1000km/Monat locker raus.

Akkumiete + Strom bei 12tkm/Jahr macht ungefähr 120€ im Monat. Diesel für meinen 2004er 101PS Corsa im Monat unter 60€. Dabei unterstelle ich mal, das ein 2014er Ecoflex Modell mit 95PS noch etwas sparsamer wäre (3,5l Katalog, meiner hat 4,8l Katalog).
Abgesehen davon sind die WIRKLICHEN Kosten erheblich höher als nur die Energiekosten. Sprit * 3 kommt bei mir ungefähr hin.

Ansonsten Energiekosten:
18kWh inkl Ladeverluste macht aus meiner Dose 5,40€. Wenn man mehr Strom abnimmt vielleicht auch nur 4,50€.
5,2l Diesel (mittlerer Wert auf 156tkm Corsa inkl Express- und Stadtfahrten) kosten heute ca 6,75€.
Also mit Strom vs Diesel fallen da auch nur 25-33%.
4kg Erdgas für den Eco-Up kosten unterbieten die Betriebskosten vom Stromer dann eher noch.

TJ0705 hat geschrieben:
Das sehe ich beides ganz anders, Karlsson. Es dauert nicht mehr lange, dann fallen die ersten PV-Anlagen aus dem EEG. Die produzieren dann noch 10-20 Jahre weiter jede Menge Energie, für die man beim Einspeisen voraussichtlich so gut wie nichts mehr bekommen wird. Da suchen in Kürze hunderttausende nach einer Möglichkeit, irgendwas halbwegs Sinnvolles damit anzufangen... Das ist kostenloser Strom fürs eigene EV und läßt manche Rechnung ganz anders aussehen.

Also der Hausstrompreis ging in den letzten Jahren nun eher steil nach oben...

TJ0705 hat geschrieben:
Aber auch bis dahin läßt sich eigener, sauberer Strom heute schon tlws. für 10 Cent herstellen. Rechne das mal mit all den anderen Einsparungen gegen den Umterhalt eines Verbrenners.

Zoe rechnet sich damit immer noch nicht. Die Akkumiete und Strom liegen dann in Summe immer noch über den Spritkosten und die Anschaffung ist beim Zoe noch erheblich teurer. Wenn die jungen Gebrauchten auf 10k sinken (also entsprechend einem jungen Diesel Corsa), könnte es auf Gleichstand hinauslaufen.

Und dann musst Du es auch erst schaffen, mit eigenem Strom zu laden.
In einem Jahr hoffe ich auch, eigene PV zu haben. Aber im Winter zB ist das Auto in der Woche immer weg wenn die Sonne scheint und auch der am WE erzeugte Strom wird für die Wärmepumpe gebraucht werden. Im Sommer ist natürlich dann Überschuss, aber während der wesentlichen Sonnenstunden steht das Auto auch wieder nicht vor dem Haus. Also dass die Haupt-Kilometer noch wirklich mit dem eigenen Strom gefahren werden, glaube ich da weniger.

TJ0705 hat geschrieben:
Gute, junge, gebrauchte EVs knacken in kürze die 10.000 Euro Marke...

Dann mit Akkumiete. Ich fände es schon toll wenn die älteren Leaf inkl Akku unter 12-15k lägen.
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Re: AW: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

Beitragvon TJ0705 » Mo 22. Sep 2014, 19:34

Karlsson hat geschrieben:
TJ0705 hat geschrieben:
Das sehe ich beides ganz anders, Karlsson. Es dauert nicht mehr lange, dann fallen die ersten PV-Anlagen aus dem EEG. Die produzieren dann noch 10-20 Jahre weiter jede Menge Energie, für die man beim Einspeisen voraussichtlich so gut wie nichts mehr bekommen wird. Da suchen in Kürze hunderttausende nach einer Möglichkeit, irgendwas halbwegs Sinnvolles damit anzufangen... Das ist kostenloser Strom fürs eigene EV und läßt manche Rechnung ganz anders aussehen.

Also der Hausstrompreis ging in den letzten Jahren nun eher steil nach oben...


Verstehe ich gerade nicht. Ich spreche nicht vom Hausstrompreis sondern von dem Geld, das im Ankauf dann zu Spitzenzeiten für PV-Strom bezahlt wird. Das wird aller Voraussicht nach nur ein Almosen sein, weshalb großer Bedarf entsteht für eine sinnvolle Verwendung. Im Sommer kann man das auch nicht alles in Form von Warmwasser puffern. Ein EV gratis mit Strom aus so einer abgeschriebenen Anlage laden ist eine geniale Verwendung. Statt vielleicht 4 Cent ist die kWh dann als Benzinsubstitut ein Vielfaches wert. (Sie entspricht ca. einem 10tel des Energieverbrauchs auf 100km eines EVs in ein paar Jahren, schätze ich. Müsste ich mit dem Benziner fahren, also rund ein 10tel von ca. 8 Litern. 0,8 Liter also zum Preis von dann vielleicht 2 Euro oder mehr. Macht statt 4 Cent 160 Cent oder mehr, also locker das 40fache. Das ist "vergoldeter" PV-Strom..)

