Wer ist schuld

Alle Themen über Elektroautos, zu denen es kein eigenes Forum gibt

Re: Wer ist schuld

Beitragvon paulektro » Di 12. Sep 2017, 09:43

Aber mittlerweile gibt es doch eben Alternativen. Wegen einer sehr guten Alternative sind wir alle in diesem Forum.

Es geht ja darum, dass der Diesel letztlich auf verschiedene Weise subventioniert wird. Wenn das so bleibt (und anderen Antrieben geringere Subventionen zukommen), können sich die Alternativen nicht durchsetzen.

Eine der größten Subventionen sind die bisher in der Praxis laschen Grenzwerte. Die Entscheidung fällt dabei die Politik, die Zeche zahlen die alten, kranken und Kinder in den Großstädten, die Hersteller und Käufer freuen sich.

Würden Grenzwerte konsequent, in allen Betriebszuständen, eingefordert und kontrolliert (wie zB. bei LKWs), wären Diesel einfach noch mal deutlich teurer und man müsste regelmäßig Adblue nachtanken. Dann würden die meisten Pendler eben die in Summe vielleicht etwas teureren/komplizierteren Benziner, Hybrid oder Gasautos fahren. Oder sind so mutig und lassen sich auf ein Elektroauto ein.

Wo ist das Problem?
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Re: Wer ist schuld

Beitragvon paulektro » Di 12. Sep 2017, 09:45

Ps.: Das demokratische Argument verstehe ich. Mehrheiten entscheiden darüber, was uns wichtig ist.

Aber das hat auch viel mit Information und Aufklärung zu tun. Bis jetzt haben Behörden und Hersteller in der Angelegenheit nicht grade damit geglänzt.
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Re: Wer ist schuld

Beitragvon eDEVIL » Di 12. Sep 2017, 09:57

Nordstromer hat geschrieben:
Die Frage kannst du dir doch selbst beantworten. Zu viele fahren damit und benötigen sie im Alltag. Wie dringend sie benötigen kannst du übrigens nicht beurteilen das darf jeder für sich selbst entscheiden!

Aha, und was wäre, wenn die Kinder sofort bewusstlos auf die Straße Fallen würden, wenn man mit dem Stinker dran vorbei fährt? Interessiert es da irgendjemanden, ob das Auto dringend benötigt wird?
Und es hängen Arbeitsplätze und Steuern an der Autoindustrie und auch an der Mobilität. Mehrfaches win-win für die ganz große Mehrheit. Und es geht am Ende immer um Mehrheiten.

Ah, super Arbeitsplätze. Arbeitsplätze in Krebskliniken, bei Ärtzen etc. sidn auch wichtig. Also immer weiter machen wie bosher. Ist doch alles "win-win". Ach ja und die Bestatter freuts auch noch :shock: :roll: :evil:

Und weil es imemr so bagatellisiert wird: nicht nur die alten, kranken und kinder nehmen schaden, sodnern jeder!!! Man merkt es halt nur zuerst bei denen, die empfindlicher sind.
Verwendung korrekter physikalischer Einheiten
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Re: Wer ist schuld

Beitragvon ammersee-wolf » Di 12. Sep 2017, 10:05

Wenn ich einen Wagen so manipulieren würde, wie die Hersteller es für den Prüfstand tun, wäre meine Garantie weg und bei einem Unfall würde die Versicherung sich sehr schnell an mich wenden.
Keine Garantie wegen:
Speziellem Öl, Lichtmaschine abgeklemmt, Spiegel demontiert, spezielle Reifen mit sehr wenig Haftung, sehr hoher Luftdruck, Kühlöffnungen abgeklebt, usw

Keinen Versicherungsschutz wegen:
Falschen Reifen, falscher Luftdruck, fehlender Rückspiegel, eventuell angeklebter Bremsbelüftung, usw

Die Politik hängt da sicher mit drin, aber die Ideen kamen von den Herstellern.
Und dass sich die Reinigung z.B. nach etwa 20min einfach abschaltet ist legal? Eher nicht.

Die Schuldfrage ist für mich klar: Der Hersteller hat das zu verantworten.
Die Politik wurde missbraucht. Oder wollte missbraucht werden. Mitschuldig!

Ich gehe davon aus, das noch viele Leichen im Keller der Hersteller liegen.

LG
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Re: Wer ist schuld

Beitragvon tomas-b » Di 12. Sep 2017, 10:11

eDEVIL hat geschrieben:
Und weil es imemr so bagatellisiert wird: nicht nur die alten, kranken und kinder nehmen schaden, sodnern jeder!!! Man merkt es halt nur zuerst bei denen, die empfindlicher sind.


+1

Und selbst wenn man es bei den weniger empfindlichen Menschen im mittleren Alter noch nicht merkt: Die Spätfolgen für die Sünden in der Jugend zusammen mit den dann zusätzlichen Belastungen (wenn die sich bis dahin nicht ändern) werden noch einmal gravierender sein...

Ich verstehe es auch nicht wirklich. Wenn ein islamischer Terrorist 20 Menschen tötet, ist das eine totale Katastrophe, wenn über Jahre hinweg tausende Menschen bewusst und des reinen Kapitals Willen vorsätzlich vergiftet werden, interessiert das Keinen.
Wie viele Amris pro Jahr müsste es geben, um diese Todesrate zu erreichen?

Ich will damit den Terror auch nicht schönreden, das ist schlimm. Aber die Verhältnismäßigkeit bei der Entrüstung/Empörung über beide Tatbestände schockiert mich persönlich schon...
Kia Soul EV mit Komfort-Paket (12/2016)
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Re: Wer ist schuld

Beitragvon St3ps » Di 12. Sep 2017, 10:27

Wiese hat geschrieben:
...