Vom Dach lädt es sich btw auch dann noch gut, wenn Sprit schon ausverkauft, rationiert oder sonstwas ist, sprich in einem Notfall. Da können sich andere dann gerne an der Wasserstoff-Tankstelle anstellen…


TJ0705 hat geschrieben:
Aber auch bis dahin läßt sich eigener, sauberer Strom heute schon tlws. für 10 Cent herstellen. Rechne das mal mit all den anderen Einsparungen gegen den Umterhalt eines Verbrenners.

Zoe rechnet sich damit immer noch nicht. Die Akkumiete und Strom liegen dann in Summe immer noch über den Spritkosten und die Anschaffung ist beim Zoe noch erheblich teurer. Wenn die jungen Gebrauchten auf 10k sinken (also entsprechend einem jungen Diesel Corsa), könnte es auf Gleichstand hinauslaufen.


Also Akkumiete ist für mich uninteressant. Und ohne die rechnet sich das durchaus. Und die Anschaffung ist doch bei Zoe nicht teurer als bei nem Polo zum Beispiel. Wurde doch hier schon oft gerechnet, wenn ich mich recht erinnere.

Und dann musst Du es auch erst schaffen, mit eigenem Strom zu laden.
In einem Jahr hoffe ich auch, eigene PV zu haben. Aber im Winter zB ist das Auto in der Woche immer weg wenn die Sonne scheint und auch der am WE erzeugte Strom wird für die Wärmepumpe gebraucht werden.


Nun, da kann ich mit Praxiswerten aushelfen. Ich habe unsere PV-Anlage entsprechend dimensioniert, daß sie neben unserem normalen Verbrauch auch noch 30.000 EV-Kilometer abdeckt. Natürlich geht das nur bilanziert und nicht wirklich faktisch jeden Monat. Wenn man das möchte, käme noch ein Mini-Blockheizkraftwerk dazu. Auch ne schöne Lösung.

Von November 2013 bis Februar 2014 haben wir in dieser Reihenfolge 53%, 12%, 9% 33% aus PV ins Auto geladen. Das liegt aber vor allem daran, daß wir mit dem PV-Strom über Split-Klimas geheizt haben. Klar, die beiden dunkelsten Monate sind bitter, aber bereits im Februar erholt sich das spürbar wieder, und bis November paßt es auch ganz gut, wie Du siehst. Man muß fairerweise dann auch erwähnen, daß ich umgekehrt z.B. auch nicht den vielen geschenkten Strom rechne, den ich getankt habe. Ich würde sagen, es paßt also unterm Strich. ;-)

Im Sommer ist natürlich dann Überschuss, aber während der wesentlichen Sonnenstunden steht das Auto auch wieder nicht vor dem Haus. Also dass die Haupt-Kilometer noch wirklich mit dem eigenen Strom gefahren werden, glaube ich da weniger.


Brauchst Du nicht glauben, bekommst Du notfalls schriftlich. Dem SMA Sunny Home Manager und dem Nissan Carwings Portal sei Dank. ;-)

März 89%
April 75%
Mai 81%
Juni 64%
Juli 92%
August 89%
September bisher 73%

Der Vollständigkeit halber
August 2013 81% (Auto erst am 20.08. oder so bekommen)
September 2013 74%
Oktober 2013 67%

Und um den Dezember und Januar besser einschätzen zu können, hier noch die Info, daß wir da 1.500 der gut 10.000 Jahreskilometer gefahren sind. Guter Schnitt also für 2 Monate.

Ich habe dabei zwar drauf geachtet, den eigenen Strom bevorzugt zu laden, aber es wurde durchaus auch mal nachts angesteckt wenn das Auto am nächsten Tag gebraucht wurde. Also man hätte das Spielchen durchaus noch weiter treiben können.

Unser Auto kommt durchaus während der Sonnenstunden noch wieder auf den Hof, steht hier (wie ganz viele andere, wenn ich mich mal umsehe) auch tagelang herum. Aber ja, so richtig rund wird das erst mit ein paar neuen Ideen im Stromnetz. So brauchen wir nicht nur minütlich wechselnde Tarife sondern auch die Möglichkeit, den eigenen PV-Strom gegen geringe Durchleitungsgebühren z.B. am Arbeitsplatz tanken zu können. Kommt schon noch.

In ein paar Jahren wird es sich gerade für besagte abgeschriebene Anlagen aber sicherlich auch lohnen, tagsüber einen stationären Akku zu laden und daraus dann nachts das E-Auto. Ist immernoch besser und billiger als mögliche Erzeugung abzuregeln. Und Akkus werden ja auch für diesen Zweck immer günstiger.

Grüße Dirk
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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

Beitragvon Karlsson » Mi 24. Sep 2014, 12:43

TJ0705 hat geschrieben:
Verstehe ich gerade nicht. Ich spreche nicht vom Hausstrompreis sondern von dem Geld, das im Ankauf dann zu Spitzenzeiten für PV-Strom bezahlt wird. Das wird aller Voraussicht nach nur ein Almosen sein, weshalb großer Bedarf entsteht für eine sinnvolle Verwendung.

Verstehe ich nicht. Was soll der Endkunde denn davon haben? Auch heute gibt es an der Börse ja schon zeitweise negative Strompreise und trotzdem gehts für den Endkunden immer nur nach oben. Mit Grundgebühr komme ich auf gut 30Cent/kWh.Und der Preis ist 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr gleich.

Mit Wärmpepumpe und Nachtstrom vielleicht 18 Cent.

TJ0705 hat geschrieben:
Also Akkumiete ist für mich uninteressant. Und ohne die rechnet sich das durchaus.

Das kommt darauf an, wie lange der Akku hält. Wenn er bei 12tkm/Jahr nach 5 Jahren für 5000€ ersetzt werden muss, war die Miete nicht teurer. Wenn er bei 20 tkm/Jahr dagegen 10 Jahre schafft, ist der gekaufte viel billiger.
Ich denke aber auch, dass kaufen billiger kommt. Und man ist das ganze Rumärgern mit Renault los.

TJ0705 hat geschrieben:
Nun, da kann ich mit Praxiswerten aushelfen. Ich habe unsere PV-Anlage entsprechend dimensioniert, daß sie neben unserem normalen Verbrauch auch noch 30.000 EV-Kilometer abdeckt. Natürlich geht das nur bilanziert und nicht wirklich faktisch jeden Monat.

Da äußerst Du meine Bedenken ja schon selbst. Bilanziell gehts natürlich immer. Da musst Du die Anlage ja nur größer machen.
Aber auch wenn die Anlage noch so groß ist, erzeugt sie nachts keinen Strom.
Ich bin nun gestern etwas weiter unterwegs gewesen und erst im Dunkeln zurück gekommen. Um 8:30h bin ich dann wieder los gefahren. Mit eigem Solarstrom nachladen sieht da schlecht aus.
Kommt natürlich sehr auf das Nutzungsverhalten an. Bist Du Lehrer und korrigierst am Nachmittag immer die Klassenarbeiten zuhause - kein Ding.
Ich arbeite aber oft bis 18 Uhr, bin also wenn der meiste Strom anfällt unter der Woche nicht Zuhause.

TJ0705 hat geschrieben:
Wenn man das möchte, käme noch ein Mini-Blockheizkraftwerk dazu. Auch ne schöne Lösung.

Dafür ist das Haus, was uns vorschwebt, eher viel zu klein und gut gedämmt. Bei einem größeren Objekt sonst bestimmt eine Option, da wird man die Wärme dann auch los.
Aber ich möchte ja eine sinnvolle PV Größe haben, weil bei Errichtung 2015 oder 2016 wird sich kein Geld mehr damit verdienen lassen, den Strom ins Netz einzuspeisen. Da wird man sich doch eher freuen, wenn man genug Geld kriegt, um die Kosten zu decken. Der finanzielle Anreiz ist der Eigenverbrauch, insbesondere von Heizstrom. Aber dafür muss die Größe auch stimmen - und da ist schon das Dilemma. Im Sommer geht der Heizbedarf auf Warmwasser zurück und der Strom ist über und im Winter wird es einfach nicht reichen, wenn mal kalte Tage kommen. Bzw die Wärmepumpe wird tagsüber sicher den kompletten Solarstrom aufbrauchen - was ja auch sinnvoll ist.

TJ0705 hat geschrieben:
Von November 2013 bis Februar 2014 haben wir in dieser Reihenfolge 53%, 12%, 9% 33% aus PV ins Auto geladen. Das liegt aber vor allem daran, daß wir mit dem PV-Strom über Split-Klimas geheizt haben.

Klingt gut. Wie groß ist die Anlage? Und das Haus?
Und welchen Anteil kannst Du dann mit der PV vom Heizbedarf decken?

TJ0705 hat geschrieben:
n muß fairerweise dann auch erwähnen, daß ich umgekehrt z.B. auch nicht den vielen geschenkten Strom rechne, den ich getankt habe.