Es wurden Gesetze erlassen, die explizid verlangen, dass Fahrzeuge auf einem Prüfstand geprüft werden, und wenn sie auf dem Prüfstand die Abgasvorschriften einhalten erhalten sie eine Typgenehmigung. Mit dieser Genehmigung dürfen die Fahrzeuge für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen werden. Meinse bescheidenen Wissens nach gibt es keine Vorschrift, in der drin steht, dass die Abgaswerte im alltäglichen Einsatz auf der Straße eingehalten werden müssen.

...

Die Autoindustrie hat also nichts falsch gemacht! Die Amerkikaner mögen das anderst sehen, aber gegen unsere Gesetze haben sie nicht verstoßen.

...


Schuld an den Abgasen in den Städten sind aber nicht die Hersteller oder die Behörden, denn sie fahren ja nicht mit den Fahrzeugen. Fahren tun die Bürger!


Ich bin mir ziemlich sicher, das Betrugssoftware nicht legal ist, die auf dem Prüfstand alles einschaltet u/o reduziert und auf der Straße ausschaltet. Insofern: Schuldig!

Die Amerikaner denken doch nur an die Umwelt wenn es ums abkassieren geht, ansonsten wird alles unternommen um die Umwelt zu schädigen. Aber die ganzen Unwetter haben ja überhaupt nix damit zu tun.

Warum sollten die Bürger Schuld sein wenn die Autoindustrie die Abgaswerte nicht einhält die sie versprochen haben? Sicherlich sind sie nicht ganz unschuldig und auch wenn sie beim Kauf wüssten wie dreckig ihr Auto wäre, hätten sie sich trotzdem den nächsten SUFF mit 200 PS gekauft, aber den großen Batzen Schuld hat die Autoindustrie, niemand zwang sie die eh schon lächerlichen Auflagen zu missachten.
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Re: Wer ist schuld

Beitragvon Cooper » Di 12. Sep 2017, 10:35

tomas-b hat geschrieben:
Aber die Verhältnismäßigkeit bei der Entrüstung/Empörung über beide Tatbestände schockiert mich persönlich schon...

...so geht es mir auch.

Wer ist schuld?

Die Kunden, die immer noch in die Autohäuser rennen und Verbrenner nachfragen.
Warum machen sie das?
Sicher gibt es Umstände, wo es noch nicht anders geht. Aber niemand wird gezwungen, einen Neuwagen zu kaufen!
Auch ist der private Kunde nicht die Hauptzielgruppe der Hersteller. Das wird ihm nur geschickt suggeriert.
Umsatz wird mit Flotten gemacht. Also sind die Schuldigen auch die Flotteneinkäufer.
Dienstwagenfahrer können sich ihr Fahrzeug oft in gewissem Rahmen selbst konfigurieren.
Wäre schön, wenn auch bei denen schnell ein Umdenken stattfinden würde.
Ach so, mit Elektroautos kann nicht an einem Tag von Flensburg nach Garmisch? Deshalb ist man leider gezwungen,
noch Verbrenner zu beschaffen? Wäre schön, wenn in den Verkaufsgesprächen der Wunsch nach entsprechenden
E-Fahrzeugen geäußert werden würde. Dann kommt auch das Angebot. Wir erleben gerade, das die Hersteller können, wenn sie müssen.
Ach ja, vorschreiben kann man es nat. niemandem (um da bestimmte Einwürfe von der Seite gleich vorwegzunehmen),für unser aller Gesundheit wäre es wünschenswert.
In diesem Sinne großes Dankeschön an alle, die schon elektrisch unterwegs sind.
Zuletzt geändert von Cooper am Di 12. Sep 2017, 10:41, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wer ist schuld

Beitragvon paulektro » Di 12. Sep 2017, 10:37

tomas-b,

du ignorierst jetzt aber vollständig den gesellschaftlichen Nutzen, den uns Verbrennungsmotoren über die letzten Jahrzehnte gebracht haben.

Alleine dieselbetriebene Krankenwagen retten bestimmt um mehrere Größenordnungen mehr Leben, als durch die gesamte Verkehr-Schadstoffbelastung vorzeitig beendet werden. Ganz zu schweigen von Hygieneprodukten, Lebensmittelversorgung, etc. etc., die dank LKWs zu uns in die Städte kommen. Ohne die würden wir nie 80 Jahre alt werden.

Also Butter bei die Fische, so skandalös die Situation auch ist! 8-)
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Re: Wer ist schuld

Beitragvon Schüddi » Di 12. Sep 2017, 10:40

Mich würde weiter ernsthaft interessieren von welchen alternativen Fahrzeugen der Threadersteller spricht, die die Gesundheit der Menschen nicht belasten. Mir fallen da nur Fahrräder, Kettkarts usw. ein...?
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Re: Wer ist schuld

Beitragvon Nordstromer » Di 12. Sep 2017, 10:54

Helfried hat geschrieben:
Nordstromer hat geschrieben:
Wie dringend sie benötigen kannst du übrigens nicht beurteilen.
Das darf jeder für sich selbst entscheiden!


In Österreich werden die Entscheidungen langsam beschnitten. So sind konkrete Fahrverbote für Dieselmütter mit Kindern vor Schulen geplant. Die Kinder müssten dann die letzten 150 Meter wieder selber in die Schule gehen. Das morgendliche Verkehrschaos samt Dieselgestank dürfte sich dann stark lichten.


Nur geplant. Und wo? 150m ist der Weg manchmal schon vom Tor bis zum Klassenzimmer. Wie wird das Fahrverbot begründet (rechtlich) und wie wird es durchgesetzt?
Ich kenne das aus unserem Umfeld. Da wollten das schon vor über 10 Jahren angeblich viele. Draus geworden ist freilich nichts.
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