Ich denke mal, dass das in 3 Jahren auch ohnehin Geschichte sein wird. Man lädt dann in der Regel Zuhause, einfach weils bequem ist. Und unterwegs - wenn man es denn mal braucht - wird das auch durchaus etwas teurer werden, weil der Betreiber der Säule dann irgendwann damit auch Gewinn erwirtschaften will, bzw auch muss.

TJ0705 hat geschrieben:
Aber ja, so richtig rund wird das erst mit ein paar neuen Ideen im Stromnetz. So brauchen wir nicht nur minütlich wechselnde Tarife sondern auch die Möglichkeit, den eigenen PV-Strom gegen geringe Durchleitungsgebühren z.B. am Arbeitsplatz tanken zu können. Kommt schon noch.

Das wäre sehr interessant!

TJ0705 hat geschrieben:
In ein paar Jahren wird es sich gerade für besagte abgeschriebene Anlagen aber sicherlich auch lohnen, tagsüber einen stationären Akku zu laden und daraus dann nachts das E-Auto. Ist immernoch besser und billiger als mögliche Erzeugung abzuregeln. Und Akkus werden ja auch für diesen Zweck immer günstiger.

Glaube ich auch. Und dann relativiert sich das auch weiter mit dem Wasserstoff-Vorteil.

TJ0705 hat geschrieben:
Und die Anschaffung ist doch bei Zoe nicht teurer als bei nem Polo zum Beispiel. Wurde doch hier schon oft gerechnet, wenn ich mich recht erinnere.

Ja, war aber immer arg frisiert mit dem Beispiel vom 25.000€ Polo. Ich hab es nach dem Listenpreis nicht hingekriegt, den so teuer zu konfigurieren. Der 08/15 Polo auf unseren Straßen kostet die Hälfte davon, weil der weder den größten Motor mit kompletter Vollausstattung hat, noch muss der Listenpreis wirklich gezahlt werden im Gegensatz zu den E-Modellen, wo es meist überhaupt keine Rabatte gibt.
Und der Polo ist auch schon relativ teuer. Ziehen wir den Corsa heran, der noch etwas mehr Auto für weniger Geld bietet und dazu noch wertiger als ein Renault ist... da sind ganz andere Zahlen. Auf Corsa (neues Modell), Polo und Fiesta gibt es auch deutlich über 20% Rabatt auf den Listenpreis.
http://pak.meinauto.de/volkswagen/neuwagen/632-polo/

Also wenn man fair vergleicht, muss man schon die wirklichen Preise und nicht die Listenpreise nehmen.
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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

Beitragvon PowerTower » Mi 24. Sep 2014, 13:28

Toyota war mir sehr sympathisch, als auf der deutschen Homepage der iQ EV als Fahrzeug präsentiert wurde, welches in Kürze beim Händler stehen sollte. Haben sogar ein tolles Technologievideo dazu gehabt:



Sie haben damit gezeigt, dass sie prinzipiell wissen wie batterieelektrische Mobilität geht und können damit in kürzester Zeit auf den Markt reagieren, sofern die Bereitschaft dafür vorhanden ist. Die fehlt momentan bei Toyota. Diesen kleinen CHAdeMO kompatiblen Hüpfer hätte man bestimmt für unter 20.000 Euro inkl. Batterie anbieten können. "Drive into Tomorrow - with EV" heißt es im Video, aber wenn man Tomorrow immer nur vor sich her schiebt kommt man der Zukunft auch nicht näher. :roll:

Nun, der iQ EV kam nicht und der Plug-In Prius kostet unverschämte 10.000 Euro Aufpreis gegenüber dem normalen Prius. Das hat mir zugegeben die Freude bei Toyota genommen. Stattdessen wirbt man äußerst aggressiv mit der Hybridtechnik und verkauft diese als kraftvoll, entspannend und sparsam. Da kann das Elektroauto locker mithalten...

Von der Brennstoffzelle als Lösung aller Mobilitätsprobleme halte ich nicht viel. Und seitdem der Herr Bush 2003 propagierte, dass Wasserstoff die Zukunft ist und zwar schon heute, ist die Glaubwürdigkeit dieser Technologie massiv gesunken. Auf Tankstellen wäre man nicht zwingend angewiesen, denn es gibt wohl schon Gerätschaften, mit denen man sich den Wasserstoff zu Hause im Keller herstellen kann (ich glaub das Teil war sogar von Toyota). Dennoch, der Wirkungsgrad bleibt mies und die Speicherung schwierig - Thema Abdichtung.

Um die Ölindustrie mache ich mir keine Sorgen. Selbst wenn gar kein Fahrzeug mehr auf Öl als Rohstoff für Treibstoffe angewiesen ist, so wird es doch immer noch in der Pharma- und Kunststoffindustrie benötigt. Die kriegen ihr Zeug schon los.
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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

Beitragvon TJ0705 » Mi 24. Sep 2014, 16:14

Karlsson hat geschrieben:
TJ0705 hat geschrieben:
Verstehe ich gerade nicht. Ich spreche nicht vom Hausstrompreis sondern von dem Geld, das im Ankauf dann zu Spitzenzeiten für PV-Strom bezahlt wird. Das wird aller Voraussicht nach nur ein Almosen sein, weshalb großer Bedarf entsteht für eine sinnvolle Verwendung.

Verstehe ich nicht. Was soll der Endkunde denn davon haben? Auch heute gibt es an der Börse ja schon zeitweise negative Strompreise und trotzdem gehts für den Endkunden immer nur nach oben. Mit Grundgebühr komme ich auf gut 30Cent/kWh.Und der Preis ist 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr gleich.


Hallo Karlsson,

ich spreche von den Besitzern älterer PV-Anlagen, die 20 Jahre lang nach EEG einspeisen. Die ersten davon müssen bald schauen, wer ihren Strom zukünftig aufkauft. Wenn es da keine intelligente gesetzliche Regelung geben wird (Und wer glaubt an sowas?), werden die bald nicht mehr viel für den Strom bekommen, den sie nicht selbst verbrauchen. Er fällt nämlich zu den Zeiten an, wo dann eh zu viel Strom im Netz sein wird. Eine Vergütung von 4 Cent ist da schon eher optimistisch. Diese Leute - und es sind Millionen - können damit dann noch ca. weitere 10-20 Jahre lang z.B. Ihr E-Auto laden, quasi kostenlos, denn andere Stromsenken wie Warmwasser können das zumeist nicht alles aufnehmen, vor allem im Sommerhalbjahr.

Vom rund um die Uhr einheitlichen Strompreis werden wir uns hoffentlich auch in absehbarer Zeit verabschieden. In Echtzeit fluktuierende Preise sind ein ganz wichtiger Baustein für den weiteren Fortschritt der Energiewende. Mein Sunny Home Manager könnte da schon seit zwei Jahren drauf reagieren. Leider gibt es bisher kein passendes Angebot. Es ist ein Unding, daß die Kostenvorteile, die sich daraus ergeben, nicht an die Stromkunden weitergegeben werden, und gewaltiges Potential bleibt dadurch ungenutzt.


TJ0705 hat geschrieben:
Also Akkumiete ist für mich uninteressant. Und ohne die rechnet sich das durchaus.

Das kommt darauf an, wie lange der Akku hält. Wenn er bei 12tkm/Jahr nach 5 Jahren für 5000€ ersetzt werden muss, war die Miete nicht teurer. Wenn er bei 20 tkm/Jahr dagegen 10 Jahre schafft, ist der gekaufte viel billiger.
Ich denke aber auch, dass kaufen billiger kommt. Und man ist das ganze Rumärgern mit Renault los.


So wie ich das sehe, wird er eher 20 Jahre halten und nach 200.000km im E-Auto noch für viele Jahre gut sein als Hausakku, wo er vergleichsweise nichts auszuhalten und kaum etwas zu leisten hat. Erste Erfahrungen deuten doch sehr in diese Richtung. Wenn ich mir ansehe, was verglichen damit Anbieter solcher Akkusysteme fürs Haus aufrufen, geht meine Rechnung auf jeden Fall auf. So wird es imo erst so richtig rund.

Man kann zukünftig eh Strom, Wärme, Mobilität, Haus, Auto, usw. nicht mehr getrennt betrachten, denn alles arbeitet zusammen und teilt sich den (im besten Fall eigenen) sauberen Strom.

Da äußerst Du meine Bedenken ja schon selbst. Bilanziell gehts natürlich immer. Da musst Du die Anlage ja nur größer machen.Aber auch wenn die Anlage noch so groß ist, erzeugt sie nachts keinen Strom.
Ich bin nun gestern etwas weiter unterwegs gewesen und erst im Dunkeln zurück gekommen. Um 8:30h bin ich dann wieder los gefahren. Mit eigem Solarstrom nachladen sieht da schlecht aus.


Ja, das sind keine guten Voraussetzungen. Man könnte dann aus nem Hausakku laden, aber so wirklich der Brüller ist das (noch) preislich und grundsätzlich auch vom Wirkungsgrad nicht. Trotzdem besser als Atom- oder Kohlestrom, imo. Bei gratis Strom (siehe oben) auf jeden Fall interessant.

Mit steigender Akkugröße wird das Thema aber immer mehr an Bedeutung verlieren. Wenn Du Dein EV eh nur noch am Wochenende lädst und dann eine Woche damit auskommst, ist es egal, wann Du nach Hause kommst.

Alternativ nehme ich auch gerne geschenkten Strom vom Schnellader oder der restlichen noch entstehenden Lade-Infrastruktur. ;-) Ich habe ja schon öfter geschrieben, daß ich davon ausgehe, daß wir in Zukunft zumindest teilweise Strom geschenkt bekommen werden, einfach deshalb weil dieser zu bestimmten Zeiten wertlos sein wird oder gar einen negativen Wert haben wird. Das gibt es ja teils schon heute, nur bemerkt man als Endkunde da nichts von. Wenn aber jemand meinen Autoakku als Netzpuffer nutzen möchte, wird er mir das irgendwie schmackhaft machen müssen… ;-)

Kommt natürlich sehr auf das Nutzungsverhalten an. Bist Du Lehrer und korrigierst am Nachmittag immer die Klassenarbeiten zuhause - kein Ding.
Ich arbeite aber oft bis 18 Uhr, bin also wenn der meiste Strom anfällt unter der Woche nicht Zuhause.


Da fällt mir perspektivisch ausser nem Hausakku und/oder nem größeren Akku im Auto auch gerade nichts ein. Derzeit geht die Rechnung eben noch nicht für jeden auf. Aber für viele. DAS ist wichtig. Und bis sich das durch technischen Fortschritt weiter entspannt, wird imo nicht viel Zeit vergehen.

Aber ich möchte ja eine sinnvolle PV Größe haben, weil bei Errichtung 2015 oder 2016 wird sich kein Geld mehr damit verdienen lassen, den Strom ins Netz einzuspeisen. Da wird man sich doch eher freuen, wenn man genug Geld kriegt, um die Kosten zu decken.


Ja, es geht schon heute nur mit viel Eigenverbrauch. Ist bei uns auch so. Der Rest macht keinen Spaß mehr. Aber was eine sinnvolle PV-Anlagengröße ist, muß sich nicht unbedingt nur am Finanziellen orientieren. Da gibt es doch viele weitere Überlegungen und Motivationen.

Der finanzielle Anreiz ist der Eigenverbrauch, insbesondere von Heizstrom. Aber dafür muss die Größe auch stimmen - und da ist schon das Dilemma. Im Sommer geht der Heizbedarf auf Warmwasser zurück und der Strom ist über und im Winter wird es einfach nicht reichen, wenn mal kalte Tage kommen. Bzw die Wärmepumpe wird tagsüber sicher den kompletten Solarstrom aufbrauchen - was ja auch sinnvoll ist.


Hm, da kann ich ja gerne mal berichten. Unser Haus ist zur Hälfte sehr gut isoliert, wenngleich noch kein Passivhaus, zur anderen Hälfte ein Energiedesaster (noch!). Deines dürfte also sparsamer sein. Seit letztem Herbst heizen wir u.a. mit sehr effizienten Splitklimas. Wir haben auch noch Gas und Holz, wobei Holz letztes Jahr kaum zum Einsatz kam, stattdessen der eigene Strom (wann immer das ökonomisch und ökologisch sinnvoll war). In diesem letzten Jahr komme ich dabei bei 3 Geräten auf einen PV-Anteil von 38%, 35% und 47%, wobei auch nachts damit geheizt wurde, wenn es sich für Umwelt und Portemonnaie rechnete. (Wir beziehen echten Ökostrom von den EWS.)

Natürlich sind die Geräte angesichts dieser Halb-Bruchbude hier nicht 100% mit PV-Strom gelaufen - Wie sollte das z.B. nachts auch gehen? - aber ich war doch erstaunt, wie große Anteile PV-Strom ganz locker möglich sind. Insgesamt haben sie übrigens zusammen knapp 3.000 kWh Strom verbraucht in der Zeit und ca. mit COP 4-5,5 in Wärme verwandelt (somit unseren halben Wärmebedarf gedeckt). Die Geräte nehmen pro Stück normalerweise 150 Watt Dauerleistung, selten mal etwas mehr.



TJ0705 hat geschrieben:
Von November 2013 bis Februar 2014 haben wir in dieser Reihenfolge 53%, 12%, 9% 33% aus PV ins Auto geladen. Das liegt aber vor allem daran, daß wir mit dem PV-Strom über Split-Klimas geheizt haben.

Klingt gut. Wie groß ist die Anlage? Und das Haus?
Und welchen Anteil kannst Du dann mit der PV vom Heizbedarf decken?


Die Anlage hat 21,5 kWp Ost/West, 20 Grad geneigt. Das Haus hat 200 Quadratmeter + eine Hälfte unterkellert. PV-Anteil beim Heizen mit den Splits, zusätzlich zum EV, war in den "Winter"monaten:

September: 32, 38 und 52% von 120 kWh
Oktober: 28, 34 und 50% von 210 kWh
November: 18, 20 und 22% von 301 kWh
Dezember: 14, 14, und 14% von 320 kWh
Januar: 20, 24 und 24% von 243 kWh
Februar: 38, 39 und 50% von 345 kWh
März: 39, 44 und 46% von 375 kWh
April: 38, 43 und 43% von 403 kWh
Mai: 50, 53 und 69% von 199 kWh

(Werte getrennt nach Hausteilen/Geräten)

Man sieht, daß in der Übergangszeit sehr viel geht, aber eben auch im tiefsten Winter, je nach COP-Verlauf des Geräts. Hier liefen sie bis 0 Grad, wenn PV-Strom verfügbar war, und bis +5 Grad mit Bezugstrom. Darunter machte es finanziell und ökologisch verglichen mit Gas keinen Sinn. Der Wohnkomfort stieg gewaltig, weil unsere Räume nun nicht mehr vom Ofen überhitzt wurden - ganz abgesehen vom feinen Kühlen im Sommer.

Ich erinnere mich, daß ich in Winter tagsüber oft gerne mehr Wärme mit PV erzeugt und irgendwo gespeichert hätte, was natürlich nur mit einer WP und Heizungsanbindung geht. Die Splits heizen ja "in Echtzeit" ohne Speichermöglichkeit. Also da geht zukünftig noch mehr, denn nach der Gastherme kommt da irgendwann eine Luft-WP auch in den Heizungskeller.

TJ0705 hat geschrieben:
n muß fairerweise dann auch erwähnen, daß ich umgekehrt z.B. auch nicht den vielen geschenkten Strom rechne, den ich getankt habe.

Ich denke mal, dass das in 3 Jahren auch ohnehin Geschichte sein wird. Man lädt dann in der Regel Zuhause, einfach weils bequem ist. Und unterwegs - wenn man es denn mal braucht - wird das auch durchaus etwas teurer werden, weil der Betreiber der Säule dann irgendwann damit auch Gewinn erwirtschaften will, bzw auch muss.


s.o. Das sehe ich nicht so. Wenn ich Recht behalte, wird man noch um EV-Fahrer als Stromabnehmer und Riesen-Schwarmakku buhlen. Da läßt sich theoretisch sogar Geld mit verdienen, wenn die Akkus nicht zu teuer sind. Laß Dich mal nicht bange machen von den aktuellen Plänen zu Geschäftsmodellen. Was zukünftig alles möglich wird, wenn wir es richtig anstellen, machen sich die meisten heute nicht klar - auch die Anbieter solcher Lademöglichkeiten noch nicht. Da sind wir fast alle viel zu sehr noch verwurzelt in dem, was wir kennen. Diese Erfahrungen haben aber in einer Welt mit nahezu endlos verfügbarer, sauberer Energie kaum noch Bedeutung.

Also wenn man fair vergleicht, muss man schon die wirklichen Preise und nicht die Listenpreise nehmen.


Ja, Du hast wahrscheinlich Recht. So ganz geht es noch nicht auf preislich. Aber es wird immer interessanter, und wenn ein paar günstige Umstände zusammen kommen, ist das schon ne runde Sache. Wem sage ich das hier. ;-)

So, was können wir denn der Wasserstoff-Fraktion jetzt noch Gutes tun? Die spielen irgendwie nicht nur in natura sondern auch hier im Thread keine Rolle. ;-)

Grüße Dirk
Zuletzt geändert von TJ0705 am Mi 24. Sep 2014, 17:56, insgesamt 6-mal geändert.
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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

Beitragvon TJ0705 » Mi 24. Sep 2014, 16:55

PowerTower hat geschrieben:
Um die Ölindustrie mache ich mir keine Sorgen. Selbst wenn gar kein Fahrzeug mehr auf Öl als Rohstoff für Treibstoffe angewiesen ist, so wird es doch immer noch in der Pharma- und Kunststoffindustrie benötigt. Die kriegen ihr Zeug schon los.


Aber doch nicht annähernd in den Mengen, die sie gewohnt sind und die nötig sind um die entsprechenden Länder politisch stabil zu halten…
Öl für Pharma- und Kunststoffindustrie verkaufen sie schon immer (und selbst das ließe sich oft durch günstigere Alternativen ersetzen wenn das Öl zu teuer wird). Der Wegfall von Öl als DER Treibstoff würde diese Länder hart treffen und einige in die "Steinzeit" zurück werfen, von wo sie vor gar nicht langer Zeit auch her kamen.

Grüße Dirk
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Re: AW: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

Beitragvon zitic » Fr 26. Sep 2014, 19:58

@PowerTower: Wenn man die firmeneigenen Statements zum iQ -Start gehört hat, konnte man nur zu dem Schluss kommen, das sie ihn nur entwickelt haben um zu zeigen, dass reines EV keinen Sinn ergibt. Zu wenig, zu teuer... Bauen können sie BEV. Da braucht man ja auch nicht unendlich Know-How. Das ist wohl auch eher eine Angst die mitschwingt.

Aber warum ihre Hybrid Führerschaft und saftigen Renditen gefährden...
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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

Beitragvon Joe-Hotzi » Fr 26. Sep 2014, 21:55

Na, mit Deiner Meinung zu Toyota stehst Du nicht allein. Ich hatte schon einmal einen Beitrag verlinkt, als damals der PlugIn-Prius als direkter Nachfolger /Ersatz (!!!) für den "alten" Hybriden angekündigt wurde, da die Produktionskosten nur moderat steigen würden ...

PowerTower hat geschrieben:
Auf Tankstellen wäre man nicht zwingend angewiesen, denn es gibt wohl schon Gerätschaften, mit denen man sich den Wasserstoff zu Hause im Keller herstellen kann (ich glaub das Teil war sogar von Toyota). Dennoch, der Wirkungsgrad bleibt mies und die Speicherung schwierig - Thema Abdichtung.

Abgesehen davon, dass Knallgas im Keller wunderbar knallt :roll: , funzt das definitiv nicht!
Niemand kann problemlos privat eine 700bar Druckbetankung betreiben ... eine PV aber auf dem Dach, das geht.
Hotzenblitz fahren macht Spaß!
Stromos aber auch!
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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

Beitragvon Karlsson » So 28. Sep 2014, 11:29

Joe-Hotzi hat geschrieben:
Ich hatte schon einmal einen Beitrag verlinkt, als damals der PlugIn-Prius als direkter Nachfolger /Ersatz (!!!) für den "alten" Hybriden angekündigt wurde, da die Produktionskosten nur moderat steigen würden ...

Die Produktionskosten sind sicherlich auch nur moderat gestiegen. Vor allem die Marge wird es wohl sein, die stark gestiegen ist. Anders sind 9000 Aufpreis ja wohl nicht zu erklären.

Joe-Hotzi hat geschrieben:

Abgesehen davon, dass Knallgas im Keller wunderbar knallt :roll: , funzt das definitiv nicht!
Niemand kann problemlos privat eine 700bar Druckbetankung betreiben ...

Doch, das halte ich schon für möglich. Aber das wird kein Schnäppchen.
Schon bei den 200 bar für die CNG Fahrzeuge gibts ja kaum wen, der Zuhause so einen Verdichter hat.
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Re: Wer liegt denn nun richtig Vw oder Toyota?

Beitragvon Joe-Hotzi » So 28. Sep 2014, 14:09

Karlsson hat geschrieben:
... Die Produktionskosten sind sicherlich auch nur moderat gestiegen. Vor allem die Marge wird es wohl sein, die stark gestiegen ist. Anders sind 9000 Aufpreis ja wohl nicht zu erklären.

So ist es - Toyota will den PlugIn nicht verkaufen, sondern "zeigen" - und Kasse machen. Deshalb haben sie bei mir sehr viel Sympathie verspielt. 8650€ sind es, wenn Du die Prius Basisversion weglässt und "Comfort" vergleichst, sonst 9.750€. In der Top-Ausstattung sind es gar 11.400€ Preisunterschied nach Liste ... :roll:

Karlsson hat geschrieben:
Joe-Hotzi hat geschrieben:
Niemand kann problemlos privat eine 700bar Druckbetankung betreiben ...

Doch, das halte ich schon für möglich. Aber das wird kein Schnäppchen. Schon bei den 200 bar für die CNG Fahrzeuge gibts ja kaum wen, der Zuhause so einen Verdichter hat.

Eben! Aufwand /Kosten und Wartung /Überprüfung widerlegen die Märchenflüsterer von der heinmischen H2-Betankung, denn der Aufwand steigt mehr als Proportional zum Druck! Ist ja nicht wie bei der mobilen CCS/Chademo, wo lediglich die Elektronik an den Stückzahlen krankt. Bei 700Bar spielen wir in einer Liga, wo technisch an den mechanischen Grenzen gearbeitet wird!

Schau mal ab 36min:20sec. Da kannst Du Dir eine Vorstellung von der Praxisnähe einer heimischen H2-Betankung holen ... :roll: - und von der Realitätsnähe der H2-Heilsversprechen ... :lol:

Aber wir haben ja "wie Sie wissen, die beste Automobilindustrie in der Welt". (O-Ton M. Wissmann) :roll:
Hotzenblitz fahren macht Spaß!
Stromos aber auch!
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